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  3. Die RAF in Hessen Podcast
  4. Haftbedingungen, Hungerstreiks und der erste Prozess gegen die RAF 1972-1973
Nach der „Mai-Offensive 72“ stand die Solidarität zur RAF in der
westdeutschen Bevölkerung auf einem Tiefpunkt. Der Fahndungsdruck
auf die Gruppe wurde durch vermehrten Einsatz schwerbewaffneter
Polizeibeamter in der gesamten Bundesrepublik zunehmend
verstärkt. In dieser gesellschaftlichen Situation erfolgten die
Verhaftungen der RAF-Gründungsmitglieder, wohlgemerkt in fast
allen Fällen durch Hinweise aus der Bevölkerung. Die Aktivitäten
der „ersten RAF-Generation“ in der Illegalität nahmen mit den
Verhaftungen ein rasches Ende; bis zur Stockholm-Besetzung im
Jahr 1975 wurde die RAF für keine mit der „Mai-Offensive“
vergleichbaren Taten verantwortlich gemacht. Viele Politikerinnen
und Politiker atmeten auf: die zu diesem Zeitpunkt kurze
Geschichte der RAF schien bereits beendet. Wie falsch diese
Einschätzung war, sollte sich in den nächsten Jahren zeigen.

Folge 3 erzählt die Geschichte der RAF ab der Verhaftungswelle im
Juni/Juli 1972 bis zum Ende des Jahres 1973 mit Schwerpunkt auf
Hessen nach. In diese Phase fällt die Einrichtung des „infos“,
der erste große Prozess gegen Horst Mahler in Berlin, die ersten
beiden Hungerstreiks der inhaftierten RAF-Mitglieder sowie die
Versuche von nicht verhafteten Mitgliedern und Unterstützerinnen
und Unterstützer, die Gruppenstrukturen der RAF wiederaufzubauen
und zu professionalisieren. Die Folge enthält subjektive
Wahrnehmungen von den Zeitzeuginnen Renate Aßmus und Ulrike
Fabricius und dem Zeitzeugen und RAF-Anwalt Kurt Groenewold, die
von der Moderation in den breiten historischen Kontext
eingeordnet werden.

Shownotes

Skripterstellung: Duška Roth, Lorenz Hoffmann und Robert Wolff

Moderation: Duška Roth und Lorenz Hoffmann

Gäste: Renate Aßmus, Ulrike Fabricius und Kurt Groenewold

Musik und Abmischung: Olaf Parusel

 

Timestamps:

00:00: Rückblick Mai-Offensive 1972 und Verhaftungswelle

03:35: Haftbedingungen der RAF-Mitglieder

08:07: Solidarität mit den inhaftierten RAF-Mitgliedern

14:38: Das Info als zentrales Kommunikationsmittel der
RAF-Gefangenen

18:17: Unterstützung von Außen – Diskussionen

19:27: Debatte: politische Gefangene oder Kriminelle?

20:50: Debatte: Die „Sympathisanten“

23:05: Prozess Horst Mahler

24:47: Haftbedingungen und 1. Hungerstreik

28:42: Aktivitäten Rote Hilfe Frankfurt am Main

31:10: 2. Hungerstreik

31:44: Pressekonferenz Paris und Pressemitteilung Kirchentag

35:10: Zersplitterung der Linken und Ausblick Folge 4

Literatur:

Terhoeven, Petra (2022): Die Rote Armee Fraktion. Eine Geschichte
terroristischer Gewalt,
https://hlz.hessen.de/publikationen/publikationsverzeichnis/details/die-rote-armee-fraktion/

ID Verlag (Hrsg.) (1997): Rote Armee Fraktion - Texte und
Materialien zur Geschichte der RAF:
https://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/Stadtguerilla+RAF/RAF/raf-texte+materialien.PDF

Aufsätze:

Wolff, Robert (2020): Folter und Mord an den „Helden des Volkes“
in bundesdeutschen Justizvollzugsanstalten? Das
konspirationistische Weltbild der Roten Armee Fraktion,
1970–1977,
https://imdialog.akademie-rs.de/ojs/index.php/idadrs/article/download/256/198/
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„Haftbedingungen, Hungerstreiks und der erste Prozess gegen die RAF 1972-1973“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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