Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Forschergeist Archiv

101 Episoden
1 Stunde 45 Minuten
Der Astrophysiker Harald Lesch ist ein echtes Multitalent: Er ist nicht nur Physikprofessor in München, sondern tritt auch als Naturphilosoph, Wissenschaftsjournalist oder als Moderator im TV in Erscheinung. Bei all diesen vielen verschiedenen Tätigkeiten stechen die kommunikativen Fähigkeiten von Harald Lesch besonders heraus: Er ist einfach ein ganz wunderbarer Erklärbär. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Stifterverband haben ihm deshalb schon 2005 den „Communicator-Preis“ für seine mitreißende und fundierte Art, Wissenschaft zu vermitteln, verliehen. In dieser Folge sprechen wir mit ihm über Wissenschaftsskeptiker und wie man mit ihnen umgeht, über das sich weiter verschlechternde Verhältnis von Wissenschaft und Politik, über den Klimawandel, die Schule und über das Geschichtenerzählen. Denn wir müssen, so Lesch, endlich damit beginnen, unseren Kindern die eine große Geschichte über unseren gefährdeten Planeten zu erzählen. Nur so können wir Bewusstsein schaffen und Verantwortung stärken. Und nur so können wir den haltlosen Erzählungen der Leugner und Skeptiker etwas Überzeugendes entgegenhalten.
1 Stunde 34 Minuten
Jochen Rabe ist Professor für „Urbane Resilienz und Digitalisierung“ am Einstein Center Digital Future (ECDF) in Berlin. Am ECDF werden Zukunftsfragen erörtert, zum Beispiel: Wie bewältigen die Städte und unsere Wohnquartiere den rasanten urbanen Wandel? Wie belastbar und erneuerungsfähig sind die Quartiere und Infrastrukturen? Ist Digitalisierung nur Prozesstreiber des Wandels der Städte oder ist sie auch Schlüssel zur Beseitigung von urbanen Defiziten? Diesen und vielen anderen Fragen widmet sich die Urbane Resilienzforschung, über die wir in dieser Episode sprechen. Urbane Resilienz, also die Wiedererneuerungkräfte unserer Städte im Angesicht immer schnelleren Entwicklungsdrucks, rückt in Anbetracht der globalen Herausforderungen u.a. der Urbanisierung, des Klimawandels oder der Ressourcenknappheit zunehmend in den Fokus der Forschung und Politik. In Abgrenzung zu überwiegend technologiegetriebenen SMART City Konzepten, stellt Jochen Rabe die rapide Digitalisierung unserer Städte in den Kontext der Resilienz und erforscht, inwieweit Digitalisierungsprozesse die Erneuerungs- und Widerstandskräfte unserer Städte stärken oder auch schwächen können.
1 Stunde 43 Minuten
Volker Quaschning ist Professor für das Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin. Mit ihm sprechen wir in dieser Episode über die Frage, wie wir von der Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien gelangen können. Diese sogenannte Energiewende ist seit vielen Jahren im der Diskussion von Medien, Wissenschaft und Politik. Aber was haben wir denn schon erreicht? Und welcher Weg liegt da noch vor uns? Wir analysieren mit Volker Quaschning die drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität und klopfen sie darauf ab, welches Innovationspotenzial sie besitzen, um die ehrgeizigen Klimaziele von Paris erreichen zu können. Letztlich, so macht Volker Quaschning deutlich, hakt vieles bei der Energiewende noch an der Zaghaftigkeit der Politik. Dringende Empfehlungen aus der Wissenschaft werden als „nicht durchsetzbar“ zurückgewiesen. Und so befindet sich die Wissenschaft in der misslichen Lage, an entscheidender Stelle nicht gehört zu werden, obwohl die Zeit drängt.
