- Startseite
- Podcasts
- JUNG Talk Podcast
- Archiv
JUNG Talk Archiv
246 Episoden
38 Minuten
„Architektur ist eine dienende Kunst“. Kunst ja, im Sinne der Baukunst, mit einem Anspruch auf Anmut und Schönheit, Stabilität und Nützlichkeit, aber dienend? In einer Zeit, wo der Wettlauf der Städte um ikonografische Gebäude ein Dauerfeuer an Reizen auslöst, ist Aufmerksamkeit die falsche Antwort. Denn Architektur umgibt uns fast überall und steht dauerhaft da. Da muss das Selbstverständnis eines Gebäudes, die Antwort auf den Ort schlüssig sein. Angemessen, ohne zu großes Ego, so können „Programmierfehler“ im Stadtraum korrigiert werden. Unser heutiger Gast ist Christian Olaf Schmidt von Schmidtploecker Architekten. 2010 wurde das Architekturbüro von Christian Olaf Schmidt und Markus Ploecker gegründet. Aktuell arbeiten 40 Mitarbeitern an vielfältigen Projekten aller Typologien. Mit seinem Motto „mit beiden Beinen fest auf dem Boden, mit dem Kopf über den Wolken!“ ist Christian heute der perfekte Gesprächspartner für die Frage: „Wie bekommen wir wieder mehr Gelassenheit und Selbstverständnis in die Architektur?"
26 Minuten
Die Arbeiten des Büros Meixner Schlüter Wendt sind vieles, aber nicht in die klassischen Schubladen zu stecken. Man findet auf der Website als Assoziationsobjekt das abstrakte Futteral eines Stichsägenkoffers und vielfältige skulpturale Überformungen von Wohnhäusern inmitten einer gewachsenen Villenbebauung. Viele Arbeiten sind geprägt von einem besonderen Umgang mit dem kulturellen Erbe, wie beim spektakulären Transformationsprojekt der Dornbuschkirche in Frankfurt, wo das Abwesende als Abdruck in neuen baulichen Elementen weiterlebt. Aber auch jüngere Objekte wie die Neuinterpretation des Wohnhochhaus – zum Beispiel der für Frankfurts Silhouette prägende Henninger Turm oder der jüngste gewonnene Wettbewerb für das zu entwickelnde Gebiet um das ehemalige Polizeipräsidium mit vielfältigen Nutzungen – zeigen, wie gesellschaftlich relevante Themen aufgenommen und weitergedacht werden. Über die Frage mit welchen Strategien man die Ambivalenz aus den realen Vorgaben der Aufgabenstellung und den gefundenen Spuren in ein erfolgreiches Projekt überführt, darüber sprechen wir heute mit Claudia Meixner und Florian Schlüter von MEIXNER SCHLÜTER WENDT in unserem Podcast. Das Büro MEIXNER SCHLÜTER WENDT wurde 1997 von den Partnern Claudia Meixner, Florian Schlüter und Martin Wendt in Frankfurt am Main gegründet. Das Team besteht aktuell aus rund 40 Architektinnen und Architekten, die je nach Aufgabenstellung von einem breiten Netzwerk aus Spezialisten und Fachplanern unterstützt werden.
27 Minuten
Die Waldkliniken Eisenberg im Thüringer Wald sind seit der Gründung in den 1940er Jahren ein Standort für hochklassige Orthopädie. Da das bestehende Bettenhaus sanierungsbedürftig war, wurde 2012 mit der Planung für ein neues Bettenhaus begonnen. Aus Kostengründen entschied man sich anstelle einer Teil-Sanierung für einen Neubau. Kein geringerer als der italienische Architekt Matteo Thun, der für seine ganzheitlich gedachten Hotelkonzepte bekannt ist, wurde mit der Aufgabe betraut. Gemeinsam mit HDR Architekten entstand ab 2016 der Neubau des Bettenhauses. Am 10. September wurde das Bettenhaus vom Thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow eingeweiht, seit dem 31. Oktober beleben die ersten „Gäste“ das Haus. Über dieses Leuchtturmprojekt sprechen wir heute im Podcast mit David-Ruben Thies, der als Impulsgeber außergewöhnliche Projekt initiiert hat.
