Bahnhofskino – Der Filmpodcast von A bis Sleaze Archiv
361 Episoden
1 Stunde 22 Minuten
Mit dem Spezialisten für die vergessenen Freuden des untersten Videothekenregals Kühne (Moviebreak) grabe ich mich durch zwei krude Horrorstreifen, deren Wiederentdeckung unsere Herzen höher schlagen lässt. Oder, nun, das ist vielleicht leicht übertrieben. Denn selbst ein hoher Bodycount und das pittoreske irische Setting können nicht über das leblose Monsterkostüm in Rawhead Rex – Er ist das Grauen! (1986) hinwegtrösten. Und trotz aller Liebe und Ehrfurcht für den legendären Tobe Hooper (1943–2017) ist das Konzept einer menschenfressenden Wäschemangel, auf der ein dämonischer Fluch liegt, eine steile Herausforderung in Sachen filmischer Umsetzung. Dabei lässt The Mangler (1995) die Kurzgeschichte von Stephen King einfach mal weitgehend hinter sich und baut auf die Sexiness toller Kulissen, blutiger Effekte und seines Hauptdarstellers Ted Levine (Das Schweigen der Lämmer, 1991).
56 Minuten
Mit Fynn Benkert habe ich für Bahnhofskino-Patreonies über alle vier LETHAL WEAPON-Filme gesprochen und den ersten Teil unseres Schnacks könnt ihr umsonst hören. Falls ihr die Möglichkeit habt, unterstützt unsere Arbeit bitte bei www.patreon.com/bahnhofskino. Vielen Dank! ️
1 Stunde 32 Minuten
Wir brauchen wieder einmal viel zu lange, um zum Kern der Sache vorzudringen – nämlich die Rezension der aktuellen Galactica-Episode! Zuvor haben wir noch ein paar Anekdoten rund um toxische Fandoms und Trek-Stammtische auf Lager. Danach widmen wir uns aber ausführlich der Ménage à trois zwischen Kara, Sam und Lee, wundern uns über die nie versiegende Arroganz von Baltar, vergießen mit Sharon ein paar dicke Krokodilstränen, polieren die Nuklearraketen der Galactica, und entziffern mit Chief Tyrol mysteriöse Schriftzeichen. Und seid lieber dankbar dafür, dass wir das nicht splitterfasernackt tun und dabei mit Sexheftchen um uns wedeln. Aber diese Kindheitserinnerung des Chiefs ist noch der vielleicht am wenigsten geheimnisvolle Aspekt von "Das Auge des Jupiter". Und alle Fragen, die wir unmittelbar nach diesem aufregend-überfrachteten Midseason-Finale nicht klären können, nehmen wir mit in unsere kurze, zweiwöchige Sommerpause.
2 Stunden 18 Minuten
Zum Glück spricht Patrick circa 30 Prozent besser französisch als niederländisch, weswegen er sich diesmal nicht die Zunge verknoten muss, um Namen wie Isabelle Huppert, Laurent Lafitte oder Virginie Efira über die Lippen zu bringen. Aber zuvor begeben sich die Herren Bastian und Lohmeier ins besetzte Holland kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs, wo Paul Verhoeven den Spionage-Abenteuerfilm BLACK BOOK (Zwartboek, 2006) angesiedelt hat. Dieser geht nicht nur adäquat respektlos mit dem düstersten Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts um, sondert zaubert auch mit Carice van Houten einen neuen Star auf die Leinwand. Ganz anders Madame Huppert, die schon vor ELLE (2016) einer der größten Ikonen des französischen Kinos der letzten Jahrzehnte war. Umso erstaunlicher, dass sich die Schauspielerin für wirklich gar nichts zu fein ist und ihr Porträt einer traumatisierten Frau so schonungslos und ehrlich ist, wie es die düstere Geschichte um Sex, Gewalt und Mord verlangt. Selbiges gibt es auch zur Genüge in BENEDETTA (2021), dem (mutmaßlichen) finalen Werk des niederländischen Regisseurs, das neben lüsternen Nonnen, angriffslustigen Schlangen und platzenden Pestbeulen auch noch einen echten sexy Jesus von Nazareth auffährt. Aber kann dieser pietätlose Historienfilm qualitativ mit dem Rest von Verhoevens Werk mithalten? Hmm, "Jein!", finden Dennis und Patrick ...