1 Stunde 15 Minuten
Andrea Niehaus ist Leiterin des Deutschen Museums Bonn. In der Bonner Zweigstelle des berühmten Mutterhauses aus München stehen Forschung und Technik in Deutschland nach 1945 im Mittelpunkt. Das Haus zeigt etwa 100 Exponate aus allen wissenschaftlichen Disziplinen, darunter auch den Transrapid 06, der im Einsatz auf der Transrapid-Versuchsanlage Emsland war. Mit den Exponaten wird ein Einblick in die Arbeit und die Leistungen berühmter Wissenschaftler, Techniker und Erfinder vermittelt, darunter auch viele Nobelpreisträger. Oskar Salas „Mixturtrautonium“ ist ebenso zu bewundern wie der erste MP3-Encoder oder eine Stabheuschrecken-Laufmaschine. Wir sprechen mit Andrea Niehaus (Foto: Volker Lannert) über die Geschichte des Hauses, seine außergewöhnlichen Exponate und ihre pädagogische Vermittlung sowie die aktuellen Probleme um die finanzielle Sicherung des Museums.
1 Stunde 18 Minuten
Obwohl Deutschland eine ausgeprägte Wirtschaftsnation ist, die von unternehmerischem Handeln und Mut lebt, wird das Thema Gründung hierzulande immer noch skeptisch und zurückhaltend beäugt. Risikobereitschaft ist nicht so ausgeprägt wie beispielsweise in den USA. Und: Wir haben keine etablierte Kultur des Scheiterns. Doch gerade weil Entrepreneure/ Gründer der Volkswirtschaft innovative Impulse verleihen können und Arbeitsplätze schaffen, gibt es immer mehr Initiativen, die die Idee des Gründens populärer machen wollen. Mit seinem „Gründungsradar“ nimmt der Stifterverband regelmäßig die Gründungskultur an Hochschulen in den Blick. Im Fokus der Studie steht die Frage, wie Hochschulen die Gründung von Unternehmen fördern - durch Gründungssensibilisierung und -unterstützung sowie durch institutionelle Verankerung einer nachhaltigen Gründungskultur. Wir sprechen deshalb in dieser Folge mit Carolin Bock. Sie kümmert sich an der TU Darmstadt um das Thema Gründungsmanagement. Ihre Professur war Teil des Konzepts, mit dem sich die Uni 2013 erfolgreich für ein Gründerprogramm des Bundes bewarb. Auch beim Gründungsradar präsentiert sich die TU Darmstadt mit klar aufsteigender Linie: Grund genug also, bei Carolin Bock mal nachzufragen, wie Gründungsberatung, -lehre und -forschung in die Kultur einer Hochschule implementiert werden können.
2 Stunden 41 Minuten
„Wir sollten im Leben öfter mal unserer Nase vertrauen“, sagt der Biologe und Mediziner Hanns Hatt. Kein Wunder: Sein Gebiet ist die Geruchsforschung. Mit seinem Lehrstuhl für Zellphysiologie an der Ruhr-Uni in Bochum ist er auf diesem Gebiet weltweit ziemlich einzigartig. Und überaus erfolgreich. Seine Forschungen über das Riechen eröffnen völlig neue Horizonte, beispielsweise in der Medizin. Neue Erkenntnisse in der Erkennung von Prostata- oder Darmkrebs sind nicht zuletzt ihm zu verdanken. Und so lernen wir in dieser Folge wie das Riechen überhaupt funktioniert, was Düfte mit Lernen und Empfindungen zu tun haben, dass wir schon im Mutterleib riechen können und durch die Geruchswelt unserer Mutter geprägt werden, dass bestimmte Düfte die Menschen vertrauensvoller machen können, dass Düfte auch im Marketing wichtig sind, wie man mit den richtigen Düften auch junge Menschen zu Tausenden in den Kölner Dom locken kann und warum die Uni Bochum einen eigenen Duft namens „Knowledge“ bekommen hat. Am Schluss erfahren wir noch Wissenswertes über die 'Union der Akademien der Wissenschaften' (deren Präsident Hanns Hatt ist), wie sich die Akademien neuen Vermittlungsaufgaben widmen, und diskutieren über manch wilde Auswüchse von „Open Access-Journals“, die sich in einer Art Startup-Phase befinden, in der alles machbar zu sein scheint.