26 Minuten
Die Gesellschaft befindet sich im Wandel. Die digitale Revolution wird unsere Arbeits- und Lebensweisen stärker verändern, als es die Auswirkungen der industriellen Revolution im 18. und 19. Jahrhundert getan haben. Die Pandemie ist nicht der Auslöser, aber beschleunigt durchaus, was schon längst im Gange ist. Unternehmen akzeptieren, dass Homeoffice und Videokonferenzen die Produktivität bei Bürotätigkeiten nicht beeinträchtigen. Das hat direkte Auswirkung auf die zukünftigen Arbeitswelten, aber auch was den Flächenbedarf in Büroimmobilien angeht. Nach einer aktuellen Studie von JLL für das 3. Quartal 2020 steigen die Leerstände nur gering an, auch die Büromieten sinken nicht wie erhofft. Aber Neubaupläne stehen auf dem Prüfstand, um dem Wandel der Nutzeranforderungen und des Nutzerverhalten Rechnung tragen zu können. Über die Frage wie Architekten auf den Wandel in der Arbeitskultur reagieren können, darüber sprechen wir heute mit Bjørn Polzin von sop architekten in unserem Podcast. slapa oberholz pszczulny | sop architekten entwickelt Bauwerke in den Bereichen Büro-, Gewerbe-, Hotel-, Industrie- und Wohnungsbau sowie Flughäfen, Sportstätten oder Einrichtungen für Lehre und Forschung. Das international tätige Büro mit rund 90 Mitarbeitern hat seinen Sitz in Düsseldorf.
31 Minuten
OMA - Office for Metropolitan Architecture - is one of the world's most exciting offices in the field of architecture and urban planning. The journey is the reward, perceiving architecture as a never-ending process of constantly changing conditions and perspectives. Opposites determine the partly sculptural character of buildings. They can not only be found on the facades but also in its interior structures and processes. And because of exactly these contrasts they have an effect on the surrounding. With the AMO think tank, moreover, the usual boundaries of architecture are abandoned. AMO is the research, branding and publication studio of the architectural practice. It is conceived as the mirror image of OMA, operating as a think tank within and independently of the firm. Architecture is therefore considered a lot further, free from conventions and exploring new possibilities. In today's podcast episode we take a look behind the scenes and talk about “Transformation - on different scales” with our guest Chris van Duijn from OMA.
35 Minuten
Bäder und Thermen sind Orte der Entspannung, Erholung und Heilung. Sie setzen eine intensive Beschäftigung mit der emotionalen Wirkung von Räumen voraus. Die geschieht über die Raumdimension, -höhe oder -proportion, die Materialität, Verankerung mit dem Ort, aber auch über die funktionale Benennung eines Raumes und damit einer Tätigkeit. Doch die Qualität von Räumen wird von vielen weiteren Faktoren beeinflusst. Was prägt einen Ort kulturell und historisch? Welche Vorstellungen und Ziele hat der Auftraggeber? Was ist im Budgetrahmen umsetzbar und wovon profitieren die Nutzer? Dabei müssen ästhetische und funktionale Gesichtspunkte ganzheitlich betrachtet werden. Jede gestalterische Maßnahme beeinflusst zwangsläufig unsere gebaute Umwelt – in vielerlei Weise. Welche Stellschrauben sorgsam zu justieren sind, darüber sprechen wir heute mit Andreas Ditschuneit und Ernst Ulrich Tillmanns von 4a Architekten in unserem Podcast. Das Büro 4a Architekten wurde 1990 in Stuttgart gegründet. Mit einem internationalen Team von über 40 Mitarbeitern plant das Büro Sport- und Freizeitbauten, Bildungsstätten und kulturelle Einrichtungen. In Moskau befindet sich eine Zweigstelle des Büros.
26 Minuten
Die Auseinandersetzung mit dem Ort erfordert die Wertschätzung des Vorhandenen, des Spurenlesen und Weiterspinnen von Geschichten. Unabhängig von formalen Gestaltungsansätzen ist es aber auch der Punkt an dem die Verantwortung der Architekten, lebenswerte private und urbane Räume zu schaffen, auf die Gesellschaft trifft. Oder anders gesagt: auf ein Gegenüber trifft. Umso wichtiger ist es die Annäherung mit dem Ort in einer pointiert greifbaren Idee zu vermitteln, um deren Tragfähigkeit in der Vielschichtigkeit der Bauaufgabe stets sichtbar zu halten. Über die Frage wie auf die Spuren der Orte mit Achtung und Ernsthaftigkeit Antworten gefunden werden können, darüber sprechen wir heute mit Thomas Steimle von Steimle Architekten in unserem Podcast. Der Architekt Thomas Steimle gründete 2009 sein eigenes Büro in Stuttgart, was er seit 2014 gemeinsam mit seiner Frau Christine leitet. Er hat einen Lehrauftrag für Baukonstruktion und Entwerfen an der Hochschule für Technik, Stuttgart, ist Mitglied im Landesbeirat Baukultur Baden-Württemberg und seit Ende Oktober stellvertretender Vorsitzender des BDA Baden-Württemberg.