1 Stunde 54 Minuten
Diese Woche sind die Pferde ein wenig mit uns durchgegangen. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass wir uns zur kompetent gemachten, aber eben nicht herausragenden Episode "Auftrag ausgeführt" fast zwei Stunden verquatschen. Okay, let's be real: Wir geben auch noch ausführlich unseren Senf zu den Mitte Juli für den Emmy Award nominierten TV-Serien, trauern um Sam Neill und lassen unsere Gedanken zum Thema künstliche Intelligenz in SciFi-Welten wandern. Doch keine Sorge, auch die psychischen Abgründe von Dr. Baltar und Gaststar der Woche Kat (Luciana Carro) werden ausführlich beleuchtet. Außerdem begleiten wir den alten Trunkenbold Tigh zurück auf die Galactica-Brücke und hoffen auf zukünftige Folgen nicht so häufig wahllos neue Nebenfiguren und Bedrohungen für unsere Crew aus dem Hut zaubern, wie es zuletzt der Fall war ...
1 Stunde 3 Minuten
An Regisseur Marino Girolami dürften sich selbst Kenner*innen des Genrefilms vergangener Tage nur für seinen prominenten Nachwuchs erinnern, doch vor der Kamera tummelt sich ein Who-Is-Who des sleazigen Italokinos der 70er Jahre: Ian McCulloch (Woodoo – Schreckensinsel der Zombies), Sherry Buchanan (Der Tod trägt schwarzes Leder), Alexandra Delli Colli (Der New York Ripper) und Donald O'Brien (Mannaja – Das Beil des Todes) geben sich in Zombies unter Kannibalen (1980) die Klinke und diverse Körperteile in die Hand. Und die herben Effekte sind auch nicht von schlechten (untoten) Eltern. Wenn man dann solch einen auf Zelluloid gebannten Leckern auch noch gemeinsam mit André Wentzel rezensieren darf–– Holla, die Waldfee!
1 Stunde 33 Minuten
Bevor wir mit den Adamas, Captain Starbuck und dem Chief in den Ring steigen, müssen wir mit messerscharfem Chronistenblick auf die letzten Folgen ein paar Informationen nachreichen. Wie so oft, geht es dabei auch wieder um Star Trek, aber auch um die Frage, wie viel Sci-Fi wir in einer Sci-Fi-Serie haben möchten. Anschließend schlagen wir uns aber an Bord der Galactica ordentlich die Nasen blutig und geben uns auf New Caprica der Leidenschaft des Moments hin. Oder vielmehr begleiten wir unsere geliebte Crew durch die schmerzhaften Höhen und Tiefen ihrer Emotionen. Und wirklich fast niemand aus dem Main Cast verlässt "Der Ring" ohne seelische oder körperliche Blessuren ...
1 Stunde 30 Minuten
Wir müssen uns entschuldigen, liebe Passagiere, aber auf diesen Flügen erwarten wir noch mehr Turbulenzen. Mit verzweifelten Bombenbauern und einem irrgeleiteten Privatflugzeug haben wir in den ersten beiden Teilen der Airport-Reihe noch kleine Brötchen gebacken, wohingegen wir uns dieses Mal mit einer Bruchlandung auf dem Meeresboden und dem Raketenbeschuss eines Superschurken auseinandersetzen müssen. Dabei stehen uns Genrelieblinge wie Christopher Lee, Sylvia Kristel, Sybil Danning, David Warner und natürlich George Kennedy als Joe f##kin' Patroni zur Seite … und natürlich mein kundiger Gast und tollkühner Co-Pilot Franz Köhne. Bitte stellen Sie die Sitze aufrecht, stellen das Rauchen ein und dann viel Spaß und guten Flug mit Verschollen im Bermuda-Dreieck (Airport '77, 1977) und Airport '80 … Die Concorde (Airport '79 – The Concorde, 1979).
