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JUNG Talk Archiv

246 Episoden
24 Minuten
Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten. Die Welt verändert sich schneller als je zuvor. Unsere Lebensgrundlage wird zunehmend von großen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Trends wie Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Ressourcenknappheit, technologischem Fortschritt und sozialen Ungleichheiten etc. beeinflusst. Besonders im Bausektor sind die großen Hebel zu finden. Dazu brauchen wir Nachhaltigkeitsstrategien, die die aktuellen und die künftigen Herausforderungen adressieren. Damit wir für mehr Menschen emissionsfrei und mit weniger Material bauen können. Denn das ist das Ziel von Dr.-Ing. Stefanie Weidner: Eine gebaute Umwelt, die atemberaubend schön ist und die gleichzeitig den Interessen kommender Generationen gerecht wird. Welche Rolle ein „Director Sustainability Strategies“ bei Werner Sobek AG zu erfüllen hat und welchen Wert die hauseigene Denkfabrik hat, darüber sprechen wir heute mit der Architektin Stefanie Weidner in unserem Podcast.
39 Minuten
Pandemie, Krieg, Klimakrise – die neue Normalität stellt viele Selbstverständlichkeiten des städtischen Lebens infrage. Aber sie bietet auch die Chance darüber nachzudenken, mit welchen Stellschrauben und konkreten Handlungen man die Stadtentwicklung nachhaltiger gestalten kann. Stichwort Energie-, Mobilitäts-, Bau-, Ressourcenwende – die Transformation findet derzeit auf allen Ebenen statt. Um die Nachhaltigkeitsziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen zu erreichen, müssen nicht nur die neuen Strukturen an das Klima angepasst, sondern auch der Bestand weiterentwickelt werden. Doch wie baut man eine lebenswerte Stadt? Wie sieht eine nachhaltige, ressourcenschonende, soziale Gesellschaft unter Einbindung der Bürger aus? Welchen Visionen muss eine nachhaltige Stadtentwicklung heute folgen? Unser heutiger Gast hat Erfahrung darin Visionen in die Realität zu übersetzen. Zuerst als Oberbaudirektor in Dresden, von 1999 bis 2017 in Hamburg. Herzlich Willkommen Jörn Walter.
34 Minuten
„Wir sind mittendrin in einer Art Versuchsanordnung dazu, wie die Stadt in Zukunft aussehen könnte.“ Dieser Satz stammt aus dem Buch „Die Stadt nach Corona“, herausgegeben von Doris Kleilein und Friederike Meyer. Anstatt neue kollektive Erfahrungen zu sortieren, war der Plan eigentlich ein anderer. Im Rahmen ihres Fellowships am Thomas Mann House in Los Angeles wollten die beiden Architekturjournalistinnen und Autorinnen gemeinsam im Bereich „Public Interest Design“ forschen. Der Ausbruch der Corona-Pandemie beendete das Fellowship nach kurzer Zeit abrupt, führte aber auch zur Korrektur der Ausrichtung ihres Forschungsthemas hin zur Frage, wie die Pandemie Architektur und Stadtentwicklung künftig verändern werden. Entstanden sind ein Buch und zahlreiche Beiträge, die spekulativ und fordernd zugleich sind. Wir begrüßen heute Doris Kleilein und Friederike Meyer in unserem Podcast und sind schon gespannt, welche Handlungsräume und transformative Kräfte sich aus ihrer Sicht für eine resiliente Stadt nutzen lassen.
42 Minuten
Für den jüngst abgeschlossenen Studierendenwettbewerb Solar Decathlon, einem Hochschulwettbewerb für ressourcenschonende und energieeffiziente Architektur und Ingenieurwesen im Bausektor, brauchten die Wettbewerbsteams einen langen Atem. Bereits Anfang 2020 hatte eine international besetzte Jury die Gebäudeentwürfe der Bewerberteams ausgewählt, die dann – mit pandemiebedingter Verzögerung – ihre funktionierenden Hausprototypen im Maßstab 1:1 in Wuppertal dem Wettbewerb stellten. Dann ging alles schnell: Das Team RoofKIT aus Karlsruhe hat die Deutschlandpremiere in Wuppertal des weltweit größten universitären Wettbewerbs für sich entschieden. Die Studierenden des Karlsruher Instituts für Technologie haben in den Disziplinen des solaren Zehnkampfs insgesamt die meisten Punkte erzielt – und damit das überzeugendste Konzept für das klimafreundliche Weiterbauen präsentiert. Das nehmen wir zum Anlass und sprechen heute mit Prof. Dirk Hebel und Prof. Andreas Wagner vom Karlsruher Institut für Technologie KIT in unserem Podcast. Unter anderem, wie man über so lange Zeit die Motivation hoch hält, aber auch wie wir generell anders denken, planen, produzieren, bauen, Energie erzeugen und nutzen müssen…
27 Minuten
Unter dem Titel "Open for Maintenance – Wegen Umbau geöffnet" widmet sich der deutsche Beitrag in diesem Jahr Themen der Pflege, Reparatur und Instandhaltung. Im Mittelpunkt steht die Instand(be)setzung des Deutschen Pavillons in den Giardini, um Prozesse der räumlichen und sozialen Sorgearbeit sichtbar zu machen, die normalerweise dem Blick der Öffentlichkeit entzogen sind. Das Konzept beleuchtet die aktuelle Debatte um den Bestand im Kontext von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auch aus einer historischen und sozialen Perspektive: Die Instand(be)setzung als soziale Praxis hatte im Berlin der 1970er/1980er Jahre zur behutsamen Stadterneuerung und damit zum Erhalt städtischer Gemeinschaften und baulicher Substanz beigetragen. Ökologische Nachhaltigkeit ist untrennbar mit der sozialen Frage verbunden. Am 20. Mai 2023 öffnet die Biennale offiziell die Tore. Höchste Zeit für uns, heute in unserem Podcast mit Anne Femmer und Anh-Linh Ngo als Vertreter des Kuratorenteams ARCH+ / SUMMACUMFEMMER BÜRO JULIANE GREB über den Inhalt und das Programm zu sprechen.

