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  4. #3 Joachim Schulze – Die bioökonomische Transformation der Wirtschaft
Die Bioökonomie ist mehr als der Ersatz fossiler Rohstoffe in der
chemischen Industrie. Sie umfasst natürlich den Bereich der
Chemie, geht aber weit darüber hinaus. Vom Häuserbau bis zur
Ernährung: Überall, wo wir Materialien einsetzen, müssen wir
überlegen, ob wir nicht biogene Stoffe einsetzen können. Sagt Dr.
Joachim Schulze, Unternehmer, Berater und Vorstand des Bioeconomy
Cluster.

Mit biologisch abbaubaren Kunststoffen zum Beispiel auf Basis von
Holz können wir heute schon Erdöl und weitere fossile Rohstoffe
ersetzen. Zugleich sind die bioökonomischen Technologien auch
energieintensiv, verlangen also eine nachhaltige
Energieversorgung. Auch das ist Teil der Bioökonomie.

Müssen die Proteine wirklich aus der Kuh stammen - oder können
sie nicht aus dem Fermenter kommen, können Hefen nicht ebenso
Proteine erzeugen, um daraus etwas zu züchten, das wie Milch oder
Fleisch aussieht? Allein der Bedarf an Land kann so um 90%
sinken.

Joachim Schulze konstatiert: Wir sehen heute schon in der
Chemieindustrie, dass der Wandel begonnen hat. Wir sehen jetzt
schon Investments der Branchengrößen in entsprechende Startups.
Bioökonomie bietet dazu die Möglichkeit, sehr viel regionaler und
lokaler zu wirtschaften. Das reduziert Abhängigkeiten - eine
Vorsorge für Krisenzeiten.

Letztlich, so seine Einschätzung, kommt kein Unternehmen umhin,
sich diesem Trend zu stellen. Wer dies heute nicht tut, wird
morgen eventuell nicht mehr am Markt sein. Natürlich kann das
nicht jedes Unternehmen alleine. Darum ist die Vernetzung eine
wichtige Funktion des Bioeconomy Clusters.

Bioökonomie ist mehr als nur gut. Langfristig kann diese
Transformation für Unternehmen essentiell sein, um zu überleben.

Zu Gast in dieser Folge::

Dr. Joachim Schulze, Unternehmer, Berater und Vorstand des
Bioeconomy Cluster.
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„#3 Joachim Schulze – Die bioökonomische Transformation der Wirtschaft“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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