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Alles Geschichte - Der History-Podcast Archiv

535 Episoden
23 Minuten
"Krüppel", so nannte man früher Menschen mit körperlicher Behinderung. Die medizinischen Möglichkeiten, ihre Leiden zu lindern, waren gering, der Umgang im besten Falle geprägt von herablassender Fürsorge. Im schlimmsten Falle - das galt vor allem für Kinder, die bereits mit einer Behinderung zur Welt kamen - sprach man ihnen sogar das Lebensrecht ab. Erst langsam änderte sich der Umgang mit Menschen mit Behinderung. (BR 2015)
11 Minuten
Der Autofabrikant Henry Ford führte 1914 das Fließband ein. Das sparte ihm und den Kunden Kosten - zu Lasten der Arbeiter. Nicht mehr der Rhythmus der Natur oder der einzelnen handwerklichen Arbeitsschritte gab dem arbeitenden Menschen den Takt vor, sondern die Geschwindigkeit des Fließbands. Immer gleiche Handgriffe an immer gleichen Teilen trieben die Arbeitenden zur Erschöpfung und in die Abstumpfung. (BR 2014)
12 Minuten
"Innovationen made in Germany" - damit warb die deutsche Autoindustrie Jahrzehnte lang. Doch ausgerechnet als es darum ging, etwas für die Umwelt zu tun, mauerten die Konzerne. Die Einführung des Fahrzeugkatalysators ist die Geschichte einer erfolgreichen Verzögerungstaktik. (BR 2011)
24 Minuten
1971 ist ein Schlüsseljahr für die Umweltpolitik in beiden Teilen Deutschlands: Im Westen formuliert die Bundesregierung unter Willy Brandt erstmals ein Umweltprogramm, im Osten finden die ersten Wochen der sozialistischen Landeskultur statt. Aber während dieser Elan im Osten sehr bald zum Erliegen kommt und Umweltdaten unter Verschluss bleiben, gibt es im Westen immer neue Grenzwerte und Gesetze. (BR 2021)
22 Minuten
Ob Atomkraft oder Waldsterben, ob im badischen Wyhl oder am Amazonas: Die Umweltbewegung ist grenzenlos und ihre Protagonisten sind bunt zusammengewürfelt. Sie kommen aus der Wissenschaft, der Politik, den Universitäten und Schulen, aber auch von Initiativen vor Ort. Seit den 70er Jahren schließen sie Bündnisse oder bekämpfen sich. Denn oft ziehen Naturschutz und Umweltschutz nicht an einem Strang. Ein Rückblick auf die Geschichte der Umweltbewegung vor "Fridays for Future". (BR 2012)
21 Minuten
Der Krieg war aus, die ehemaligen Eliten entmachtet oder zumindest geschwächt. Hoffnungen auf eine moderne Gesellschaft blühten auf, Sehnsüchte nach Neuanfang. In der Weimarer Republik wurde der Mensch neu gedacht. Linke und rechte Utopien prallten dabei aufeinander.
23 Minuten
Lange Haare, wilde Bärte, Kittel und weite Hosen: Die Aussteiger, die um 1900 auf der Suche nach einem alternativen Leben auf dem Monte Verità im Tessin zusammenfanden, waren leicht zu erkennen. "Man glaubte unter Urwaldmenschen zu sein", schrieb der Bildhauer Max Kruse. Neuanfang - das hieß ein einfaches Leben im Einklang mit der Natur.
22 Minuten
Automaten und Maschinen gab es vereinzelt schon seit der Antike, doch sie dienten vor allem dem Showeffekt. Im 18. Jahrhundert wurde das Unterhaltungsmoment jedoch fast völlig von der Nutzanwendung verdrängt. Erst jetzt wurde aus der technischen Machbarkeit eine technische Revolution. Warum?
23 Minuten
"1968" hat einer ganzen Generation ein Etikett verpasst, das sie nie wieder losgeworden ist: Die "68er" gelten bis heute als Generation der Revolte, des Aufbegehrens gegen den Muff der Nachkriegsjahre. Aufbrüche und Neuanfänge, politisch, künstlerisch, sexuell, sozial waren schon in den Jahren zuvor unverkennbar.
23 Minuten
Bayerische Jüdinnen und Juden - davon gibt es heute wieder viele. Unsagbar vielfältig sind nicht nur ihre Familiengeschichten, sondern auch ihre Sorgen, ihre Träume und ihr Blick auf ihre Heimat - Bayern. (BR 2021)
22 Minuten
Als Erbe des AEG-Konzerns war Walther Rathenau einer der prominentesten Männer seiner Zeit. Früh fand er Zugang zur künstlerischen und intellektuellen Avantgarde. In der Weimarer Republik unterstützte er die liberale DDP und versuchte, die Isolation Deutschlands zu durchbrechen. Für kurze Zeit wurde er sogar Reichsaußenminister, ehe ihn rechte Extremisten ermordeten.
23 Minuten
Das Klischee, dass Juden besonders gut mit Geld umgehen könnten und daher bevorzugt im Bankenwesen arbeiteten, hat sich bis heute gehalten. Dieser längst widerlegte Mythos wurzelt im Mittelalter. Juden durfte viele Berufe nicht ausüben, sie hatten nicht viel Auswahl, womit sie ihren Lebensunterhalt verdienen konnten. (BR 2021)
22 Minuten
Bis vor wenigen Jahren befand sich im Zentrum von München das traditionsreiche Geschäft "Wallach", spezialisiert auf Trachten und bunt bedruckte Stoffe. Wallach war entscheidend am Siegeszug des "Dirndls" beteilig, stattete Oktoberfestzüge aus und prägte entscheidend das folkloristische Bayern-Bild. (BR 2007)
19 Minuten
Stress pur für die Hochzeitsplaner: Zehntausend Gäste drängten 1475 nach Landshut, als Herzog Ludwig der Reiche seinen Sohn mit einer polnischen Prinzessin vermählte. Doch waren auch alle glücklich? Eine Liebesheirat war es jedenfalls nicht. Hatte damals auch niemand erwartet. (BR 2005) Mittelalter erleben! - Auch möglich im Rollenspiel "Pen&Paper - Das Turnier" auf Twitch. Mehr dazu in den Shownotes.
22 Minuten
Städte brachten Ordnung und Geld. Im 12. Jahrhundert war Städtegründen der Trend der Zeit. Auch Bayern sähe heute ganz anders aus, wenn die frühen Wittelsbacher dabei nicht aufwendig mitgemischt hätten. (BR 2020) Mittelalter erleben! - Auch möglich im Rollenspiel "Pen&Paper - Das Turnier" auf Twitch. Mehr dazu in den Shownotes.