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  4. Fast Forward: Möglichkeiten und Grenzen digitaler Medien im Unterricht – mit Jacob Chammon
Nachdem Jacob Chammon acht Jahre lang als Schulleiter in Berlin
tätig war, verließ er 2019 die Schule, weil er mehr als nur eine
Schule bei der Digitalisierung des Unterrichts begleiten wollte.
„Es gibt so viel zu tun in Deutschland! Ich möchte das System
Schule begleiten und bewegen. Das war der Grund, weshalb ich meine
Funktion als Schulleiter aufgegeben habe.“ Im Podcast „school must
go on“ spricht der gebürtige Däne über seine neue Tätigkeit als
geschäftsführender Vorstand des Forums Bildung Digitalisierung und
wie er darüber das Schulsystem verändern, Schulen bei der
Digitalisierung des Unterrichts unterstützen und Bildung in
Deutschland voranbringen will. – Über die Rolle der Politik und der
Schulträger bei der Digitalisierung– Es sei wichtig, dass die
Politik und die Schulträger eine Grundlage für alle Schulen
schaffen. „Digitalisierung sollte nicht nur für einige Schulen,
Schulformen oder Schüler/-innen möglich sein, sondern es sollte
überall ein Minimum an Digitalisierung geschaffen werden“, so
Chammon. Dabei sollte jedoch auch die Autonomie der Schulleitung
eine entscheidende Rolle spielen: „Ich möchte als Schulleiter nicht
von oben erzählt bekommen, wie ich was zu machen habe.“ Auf der
anderen Seite gebe es aber auch Schulen und Schulleiter/-innen, die
nach Unterstützung für ein Medienkonzept fragen und demnach viel
genauere Vorgaben „von oben“ benötigen. Die Schulträger seien daher
in einer herausfordernden Position, weiß Jacob Chammon:. „Es gibt
nicht das eine Rezept, wie die Digitalisierung an den Schulen am
besten vorangebracht wird. Es ist wichtig, dass man die Diversität
zulässt, aber auch sichert, dass alle mit auf den Zug kommen.
Niemandem sollte die Möglichkeit fehlen, die Digitalisierung
mitzumachen.“ – Das Zusammenspiel von Digitalisierung des
Unterrichts und Pädagogik – „Digitalisierung darf man nicht
losgelöst von Pädagogik diskutieren. Die Sachen gehören zusammen“,
sagt Jacob Chammon darüber hinaus. Die Fragen „Welches Lern-Setting
will ich schaffen?“ oder „Wie sollen die Schüler/-innen lernen?“
müssten weiterhin gestellt werden. Lehrkräfte sollten digitale
Medien nicht nur als Selbstzweck einsetzen, erklärt der ehemalige
Schulleiter, sondern auch die Kompetenzen erwerben, die sie für den
richtigen Einsatz im Unterricht benötigen. „Sie müssen wissen, wie
man damit den Unterricht gestaltet.“ Auch ein Whiteboard könne zu
Frontalunterricht führen bzw. den Frontalunterricht weiter
ermöglichen. Jacob Chammon sagt aber auch, dass in der Schule nicht
immer alles digital sein müsse. „Tablets sollten genauso Teil der
schulischen Bildung sein, wie das Lernen der Handschrift in der
Grundschule.“ Dabei solle stets das Motto gelten: „sowohl als auch“
statt „entweder -oder“. – Fast Forward beim Thema digitaler
Unterricht, aber mit Geduld – Um die notwendigen Soft Skills beim
Umgang mit den digitalen Medien im Unterricht erlernen zu können,
müsse man allen Lehrkräften Zeit einräumen und den fachlichen
Rahmen schaffen. Andernfalls werden immer nur einige Lehrkräfte aus
eigenem Antrieb heraus die Digitalisierung im Unterricht
etablieren. „Wichtig ist, auf ‚Fast Forward‘ in der digitalen
Schulentwicklung in Deutschland zu drücken, aber dabei auch den
Lehrkräften und Schulleitungen die Möglichkeit zu geben zu lernen,
damit zu arbeiten“, schlussfolgert Jacob Chammon. Außerdem spricht
er über die verschiedenen Handlungsfelder des Forums Bildung
Digitalisierung, die Schulentwicklung in Dänemark, das Vernetzen
unter Lehrkräften, die Auswirkungen der Corona-Krise auf die
Digitalisierung, den Lehrkräftemangel in Deutschland, seine Meinung
zur 1-zu-1-Ausstattung von Tablets und OER-Projekte. Forum Bildung
Digitalisierung: https://www.forumbd.de/ LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/jacobchammon Twitter:
https://twitter.com/chammonjacob
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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