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"Frauenfiguren in der Operngeschichte sind als moderne Frau
manchmal schwer zu ertragen. Ich möchte keine Opfer
portraitieren" stellt die Sopranistin, die seit 2020 im Ensemble
der Wiener Staatsoper singt, klar. Zur Aufgabe der Oper hat sie
eine klare Meinung: "Oper ist keine reine Unterhaltungsform,
sondern nimmt am Diskurs über gesellschaftlich relevante Themen
teil." Das stellte Vera-Lotte zuletzt in 'Bluthaus', der neuen
Oper von Georg Friedrich Haas, eindrucksvoll unter Beweis. Das
Thema: Sexueller Missbrauch. 

Vor der Gesangskarriere und Engagements an der Königlichen Oper
in Kopenhagen, an der Bayrischen Staatsoper und bei den
Salzburger Festspielen, studierte Vera-Lotte Literatur und
Analytische Philosophie. Sie ist ein Entdeckergeist und erzählt
leidenschaftlich gerne Geschichten - sei es auf der Bühne oder im
Interview.

Foto: (c)Philipp Schnönauer
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„Vera-Lotte Boecker: Sopranistin“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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