Ich bin hier und du bist tot. Der Trauerpodcast. Archiv
44 Episoden
37 Minuten
Obwohl wir so lange keine neue Podcastfolge veröffentlicht haben, haben wir beim Thema Trauer nicht auf Stopp gedrückt. Stephi erzählt, wie die Angst sie in den letzten Monaten nach der Geburt ihres zweiten Kindes wieder stärker eingeholt hat. Während es mir (Jenni) immer schwerer fällt mit den Jahren, mich gegenüber anderen zu öffnen.
35 Minuten
Endlich sind wir wieder vereint und reden in dieser Folge darüber, wie es uns gerade geht. Ängste in der Schwangerschaft sind ein Thema und das wohlig warme Gefühl, dass man hat, wen man sich von der verstorbenen Person umarmt fühlt. Außerdem geht's in dieser Folge um sogenannte Grief Tech-Unternehmen, mit denen man mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz mit Verstorbenen telefonieren oder chatten können soll. Wir fragen uns, wie "authentisch" das ist das und wäre das auch etwas für uns? Außerdem beantworten wir eine eurer Hörerfragen, die uns erreicht hat: "Ist das noch individuelle Trauer oder hab ich schon eine Depression?"
26 Minuten
Schwarz. Diese Farbe assoziieren viele Menschen mit der Welt der Trauer. Doch über die Jahre haben wir festgestellt, eigentlich ist sie auch rot und grün und blau und ja, sie ist auch schwarz. Der Teil, der schwarz ist, ist vielleicht bei allen Trauernden gleich. Aber der Part, der grün oder rot oder blau ist, kann von Person zu Person ganz unterschiedlich aussehen. Zu Trauern und seinen eigenen Weg dabei zu finden, ist facettenreich, individuell und mehr als nur schwarz. Deshalb hören wir in dieser besonderen Folge eure Geschichten. Wir lernen drei Frauen kennen, die ganz unterschiedliche Verluste und Erfahrungen in ihrer Trauer gemacht haben. Dani trauert um ihre Mutter, Marnie um ihren Ehemann und Stefanie um ihren Sohn. Dani erzählt uns, dass sie es liebt, wenn sie ihrer Mutter im Traum begegnet, Marnie erklärt uns, warum sie Trost im Alkohol gesucht und wie sie da wieder herausgefunden hat und Stefanie, warum sie das Gefühl der Dankbarkeit in ihrer Trauer so überrascht hat. Vielen vielen Dank für eure offenen Worte, eure berührenden Geschichten, die ihr mit uns geteilt habt. Das ist so mutig und zeigt einfach immer wieder, wie diese Welt der Trauer wirklich aussieht, nämlich nicht nur schwarz.
41 Minuten
Bisher haben wir im Podcast selten über Suizid gesprochen und das wollen wir jetzt ändern. Wir nähern uns dem Thema durch den Film “Laufen”. In dem geht es um Juliane, die Hauptfigur, die ihren Partner verliert, weil er sich suizidiert. Im Film steht - und das ist besonders interessant - die Trauer absolut im Vordergrund. Die Protagonistin macht immer wieder zwei Schritte vorwärts, einen zurück. Über dieses Auf und Ab, diese Umwege und Schleifen, die man geht, haben wir mit der Drehbuchautorin Silke Zertz gesprochen, die uns als Betroffene erzählt, wie sie an ihre Arbeit rangegangen ist. Wir schauen uns auch noch an, wie sich das Trauern auf körperlicher Ebene anfühlt. Manche merken die körperlichen Symptome sogar vor den emotionalen Reaktionen und die können von Person zu Person ganz unterschiedlich sein. Wir haben eure Beispiele in dieser Folge gebündelt und wollen klären, was da eigentlich passiert, wie der Körper reagiert und warum er das macht. Im Trauertagebuch lernen wir Jana kennen, die uns erzählt, wie es ist, Klarträume mit ihrer verstorbenen Mutter zu haben. Das sind die Träume, in denen man weiß, dass man gerade träumt und einige können in diesen Träumen sogar die Handlung steuern. Was Jana erlebt, erfahrt ihr in dieser Folge. Jana, danke für deine Offenheit!
