Bahnhofskino – Der Filmpodcast von A bis Sleaze Archiv
361 Episoden
1 Stunde 33 Minuten
Der erste Teil von "Am Scheideweg" ist viel mehr als nur ein Warm-up für das große Staffelfinale, sondern Dank vieler saftiger Konflikte und einem eskalierenden Colonel Tigh eine Klasse für sich. Wir haben jedenfalls eine Menge Spaß mit dieser Episode und Britt-Marie brennen drölfzig Fragen unter den Nägeln, die ich garantiert nicht beantworten werde. Außerdem: Wie viel verdient man so als TV-Recke vergangener Tage? Und warum läuft Battlestar Galactica nicht auch hierzulande im Stream rauf und runter? Frackin' Gods!
1 Stunde 27 Minuten
Seitdem wir uns Ende letzten Jahres dem schmierig-schleimig-schönen INSEMINOID (1981) gewidmet hatten, freuten sich Heiko Hartmann und ich auf ein Wiedersehen mit dem Kino der britischen B-Movie-Legende Norman J. Warren. Zum Glück bieten sowohl PREY (The Destructor, 1977) als auch TERROR (Killing House, 1978) mindestens ebenso viele Schocks und haarsträubenden Unsinn wie Warrens Ausflug ins All. Und wenn dann noch ein Alien die Lesben vom Lande attackiert und Christopher Nolans Onkel auf den Spuren Dario Argentos wandelt, ist ein unterhaltsames Double-Feature garantiert.
1 Stunde 18 Minuten
Zwei bzw. vier Herzen schlagen angesichts der Ereignisse in "Berufung" in unseren Brustkästen. Denn einerseits macht die Episode effizient den Boden fruchtbar für das dramatische Season-Finale. Andererseits wird der Spannungsbogen immer wieder von erzählerischen Schlaglöchern aus der Bahn geworfen. Dass die Folge im Original auch noch mit einem selten dämlichen Titel geschlagen ist und der kleptomanische Rechtsanwalt Romo Lampkin (Mark Sheppard) für größere Irritationen unsererseits sorgt, trägt weiterhin zum durchwachsenen Sehvergnügen bei. Immerhin: Auf das großartige Ensemble ist Verlass. Und bitte gebt doch Six (Tricia Helfer) mal etwas Warmes und Bequemes zum Anziehen!
2 Stunden 8 Minuten
Noch mehr Tränen! Noch mehr Lacher! Noch mehr grandiose Kinobilder! Filmemacher Joachim Trier und sein Co-Autor Eskil Vogt bleiben ihren Lieblingsthemen ebenso treu wie ihrem Star Anders Danielsen Lie (Oslo, 31. August, 2011), der uns hier wieder einmal mit seinem Schauspiel das Herz brechen darf. Darüber hinaus schickt der norwegische Regisseur zwei frische Gesichter Richtung Starkarriere auf die Leinwand: Eili Harboe darf im Genremix aus stillem Coming-of-Age-Drama und harschem Psychohorror als titelgebende Thelma (2017) zeigen, was sie drauf hat. Noch beeindruckender aber ist Renate Reinsve, die als Der schlimmste Mensch der Welt (2021) nicht nur ganz Oslo einfriert, sondern uns auch noch trotz oder gerade wegen ihrer unangepassten Attitüde einmal komplett um den Finger wickelt. Und mit Stellan Skarsgård und Elle Fanning konnte Trier für seinen neuesten Film nicht nur zwei Dickschiffe des internationalen Kinos gewinnen, sondern den Preis des Jury in Cannes noch gleich obendrauf. Aber wie preisverdächtig ist Sentimental Value (2025) geraten? Wir bohren nach und halten die Taschentücher bereit …
59 Minuten
Chefautor Ronald D. Moore zieht in "Ruf aus dem Jenseits" sein bisher größtes As aus dem Ärmel und lässt Kara 'Starbuck' Thrace in einer emotional aufgeladenen Folge über die Klinge springen. Das ist nicht nur hochdramatisch, sondern sieht auch richtig gut aus und klingt manchmal noch besser. Warum wir uns dennoch hier du da enttäuscht bis frustriert zeigen, verraten wir euch in unserem irritierend kompakten Recap. Außerdem: Die teuerste Sekunde der Seriengeschichte und mögliche Antworten auf die Frage, wann ein Fernsehtod ein überzeugender Fernsehtod ist.
1 Stunde 15 Minuten
Zu diesem politisch aufgeladenen Spätsommer wollen wir unser Scherflein beitragen und sprechen über die letzte Standalone-Episode der dritten Staffel, "Streik!" Darin geht es nicht nur um ebendiesen, sondern auch um Rassismus, Klassismus, Korruption und politisches Versagen. Uff! Und tatsächlich nimmt BSG den Mund wieder mal ganz schön voll, auch wenn wir den Versuch, sich für eine bessere Welt stark zu machen, zu schätzen wissen. Immerhin bleibt zwischendurch noch Zeit für ein paar verliebte Blicke zwischen Adama Senior und der werten Frau Präsidentin ...
1 Stunde 29 Minuten
Im Bahnhofskino mag Thomas Freitag ein Debütant sein, als umtriebiger Podcaster rund um Animationsserien und Hörspiele aus Kindheitstagen ist er aber bereits seit Jahren ein Hans Dampf in allen Gassen. Apropos "Dampf": Warum taucht Daniel Düsentrieb eigentlich nicht in DuckTales: Der Film – Jäger der verlorenen Lampe (1990) auf? Oder Gundel Gaukelei? Oder die Panzerknacker? Ich habe übrigens noch hundert weitere Fragen an Thomas während unseres gemeinsamen Schwelgens in Erinnerungen an unzählige Abende vor der Glotze in den späten 80ern. Nicht zuletzt die, warum wir eigentlich über den qualitativ sehr durchwachsenen DuckTales-Kinofilm sprechen und nicht über die ziemlich grandiose Trickserie, auf der dieser beruht. Heiliger Quackstrudel! Mehr zur TV-Serie DuckTales mit Thomas & Friends gibt es bei DuckTapes (Spotify-Link). Außerdem hört ihr meinen Gast bei "Die Zentrale" zu den drei ???, als Co-Host von "Die Rasende Hängematte" zu TKKG und bei "rotz + wasser".
1 Stunde 21 Minuten
"Bis nächstes Jahr" wird ja – ähnlich wie "Schwarzmarkt" in Staffel 2 – sowohl von den Showrunner Ron Moore als auch einem großen Teil der Fans ziemlich rund gemacht als eine der schwächsten BATTLESTAR-Episoden. Und fairerweise muss man anerkennen, dass sich das 45-minütige Abenteuer rund um den jammernden Adama Senior und das Ehepaar Tyrol in Atemnot einige Kritik gefallen lassen muss. Denn mehrere schmackhafte Zutaten ergeben längst kein bekömmliches Ganzes. Und zweieinhalb Geschichten, die wenig gemein haben und sich noch dazu gegenseitig auf die Füße treten, ergeben am Ende ein unbefriedigendes Kuddelmuddel. Wir pressen uns dennoch ein paar positive Gedanken zu dieser Folge aus unseren Herzen und verlieren uns noch dazu kurz in einem Gespräch über Baby Nicky, Little Nicky und Sexsklavin Nicky. Huh?
1 Stunde 31 Minuten
Es gibt wenige Filmreihen, die mit dem ersten Sequel gleich von Premiumware zu Resterampe wechseln. Und ich spreche hier nicht von Qualitätsurteilen wie "Naja, der erste Teil war aber besser." Nein, hier geht's um "Was zur Hölle haben sie sich dabei gedacht?!?" Und das ist zumindest die Leitfrage, die mein Filmgespräch mit the one and only André Wentzel prägt, der mit den beiden ersten und einzigen Tales from the Crypt-Kinofilmen ein wahrlich besonderes Double-Feature im Gepäck hat. Denn all das, was Ritter der Dämonen (Demon Knight, 1995) so besonders macht, tritt Bordello of Blood (1996) mit Füßen. Und da kann Corey Feldman noch so viele amüsante Anekdoten vom Dreh erzählen, es macht den Film kein bisschen leichter erträglich. Billy Zane und Jada Pinkett im ersten Kinoausflug des Cryptkeepers hingegen ... mjam!
1 Stunde 25 Minuten
Lang lebe Kalle Grabowski! Im Gedenken an den kürzlich verstorbenen Ralf Richter (1957–2026) schieben ich und mein Gast Fynn Benkert unsere Patreon-Bonusfolge vom November 2024 für euch in den öffentlichen Feed. Falls ihr unsere 100% werbefreien, unabhängig produzierten Podcastformate unterstützen möchtet, freuen wir uns über ein jederzeit kündbares Supporter-Abo ab 3€/Monat unter www.patreon.com/bahnhofskino. Vielen Dank, dass ihr unsere Arbeit unterstützt!
1 Stunde 32 Minuten
Triggerwarnung: Wer gerne dezidiert unpolitische Serien guckt und unpolitische Podcasts hört, dürfte mit unserer aktuellen Episode wenig Vergnügen haben. Denn nicht nur für Helo in seiner neuen Rolle als Leiter eines krankheitsverseuchten Auffanglagers könnte es aktuell besser laufen, auch Showrunner Ron Moore und seine Autor:innen setzen in dieser Woche alles dran, das Fernsehpublikum mit möglichst vielen moralischen Dilemmata und den eigenen Vorurteilen zu konfrontieren. Ist das der Grund, warum "The Woman King" gemeinhin als Tiefpunkt der dritten Battlestar-Staffel gilt? Oder waren die Fans anno 2007 schlicht enttäuscht darüber, dass die Folge herzlich wenig Interesse an den großen Geschichten rund um die Reise zur Erde und den Konflikt mit den Zylonen hat? Vermutlich beides, finden wir …
1 Stunde 28 Minuten
Nach dem spektakulären Zweiteiler zur Staffelmitte musste man hinter den Kulissen von BSG wieder etwas aufs Budget gucken, weswegen das hochdramatische Kammerspiel "Zuckerbrot und Peitsche" eher mit großen Gefühlen als großen Raumschlachten glänzt. Da wären zum einen die komplizierte Lovestory um Kara und Lee, die sich immer noch an die Wäsche wollen, aber nicht bereit sind, ihre jeweiligen Ehen zu opfern. Außerdem hadert Baltar mal wieder mit seinen Gefühlen, vor allem betreffend seine mutmaßliche zylonische Existenz. Seine Hoffnung erfahren diesbezüglich zwar einen krassen Dämpfer, doch immerhin darf er lebendig in den Abspann heulen. Außerdem: Drogen, Drogen, Drogen – sei es an Joe's Bar oder in der Folterzelle. So hatten wir uns die schöne Zukunft nicht vorgestellt!
1 Stunde 5 Minuten
Selten war ich so hoffnungsvoll und ehrgeizig bei dem Gedanken, einen mir unbekannten Film gut finden zu wollen. Für Regisseurin und Hauptdarstellerin Sondra Locke (Death Game, 1977) sollte ihr Regiedebüt RATBOY (1986) nämlich der Startschuss in eine Hollywoodkarriere außerhalb des Schattens ihres damaligen Boyfriends Clint Eastwood sein. Doch Lockes tragikomisches Filmmärchen um einen rattengesichtigen Jungen und sein unangenehm toxisches Umfeld wurde bei Erscheinen von Kritik wie Publikum verschmäht. Einer der wenigen Fürsprecher des Kinoflops war der zwölfjährige Steffen Anton, der diesen Film als VHS-Schatz Anfang der 90er ehrte und immer wieder über den Bildschirm flimmern ließ. Doch nicht jeder süßen Kindheitserinnerung kann man trauen, wie Steffen und ich im Filmgespräch erfahren müssen. Seufz!
1 Stunde 54 Minuten
Gute Laune allerorten, denn Dennis (Lichtspielcast) und Patrick (Bahnhofskino) sprechen über die erste Hälfte von Joachim Triers Filmographie. Aber Spaß (oder Ernst?) beiseite: Was die beiden Herren dann doch überrascht, ist der teils bitterböse Humor in den überwiegend tieftraurigen Geschichten, die der norwegische Regisseur und sein Stammautor Erik Vogt erzählen. Zumindest Triers Spielfilmdebüt AUF ANFANG (Reprise, 2006) kann ganz schön lustig sein, seiner Geschichte rund um gescheiterte Karrieren, Liebschaften und Freundschaften zum Trotz. Wenig bis nichts zu lachen gibt es hingegen im in Drogen, Alkohol und Verzweiflung fast ersaufendem OSLO, 31. AUGUST (2011), dem die beiden Co-Hosts euphorisch Meisterwerk-Qualitäten bescheinigen. Zu solch lobhudeligen Höhenflügen steigt Triers erster und bis Dato einziger englischsprachiger Film LOUDER THAN BOMBS (2015) nicht hinauf, staubt aber Dank seines unter anderem mit Gabriel Byrne und Isabelle Huppert glänzend besetzten Ensemble einige Sympathien ab. Aber was zum Teufel macht eigentlich Jesse Eisenberg in diesem Film?
1 Stunde 25 Minuten
"Bitte nicht zu viel herum-nerden!" wünsche ich mir zu Beginn der heutigen BKG-Episode und getreu dieses strikten Mottos haben Britt-Marie und ich es tatsächlich mal wieder geschafft, ein Recap-Gespräch in unter 90 Minuten einzutüten. Diese Leistung ist allein deswegen nicht zu verachten, da Britt-Marie und ich uns gerne in Themen verlieren, die nichts mit BATTLESTAR GALACTICA zu tun haben, aber auch, weil "Die Supernova" genug Drama, Action und Mythologie für einen Dreiteiler böte. Spoiler: Am Ende des Tages – und dieser Folge – ist jedenfalls ein ganzes Sonnensystem futsch, Baby Hera und Baltar sind wieder an Bord der Galactica, D'Anna (Lucy Lawless) wird endgültig eingesargt und es gibt mindestens zwei schallende Backpfeifen. Autsch!