1 Stunde 54 Minuten
Digitale Arbeitsmaterialien kamen mit dem Versprechen, neue Lehrmethoden zu ermöglichen, doch die erste Welle entsprechender Angebote wusste nur in Teilen zu überzeugen. Vor allem brachten die digitalisierten Materialien neue Nutzungseinschränkungen mit sich: Das Urheberrecht, schwierige Lizensie- rungsbedingungen und technische Kopierschutz-Systeme machen es für die Lehrer und Lehrerinnen letztlich noch schwieriger, diese Materialien sachge- recht einzusetzen und die inhärente Vorteile des Digitalen nutzen zu können. In den letzten Jahren hat sich nun im deutschsprachigen Raum wie auch international eine breite Bewegung gebildet, die nach frei zugänglichen und frei nutzbaren Arbeitsmaterialien für die Lehre strebt. Unter dem Begri Open Educational Resources (OER) werden Werkzeuge, Methoden und Communities entwickelt, die dieses Projekt voranbringen wollen. Der Diplom-Pädagoge Jöran Muuß-Merholz ist von Anfang an Teil dieser Bewe- gung und treibt die Entwicklung voran. Im Gespräch mit Tim Pritlove stellt er die allgemeine Problemlage, die Motivation es anders zu machen und auch zahlrei- che Projekte vor, die in den letzten Jahren des Geist des OER weiterentwickelt haben und zeigt auf, dass auch heute schon eine neue Lehrgestaltung möglich ist, ohne sich in digitalen Fallstricken zu verfangen.
1 Stunde 24 Minuten
Christoph Corves ist Professor für Geographie und Medien an der Universität Kiel (CAU). Mit Medien kennt er sich aus. Bevor er 2002 als Juniorprofessor an die CAU kam, produzierte er Dokumentarfilme in eigener Regie. Sein Film „Süßhunger“ über den Weltmarkt für Zucker wurde mehrfach ausgezeichnet. Nebenberuflich arbeitete er zuvor auch als Journalist und Fotograf für verschiedene Zeitschriften. Am Geographischen Institut hat Corves das Zentrum für Geographie und Medien aufgebaut, das er jetzt leitet. Sein Arbeitsschwerpunkt ist „Teaching for Empowerment“. An der CAU unterrichtet er Kurse in den Bereichen Nachhaltige Entwicklung, Social Entrepreneurship, Nachhaltigkeitskommunikation und Videoproduktion, in denen Studierende in Teamprojekten selber Probleme lösen. Er bietet „Changemaker MOOC“ an, einen Kurs zur Planung von sozial und ökologisch nachhaltigen Projekten. Teilnehmer lernen, gesellschaftliche Probleme unternehmerisch zu lösen. Corves ist zugleich Initator und Leiter des „yooweedoo“-Programms. Das Ziel von yooweedoo ist Empowerment für eine nachhaltige Entwicklung. yooweedoo unterstützt Zukunftsmacher bei der Gründung von ökologisch und sozial nachhaltigen Projekten, Organisationen und Unternehmen. Das yooweedoo Lernprogramm zeigt, wie man ein eigenes Changeprojekt Schritt für Schritt professionell plant. Das Programm macht mit Strategien von Social Entrepreneurship vertraut und zeigt, wie man gesellschaftliche Herausforderungen mit unternehmerischen Ansätzen lösen kann.
2 Stunden 1 Minute
Die Fachzeitschrift Nature titelt schlicht „Mann der Wüste“. Der Deutschlandfunk nennt ihn den „deutschen Indiana Jones“ und ein saudisches Hochglanzmagazin den „Veteran“ der Sahara-Forschung. Stefan Kröpelin würde es gerne bei „Wüstenforscher“ belassen, ein Geowissenschaftler, der sich mit der Klimageschichte Nordafrikas befasst, zudem mit Archäologie und Naturschutz. „Wir sind in Gegenden unterwegs, die vor uns noch nie ein Wissenschaftler betreten hat und nach uns wohl auch für lange Zeit nicht betreten wird. Da muss man für alles offen sein, was einem begegnet.“ Das können Höhlen mit Felsbildern sein oder Muschelreste im Wüstensand. Aber auch Skorpione im Schlafsack, Wegelagerer oder verdurstende Flüchtlinge. Was braucht ein Wüstenforscher neben der wissenschaftlichen Expertise? Ein Gespür für Menschen und Landschaften, Geduld, Zielstrebigkeit und eine gute Portion Glück. All das hat Stefan Kröpelin in den vergangenen vier Jahrzehnten gehabt. Und so lauschen wir fasziniert, wenn Kröpelin erzählt – und er erzählt mit Verve –, in welch riskanten, oft ausweglos erscheinenden Situationen er und sein Team bestehen mussten, all die Episoden über Autopannen, Sandstürme oder den faszinierenden Himmel über der Wüste würden leicht einen Abenteuerroman toppen.