34 Minuten
Ja, es ist Weihnachten und nein, wir senden euch keine fröhlichen Weihnachtswünsche. So sadistisch sind wir nicht. Viele Trauernde würden diese Zeit im Jahr gerne skippen oder einfach mal ehrlich sagen, dass es sich scheiße anfühlt, ohne den Menschen, den man liebt, überall mit Festtagsstimmung konfrontiert zu werden. Es ist definitiv nicht easy! Wir gucken uns in dieser Folge auch noch an, woher es kommt, dass sich viele in ihrer Trauer so ungefiltert fühlen. Habt ihr in dieser Zeit auch schon mal einer fremden Person erzählt, dass euer geliebter Mensch gestorben ist? Hattet ihr auch schon mal den ein oder anderen Gefühlsausbruch im unpassendsten Moment? Alles ganz normal. Jenni hat ein Modell entdeckt, was dieses Verhalten ganz gut erklärt. Und Aline erzählt uns in ihrem Trauertagebuch, wie ihr verstorbener Partner dafür gesorgt hat, dass sie auf ihren jetzigen Partner getroffen ist. Kleiner Spoiler: Es hat mit einem Bandscheibenvorfall zu tun.... Danke Aline fürs Teilen deiner Geschichte.
43 Minuten
Wie ist der Podcast eigentlich entstanden? Warum gefällt es euch nicht, wenn jemand fragt, wie eure Partner gestorben sind? Und: War es für euch auch so hart, dass ihr euch nicht verabschieden konntet? Das sind drei Fragen, die uns per Mail erreicht haben und die wir in dieser Folge klären wollen. Außerdem erzählt uns Melanie im Trauertagebuch, warum der Tod ihrer Mutter sie gleichzeitig traurig und dankbar zurücklässt. Vielen Dank für deine offenen und liebevollen Worte. Wir sind gespannt, ob ihr auch zu Stift und Papier greift, wenn ihr Melanie gehört habt. Und, Leute! Natürlich müssen wir auch über unsere Lieblingseissorten reden! Ist nach der letzten Folge ja wohl klar.
44 Minuten
TRIGGERWARNUNG: In dieser Folge geht es um die Themen Depression und Fehlgeburt. Wenn Du das gerade nicht hören möchtest, skip die Folge. Wir melden uns zurück aus der längsten Sommerpause der Welt. Es war nie geplant, so lange keine neue Folge aufzunehmen und zu veröffentlichen, aber wie wir alle wissen: Das Universum ein ein Arschloch. Die letzte Zeit war für uns beide schwierig, sowohl mental und emotional als auch körperlich anstrengend. Stephi wurde mit voller Wucht in die Welt der Trauer katapultiert und Jenni muss akzeptieren, dass sie jetzt zusätzlich Teil eines anderen Clubs ist, in dem sie niemals sein wollte. Diese Folge ist ein Lagebericht. So sieht unser Innenleben gerade aus.
8 Minuten
Herzlich Willkommen im Club, in dem ihr niemals sein wolltet. Wir sind Jenni und Stephi und sprechen hier mit euch über Trauer. In dieser kleinen Minifolge nehmen wir uns komplett zurück und teilen eure persönlichen Erfahrungen. Wir lernen Jörg kennen, wie er seine allererste Sprachnachricht aufnimmt und uns darin eine sehr rührende Geschichte erzählen wird. Auch Lisa nimmt uns mit in ihre Welt. Sie hat schon sehr früh ihre Mutter verloren und stellt immer wieder fest, dass es für sie herausfordernd sein kann, die “Problemchen” der anderen Gleichaltrigen für genauso wichtig zu betrachten, wie die eigenen. Das kennen wir beide definitiv auch! Danke an euch beide für den Mut und das Teilen eurer Erlebnisse. Wir melden uns nach einer kleinen Sommerpause bald mit neuen Folgen zurück.