CITY IN NATURE

29 Minuten
In current debates, there's a lot of talk about climate-friendly, sustainable construction. This is something that has been practised in Asia for many years – on the one hand, out of the necessity to offer as many people as possible a liveable home in a dense city environment, but also because it has been politically desired and regulated by law. For 28 years, Singapore-based WOHA has focused on designing integrated architectural and urban planning solutions to address 21st century issues such as climate change, population growth and rapidly increasing urbanisation. Today in our podcast, we talk with Schirin Taraz-Breinholt from WOHA about what this involves in detail and where a simple rethink can have a big effect.
24 Minuten
Den Begriff „reset“ lernt man spätestens dann kennen, wenn ein elektronisches Gerät nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert. Auf der technischen Ebene ist das mit einer einfachen Tastenkombination zu erledigen, aber wie funktioniert das für Organisationen, Geschäftsmodelle und Nutzungsstrukturen? Buzzwords wie digitale Transformation, Nachhaltigkeit und demografischer Wandel begleiten den notwendigen Wandel. Damit aber der „restart“ nach dem „reset“ auch nachhaltig funktioniert, benötigt es eine gewisse Offenheit, Mut und Neugier, aber auch Leidenschaft. Für Aufgaben, Menschen und Architektur. Wie ein reset auf verschiedenen Ebenen funktionieren kann, zeigt das Büro CYRUS.ARCHITEKTEN, geleitet von Oliver Cyrus, Patrik Westphal und Martin Blank, das nach 22 Jahren aus dem renommierten Büro cyrus moser architekten Anfang letzten Jahres hervorging. Ein guter Grund für uns mit Oliver Cyrus und Patrik Westphal über die Chancen und Freiräume von Neuanfängen zu sprechen – im eigenen Büro, aber auch bei neuen Projekten.
25 Minuten
Geraldine Dohogne can tell you a lot about what happens when each project begins with thinking outside the box. She runs a global interior design firm, with projects spanning the entire world - from Vietnam to Namibia, and Belgium to Nepal. But no two details are alike, because the designs are the result of a deep dive into the local culture, searching for and finding old materials and craft techniques, and linking nature and technology. Her journey into interior design began through a chance encounter that led to the discovery of her passion and intuition for designing spaces. These include spaces that change other people's lives, but which also stand for a harmony of inspiration and tradition. How easily space can become an atmospheric place of power is what we will talk about today with Geraldine Dohogne in our podcast.
25 Minuten
„Wir sind Holzbauexperten aus Überzeugung.“ Davon zeugen die Projekte des Stuttgarter Büros andOFFICE. Denn ein Großteil der Hochbauprojekte ist bereits als Holzkonstruktion geplant. Einerseits wegen der CO2-Einsparungen gegenüber herkömmlichem Massivbau, aber auch wegen der Faszination für die Bandbreite und Präzision des Bauens mit dem Rohstoff Holz – von der Konstruktion bis zur atmosphärischen Wirkung. Dazu muss man „down to earth“ bleiben, um auch mit begrenzten Budgets Wirkung zu erzielen, aber gleichzeitig über den Tellerrand schauen, sich niemals zurückzulehnen, sondern stets weiterzuentwickeln, zu hinterfragen, zu verändern. Wie man als Büro die Grenzen auslotet und neue Standards definiert, darüber sprechen wir heute mit Jana Hasl-Welk und Heiner Probst von andOFFICE in unserem Podcast.

