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In dieser Folge diskutieren wir darüber, dass
Corona bedingt und aufgrund der "automatischen"
Verpflichtung zur Kinderbetreuung die Frauen seit Beginn der
Krise deutlich mehr zurückstecken mussten als die
Männer.

Was wir in Österreich brauchen, ist mehr
Gleichgewicht! Gleichberechtigung muss im Kopf
stattfinden, wir müssen es leben und auch den nächsten
Generationen vorleben. 

Natürlich besprechen wir auch das Angebot der
Kinderbetreuungseinrichtungen. 

Dazu existiert sogar auch ein
Sozialpartnerpapier:

ÖGB, AK, Bäuerinnen und IV haben sich zusammengesetzt und
diskutiert, wie Kinderbetreuung aussehen müsste, um Vereinbarkeit
zwischen Beruf und Familie zu schaffen.

Die Stakeholder haben sich schon was überlegt, aber nun
lässt die politische Umsetzung auf sich warten!

Wir sind beide davon überzeugt, dass die Wirtschaft auch
Interesse daran haben muss, dass die Frauen als Arbeitskräfte zur
Verfügung stehen.

Leider kämpfen wir in Österreich immer noch gegen alte
Rollenbilder, alte Denkstrukturen.

Man muss sich fragen, ist Kinderhaben überhaupt noch
attraktiv (vor allem für Frauen, die beruflich etwas
weiterbringen und Karriere machen wollen)?

Und die Antwort ist, dass Teilzeit nicht mehr nur
Frauensache sein kann. Kinder sollen nicht die
"Karriereverhinderer" der Frauen sein. Und außerdem,
solange Frauen so viel weniger verdienen als Männer, wird die
Entscheidung, wer die hauptsächliche Care- und
Hausarbeit übernimmt, auf Basis des
Geldes leicht getroffen.

Eine Idee mehr Männer in die Kinderbetreuung
einzubinden ist, dass beide Eltern 30 Stunden zu
jeweils 80% arbeiten und so gemeinsam mehr
Betreuungszeit haben, und die Frauen mehr arbeiten und verdienen
könnten.

Leider scheint es derzeit immer noch so zu sein, dass
Männer das Thema Teilzeit in ihren Firmen gar nicht
ansprechen, denn es ist nach wie vor ein Kampf. 

Außerdem kennt sich niemand mit dem Kindergeld
aus, das gehört dringend reformiert, meint die
Nationalratsabgeordnete. Es muss besser verständlich
gemacht werden. Auch hier braucht es mehr
Bewusstseinsbildung und Kampagnen. 

Gleichberechtigung in der neuen Generation wird schon
VOLL gelebt und selbstverständlich gesehen - bis
Kinder kommen. Auf einmal kommen die alten Modelle
zum Vorschein. Und auch die Jungen gehen dann den
„einfacheren Weg“ und leben weiter nach den alten
Rollenbildern. 

Man könnte mit neuen Modellen, wie zB Jobsharing
den Familien und vor allem Teilzeitarbeitenden viel mehr
Flexibilität bieten und deutlich mehr Möglichkeiten im
Arbeitsbereich anbieten.  

Auch eine 4 Tage Woche resultiert meistens in
deutlich motivierteren und effizienteren MitarbeiterInnen.

Wir sind uns einig.

Wir müssen in Österreich 

die Frauen mehr in die Arbeit holen,

Kinderkriegen attraktiver machen, und 

Väter aufrufen mehr Zeit mit Kindern zu
verbringen

Wir wissen alle, es gibt noch viel zu tun!

Viel Vergnügen beim Reinhören!
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„Polittalk Teilzeitkarriere | Petra Wimmer | Familie - SPÖ“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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