1 Stunde 49 Minuten
Blütenpflanzen dominieren unsere Pflanzenwelt. Die ungeheure Leistung, die Bienen beim Bestäuben dieser Blütenpflanzen erbringen, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. 80 Prozent der Bestäubungsleistung werden von Bienen übernommen. Unser Gesprächspartner Jürgen Tautz ist einer der renommiertesten Bienenforscher Deutschlands. Er berichtet uns in dieser Folge über Herkunft und Haltung von Bienen, über ihre besonderen Kommunikations- und Navigationsfähigkeiten und beantwortet auch die oft und bange gestellte Frage, ob die Existenz von Bienen auf der Erde womöglich gefährdet ist. Vor allem aber reden wir auch über HOBOS: „HOney Bee Online Studies“. Dabei handelt es sich um eine internetbasierte Lehr- und Lernplattform, die Jürgen Tautz 2009 entwickelte. Kern der Plattform sind lebende Bienenvölker, die mit den Möglichkeiten der technisierten, digitalen Welt vielfältig überwacht, untersucht und beobachtet werden. Diese Plattform steht jedermann für eigene Forschungen und Lehrtätigkeit frei zur Verfügung. Mit Livestreams aus dem Bienenstock oder interaktiven Lehrmaterialien für alle Schulformen vermittelt HOBOS inzwischen weltweit fachübergreifende Forschungserkenntnisse zum Bienenvolk und regt zudem zum Nachforschen an.
1 Stunde 1 Minute
2017 ist das Luther-Jahr. Die evangelische Kirche feiert 500 Jahre Reformation. Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht. Der legendäre Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte. In dieser Folge sprechen wir mit der in Oxford lehrenden australisch-britischen Historikerin Lyndal Roper über den Menschen Martin Luther, über seine Widersprüche und frühen Prägungen. Wer war dieser Mensch, der, wie Lyndal Roper sagt, mit dem Körper gedacht hat? Lyndal Roper forscht zu Geschlechterrollen, Hexenverfolgung und Körpergeschichte der frühen Neuzeit. Pünktlich zum Luther-Jahr erschien ihre wegweisende Luther-Biografie „Der Mensch Martin Luther“, in dem sie ein sehr differenziertes Bild des Reformators zeichnet. „Luther konnte“, so Roper, „ ein wunderbarer Tröster sein, aber Menschen auch richtig niedermachen.“
2 Stunden 16 Minuten
Bibliotheken sind die etablierten Spieler im Bereich der Wissenssammlung und -katalogisierung und sehen sich im digitalen Zeitalter einer Reihe von Herausforderungen gegenüber. Während Bücher weiterhin eine Rolle spielen steht der Zugriff auf wissenschaftliche Forschung vor einem Wandel. Aber vor allem die umfangreiche Digitalisierung der Werke, seiner Metadaten und Inhalte steht jetzt im Mittelpunkt der bibliothekarischen Arbeit. Wir sprechen mit Ralf Stockmann, Referatsleiter „Innovations-Management - Online-Bibliotheksdienstleistungen“ bei der Staatsbibliothek zu Berlin über traditionelle und zukünftige Rolle von Bibliotheken beim Zugang zu Wissen und Forschung, der Erschließung und Katalogisierung von Quellen, dem Aufbereiten und Verfügbarmachen der Daten, der Bewahrung und Archivierung der gewonnenen Informationen, dem Verhältnis der Bibliotheken zu Wissensprojekten wie Wikipedia und Suchmaschinen, den Möglichkeiten der Analyse von Big Data und der Anwendung neuer Methoden des maschinellen Lernens und künstlicher Intelligenz.
