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ÄrzteTag Archiv
801 Episoden
28 Minuten
Auch der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit wurde durch Corona "digitalisiert". Die Auftaktveranstaltung am 17. Juni fand per Videokonferenz statt. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) war digital per Videoschalte dabei. Im Gespräch mit Wolfgang van den Bergh, dem Chefredakteur der "Ärzte Zeitung", sprach er über Hightech made in Germany, eine App, die Maßstäbe setzt, viel Geld – und wie die Bürger hierzulande an Corona-Impfstoffe kommen sollen.
22 Minuten
Die Corona-Pandemie hat auch für die Geburtshilfe weitreichende Folgen. Zwar sollen Schwangere die wichtigen Versorgungsmöglichkeiten rund um die Geburt ihres Kindes auch weiterhin in Anspruch nehmen – und doch herrscht auch hier eine deutliche Verunsicherung. So wurden Vorbereitungskurse weniger genutzt und Väter zeitweise aus den Kliniken verbannt. Verunsicherung nebst neuen Reglementierungen auch hat der Berufsverband der Hebammen deutlich zu spüren bekommen. Im Podcast berichtet Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, was sich in den letzten Wochen in ihrer Arbeit geändert hat und wie aus Hebammensicht die Geburt dennoch sicher vonstatten gehen kann, so dass statt Infektionssorgen die Freude auf den Nachwuchs überwiegt.
31 Minuten
Lachen, Weinen, Wut und Trauer. Viele Emotionen zeigen sich deutlich in unserem Gesicht und unserer Mimik. Doch es gibt auch versteckte Signale, die ähnlich wie bei der Körpersprache unser Gegenüber vielleicht irritieren. Das kann im Bewerbungsgespräch ebenso wichtig sein wie in der Arzt-Patienten-Kommunikation, etwa wenn es darum geht, die Compliance zu einer Therapie zu erhöhen. Dirk Eilert, Experte beim Thema emotionale Intelligenz und Mimikforschung aus Berlin, erläutert im Podcast, worauf es im Gespräch mit dem Gegenüber ankommt, damit wir auch tatsächlich wahrnehmen, was der andere fühlt und möchte – selbst, wenn er vielleicht etwas ganz anderes sagt.
17 Minuten
Häusliche Quarantäne, geschlossene Schulen und Kitas, finanzielle Sorgen – immer wieder wurde von Kinder- und Frauenbeauftragten die Sorge geäußert, dass dieser Belastungsmix auf fatale Weise gewalttätige Konflikte in Familien begünstigen könnte. Jetzt hat erstmals eine wissenschaftliche Erhebung Licht ins Dunkeln gebracht mit konkreten Zahlen. Sie stammen aus einer repräsentativen Befragung zu den Erfahrungen während der strengen Phase des Lockdowns. Und sie scheinen leider die Befürchtungen zu bestätigen. So hat danach etwa jedes zehnte Kind in häuslicher Quarantäne Gewalterfahrungen gemacht. Im Podcast berichten die beiden Autorinnen der Studie, Prof. Janina Steinert von der TU München und Dr. Cara Ebert von der RWI Essen, welche Faktoren Gewalt gegenüber Frauen und Kindern besonders zu begünstigen scheinen und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind.
10 Minuten
Ausnahmesituationen können auch Vorteile haben: "Wir jungen Ärzten spüren wieder, wie sinnvoll das ist, was wir tun, weil die Marktorientierung etwas ausgeblendet wird", sagt Dr. Cornelius Weiß vom Jungen Forum des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) zur Arbeit während der Coronavirus-Krise. In dieser Episode des "ÄrzteTags" berichtet er, dass die Erfahrungen der einzelnen Fachrichtungen durchaus unterschiedlich sind, wie es mit den Fachprüfungen aktuell aussieht – und warum sich sein Berufsbild durch COVID-19 geändert hat.
