Kulturleben Archiv
551 Episoden
12 Minuten
Obwohl Olga Meerson zeitgleich mit Gabriele Münter Schülerin von Wassily Kandinsky in der Münchner Phalanx-Schule war, ihre Ausbildung wenige Jahre später in Paris bei Henri Matisse fortsetzte und schließlich in die großbürgerliche Münchner Familie Pringsheim einheiratete, sind ihr künstlerisches Schaffen und ihre weitverzweigten Lebenswege heute kaum mehr greifbar. Das Schloßmuseum Murnau hat sich auf Spurensuche begeben und eine Ausstellung verwirklichen können: "Die Malerin Olga Meerson, Schülerin von Kandinsky - Muse von Matisse" wurde vor kurzem eröffnet. Wir lernen eine talentierte Malerin kennen und gehen der Frage nach, warum Olga Meerson aus dem kollektiven Gedächtnis fast verschwunden ist und sie in der Kunstgeschichte nur am Rande erwähnt wird. Unsere Reporterin Sarah Khosh-Amoz hat das Schloßmuseum Murnau besucht und zuallererst mit Museumsleiterin Sandra Uhrig gesprochen:
11 Minuten
Einer der angesagtesten bildenden Künstler in Mexiko-Stadt ist: ein Deutscher. Robert Janitz gelang etwas, das Künstlern nur selten gelingt: er wurde in seinen 50ern berühmt. An der Städelschule Frankfurt wurde er einst abgelehnt, dann wanderte er aus: zunächst nach Paris, später nach New York - und schließlich nach Mexiko-Stadt. Seine Bilder zeigen auch die Lavaströme der Vulkane, die in Mexiko fließen. Heute hat Janitz Schauen überall auf der Welt, in Mexiko-Stadt sogar in Diego Riveras berühmtem Anahuacali Museum. Ronja Dittrich hat den Künstler bei der Arbeit in seinem sehr speziellen Haus in Mexiko besucht:
12 Minuten
Was verstecken die Museen in den hintersten Ecken? Was bewahren sie auf, würden es aber ihren Besuchern freiwillig nicht präsentieren, weil's irgendwie nicht mehr passt in unsere Zeit oder eigentlich längst schon wieder raus sein sollte aus dem Museumsdepot? Die Frage haben wir uns als Bayern 2-Kulturredaktion vorgenommen - und heute präsentieren wir Leiche Nummer 24. Dabei ist diese Leiche kein ganz so klarer Fall: keine Raubkunst, keine NS-Kunst, keine wortwörtliche Moorleiche graben wir aus. Sondern Bettwäsche. Knitterfrei und knallbunt. Aber wo ist das Problem? Von Astrid Mayerle.
30 Minuten
Wer organisiert heute noch ein Festival mit Live-Musik? Und warum? Roland Biswurm hat sich in der bayerischen Festival-Szene umgehört / Im Dunkel des Museumsdepots: In unserer Seire "Leichen im Keller" über Museums-Exponate unter Verschluss, fahndet Astrid Mayerle heute nach einer Bettwäsche mit Playboy-Geschmäckle: die Marke Labanny / Ein deutscher Künstler in Mexiko: In Deutschland war Robert Janitz lange erfolglos. Dann zog er nach New York und wurde bekannt. Mittlerweile lebt er in Mexiko, wo Ronja Dittrich ihn besucht hat.
21 Minuten
"Sieben Tage" - Regisseur Ali Samadi über seinen Film. Mit Kathrin Hasselbeck. // "Der Schatten meines Vaters" - erstmals nigerianisches Kino in Cannes. Von Karin Bensch. // Theatermacher Boris Nikitin zu "Mixtape oder die zerbrechliche Gemeinschaft der freien Republiken", eine theatrale Inszenierung am Bayerischen Staatstheater Nürnberg. Von Christoph Leibold.
29 Minuten
Es geht ums Überleben. Die Künstliche Intelligenz bedroht das Synchron-Gewerbe. Die Frage: Kann die neue Technik das klassische Synchronsprechen bald komplett ersetzen? Während die einen in eine unsichere Zukunft schauen, freuen sich andere schon auf die neuen Möglichkeiten. Es diskutieren die Schauspielerin, Kabarettistin und Synchronsprecherin Caroline Ebner und Stefan Sporn, Gründer einer KI-Synchronisations-Firma und Spezialist für Urheberrecht. Kunst oder KI? Wer gewinnt? Oder ist das eine zu plumpe Zuspitzung? Es moderiert Andrea Mühlberger.