37 Minuten
Zu keinem Thema haben wir mehr Fragen von euch bekommen, wie du diesen: Trauer auf der Arbeit! Was tun, wenn man im Großraumbüro anfangen muss zu heulen? Wie sage ich meinen Chefs, dass meine Partnerin, mein Partner, mein geliebter Mensch gestorben ist? Wie lange danach bleibt man so zu Hause und ab wann geht’s wieder zur Arbeit? Wie haben für uns festgestellt, dass es dafür keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt gibt. Der erste Gang wieder ins Büro oder die Praxis war für uns beide komisch, auch wenn wir jeweils mit einem anderen Hintergedanken wieder hingegangen sind. Mehr dazu hört ihr in dieser Folge.
33 Minuten
Wenn der geliebte Mensch stirbt und die Welt in tausend Scherben zerbricht, ist nichts mehr wie es war und häufig fühlen sich Trauernde in dieser neuen Welt sehr einsam. Woran das liegt, besprechen wir, Stephi und Jenni, in dieser Folge. Dazu haben wir uns eine Einsamkeitsstudie angeschaut und teilen wie immer auch unsere persönlichen Erfahrungen mit euch. Außerdem spricht Kerstin im Trauertagebuch darüber, warum die Natur für sie so ein guter Ort ist, um wieder Kraft zu tanken. Am Ende der Folge stellen wir euch noch einen Instagramkanal vor, wo Menschen die Wahrheit über ihre Trauergefühle posten. Und wir feiern ein bisschen Geburtstag zusammen. Cheers.
42 Minuten
Natürlich geht das, was gerade in der Ukraine los ist, nicht spurlos an Stephi und Jenni vorbei. Jenni sorgt sich um die Menschen, die Angst um ihr Leben haben müssen und Stephi wird durch dieses Ereignis wieder einmal bewusst, dass sich die Welt auch ohne ihren Verlobten einfach weiterdreht. Es geht in der Folge auch um eine Frage von Elisa, die in unserer Rubrik “Ihr fragt, wir antworten” wissen wollte, ob es den richtigen Zeitpunkt gibt, um das gemeinsame Profilfoto mit dem verstorbenen Freund bei Whatsapp zu ändern. Wir legen euch die Nicolaidis Youngwings Stiftung in München ans Herz. An die könnt ihr euch wenden, wenn eure Partnerin/ euer Partner früh verstorben ist oder auch ein Elternteil. Wie die Beratung genau aussieht, erzählen Uschi Pechlander und Lisa Auffenberg in dieser Folge selbst. Und Jessica berichtet in unserer Rubrik "Trauertagebuch", wie sie mit dem Tod ihres Verlobten umgeht und warum es für sie so wichtig ist, den Blick auf ihr Glück zu richten. Danke für deine Offenheit. Zum Schluss noch eine Triggerwarnung: Für alle, die jemanden durch Suizid verloren haben und für die alles, was das Thema betrifft ein Trigger ist, überspringt am besten Minute 30:00 bis 35:00. In dieser Zeit sprechen wir über einen Song, der in den USA die amerikanische “Lifeline” bekannter gemacht hat.
42 Minuten
Wir sind endlich wieder da! Der Trauerpodcast hat einen neuen Anstrich bekommen und wir, Stephi und Jenni, melden uns endlich wieder zurück. Wir freuen uns, dass es wieder losgeht mit neuen Folgen und sind ganz aufgeregt!! In dieser neuen Folge geht’s um Trauer unter der Bettdecke. Stephi erzählt, wie sie nachts anderen Trauergeschichten lauscht und dabei in ihr Kissen weint, während Jenni ihre Trauer in den letzten Wochen etwas verdrängt hat - was nie lange gut geht, wie ihr wahrscheinlich wisst. Wir stellen euch außerdem die Trauer-Onlineberatung Via. vor, an die ihr euch immer rund um die Uhr und kostenlos wenden könnt. Ausgebildete Trauerberater:innen warten auf eure Mails und stehen euch bei Fragen oder in schwierigen Momenten zur Seite. Stephi hat auch noch einen Serientipp für euch. Die Netflix-Serie „After Life“ hat es ihr angetan, weil sie nicht nur sehr realistisch ist, sondern vor allem das Leben der verstorbenen Person in den Vordergrund stellt. Aber Achtung - ziemlich schwarzer Humor! In unserer neuen Rubrik „Trauertagebuch“ erzählt uns Melina, wie sie mit dem Tod ihrer Mutter umgeht und welche Ratschläge von anderen Menschen aus ihrem Umfeld sie besonders nerven. Jenni probiert gerade etwas Neues in Papierform aus. Sie setzt sich momentan ganz bewusst hin, um sich gedanklich mit besonderen Momenten zu verbinden. Vielleicht ist es ja auch ein Impuls für euch.