27 Minuten
A new generation of architects is ready for takeoff, heading to change the world. This is not about satisfying one's ego or a new starting cult, it is much more about improving our own environment. In fact, you need to deliver more input than the actual job demands. One of the studios included in this topic is CHYBIK+KRISTOF. The studio was founded in 2010 and meanwhile works with over 50 multidisciplinary architects from all over the world. CHYBIK+KRISTOF is based in Prague, Brno and Bratislava. Their projects have received several awards and are known beyond national borders. "We must talk about Architecture because it creates the environment in which we all live." In today’s podcast episode we talk about strategies and experiments to establish a new generation's understanding of architecture. Our guests are Ondřej Chybík and Michal Krištof from CHYBIK+KRISTOF Architects & Urban Designers.
48 Minuten
Kürzlich ist das neue Buch „IDENTITY“ von GRAFT erschienen. Wer eine Anleitung für den Erfolg von Signature Buildings erwartet, wird enttäuscht. Denn das Büro bedient keine eindeutig erkennbare Architektursprache. Ganz im Gegenteil – jeder Versuch einer Einordnung in die berühmten Schubladen wird durch eine Kehrtwende konterkariert. „Graften“ durch die „traditionellen, virtuellen und analogen Realitäten“ nennen die Architekten dieses Prinzip, um durch unerwartete, überraschende Missverständnisse innovative und zugleich gesellschaftlich relevante Lösungen zu entwickeln. Ein durchaus erfolgreiches Modell, denkt man nur an die Entdeckung von Penicillin, dem Klettverschluss oder dem Nylonstrumpf… „Zwischen Glamour und Weltrettung“ titelte eine große Tageszeitung über die Arbeiten des Büros. Warum diese Aussage zu kurz gegriffen ist, darüber sprechen wir heute mit Lars Krückeberg in unserem Podcast. Das Architekturbüro GRAFT wurde 1998 durch Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit in Los Angeles, Kalifornien als Label für Architektur, Städtebau, Design, Musik und „the pursuit of happiness“ gegründet. Seit 2001 unterhalten die Architekten eine Bürofiliale in Berlin, seit 2004 eine weitere in Peking. Insgesamt beschäftigt GRAFT rund 150 Mitarbeiter auf drei Kontinenten.
36 Minuten
Das Nachdenken über die Welt von morgen besitzt eine große Anziehungskraft. Während dies für viele im Reich der Fiktionen bleibt, hatten Richter Musikowski Architekten die Chance ihre Visionen für ein Zukunftshaus zwischen „Haltung und Zwängen“, „Effizienz und Schönheit“, „Langlebigkeit oder Kurzweile“ zu entwerfen. Nicht ohne die Frage zu stellen was der Hausmeister in der Zukunft machen wird, wenn die Technik überhand nimmt. Das Futurium ist eröffnet, das Medienecho ebbt langsam ab. Geblieben sind die Motive, die nun in den Folgeprojekten weiterentwickelt werden. Zum Beispiel wie man Mehrwert auf verschiedenen Ebenen schafft, Nachhaltigkeit nicht mit Technikeinsatz verwechselt oder eine andere Rezeption der Nutzer hervorruft. Über konkrete Herausforderungen beim Bauen und Gedankeninseln für die Kreativität - darüber sprechen wir heute mit Christoph Richter und Jan Musikowski von Richter Musikowsi in unserem Podcast. Die beiden Büroinhaber kennen sich seit 2010 aus ihrer gemeinsamen Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiter an der TU Dresden (am Lehrstuhl Wohnbauten von Carsten Lorenzen). Mit dem Wettbewerbsgewinn zum „Haus der Zukunft“ (heute Futurium) wagten sie den Sprung in die Selbständigkeit.
42 Minuten
Crossing boundaries - limiting this term only to cultural differences between nations is definitely not enough. Only cross-border visions in architecture, urban renewal and the debate on resources provide a breeding ground for futureproof architecture. A close examination of local contexts and its traditions allows to open up for experimentation and sustainability. The development is based on new technical processes and materials, always keeping a focus on the value and quality for its users. In today’s podcast episode we talk to Binke Lenhardt from Crossboundaries about how boundaries can be shifted again and again and which methods are used in order to achieve the best results.