10 Minuten
Ein entschleunigter Alltag ohne den oft eng getakteten Freizeitplan und den typischen Schulalltag sollte bei Kindern und Jugendlichen während der Corona-Pandemie eigentlich den Stresspegel sinken lassen. Doch das scheint nicht unbedingt der Fall zu sein, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK ergeben hat. Im Podcast-Gespräch erläutert Professor Reiner Hanewinkel vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel, was ihn an den Umfrageergebnissen überrascht hat und was ihm dabei Sorgen bereitet.
34 Minuten
Die gesetzlichen Krankenkassen sollen Labortests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 künftig auch bei Personen ohne konkreten Verdacht oder klinische Symptomatik bezahlen. So plant es Gesundheitsminister Jens Spahn mit einer neuen Verordnung. Das Ziel: In der Zeit nach dem Lockdown neue Cluster möglichst rasch und umfassend zu erkennen. Doch wie genau muss das „große Testen“ jetzt ausgestaltet werden? Darüber reden wir in dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast mit Dr. Michael Müller. Der Labormediziner aus Berlin ist erster Vorstandsvorsitzender des Verbands Akkreditiere Labore in der Medizin (ALM). Wir reden über die Option des Poolings – und die Probleme mit der Verdünnung. Und wir thematisieren die „Schneckenpost“, also die bis dato noch immer teils langwierigen Meldewege. Für eine neue Meldepflicht für die Labore hofft Müller auf ein neues digitales System. Foto: ALM
7 Minuten
Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in der EU ist die Anzahl der Organspenden während der COVID-19-Pandemie in Deutschland nicht dramatisch zurückgegangen, so Dr. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation. In dieser Episode erzählt er, was sich für die Organspende in Zeiten von SARS-CoV-2 geändert hat, wie Corona-Infektionen ausgeschlossen werden – und wie die Stiftung der Organspende dieses Jahr ein digitales Gesicht gibt.
17 Minuten
Mit einem 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket breitet die Bundesregierung ein wahres Füllhorn aus. Auch das Gesundheitswesen soll von insgesamt zehn Milliarden Euro profitieren. Etwa der Öffentliche Gesundheitsdienst, aber auch die Krankenhäuser oder die medizinische Forschung. Und es soll eine nationale Reserve angelegt werden. In dieser "ÄrzteTag"-Episode reden wir mit Professor Andrew Ullmann über diese Pläne. Der Infektiologe und FDP-Bundestagsabgeordnete ist Obmann im Gesundheitsausschuss. Statt Geld aus der Gießkanne fordert er als Lehre aus Corona Strukturreformen im Gesundheitswesen – unter anderem bei den Gesundheitsämtern, vor allem aber auch bei den Krankenhäusern. "Patientensicherheit muss an erster Stelle stehen", sagt er, "nicht der Kostenfaktor". Foto: Sven Hoppe/dpa
19 Minuten
CRISPR/Cas, CAR-T-Zellen oder die Immuntherapien – immer präzisere Verfahren erobern die Medizin. Erstmals ist mit ihnen sogar die Heilung von Krankheiten möglich, für die es einst keine Therapien gab. Die Zauberformel lautet "Präzisionsmedizin". Mit molekularen, genetischen Markern können Therapien ganz spezifisch auf Patienten "zugeschnitten" werden. Doch diese Therapien haben ihren Preis: Wegen der immer kleineren Patientenkollektive steigen die Kosten pro Behandlung. Und für Wissenschaftler wird es zunehmend schwierig, große randomisierte Studien zu erstellen. Der wissenschaftliche Beirat der Bundesärztekammer (BÄK) hat jetzt die "medizinisch-wissenschaftlichen und ökonomischen Aspekte" der Präzisionsmedizin bewertet. In dieser "ÄrzteTag"-Episode reden wir mit Professor Manfred Dietel, einem der beiden federführenden Autoren, über die Bewertung – und ob diese Therapien nun Wunderwaffen oder Kostenfallen sind. Foto: privat
17 Minuten
Wegen der Coronavirus-Pandemie ist die medizinische Versorgung in vielen Bereichen zurückgefahren worden. Geplante Eingriffe mussten verschoben, Behandlungstermine abgesagt werden. Auch an der Versorgung von Schmerzpatienten ist Corona nicht vorbeigegangen. Anlässlich des "Aktionstages gegen den Schmerz" am Dienstag (2. Juni) hat die Deutsche Schmerzgesellschaft einen "Schutzschirm für Schmerzpatienten" gefordert. Im "ÄrzteTag"-Podcast erklärt die Präsidentin Professor Claudia Sommer, wie dieser Schutzschirm aussehen soll und warum es ihn braucht. Die Neurologin und Schmerzforscherin vom Uniklinikum Würzburg spricht außerdem über mögliche Nebenwirkungen der Coronavirus-Pandemie – und was die Schmerzmedizin auch für normale Zeiten aus dieser Krise lernen könnte.
