Der Achte Tag. Der Gesellschafts-Podcast mit Alev Doğan Archiv
622 Episoden
9 Minuten
Plädoyer für einen entspannteren Umgang mit Sorgen und Ängsten! Deutschland neu denken heißt auch: Den Umgang mit Ängsten zu entspannen, meint Wolfgang Goede. Gerade jetzt während des erneuten Lockdowns reagieren viele mit Sorge und Angst auf die Zuspitzung der Pandemie. Goede ist ehrenamtlich in der Angst - und Selbsthilfe tätig, zudem ist er Mitbegründer des Deutschen Angst-Hilfe-Vereins. Als Wissenschaftsjournalist berichtet er regelmäßig für die Deutsche Angstzeitschrift über Aspekte der Angst und Mentalgesundheit. Im 8. Tag plädiert Goede für einen entspannteren Umgang mit Sorgen und Ängsten und zeigt interessante kulturelle Unterschiede im Umgang mit der Angst auf - zwischen Deutschland und seinem zweiten Lebensmittelpunkt Kolumbien.
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8 Minuten
Die Politische Influencerin will die Generationen Z in die Institutionen bringen! Wie begeisterst man die Generation Z für Parteipolitik, Programmentwürfe und Delegiertenversammlungen? Lilly Blaudszun hat Ideen: Sie ist 19 Jahre alt, politische Influencerin, arbeitet für die SPD Mecklenburg-Vorpommern im Kommunikationsbereich und wirkt seit neustem auch im Team um Raphael Brinkert an der SPD-Kampagne für die Bundestagswahl mit. Im 8. Tag kritisiert Blaudszun den Umgang etablierter Politiker mit den Sorgen der Jugendlichen und weist Wege auf, wie Parteien junge, politisch engagierte Bürger für sich gewinnen können.
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6 Minuten
Psychische Widerstandsfähigkeit in der Coronakrise stärken! Die Corona-Pandemie kann einem aufs Gemüt schlagen – und hat das auch getan, wie eine Studie der Abteilung für Differentielle und Biologische Psychologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen zeigt. Doch es gibt Möglichkeiten, unsere psychische Widerstandskraft in der Krise zu stärken. Welche das sind und wie einfach sie sich in den Alltag integrieren lassen, erläutert der Stimmungsforscher Helmut Fuchs im 8. Tag. Er glaubt, dass die Menschen der Psychohygiene mehr Aufmerksamkeit schenken sollten: der Möglichkeit, sich gezielt auch vor “Gefühlsterroristen” und Miesepetern zu schützen.
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8 Minuten
Der Demokratie droht ein Nachwuchsmangel! Neue politische Talente brauchen neue Strukturen, glaubt Philip Husemann, denn ansonsten drohe der Demokratie ein Nachwuchsmangel. Um es nicht so weit kommen zu lassen, will er als Co-Geschäftsführer der Politiker-Schmiede “Join Politics” gemeinsam mit der Gründerin Caroline Weimann jungen Menschen eine neue Struktur bieten, in der sie ihr politisches Engagement ausleben können. Talente erhalten eine Starthilfe von bis zu 50.000 Euro, wovon sowohl Lebensunterhaltskosten als auch andere Bedarfe wie Reisekosten, Trainings, Services oder Infrastruktur gedeckt werden können. Unterstützt werden sie von Mentoren und Coaches, darunter auch aktive und ehemalige Politiker aus Bund, Land und Kommunen. Besonders erfolgreiche Talente haben die Chance auf eine Anschlussfinanzierung von bis zu 150.000 Euro.
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11 Minuten
Kosten der Corona-Pandemie nicht der nächsten Generation aufbürden! Wie wird die EU die durch die Coronakrise entstandenen Schulden zurückzahlen? Wird das nächste EU-Budget vor allem für die Rückzahlung dieser Schulden genutzt? Werden Investitionen in die digitale Transformation, in den Green Deal, in Forschung und Innovation aufgeschoben? Sophie Pornschlegel ist Politikberaterin in Brüssel und sie befürchtet, dass die Kosten der Pandemie auf die nächste Generation abgewälzt werden. Im 8. Tag plädiert sie für eine Neuausrichtung der EU-Politik, die die jungen Generationen mitdenkt und das Projekt Zukunft ernst nimmt. Immer freitags kuratiert die Publizistin und Unternehmerin Diana Kinnert den 8. Tag.