30 Minuten
„Architektur kann weit mehr sein als Flächenbedarf zu decken, als der Ausdruck irgendeines, wie auch immer definierten Zeitgemäßen. Architektur kann – so denn die Rahmenbedingungen stimmen – den Benutzern wie den Betrachtern ein die Sinne anregender, ein vielmehr existenzieller Rahmen sein, in dem man sich wohlfühlen kann und zugleich die Region, die Stadt, das Umfeld, nicht zuletzt das Leben aufwerten.“ Diese Worte aus der Einleitung zu dem Buch Wurzeln und Flügel vom Autor und Wegbegleiter Enrico Santifaller können wie eine Anleitung zu einem Perspektivwechsel gelesen werden. Um den Charakter eines Ortes zu verstehen, die Wahl der verwendeten Materialien und der Umsetzung des Gebauten, bei dem die Architektur immer in einem größeren Kontext eingebunden ist. Über die Frage welche „Wurzeln“ das Bauen benötigt und was einer Idee „Flügel“ verleihen kann, darüber sprechen wir heute mit Peter Brückner, Brückner & Brückner Architekten, in unserem Podcast.
28 Minuten
There are some professions telling stories with the power of generated images, which are differently perceived by each recipient. Whom do we find among those professions? Writers, artists, musicians, such as architects and designers. It becomes particularly exciting when results of design cross boundaries of disciplines. The story can experience a sudden turn. Previously unseen things at once become the protagonists of a story. One of Germany’s most successful design studios is Ippolito Fleitz Group, an office that has mastered the art of storytelling in various dimensions. Peter Ippolito and Gunter Fleitz founded the studio in 2002. Since then they have been working with a passionate team of all kinds of disciplines. They call themselves ‘identity architects’ and realize a wide variety of international projects in architecture, interior and product design such as communication and brand strategies. In 2015, Peter Ippolito and Gunter Fleitz were the first German Interior Designers to be permitted to Interior Design magazine’s prestigious Hall of Fame. In today’s podcast episode we talk about “stories” and “interpretations” with our guest Peter Ippolito.
30 Minuten
„Von Club-Betreibern zu gefragten Workplace-Strategen. „Typisch Berlin“ könnte man den Weg von Karim El-Ishmawi, Martin Jacobs und Chris Middleton, auch bekannt als die Gründer von Kinzo, bezeichnen. Ob für kleine Start-ups oder international agierende Konzerne – in den letzten Jahren entstanden nutzerorientierte, nachhaltige und unverwechselbare Lebens- und Arbeitswelten. Oft farbenfroh und unkonventionell – man kann sich gut vorstellen in so einer Arbeitsumgebung kreativ zu arbeiten. Wenn Kinzo über die Zukunft der Arbeit nachdenkt, vermischen sich Fragen zu gesellschaftlichem Wandel, technischem Fortschritt, persönlicher Lebensvision und äußeren Einflüssen. In unserem heutigen Podcast blicken wir hinter die Kulissen. Über die Frage ob Architekten die besseren Unternehmensberater sind, darüber sprechen wir heute mit Karim El-Ishmawi von Kinzo in unserem Podcast. 2005 wurde das Architekturbüro Kinzo in Berlin gegründet und arbeitet mittlerweile weltweit für international tätige Unternehmen an der Schnittstelle zu Innenarchitektur und Design. Zu Kinzos Kunden gehören unter anderem Adidas, SoundCloud, Amore Pacific, aber auch Surkamp und Zalando.
37 Minuten
Vom griechischen Philosophen Protagoras stammt der Ausspruch „Der Mensch ist das Maß aller Dinge.“ In der Produktentwicklung reagiert man schon lange auf dieses Credo, Human-Centered Design oder Experience-Design sind nur zwei Buzzwords, die in diesem Zusammenhang zu nennen sind. Auch in den Führungsetagen der Konzerne setzt sich die Überzeugung durch, dass nicht allein die Ausrichtung auf Kennzahlen, sondern auch der Mensch als Erfolgsfaktor zählt. Nur in der Gestaltung von unseren Räumen – vom Innenraum bis ins Stadtquartier – steht der Mensch gefühlt eher im Weg als im Mittelpunkt. Über die Frage warum wir den Mensch als Maß der Dinge in alle Überlegungen der Raumgestaltung wieder zurückholen müssen, darüber sprechen wir heute mit Jürgen Gaiser von blocher partners in unserem Podcast. In Stuttgart, Berlin, Mannheim und im indischen Ahmedabad schaffen blocher partners sowohl Bauvorhaben für die öffentliche Hand als auch private Bauvorhaben. Über 230 Spezialisten verschiedener Disziplinen entwickeln stimmige Projekte, die sämtliche Details berücksichtigen. Jürgen Gaiser kam 1995 als Interior Designer zu blocher partners und ist seit 1999 Partner. Er beeinflusste maßgeblich den Aufbau der Sparte blocher partners shops. Darüber hinaus verantwortet er die Abteilung Produktdesign.