1 Stunde 16 Minuten
Sogenannten Bottle Episodes eilte in seligen Tagen vor dem Streaming-Zeitalter ein schlechter Ruf voraus, waren es doch meist kärglich ausgestattete und ohne Gaststars gesegnete Serienfolgen, die besonders günstig und schnell zu produzieren waren. Und auch "Helden" mag ein Kammerspiel sein, punktet aber mit einer packenden Geschichte rund um Adamas Vergangenheit und hat mit Carl Lumbly (Alias) einen charismatischen Gegenspieler zu bieten. Da hätten wir die kleine Detektivin Kara und den flotten Dreier mit Caprica Six, D'anna und Baltar eigentlich nicht nicht gebraucht. Aber hey, wir möchten uns nicht über Gebühr beklagen!
1 Stunde 25 Minuten
Liebe Passagiere, bitte legen Sie die Sicherheitsgurte an, stellen Sie das Rauchen ein und holen Sie die Gitarren raus – wir erwarten Turbulenzen! Die beginnen und bleiben für den überwiegenden Teil der epochalen 140 Minuten von Airport (1970) auf dem Boden der Tatschen, denn das vollbesetzte Passagierflugzeug mit einem verzweifelten Bombenbauer (Van Heflin) hebt aufgrund heftigen Schneefalls und menschlicher Tragödien erst eine Stunde vor Schluss ab. Bis dahin haben die altgedienten Hollywoodrecken Burt Lancaster und Dean Martin ausreichend Zeit, ihre Ehen zu ruinieren und Affären mit den sexy Euro-Sternchen Jean Seberg und Jacqueline Bisset zu pflegen. Mein geschätzter Gast Franz Köhne kann der Hochglanz-Seifenoper dabei etwas mehr abgewinnen als ich, der viel zu lange Zeit dem actionreichen Finale dieses Mega-Blockbusters entgegenfiebern muss. Zum Glück kommt das sehr günstige, sehr chaotische und teils sehr alberne Sequel Airport 1975 – Giganten am Himmel (1974) viel schneller zur Sache, auch wenn die Qualität etwas auf der Strecke bzw. der Landebahn bleibt. Aber hey, es gibt eine singende Nonne!
1 Stunde 19 Minuten
Baltar wandert weiter unter seinem zylonischen Wachpersonal umher, die Galactica sucht weiterhin den Weg zur Erde ... und ansonsten vergessen wir einfach mal, was auf New Caprica und in den Wochen danach geschehen ist, um eine inkonsequente Geschichte über eine Killervirus zu erzählen. So zumindest würde Patrick den Inhalt von "Immun" beschreiben, die er vielleicht nicht für die bisher schwächste Episode von Battlestar Galactica hält, dafür aber für die frustrierendste. Da kann man nur hoffen, dass Britt-Marie in einem fitten körperlichen und geistigen Zustand ist, um kerngesund aus dieser Seherfahrung und dem gemeinsamen Recap zu kommen. Aber zum Warm-up (oder Cool-down?)müssen die beiden von der sommerlichen Hitze verstrahlten Hosts erst einmal ein paar Gedanken zu Hollywood-Millionären und -Milliardären loswerden.
