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Hörgang Archiv

329 Episoden
22 Minuten
E-Zigaretten wurden vor über 10 Jahren eingeführt. Anfänglich hat es so ausgesehen als wären sie gesundheitlich so gut wie unbedenklich. Denn nicht alle Liquids enthalten Nikotin. Und beim Verdampfen der Liquids entstehen nicht dieselben krebserregenden Inhaltstoffe wie beim Verbrennen von Tabak. Trotzdem gab es immer wieder Warnungen von Lungenärzten: Lösungsmittel wie Propylenglykol, Glycerin und andere Zusatzstoffe werden verdächtigt die Lunge zu schädigen. Was gelangt da in die Lunge? Sind E-Zigaretten ungefährlich? Im Hörgang ist Prof. Dr. Manfred Neuberger zu Gast bei Tanja Fabsits. Er ist Facharzt für Innere Medizin, Hygiene und Präventivmedizin am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien. Außerdem ist er im Vorstand der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden, die etwa für das Rauchverbot in der Gastronomie eingetreten ist.
19 Minuten
Was tun Ärzte im Spital mit ihren knappen Zeit-Ressourcen? Da gibt es erstaunliche Zahlen aus der Schweiz. 20 Prozent ihrer Zeit verbringen Spitalsärzte im Schnitt am Bett beim Patienten. Den Rest des Tages verbringen sie in Sitzungen, dokumentieren Vorgänge oder warten auf Kollegen. Das geht aus einer Statistik hervor, die der Schweizer Gesundheitsmanager Alfred Angerer erhoben hat. Angerer ist Spezialist für Lean und Change Management. Lean Management ist ein Optimierungsansatz aus der Autoindustrie, für den sich immer mehr Krankenhausbetreiber interessieren. Nicole Thurn hat mit dem Gesundheitsforscher aus Zürich gesprochen.
21 Minuten
Wo informieren sich Ärzte, was sich in der Gesundheitspolitik tut? Ein heißer Tipp ist das Gesundheitspolitische Forum, das ich ihnen heute vorstellen. Was passiert dort: Einmal im Monat diskutieren Gesundheitsexperten aus Medizin und Pflege live vor Fachpublikum. Ursprünglich war das Forum ein exklusiver Salon für Experten zum Erfahrungsaustausch, heute ist es ein Diskussionsforum, mit Vorträgen und mit Fragerunde. Im Gespräch mit dem stv. Chefredakteur der Ärzte Woche, Martin Burger, spricht der neue Leiter des Forums, Jan Oliver Huber, u. a. über die Versäumnisse der Regierung in der Pandemie-Zeit.
20 Minuten
Prof. Dr. Bernhard Schwarz ist Sozialmediziner und am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien tätig. Schwarz ist außerdem Präsident der wissenschaflichen Karl-Landsteiner-Gesellschaft. Die diesjährige Medizinertag der Vereinigung hat die COVID-19-Pandemie als Treiber der medizinischen Forschung zum Thema.
11 Minuten
65.000 Menschen weltweit arbeiten für Ärzte ohne Grenzen, das entspricht der Einwohnerzahl von Villach. Doch was tut diese bedeutende medizinische Hilfsorganisation genau, wenn sie im Irak, in Libyen oder im Süd-Sudan aktiv ist? Wie sieht eine Ebola-Isolierstation aus? Wie funktioniert ein Cholera-Behandlungszentrum vor Ort? Wie gelangen Medikamente in Krisengebiete? All diese praktischen Fragen wurden bei einer Freiluftausstellung auf dem Wiener Karlsplatz beantwortet, durch die uns die Gesundheitspsychologin Marion Jaros-Nitsch begleitet.
23 Minuten
Dr. Michael Lichtwarck-Aschoff war 40 Jahre lang Intensivmediziner und Anästhesist. Jetzt hat er ein Buch über Robert Koch geschrieben. Koch war mit seiner Arbeit zu Milzbrand, Tuberkulose und Cholera Begründer der modernen Mikrobiologie. Das Buch "Robert Kochs Affe" beleuchtet die dunkle Seite des Medizin-Stars. Auf seiner Ostafrika-Expedition 1906 führt er Versuche an Menschen durch, die an der Schlafkrankheit leiden. Tanja Fabsits hat mit dem Autor gesprochen.
20 Minuten
Was ist der Ursprung einer chronischen Nierenerkrankung und welche diagnostischen Schritte sind vom Arzt einzuleiten. In dieser Sendung gehen wir von einer bestehenden chronischen Nierenerkrankung aus, und damit von einer grundsätzlichen Awareness beim Patienten. Wir erfahren, wie man als niedergelassener Arzt vorgeht. Die Fragen stellt Dr. Ronny Tekal. Seine Gäste sind: Prof. Dr. Marcus Säemann, 6. Medizinische Abteilung mit Nephrologie und Dialyse an der Klinik Ottakring. Zugeschaltet ist Prof. Dr. Gert Mayer, Universitätsklinik für Innere Medizin IV –Nephrologie und Hypertensiologie in Innsbruck.