10 Minuten
Sie ist in Wilhelmshaven eine echte Institution: Helgard Schodde. Seit fast 50 Jahren ist die inzwischen über 70-Jährige in ihrem Beruf als Physiotherapeutin aktiv. Vor wenigen Jahren hat sie ihre Erfahrungen genutzt, um eine besondere Hilfe für Kinder mit spastischen Lähmungen zu entwickeln und patentieren zu lassen. Im Podcast erzählt sie, wie es zu dieser Entwicklung kam und was sie nach wie vor an ihrem Beruf als Physiotherapeutin fasziniert.
18 Minuten
Weltweit sind etwa drei Viertel der Beschäftigten im Gesundheitswesen Frauen, in Deutschland wird immerhin 70 Prozent der Arbeit in den Gesundheits- und Sozialpflegeberufen von Frauen verrichtet – verglichen mit 41 Prozent in anderen Beschäftigungsbereichen. Und doch verdeutlicht gerade die Corona-Krise, dass es offenbar an einem Bewusstsein dafür fehlt, so dass Frauen im Gesundheitswesen zu wenig berücksichtigt werden in Entscheidungen während der Pandemie. Im Podcast-Gespräch legt Dr. Sabine Ludwig, Leitung und Gründerin der Deutschen Sektion von Women in Global Health, den Finger in die Wunde und erläutert, wo die Schwachstellen sind.
27 Minuten
Wie kann Prostatakrebs möglichst sicher und frühzeitig erkannt werden? Hierüber schwelt schon seit längerem eine kontroverse Diskussion, unter anderem, weil das IQWiG – das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen – die Auffassung vertritt, dass die Nachteile die Vorteile eines PSA-Screenings bei Männern überwiegen. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie sieht für ein solches Urteil allerdings wesentliche Aspekte nicht ausreichend beachtet. Wie sich Urologen ein gutes Screening zur Früherkennung von Prostatakrebs vorstellen, darüber reden wir mit Professor Christian Wülfing, Chefarzt an der Asklepios Klinik in Hamburg Altona.
19 Minuten
Wie erklärt man Kindern, was das Coronavirus ist, wie man sich schützt und wie richtiges Händewaschen funktioniert? Notärztin Dr. Sibylle Mottl-Link macht das derzeit in Youtube-Videos – mit plüschigen Assistenten. Als Ärztin hat sie schon verschiedenste Berufsstationen durchlaufen von der Herzchirurgie über Kinderheilkunde, das Gesundheitsamt und die Notfallmedizin und dabei so ganz nebenbei eine besondere Leidenschaft entwickelt: Handpuppen. Als Dr. Heide Kraut bietet seit einigen Jahren nun Lesungs-Mitmach-Puppentheater-Comedys an und ist damit zu einer der meist gebuchten Kinderbuchautorinnen in Deutschland und Österreich geworden. Im Podcast erläutert sie, wie sie diese Leidenschaft entdeckte, wie sie Handpuppen und Medizin verbindet und auch, wie Kollegen sie als "Ärztin mit den Handpuppen" wahrnehmen.