24 Minuten
"Das Echo von Troja": Christoph Leibold über ein neues Stück im Landratsamt Freising, für das der Theatermacher Thomas George auf Laiendarsteller setzt / Das Theater Ingolstadt bringt mit "Weishaupt und die Gespenster" ein Stück über Johann Adam Weishaupt auf die Bühne, den Gründer des Illuminatenordens. Andrea Mühlberger hat mit Regisseurin Theresa Thomasberger gesprochen / Julian Nida-Rümelin verantwortet einen Abend zu "Beethoven und Humanismus" am Deutschen Theater in München. Peter Jungblut über das Diskurskonzert / Der Karikaturist Guido Zingerl und sein unbekanntes Frühwerk sind derzeit im Kunsthaus des Museums Fürstenfeldbruck zu entdecken. Sarah Khosh-Amoz war vor Ort / Zum Internationalen Museumstag: Die Burg Grünwald bei München lädt zu einer Ausstellung über Burgen aller Art. Roland Biswurm macht neugierig.
25 Minuten
Es ist die berühmteste aller Liebesgeschichten: Das Drama um den Tod von Romeo und Julia! Das Müchner Residenztheater hat sich an eine Neu-Inszenierung gewagt - die zeigen will, wie viel Hass in dieser Familienfehde mit tödlichem Ausgang steckt. Unser Theater-Redakteur Christoph Leibold war bei den Proben dabei.
33 Minuten
München, Ingolstadt, Erlangen oder Kempten... - im Herbst 2024 schlugen Kulturschaffende vielenorts Alarm. Wegen knapper Kassen brachten viele Städte drastische Sparmaßnahmen fürs Folgejahr auf den Weg. Besonders empfindlich traf es meist die Kulturetats. Kultur ist keine Pflichtaufgabe, sie zählt zu den so genannten freiwilligen Leistungen der Kommunen. Daher spart es sich in diesem Ressort leichter als in den meisten anderen. Und während städtische Museen, Orchester oder Theater, aber auch die freie Szene noch damit kämpfen, mit den Folgen der Kürzungen im aktuellen Haushaltsjahr zurecht zu kommen, zeichnet sich für 2026 bereits die nächste einschneidende Sparrunde an. Was steht auf dem Spiel, wenn die Kunst und Kultur finanziell immer weiter ausbluten? Und welche Wege könnten herausführen aus der Krise? Im Perspektivwechsel diskutieren darüber: Barbara Mundel, Intendantin der Münchner Kammerspiele und Mit-Initiatorin des Bündnisses #MünchenistKultur. Sowie: Marc Grandmontagne, Kulturreferent der Stadt Ingolstadt, in der sich die Lage aufgrund des Gewerbesteuereinbruchs infolge der Krise der Automobilindustrie besonders dramatisch darstellt.
30 Minuten
Die Ausstellung "Unter Wasser - Geschichten aus der Tiefe des Starnberger Sees" in Starnberg / Die Ausstellung "Lucky Charm: Die Kunst des Glücks" in Nürnberg / Die "Lange Nacht der Musik" in München / Landesausstellung in Regensburg: "Ludwig I. - Bayerns größter König?" / "Handbuch gegen den Krieg" am Theater Hof: Gespräch mit der Regisseurin Charlotte Sophia Garraway
43 Minuten
Thomas Mann ist heute einer der großen Klassiker der deutschen Literatur. Aber 1945 gab es heftige Angriffe gegen den Nobelpreisträger - vor allem von nationalkonservativer Seite. Ihm als Emigranten wurde das Recht abgesprochen, über Deutschland zu sprechen. Außerdem: Ein Porträt der Kulturpolitik der AfD.
24 Minuten
Alec Baldwins Schicksalsfilm "Rust" kommt ins Kino / Filmkritik: "Muxmäuschenstill X" / Mythos Konklave: Beispiele aus Literatur und Film / "Einer zuviel" - Max Uthoff tritt mit seiner Tochter Toni auf
32 Minuten
Unter Spardruck: Das Arkadien-Festival Ebersberg beginnt / Marie Gaté liest in Augsburg aus ihrem Buch "Mirador" / "Lux Levis": Textile Arbeiten von Martina Salzberg in Burghausen / Oper in Salzburg: Antonio Salieris "Verdrehte Welt" / "Glas - Klang - Farbe: Florian Lechner und Fritz Harnest" in Prien am Chiemsee
14 Minuten
Mit der Geschichte des Alpinismus und auch der großen deutschen Expeditionen beschäftigt sich das Museum und Archiv des Deutschen Alpenvereins auf der Praterinsel in München - und zeigt viele historische Gegenstände der Öffentlichkeit. Manches aber liegt im Verborgenen und ist noch nie im Licht der Ausstellung gezeigt worden. Dazu gehört auch eine Unterhose aus der Frühzeit der Himalayaexpeditionen, die es in sich hat.
53 Minuten
Ohne Pflanzen können wir nicht existieren. Sie umgeben uns: eine riesige, lebende, kreativ handelnde Biomasse. Wir nehmen ihre Schönheit wahr, ihren Duft. Was aber wissen wir wirklich über sie? Ein Feature und eine Reise ins Grün.