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Hörgang Archiv
329 Episoden
16 Minuten
Die Pharmaindustrie hat in der öffentlichen Wahrnehmung nicht immer den besten Ruf und keinen leichten Stand. Darüber vergisst man allerdings leicht, dass sie auch in Bereichen aktiv ist, die auf den ersten Blick nicht gewinnversprechend sind wie bei den seltenen Erkrankungen. Davon gibt es einige Tausend und die Patientenzahlen sind oft so gering, dass die Entwicklung neuer Therapien sehr, sehr schwierig ist. Die Wiener Firma AoP Health ist im Kampf gegen seltene Erkrankungen seit Jahrzehnten aktiv und erfolgreich. Wir haben uns dieses Wiener Pharmaunternehmen näher angeschaut, wetten, dass Sie noch nie von der Krankheit gehört haben, an der diese Firma forscht.
9 Minuten
Jeder ist in der Apotheke schon hinter jemandem in der Schlange gestanden, der ein Medikament nicht bekommen hat. Und bald kennt jeder kennt einen Arzt, der wegen benötigter Antibiotika herumtelefonieren musste. In Sachen Arzneimittelversorgung ist derzeit in Europa Feuer am Dach. Doch wieso eigentlich? Medikamentenmangel gab es schon vor der Pandemie. Eines vorweg: es gibt Lösungen für dieses Problem, es gibt Preismodell, um die Versorgung sicherzustellen, nur, billiger wird es nicht. Zu Gast im Hörgangstudio ist Komplexitätsforscher Prof. Dr. Peter Klimek. Die Fragen stellt Josef Broukal.
20 Minuten
Kongresse sind auch im Zeitalter von Zoom und Teams noch zeitgemäß. Nirgendwo sonst befinden sich so viele Fachkollegen auf engem Raum wie bei einer Präsenzveranstaltung. Dr. Heinz Brock ist als Präsident des Österreichischen Gesundheitswirtschaftskongress angetreten, um die drängendsten Probleme des Gesundheitswesen wie den Personalmangel zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten. Redaktion/Moderation: Josef Ruhaltinger, Chefredakteur ÖKZ Info: 13. Österreichischer Gesundheitswirtschaftskongress, "Unterwegs in ungewissen Zeiten", 22. bis 23. Juni 2023 im Austria Trend Hotel Savoyen Wien
33 Minuten
Am Küchentisch des Kärntner Viergenerationenhauses, in dem Herwig Oberlerchner aufwuchs, wurden viele Dinge besprochen, die nicht für Kinderohren bestimmt waren. Schnell fand der Bub aber heraus, dass die Eltern bereit waren manche Geheimnisse zu lüften, etwa über NS-Sympathien. Andere wurden in Verliese des Erinnerns gesperrt wie die Depressionen und Suizide in der Familie. Oberlerchner machte sich das Brechen des Schweigens zur Lebensaufgabe, wurde ein landesweit bekannter Psychiater und entdeckte nebenbei einen lange verschollenen Zweig seiner kärntnerisch-kanadischen Großfamilie.
14 Minuten
Um zu wissen, wann der Frühling beginnt, muss ich seit vielen Jahren nur in meinen Terminkalender schauen. Wenn Uwe Berger, der Leiter des Österreichischen Pollenwarndienstes, zur Presse spricht und seine hieb- und stichfesten Pollenprognosen streut – dann ist Frühling. Heuer war er noch zu erleben. 2024 geht an der MedUni Wien in Pension. Von Ruhestand ist keine Rede. Seine Pläne für die Zukunft, die verrät er in Kürze hier im Hörgang.
17 Minuten
Gerade an den jüngsten Patienten gingen die scheinbar harmlosen, grippeähnlichen Symptome der RSV-Infektionen nicht spurlos vorüber. Viele Säuglinge und Kleinkinder lagen heuer mit schweren akuten Atemwegsinfekten im Spital. Die Ordinationen waren überlastet. "Das Virus ist ziemlich gemein", bringt es die Virologin Monika Redlberger-Fritz auf den Punkt. Sie ist unser Gast im Hörgang. Schuld daran war und ist vor allem das respiratorische Syncytial-Virus, RSV. Weitgehend unbekannt und tendenziell auch unterschätzt.
10 Minuten
Man stelle sich nur folgende Szenarien vor: Ein Jahrhunderthochwasser, das zu massiver Schimmelbelastung in den Häusern führt, ein zerstörerischer Wirbelsturm, der das sogenannte Gewitterasthma auslöst, weil so viel Pollen in der Luft ist, eine Hitzephase im kommenden Sommer, im schlimmsten Fall kombiniert mit einem Blackout – das Gesundheitssystem als Ganzes ist gefordert, aber derzeit noch überfordert. Nicht nur die Ärzte müssen wissen, was sie tun sollen, wenn die Katastrophe eintritt, sondern alle Gesundheitsberufe. Umweltmediziner Heinz Fuchsig krempelt die Ausbildung um. Martin Burger hat mit ihm gesprochen.
