Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Münchner Zeitgeschichten Podcast
  4. ‚Arisierung‘: Von Cohen zu Stiehler. Ein Profiteur
Die Firma Heinrich Cohen war ein seit 1821 bestehendes Münchner
Traditionsunternehmen für exklusive Textilwaren. Das
Textilwarengeschäft Heinrich Cohen stand in der Löwengrube 23.
Bereits 1934 wurde ein antisemitisch motivierter Brandanschlag auf
das Geschäft verübt. Durch die ‚Arisierung‘ der Nationalsozialisten
gezwungen, verkaufte Cohen sein Unternehmen 1937 an Herbert
Stiehler. Stiehler war Chefeinkäufer der Konkurrenzfirma
Loden-Frey, die auch als stiller Teilhaber an dem Kauf beteiligt
war und während des Krieges vor allem Uniformen für Wehrmacht,
Waffen-SS und Reichsarbeitsdienst herstellte. Heinrich Cohen starb
1940 in München. Das Haus in der Löwengrube 23 ist heute nicht mehr
erhalten, Loden-Frey sicherte sich mit der Übernahme ihre
herausgehobene Lage aber bis heute. Anfang des Jahres 1938
existierten in München etwa 1.700 Geschäfte und andere
Gewerbebetriebe mit jüdischen Besitzer*innen. Schon seit der
Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 sahen sich diese
Geschäftsleute dem Boykott ihrer Betriebe ausgesetzt. Ab 1938
wurden sie durch zahlreiche antisemitische Gesetze und Verordnungen
systematisch aus dem Wirtschaftsleben verdrängt. Nach der
Pogromnacht am 9. November 1938 folgten Verschärfungen der
antisemitischen Maßnahmen und die jüdischen Besitzer*innen wurden
gezwungen, ihre Gewerbe aufzugeben. Den staatlich organisierten
Raub bezeichneten die Behörden beschönigend als ‚Arisierung‘.
Schüler*innen der Städtischen Berufsschule für den Einzelhandel
Mitte haben sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt und stellen
Beispiele der „Arisierung“ in München vor.
Episode melden

„‚Arisierung‘: Von Cohen zu Stiehler. Ein Profiteur“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz