F.A.Z. Bücher-Podcast Archiv
287 Episoden
1 Stunde 34 Minuten
Vor 250 Jahren wurde Rahel Varnhagen geborgen. In einer Sonderfolge aus dem Freien Deutschen Hochstift sprechen Nikolaus Gatter und Heide Volkening über die Schriftstellerin und Salonnière. Es moderiert Tilman Spreckelsen.
31 Minuten
An einem Spätsommertag auf Martha’s Vineyard prallen Ansichten, Absichten und Erwartungen einer Familie aufeinander: Wir sprechen mit unserer Kollegin Ursula Scheer darüber, warum die frühen Fünfziger in Dorothy Wests Roman "Die Hochzeit" so verblüffend frisch wirken, und haben auch mit seiner Lektorin Maria Mair gesprochen. Drei Fragen an Jovana Reisinger, deren zweiter Roman "Spitzenreiterinnen" gerade im Verbrecher Verlag erschienen ist, beschließen diese Episode.
38 Minuten
Ein kolonialer Mythos läuft auf Grund: In „Das Prachtboot“ berichtet der Historiker Götz Aly, wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten. Ein Gespräch über das Buch – und ein Gedicht aus der „Frankfurter Anthologie“.
30 Minuten
Simone de Beauvoir fand, dieses Buch ihrer Freundin Violette Leduc könne man unmöglich veröffentlichen. Warum es ein Glück ist, "Thérèse und Isabelle" jetzt in vollständiger Übersetzung zu lesen.
38 Minuten
Zwischen Kindern und Karriere soll sie die beste Balance finden, perfekt soll sie sein und selbst ihren Perfektionismus bitte noch im Griff haben: Ein Gespräch über das Buch "Das Unwohlsein der modernen Mutter" mit seiner Autorin Mareice Kaiser – und ein Gedicht von Robert Graves aus der "Frankfurter Anthologie", gelesen von Thomas Huber. „Das Unwohlsein der modernen Mutter“ von Mareice Kaiser ist bei Rowohlt Polaris erschienen, hat 256 Seiten und kostet 16 Euro.
35 Minuten
Ein Notfall wird zur Falle: Eine junge Frau wird von den Eltern, zu denen sie dreimal die Woche nachmittags zum Babysitten kommt, spät am Abend auf einer Party angerufen, um sich während eines Polizeibesuchs um die Zweijährige zu kümmern. Nicht zu Hause, sondern im Supermarkt drei Straßen weiter, der nach elf Uhr nachts noch geöffnet ist. Dort wird ein Wachmann auf die junge Frau mit dunkler Haut und die Kleine mit der hellen Haut auf ihrem Arm aufmerksam. Verdacht: Kindesentführung. Kiley Reids Debütroman „Such a Fun Age“ erzählt spitz, temporeich und witzig von den Verwicklungen, die sich aus diesem Zwischenfall ergeben oder durch ihn weiter verdichten. Wir haben mit unserer Kollegin Johanna Christner über das Buch und eigene Erfahrungen mit Alltagsrassimus gesprochen. Drei Fragen über das Schreiben und Lesen an die Schriftstellerin Shida Bazyar, deren Roman „Drei Kameradinnen“ gerade erschienen ist, beschließen diese Folge des Bücher-Podcasts. „Such a Fun Age“ von Kiley Reid wurde von Corinna Vierkant übersetzt und ist im Ullstein-Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet 22 Euro. „Drei Kameradinnen“ von Shida Bazyar ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen, hat ebenfalls 352 Seiten und kostet auch 22 Euro.
55 Minuten
Warum ekeln wir uns vor Schleim? Warum hat ihn die Horrorliteratur für sich entdeckt? Und was gibt es immer noch über ihn zu entdecken? Ein Gespräch mit Solvejg Nitzke und Susanne Wedlich – und ein neues Literaturrätsel.
42 Minuten
Fallen bauen für den Präsidenten, fliehen vor der Klimakatastrophe: In ihrem dritten Roman "Wetter" lässt die amerikanische Schriftstellerin Jenny Offill eine wilde Bibliothekarin erzählen, wie die gesellschaftlichen Bedrohungen ihrer kleinen Familie in New York immer näher kommen. Wir haben mit Verena Lueken, lange Jahre Kulturkorrespondentin der F.A.Z. in Amerika, über das Buch und die große Kunst der Kleinigkeiten seiner Autorin gesprochen. Und mit Mithu Sanyal, deren Roman "Identitti" gerade erschienen ist, über ihr Lesen und Schreiben. Jenny Offills Roman "Wetter" wurde übersetzt von Melanie Walz, ist im Piper Verlag erschienen, hat 222 Seiten und kostet 20 Euro. Mithu Sanyals Roman "Identitti" ist im Hanser Verlag erschienen und kostet mit seinen 432 Seiten 22 Euro.
27 Minuten
Jia Tolentino war noch nicht erwachsen, da fand sie sich schon in einer Reality-Show wieder. Großes Thema ihrer Essays "Trick Mirror" sind Realität und Show im Internet, besonders in den sozialen Netzwerken. Ein Gespräch mit Melanie Mühl über das inszenierte Ich – und ein Gedicht von Rainer Maria Rilke, gelesen von Thomas Huber.
54 Minuten
Helga Schuberts neuer Erzählungsband „Vom Aufstehen“ wirft ein Licht nicht nur auf ein Leben, sondern auch auf eine Art, das Leben zu sehen, und auf eine Epoche. Wir haben mit der 81 Jahre alten Autorin über ihr Schreiben, ihr Leben und ihr neues Buch gesprochen. Ein neues Literaturrätsel von Tilman Spreckelsen schließt diese Folge des Bücher-Podcasts ab. "Vom Aufstehen" von Helga Schubert ist bei dtv erschienen, hat 224 Seiten und kostet 22 Euro.
52 Minuten
Sogar unter ausgemachten Bücherfreunden gibt es welche, denen die Schullektüre damals bis heute ein Buch, einen Autor oder ein ganzes Genre verleidet hat. Anderen hat sie womöglich das Lesen gleich ganz verleidet. Dabei ist die Hoffnung vieler Lehrer, das schiere Gegenteil zu erreichen. Ein Gespräch mit Julia Encke und Tobias Rüther zwischen Erinnerung und Analyse, Geständnis und Erkenntnis, abgeschlossen durch drei Fragen an die Bestseller-Autorin Alena Schröder.
30 Minuten
Nicht allein, dass Mary Shelley in "Der letzte Mensch" von einer weltweiten Pandemie erzählt, der nach und nach die gesamte Menschheit zum Opfer fällt, und ihre Geschichte am Ende unseres Jahrhunderts ansiedelt, macht sie zu einer Entdeckung oder Wiederentdeckung in unserer Zeit. Dietmar Dath, selbst Science-Fiction-Autor und -Experte, dazu Feuilleton-Redakteur der F.A.Z., hat einen abschließenden Essay zur Neuübersetzung beigesteuert und mit uns über das Werk gesprochen. Robert Gernhardts Gedicht „Die Lust kommt“ aus der Frankfurter Anthologie, gelesen von Thomas Huber, schließt diese Podcast-Epidose ab. Mary Shelleys Roman „Der letzte Mensch“ wurde von Irina Philippi übersetzt. Er ist mit einem Nachwort von Rebekka Rohleder und einem Essay von Dietmar Dath im Reclam Verlag erschienen, hat 587 Seiten, ein Lesebändchen und kostet 26 Euro.
35 Minuten
2016 hat Sharon Dodua Otoo den Bachmann-Wettbewerb gewonnen, jetzt erscheint ihr erster Roman. Ein Gespräch mit der Literaturkritikerin, die sie damals als Jurorin nach Klagenfurt eingeladen hatte – und ein neues Literaturrätsel.
45 Minuten
Isabel Allendes neues Buch heißt „Was wir Frauen wollen“. Für wen spricht sie, und wen spricht sie an? Das haben wir mit unserer Kollegin Johanna Dürrholz besprochen. Ronya Othmann hat im August 2020 bei Hanser ihren Debütroman „Die Sommer“ veröffentlicht. Wir haben ihr drei Fragen über das Schreiben und Lesen gestellt.
52 Minuten
Mehr als fünfzig Bände hat Judith Schalansky in der Reihe „Naturkunden“ bei Matthes & Seitz Berlin inzwischen herausgeben, der Verlag lobt einen eigenen Preis für Nature Writing aus, und auch bei anderen Häusern finden sich vermehrt Bücher über Bäume oder Moose, Aale oder Pilze, Karst oder Schleim. Was ist dran an diesem Trend? Ist es überhaupt nur ein Trend und nicht viel mehr? Jedenfalls ist es ein Thema, über das sich mit Begeisterung diskutieren lässt, das zeigen Judith Schalansky, Herausgeberin, Buchgestalterin und nicht zuletzt Autorin, und Solvejg Nitzke, Literaturwissenschaftlerin an der TU Dresden, die erforscht, wie Ökologie und Erzählen zusammenpassen. Thomas Hubers Lesung von Tomas Tranströmers Gedicht „Espresso“ komplettiert diese Folge des Bücher-Podcasts.