OX UNEINS

41 Minuten
OX2architekten agieren im Spannungsfeld zwischen VORAUSschauen und NACHdenken. Zwischen der ureigenen Aufgabe der Architektur, nämlich „zu entwerfen, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen“ bis zum Einfordern von Innovationen. Im Sinne eines Anything goes mit einem eigenen ethischen Kompass. Denn „Technologien sind weder gut noch böse, sondern unterliegen der Nutzung durch das moralische Individuum.“ Es geht um progressive Projektideen und nachhaltige Lösungen in der Nutzungskonzeption, aber auch den Sprung von der Theorie in die Praxis. Klar ist, dass wir vielfältige Antworten auf die dringenden Fragen unserer Zeit benötigen. Ein paar davon versuchen wir heute mit Ina-Marie und Marcin Orawiec in unserem Podcast zu diskutieren.
27 Minuten
Licht – natürlich oder von Menschen geschaffen – schlägt die Brücke zwischen Wahrnehmung, Erlebnis und Erkenntnis. Lichtgestaltung macht sich das nahezu unerschöpfliche Potential von Kunst- und Tageslicht zunutze und formt es, lenkt es in neue Bahnen. Es ist das Wissen um den formgebenden Charakter und die große Bedeutung des Lichts, das den Raum für die Arbeit um das Team von Martin Weiser bildet und was sie bei der Aufgabe leitet, die sichtbare Brücke für Menschen zu bauen. Sie nennen die Grundlage hierzu die „Grammatik des Lichts“, womit die technischen Anforderungen ebenso zu beschreiben sind, wie die gewünschte Wirkung. Wie sich Licht zum Sehen, Licht zum Hinsehen und Licht zum Ansehen unterscheiden, darüber erfahren wir heute mehr von Martin Weiser in unserem Podcast.
35 Minuten
Die Frage nach der Gestaltung unserer Zukunft nimmt im Alltag der Architektin Dilek Ruf eine große Rolle ein. Nicht nur für ihr Architekturbüro BBU.Projekt, sondern auch als Vorsitzende des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten BDA Landesverband Niedersachsen. Aus beiden Perspektiven ist für sie der Klimawandel und der Beitrag der Bauschaffenden hierzu nicht so abstrakt, wie manche das gerne sehen würden. Ebenso wie die Endlichkeit der Ressource Boden und Material. Die Folgen der sozialen Unwucht sind mit dem Blick auf das Grundbedürfnis Wohnen schon deutlich spürbar – durch alle gesellschaftlichen Schichten. Warum Dilek Ruf die gesetzlichen Rahmen aber auch das gesellschaftliche Mindset in einer Sackgasse sieht und welche Auswege es hier geben könnte, darüber sprechen wir heute mit der Architektin in unserem Podcast.
28 Minuten
Der Name Kohlbecker zählt zu den Pionieren der Industriearchitektur. Nicht nur in der damals boomenden Bundesrepublik, sondern seit vielen Jahren auch in aller Welt. Vor über 90 Jahren von Karl Kohlbecker gegründet und Sohn Christoph Kohlbecker in eine neue Ära geführt, leitet heute Matthias Kohlbecker das Familienunternehmen in dritter Generation. Sein Bruder Florian ist Chef der dazugehörigen Holding. U Und sie entwickeln immer noch jeden Tag Lösungen für die Architektur der Zukunft. Denn was heute erschaffen wird, muss auch morgen noch funktionieren. Für unser Gespräch mit Matthias Kohlbecker starten wir mit einem Fundstück von der Website der Kohlbecker Gesamtplan: „When your headquarter is located in a town with a funny name, at least your architecture should be bloody serious”. Wir sind schon gespannt, wie sich Seriosität und die notwendige (R-)Evolution verbinden lassen.
25 Minuten
Oberhalb des Bodensees, auf dem Markdorfer Gehrenberg, werden in einer umgebauten Scheune Gebäude und Räume entworfen, Messestände kreiert und Produkte designt. Hier sitzt das Atelier 522, das für sich die Begriffe „Luftschlösser-Malen, Seifenblasen-Pusten und ganz viel Geschichten erzählen“ in Anspruch nimmt, damit sich Räume auch in Welten verwandeln. Dafür nehmen sie unterschiedliche Perspektiven und Blickwinkel ein, inszenieren das Sichtbare und das Unsichtbare und wecken Erinnerungen. Wie das online, offline und „between the line“ funktionieren kann, darüber sprechen wir heute mit dem Gründer Philipp Beck von Atelier 522 in unserem Podcast.
25 Minuten
Langfristige Unternehmensstrategien brauchen eine zukunftsorientierte Planung. Ein erfolgreiches Unternehmen sieht nicht nur das Hier und Jetzt, sondern muss vorausschauend planen, um Entwicklungsmöglichkeiten und Potentiale effektiv nutzen zu können. Das gilt für Bauherren, für die eine gute Architektur aus der Funktion, die sie erfüllen soll, entsteht. Aber auch für die Planer, deren Anspruch es ist, mit sorgfältig eingesetzten Mitteln klare und nachhaltige Konzepte zu entwickeln. Unser heutiger Gast im Podcast ist Christoph Helbich von SHA Scheffler Helbich Architekten. Einem Büro, das bereits in der vierten Generation in Dortmund, Berlin und Barcelona besteht. Wir sind neugierig, wie sie die Fragen der Zukunft für Ihre Bauherren, aber auch bürointern, umsetzen.
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