2 Stunden 37 Minuten
Nach drei großen Kinohits in Folge war es vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis Paul Verhoeven wieder auf dem Boden der Tatsachen landen würde – oder auf dem heißen (und harten!) Pflaster von Las Vegas. Showgirls (1995) wurde von Kritik und Publikum in aller Welt derart mit Häme überschüttet, dass bis heute fast alle Beteiligten mit Zorn auf den kolossalen Flop zurückblicken, allen voran Hauptdarstellerin Elizabeth Berkley. Aber wie steht es Jahrzehnte später um den Status Quo dieses Millionengrabs aus der Feder von Joe Eszterhas? Meisterwerk? Trashperle? Purer Camp? Der Film ist alles und nichts davon, meinen zumindest Dennis und Patrick. Sehr viel einiger sind sich die beiden Herren hinsichtlich Starship Troopers (1997), für dessen ätzende Satire die Welt vor knapp 30 Jahren nicht bereit schien und der sich mittlerweile x-fach rehabilitiert hat. Ganz anders als Hollow Man (2000), den Verhoeven selbst als kreative Bankrotterklärung betrachtete und ihm den letzten guten Grund lieferte, Hollywood den Rücken zu kehren. Aber so streng sollte der skandalträchtige Regisseur wirklich nicht mit sich selbst ins Gericht gehen ...
1 Stunde 34 Minuten
"Virus" ist eine Episode zweier Hälften, von denen die eine deutlich mehr kann als die andere. Deswegen mag der Originaltitel "Torn" hier sogar besser passen, denn nicht nur kämpfen hier zwei voneinander losgelöste Storylines um unser Interesse, auch bezüglich einiger Drehbuch– und Regieentscheidungen fühlen wir uns hin- und hergerissen. Ausnahmsweise hat Britt-Marie dabei sogar einmal mehr zu meckern als Patrick, ist sie doch kein großer Fan von Admiral Adamas harter Hand. Ihr Co-Host ist unterdessen vom Chaos im Baltar-Handlungsstrang leicht genervt, weil man das Papier des Scripts zu oft und zu laut rascheln hört. Und was für Leibesübungen sind das eigentlich, die die nackte Nummer Acht an Bord der zylonischen Basestar macht?
58 Minuten
In einer Classic-Episode anno Januar 2019 besuchte mich der fabelhafte André Wentzel zum dritten Mal überhaupt im Bahnhofskino und zum ersten Mal, um seine Godzilla-Expertise und -Leidenschaft im Podcast zu Gehör zu bringen ... in diesem Fall zum elften und vermutlich ungewöhnlichsten Godzilla-Film aus den Toho Studios. Und ein geschüttelt Maß an Fachkenntnis wurde damals dringend benötigt, denn ich brillierte angesichts der kenntnisreichen Begeisterung meines Gastes vor allem mit glänzenden Kinderaugen bei maximaler Ahnungslosigkeit. Naja, ganz so schlimm wird es nicht. Und sowieso macht es Yoshimitsu Bannos funky Beitrag zur Godzilla-Reihe allen Monsterfilmfans und solchen, die es werden wollen, leicht, sich in den Titelhelden und dessen schleimig-schlackigen Gegenspieler Hydrox zu verlieben. Nun schnüren wir diese oldie-but-goldie Episode über FRANKENSTEINS KAMPF GEGEN DIE TEUFELSMONSTER (1971) in unsere offizielle BEEzilla-Reihe und hoffen, sie klingt noch ebenso frisch wie vor siebeneinhalb Jahren.
1 Stunde 11 Minuten
Nach der erfolgreichen Flucht von New Caprica haben sich manch erhitzte Gemüter abgekühlt und Kämpfe werden nicht mehr offen ausgetragen ... doch die moralischen Fragen sind groß wie nie. Auch Britt-Marie und Patrick sind fassungslos ob so mancher Wendung in "Verräter", sei es aufgrund charakterlicher Schieflagen oder manches Drehbuch-Kniffs, der nicht hundertprozentig schlüssig ist. Zum Glück navigiert am Ende des Tages unsere alte und neue Präsidentin Roslin die Menschheit politisch wieder in eine versöhnliche Zukunft. Oder?