14 Minuten
"Nicht ist so leicht zu ertragen wie der Schmerz des anderen." Das sagt ein ausgewiesener Schmerz-Experte, Prof. Dr. Wilfried Ilias. Der wissenschaftlicher Leiter der Fortbildungsveranstaltung Schmerzmanagement All-In auf dem 11. Wiener Schmerztag. Sein Leitspruch lautet: Jeden Schmerz ernst nehmen. Bei manchen sind es Schmerzen im Knie, bei manchen Schmerzen in Hüfte oder Schulter. Chronische Schmerzen haben viele Gesichter und Ursachen – jeder Schmerz ist anders! Er ist außerdem Ehrenpräsident von „Schmerzinformation – Wissen macht stark“.
12 Minuten
COVID-19 beherrscht nicht nur die öffentliche politische Debatte, sie dominiert die Tagesordnungen der medizinischen Kongresse. So nutzen die Lungenexperten auf der 45. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie ÖGP die Zeit, um Bilanz zu ziehen. War man 2020 in vielen Punkten noch auf Vermutungen angewiesen, hat man mittlerweile Gewissheit. Der Präsident der ÖGP, Primar Ernst Eber beantwortet in dieser Ausgabe des Hörgangs die Fragen, wie gefährlich Corona für Kinder tatsächlich ist und welche Gefahr von ihnen ausgeht - Stichwort Superspreader.
18 Minuten
Keine Angst vor Rektalschäumen, Klysmen und Zäpfchen: Die rektale Therapie als Bestandteil einer leitliniengerechten Behandlung von Patienten mit Colitis ulcerosa. Wir haben uns ein scham-besetztes Thema vorgenommen. Prof. Dr. Clemens Dejaco erklärt, was man unter topischen Therapien versteht, wie man sie anwendet und welche Vorteile das hat.
17 Minuten
Ein kleiner Stich rettet – Ignoranz und Egoismus töten! So steht es im neuen Buch EXIT COVID von Hubert NIedermayr. Das klingt klar und einleuchtend. Doch den politischen Diskurs dominieren aktuell die Impfskeptiker. Reichen da Plädoyers oder Informationskampagnen noch aus, wenn nicht einmal für die Gesundheitsberufe eine Impfpflicht besteht? Müsste die Regierung nicht längst zu drastischeren Maßnahmen greifen?
15 Minuten
Den Spitalsärzten geht es nicht gut. Die körperlichen und emotionalen Belastungen sind in der Pandemie stark gestiegen. Das zeigen zwei Umfragen der Wiener Ärztekammer und des Betriebsrats an der MedUni Wien. Am schlimmsten wird der bürokratische Aufwand empfunden, gefolgt von der Personalknappheit und dem psychischen Druck. Annabella Khom hat mit dem Obmann der Kurie der Spitalsärzte, Dr. Gerald Gingold, gesprochen. Der Vizepräsident der Ärztekammer zeigt sich alarmiert.
12 Minuten
Wien soll internationale Gesundheitsmetropole werden, das sieht die Wirtschafts- und Innovationsstrategie 2030 der Stadt vor. Welche konkreten Vorhaben und Projekte bis dahin umgesetzt werden sollen, darüber spricht Nicole Thurn mit Standortanwalt Alexander Biach.
14 Minuten
Vom Ärztekammerpräsidenten bis zur Oppositionschefin, fast jeder fordert die Regierung auf, die Impfquote zu erhöhen. Sonst drohe der nächste Lockdown. Was es dafür braucht, und wie sich die Impfskeptiker überzeugen lassen, erklärt Dr. Barbara Juen von der Universität Innsbruck. Sie ist im Beraterstab des Gesundheitsministers tätig.
9 Minuten
Österreich müsste eigentlich Tag und Nacht impfen, um eine Impfquote von über 80 Prozent zu erreichen. Davon sind wir weit entfernt. 61 Prozent der Bevölkerung sind teil-, 58 Prozent vollimmunisiert. Die Regierung sendet widersprüchliche Signale aus. Klar ist: es gibt viele Unentschlossene. Nun wird versucht mittels 1G den Ungeimpften das Leben ungemütlicher zu machen. Die Regel besagt, dass nur Geimpfte Einlass in Lokale erhalten. Doch geht das zu weit? Mischt sich der Staat zu viel ein? Das habe ich Dr. Michael Halmich gefragt. Er ist Jurist und Vorsitzender der Gesellschaft für Ethik und Recht in der Notfall- und Katastrophenmedizin.
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