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Radikale Frauen Wir beginnen heute in loser Folge unsere Reihe
“Bemerkenswerte Frauen” und fangen mit den Radikalen Frauen an.
Frauen, die wir in ihrem Wirken vergleichen, in Bezug zueinander
setzen, ihre konträren Positionen herausarbeiten oder aber, wie in
dieser Sendung, nur beziehungs- und bezuglos nebeneinander stehen
lassen. Wer anderes als Miss Piggy könnte diesen Reigen eröffnen?
Zumal sie soeben für ihr feministisches Engegement mit dem First
Award des Sackler-Zentrums für feministische Kunst am Brooklyn
Museum geehrt wurde. Ausgezeichnet wurde sie für das Durchbrechen
von Geschlechterbarrieren. So möchten wir ihr unsere persönliche
Laudatio überbringen. Dieser selbstbewussten, durchsetzungsfähigen,
weiblichen Persönlichkeit, eine an Monroe erinnernde
superweiblichen und glamourösen Schweinedame mit dem unvergessenen
Handkantenschlag, die für einen neuen Feminismus steht. Und ihr
Credo? Eine Frau muss kein Schwein sein, um in dieser Welt etwas zu
erreichen. Aber es hilft, eine coole Sau zu sein. Ein Fenstersturz
1618 in Prag führte zum 30 jährigen Krieg. Ein
freiwillig-unfreiwilliger Sprung aus dem Fenster gilt als
Ausgangspunkt für 30 Jahre Terrorismus in Deutschland. Was bewog
eine Frau, wie Ulrike Meinhof, von der hier die Rede ist, die
intellektuell war, Chefredakteurin einer Zeitschrift, in
Fernsehshows auftrat um als geachtete Journalistin Stellung zu
beziehen dazu, sich mit einem einzigen Sprung in das
gesellschaftliche Abseits zu befördern? Wie konnte sie morden, wenn
sie die Verbrechen in der Welt anprangerte? Wie konnte eine Mutter
zustimmen, ihre kleinen Kinder einem palästinensischem Camp zu
überantworten, wo sie zu Kämpfern herangebildet würden? War es eine
bewusste Entscheidung? War es Verblendung oder gab es in ihrer
Kindheit elementare Erlebnisse, die zum Abwenden von der
bürgerlichen Gesellschaft führten? Fragend nähern wir uns einer
interessanten aber auch bis in den Kern hinein widersprüchlichen
Frau.
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„03 Radikale Frauen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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