2 Stunden 18 Minuten
„Wir dürfen nicht auf dem Rücken unserer Kinder herumexperimentieren!“ Nur vordergründig signalisieren Sätze dieser Art verantwortliches Handeln im schulischen Alltag. Wenn man etwas genauer hinschaut - wie unsere Gesprächspartnerin Lisa Rosa es tut - kann man solche Sätze schnell als Ausflüchte entlarven. Hinter denen man sich gut verstecken kann, wenn man nicht wirklich etwas verbessern will. Sätze wie diese sind der Grund dafür, dass sich Schule und Lernen seit vielen Jahrzehnten nicht entscheidend verändert haben. So begeben wir uns in dieser Folge auf eine Reise durch unser Schulsystem und seine Geschichte. Wir tun das gemeinsam mit Lisa Rosa: Sie war 20 Jahre lang selbst Lehrerin (an einer Gesamtschule in Berlin und an einem Gymnasium in Hamburg). Seit 2005 arbeitet sie in der Unterrichtsentwicklung am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg. Wir reden über optimale Lerngrößen, über den Mut, Innovationen in die Schule zu bringen, über ein neues Lehrerbild, über die Experimentierhaltung, die so oft fehlt, über belehrendes Lernen und über Projektlernen, über Open Education Resources und vor allem darüber, was es bedeutet, digitale Medien ins schulische Lernen und Lehren sinnvoll zu integrieren.
1 Stunde 13 Minuten
Fachhochschulen konzentrieren ihre Lehre im Gegensatz zu den Universitäten mehr auf die wirtschaftliche Praxis und versuchen, mit den Veränderungen der Wirtschaft Schritt zu halten. Zunehmend stößt die klassische Ausbildung dabei auf Probleme und die Herausforderung der Zeit ist, die Auswirkungen und Möglichkeiten der Digitalisierung, aber auch neuer Arbeitsformen und modernen Teambuildings aufzugreifen. Wir sprechen mit Jörn Loviscach, Professor für Ingenieurmathematik und technische Informatik an der Fachhochschule Bielefeld über aktuelle Herausforderungen, das geänderte Lernverhalten der Studierenden und seine Ansätze, das Internet als Werkzeug für den Unterricht einzusetzen. Jörn Loviscach nutzt das Prinzip des "umgedrehten Unterrichts" durch Wissensvermittlung über selbst erstellte Lehrvideos, plädiert für eine Flexibilisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Fachhochschulen und einen mehr auf experimentelles Arbeiten und Lernen der Studierenden ausgerichteten Unterricht.
1 Stunde 44 Minuten
Gemeinsam mit Monika Trümper erkunden wir erstmals bei Forschergeist die Archäologie. Die Professorin für Klassische Archäologie an der FU Berlin erforscht die Geschichte des antiken Bades - und der damaligen Körperkultur. Sie beschäftigt sich mit der Planung und Entwicklung antiker Städte, Platzanlagen, der Bade- und Wohnkultur, der Bedeutung und dem Management von Wasser in antiken Heiligtümern, den archäologischen Quellen zur Wirtschaft sowie der archäologischen Erforschung der Sklaverei. Wir lernen in dieser Episode, wie sehr sich die Arbeitsbedingungen von Archäologen mit dem Fortschreiten neuer Technologien verändern. Der Einsatz von Drohnen oder neue Möglichkeiten in der Fotografie ermöglichen es, Grabungsstätten und Fundstücke viel detaillierter als bisher zu erfassen und für die (wissenschaftliche) Nachwelt zu dokumentieren. Im Rahmen eines Forschungsprojekts für den Exzellenzcluster Topoi – einem altertumswissenschaftlichen Forschungsverbund von Freier Universität und Humboldt-Universität – hat Monika Trümper in zwei römischen Bädern in Pompeji in den vergangenen Jahren Grabungen durchgeführt. Hier erforschte sie, wie Heiz- und Gewölbetechnik sowie Wasserversorgung über Jahrhunderte immer mehr perfektioniert worden sind.
Forschergeist

Forschergeist

Horizonte für Bildung und Forschung