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6 Minuten
Kompromisse sind der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit der Menschen! Ist ein Kompromiss ein Zeichen der Schwäche? Sind es immer - wenigstens zum Teil - auch Niederlagen? Was unterscheidet den faulen Kompromiss von einem gemeinsamen Konsens? Und was können wir tun, um die Königsdisziplin des Kompromisses, die Win-Win-Situation zu erreichen? Wer in der Politik, der Wirtschaft oder im Privatleben etwas erreichen will, der darf sein Ziel nicht durch Eingeständnisse anderen Parteien gegenüber abschwächen lassen. Doch woher kommt diese ablehnende Haltung? Darüber spricht Alev Doğan mit Andreas Weber. Der Biologe und Philosoph wirft einen ausführlichen Blick auf den Status quo des Kompromisses und erklärt, warum der Kompromiss ein (über)-lebenswichtiger Bestandteil unseres Lebens ist und wieso unsere Gesellschaft den Kern eines Kompromisses und seine Notwendigkeit nicht durchdrungen zu haben scheint.
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7 Minuten
Die Konstruktion von Kontaktschuld folgt der Logik von Ansteckungen! Die sogenannte Kontaktschuld folgt der Logik: Eine Organisation X gilt auf Grund ihrer Kontakte zur Organisation Y oder der Person Z als radikal. Doch es reiche nicht zu wissen, dass es Kontakte gibt, wichtiger sei es, was kommuniziert wird, meint der Ethnologe Werner Schiffauer im Gespräch mit Alev Doğan im 8. Tag. Am Beispiel des Umgangs von Sicherheitsbehörden mit muslimischen Vereinen skizziert Schiffauer die Folgen von unterkomplexer Anwendung des Kontaktschuld-Prinzips, das in vielen Fällen interne Reformbewegungen abstrafe. Doch auch die Auswirkungen dieser Logik auf die Diskurskultur der Gesellschaft seien problematisch.
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8 Minuten
Stärke und Schwäche schließen sich nicht aus! Die Journalistin und Buchautorin Antonia Wille fordert die Gesellschaft auf, anzuerkennen, dass sich Stärke und Schwäche nicht ausschließen. Mentale Gesundheit benötige einen ebenso großen Stellenwert wie physische. Im 8. Tag spricht die 34-jährige über psychische Erkrankungen im Allgemeinen und Angsterkrankungen im Besonderen. Sie selbst leidet seit ihrem elften Lebensjahr an einer Angststörung. Klassenfahrten, Partys, Urlaube und Jobangebote musste sie ziehen lassen, weil die Panik ihr den Atem nahm, die Angst sie krank machte. Die meiste Zeit kämpfte sie gegen die Angst an, ging in die Konfrontation und wurde doch immer wieder zurückgeworfen. Sie erzählt, warum es ihr heute besser geht, wie sie meistens problemlos ihren Alltag meistert und warum sie ihrer Angst einen Namen gegeben hat: Katja!
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10 Minuten
Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land! Wahlergebnisse unterscheiden sich zwischen Stadt und Land. Das Urbane und das Provinzielle verstehen einander nicht immer. In infrastrukturell vernachlässigten Siedlungsgebieten baut sich Unverständnis gegenüber elitärer, identitätspolitischer Folklore auf. Das mündet auch in Verführbarkeit gegenüber Populisten. Die liberalen Städter sehen sich mit Ewiggestrigen konfrontiert, die in Ostdeutschland oder im amerikanischen Mittleren Westen Saboteure der eigenen Zukunft wählen. Oft werfen wir mit Vorurteilen um uns und lassen dabei das Entscheidende vermissen: Den ernsten Willen, zu verstehen und aufeinander zuzugehen. Die Professorin Claudia Neu aber macht genau das. Die Leiterin des Fachgebiets Soziologie ländlicher Räume der Universitäten Göttingen und Kassel spricht im 8. Tag über infrastrukturelle Voraussetzungen für Gemeinwesen und Zusammenhalt im ländlichen Raum. Immer freitags kuratiert die Publizistin und Unternehmern Diana Kinnert den 8. Tag.