23 Minuten
Eine pulmonale Hypertonie (PH) ist eine Erhöhung des Blutdrucks im Lungen-Herzkreislauf, wobei ein erhöhter Mitteldruck über 20 mm Hg gemessen wird. Man unterscheidet verschiedene Formen des Lungenhochdrucks. Was Patienten unbedingt wissen müssen, wann beispielsweise die Atemnot nicht mehr auf einen Konditionsmangel geschoben werden kann - das und noch viel mehr schildern Dr. Regina Steringer-Mascherbauer vom Referenzzentrum für pulmonale Hypertension am Ordensklinikum/Krankenhaus der Elisabethinen in Linz, und Dr. Judith Löffler-Ragg aus ihrer klinischen Praxis. Löffler-Ragg ist an der Universitätsklinik für Innere Medizin II mit Schwerpunkt Pneumologie in Innsbruck tätig. Redaktion: Dr. Claudio Polzer, Martin Krenek-Burger (Springer Medizin) Dieser Podcast entstand mit freundlicher Unterstützung von MSD.
7 Minuten
Laut der Industriestaatenorganisation OECD bewegen sich die Menschen in Europa nicht ausreichend. Mehr als ein Drittel der Menschen erreicht nicht die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Maßgabe für Bewegung, 150 Minuten moderat-intensives Training. Auch die Bereitschaft, zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen, ist hierzulande gering. Die Corona-Pandemie mit Lockdowns und Ausgangsbeschränkungen hat den Zustand noch verschärft. Den Hausärzten kommt eine entscheidende Rolle zu, um das Bewusstsein für Prävention zu stärken. In diesem Hörgang spricht Martin Burger mit dem Kurienobmann der niedergelassenen Ärzten, Dr. Edgar Wutscher.
10 Minuten
Am 28. Jänner 2023 fand - nach zweijähriger Pandemiepause - endlich wieder ein Ärzteball in der Hofburg statt. Die 71. Auflage stand unter dem Motto Meet the Medics und trug bereits die Handschrift der neuen Ballorganisatorin Bettina Wiltos. Wir haben die Chirurgin kurz vor ihrer Premiere vors Mikrofon bekommen.
14 Minuten
Mehr als 600 Arzneimittel, die nur schwer oder gar nicht zu bekommen sind - Antidepressiva, Krebsmedikamente, Hormonpräparate oder Schmerzmittel finden sich auf der Engpass-Liste des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen. Österreich befindet sich in guter europäischer Gesellschaft. Doch die Tatsache, dass es Deutschland nicht viel besser geht, ist kein Trost. Um die Arzneimittelproduktion, die sich in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend in den asiatischen Raum verlagert hat, wieder nach Europa zu bekommen, muss sich vieles ändern, nicht zuletzt werden die Preise für Medikamente steigen. Das ist zumindest der Wunsch der produzierenden Pharmaindustrie. Die Forderung nach einer automatischen Anpassung an die Inflation ruft Kritiker in der Sozialversicherung auf den Plan, höhere Preise würden nur die Gewinne der Industrie erhöhen, die Lieferprobleme aber nicht verringern. Bernhard Wittmann von Sigmapharm, ein Pharmaunternehmen, das in Österreich produziert, sieht das ein wenig differenzierter: „Wenn die Spielräume bei der Preisgestaltung größer sind, ist es leichter, Sicherheitsnetze einzuziehen.“
20 Minuten
Medizinische Versorgung unter Druck - Aufruf zur Blutplasmaspende. So oder so ähnlich lauteten Schlagzeilen im vergangenen Herbst. Die Corona-Pandemie hielt die Spender fern. Grund genug für den Hörgang, sich ein Bild von der Lage in einem BioLife Plasmazentrum zu machen. Wir waren in der Kirchengasse in Wien und trafen dort u.a. auf die ärztliche Leiterin Dr. Nadja Frankl, die viele ihrer Spender seit Jahrzehnten persönlich kennt.
28 Minuten
Die Palliativmedizin ist ein Fach, das wenig Schlagzeilen macht. Zu Unrecht wie wir beim Hörgang finden, denn auch am Ende des Lebens, sogar in den letzten Tagen und Stunden unheilbarer kranker Menschen, gibt es medizinisch einiges zu tun und zu beachten. Es kann zu Missverständnissen und Fehlbehandlungen kommen. Meine Kollegin Marlene Nowotny hat mit den Palliativmedizinern Eva Katharina Masel und Herbert Watzke von der MedUni Wien/AKH Wien über die Herausforderungen auf diesem spannenden Gebiet gesprochen.
17 Minuten
Elisabeth Stögmann ist an der Ambulanz für Gedächtnisstörungen und Demenzerkrankungen an der MedUni Wien AKH Wien tätig. Im Gespräch mit Martin Burger nennt sie die Risikofaktoren für die Demenzentwicklung. Würde mehr Wert auf Prävention gelegt, ließen sich bis zu 40 Prozent der Demenzen vermeiden, sagt sie. Außerdem spricht Stögmann über neue Antikörper-Therapien, die in den nächsten Jahren in frühen Demenzstadien zum Einsatz kommen werden.
23 Minuten
Frauen sind kleine Männer. Das klingt absurd, diese Sichtweise war aber lange Zeit Standard in der Medizin. Die Gendermedizin hat sich erst in den vergangenen Jahrzehnten ihren festen Platz erobert. Noch ist viel zu tun, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen werden noch viel zu wenig berücksichtigt, z.B. in der Medikamentenforschung. Das sagt Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer. Sie leitet die Klinische Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel sowie das Gender Medicine Unit der Medizinischen Universität Wien/AKH Wien. Marlene Nowotny hat sie getroffen.