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S2/E35. Wie soll denn der KI der Rohstoff
ausgehen?

Wir leben in einer Welt, die "dataisiert" durch Digitalisierung
ist. Daten sind das neue Öl, stimmt das nicht mehr? Sind die
Zeiten von Big Data vorbei? Was haben wir in achwas.fm über den
Zustand der "Datengruben" und Förderpumpen bisher verschwiegen?

Der eigentliche Skandal ist nicht, dass es zu wenig Daten gäbe
und wir dem verehrten Publikum das verschwiegen hätten. Oder das
neue Gesetz von 2023 über Künstliche Intelligenz (AI ACT) Daten
verbietet.

Es gibt nicht insgesamt zu wenige Daten. Aber von wichtigen und
notwendigen Daten gibt es zu wenige: In manchen wichtigen
Bereichen, zum Beispiel wenn es um unsere Spezies Mensch geht,
fehlt gar die Hälfte, also 50%. Die sind notwendig, damit wir
saubere, valide und zuverlässliche KI-Modelle erstellen können.

Denn: Was Daten anbelangt, sind Frauen das "unsichtbare
Geschlecht". Ob in der Forschung von Medikamenten oder auch in
der Notfallmedizin, der Produktgestaltung von Alltagsgegenständen
oder Fahrzeugen - Frauen, ihre Anatomie, ihr Stoffwechsel,
Hormonzyklen - ihre Daten werden nicht erhoben.

Wenn Politiker aktuell das Gendern verbieten wollen, geht es um
fadenscheinige Propaganda.

Wenn der Gender Data Gap nicht nachhaltig behoben wird, geht der
KI "das Licht aus".

Schon jetzt sind KI Modelle unfair und verzerrt und kosten Leben.
Das zeigen wir an einem drastischen Beispiel.

Zum Blog

⁠achwas.fm⁠

Die Bildquelle

Das Bild zeigt "Die Ruhe des Pilgers / Wanderer auf Bergeshöh",
einen Mann der in ein von Nebel verhülltes Tal schaut. Er kann
nur ahnen, was sich dort unten befindet, sein Pilgerstab eignet
sich nicht zum Stochern im Nebel oder Fischen im Trüben. Selbst
eine KI könnte ihm vielleicht nicht helfen. Es fehlen Daten.

Das Bild stammt von Carl Gustav Carus (1789–1869) und wurde
1818 in Öl gemalt.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1a/Carl_Gustav_Carus_-_Wanderer_on_the_Mountaintop.jpg
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„Gender Data Gap. Geht KI der Rohstoff aus?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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