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6 Minuten
Kritik am Geschäft mit der Alternativmedizin
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5 Minuten
Der heutige Maßstab für Erfolg wird dem morgigen nicht mehr gerecht
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12 Minuten
Innovation und Pluralismus in der Politik
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6 Minuten
Ein Anreizprogramm für gutes Handeln im Sinne des Allgemeinwohls
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#91 - Nariman Hammouti: Eine Nation, in der als Deutscher gilt, wer sich als solcher fühlt - Kompakt
3 Minuten
Die Marineoffizierin über ein Deutschland, das es wert ist, ihm zu dienen.
Nariman Hammouti wurde 1979 als Kind marokkanischer Eltern bei Hannover geboren. Seit 2005 ist sie bei der Bundeswehr und war mehrfach im Auslandseinsatz in Afghanistan. Heute ist sie Marineoffizierin, und ihre Haltung dazu ist eindeutig: „Ich habe den schönsten Beruf der Welt“, sagt sie. Wie schaut jemand wie Nariman Hammouti auf die deutsche Gesellschaft? Auf die destruktiven politischen Kräfte von rechts, auf gesellschaftliche Debatten, in denen Deutschsein anhand einer Leitkultur bemessbar gemacht werden soll, auf den gnädigen Konsens, Frauen müssen nicht zwingend am Herd stehen. Darüber spricht sind im 8. Tag mit Diana Kinnert.
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Nariman Hammouti wurde 1979 als Kind marokkanischer Eltern bei Hannover geboren. Seit 2005 ist sie bei der Bundeswehr und war mehrfach im Auslandseinsatz in Afghanistan. Heute ist sie Marineoffizierin, und ihre Haltung dazu ist eindeutig: „Ich habe den schönsten Beruf der Welt“, sagt sie. Wie schaut jemand wie Nariman Hammouti auf die deutsche Gesellschaft? Auf die destruktiven politischen Kräfte von rechts, auf gesellschaftliche Debatten, in denen Deutschsein anhand einer Leitkultur bemessbar gemacht werden soll, auf den gnädigen Konsens, Frauen müssen nicht zwingend am Herd stehen. Darüber spricht sind im 8. Tag mit Diana Kinnert.
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6 Minuten
Ohne neue wirtschaftliche Anreize ist das deutsche Gesundheitswesen nicht zukunftsfähig.
Das deutsche Gesundheitssystem ist veraltet und wird den heutigen, aber erst recht den zukünftigen Anforderungen nicht gerecht, sagt der Gesundheitswissenschaftler Helmut Hildebrandt. Die Behandlung akut erkrankter Menschen stehe im Vordergrund, während Prävention, Gesundheitsförderung und Einbeziehung der Patienten in die Versorgung keine große Rolle spielten. Dagegen hat er ein ganzheitliches Konzept entwickelt, durch das ein gemeinsames wirtschaftliches Interesse an der Gesunderhaltung der Gesellschaft geweckt werden soll.
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Das deutsche Gesundheitssystem ist veraltet und wird den heutigen, aber erst recht den zukünftigen Anforderungen nicht gerecht, sagt der Gesundheitswissenschaftler Helmut Hildebrandt. Die Behandlung akut erkrankter Menschen stehe im Vordergrund, während Prävention, Gesundheitsförderung und Einbeziehung der Patienten in die Versorgung keine große Rolle spielten. Dagegen hat er ein ganzheitliches Konzept entwickelt, durch das ein gemeinsames wirtschaftliches Interesse an der Gesunderhaltung der Gesellschaft geweckt werden soll.
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