46 Minuten
Trauer im Dezember ist hart! Alles ist auf Liebe, Familie und Harmonie ausgelegt und schreit Besinnlichkeit, Fröhlichkeit und Lametta, während man selber vielleicht gerade eine ganz besonders schwere und emotionale Zeit durchmacht. Und dann ist da auch noch immer wieder diese eine beschissene Frage: Was bitte ist an diesem Weihnachten eigentlich fröhlich? Vielleicht geht es Dir in diesem Jahr ähnlich. Weihnachten rückt immer näher und du weißt nicht, wie du das "Fest der Liebe" jemals überstehen sollst. Unser Interviewgast Carl kennt das Problem. Wir haben mit ihm vor einem Jahr darüber gesprochen, wie es ihm mit seiner Trauer um seinen Papa geht. Diese Folge ist eine Wiederholung.
33 Minuten
"Wie geht's Dir?" gehört für uns immer noch zu den schwierigsten Fragen aller Zeiten. Um ehrlich zu sein, hassen wie diese Frage sogar so sehr, dass wir anfangs mal überlegt hatten, ob wir den Podcast nicht "beschissen, danke der Nachfrage" nennen. Das haben wir, wie ihr wisst, nicht getan. Trotzdem ist es eine Frage, die uns immer wieder aufregt, wenn Menschen sie zum Beispiel wie eine Floskel benutzen und die Antwort eigentlich gar nicht hören wollen. Um uns gegenseitig ein bisschen damit aufzuziehen, stellen wir sie uns in dieser Folge einfach! Natürlich geht es uns in diesem Podcast um eine ehrliche Antwort. Kein "danke, gut", kein "muss ja", keine sonstigen Ausflüchte aufs Klo oder sonst wohin, um der Antwort auszuweichen, sondern um die pure Wahrheit darüber, was uns trauertechnisch gerade so umtreibt. Es geht um besondere Tage, das Davor und Danach, es geht um die Frage, warum Wartezimmer einen zum Heulen bringen können und wieso Veränderungen uns Angst machen. Es ist viel los in dieser Folge und wir haben euch auch noch eine Ankündigung zu machen: Wir wollen den Podcast bis zum Ende des Jahres umbauen. Bedeutet - wir hören uns mit neuen Folgen und einem neuen Anstrich erst 2022 wieder. Für die harte Weihnachtszeit legen wir euch deshalb sehr unsere Folge aus dem letzten Jahr nahe (Folge 15 "Unweigerlich weihnachtlich: Trauer im Dezember"), in der uns Carl mit in seine Trauerwelt nimmt. Um die Zeit außerdem gut zu überbrücken gibt es von uns auch noch einen aktuellen Film- und Buchtipp.
42 Minuten
Sich nach dem Tod eines wichtigen Menschen zu fragen, wer man jetzt eigentlich ohne ihn oder sie ist, kennen die meisten Trauernden nur zu gut! Plötzlich ist man nicht mehr dieselbe Person, weiß aber auch nicht so genau, was jetzt eigentlich alles anders ist. Das herauszufinden ist gar nicht so leicht und hat bei uns beiden sehr sehr lange gedauert. Wahrscheinlich sind wir immer noch auf dem Weg, das zu ergründen… In diese Folge teilen wir unsere Erfahrungen dazu mit euch. Wie haben wir gemerkt, was uns ausmacht und was uns jetzt etwas bedeutet? Antworten hört ihr in dieser Folge. Außerdem berichtet Stephi vom 3. Todestag ihres Verlobten, den sie in diesem Jahr zum ersten Mal mit Baby verbracht hat.