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Alles Geschichte - Der History-Podcast Archiv

535 Episoden
22 Minuten
1923 ging in Deutschland die erste Radiosendung über den Äther. Ein neues Zeitalter hatte begonnen: das Radio als Massenmedium. Die ersten Empfangsgeräte waren recht einfach. Überall gab es Hobbybastler, unter anderem in den Arbeiterradioverbänden. Am Ende der Weimarer Republik wurde aus dem "Kulturfaktor" Radio immer mehr ein Instrument der nationalistischen Kräfte. Autor: Michael Marek (BR 2020)
23 Minuten
In den 1920er Jahren wird ein neues Medium geboren: Das Radio. Die menschliche Stimme im Äther überwindet Grenzen, ergießt sich über Kontinente. Das Radio erreicht bald Millionen - und wird zum ersten wahren Massenmedium der Moderne. Durch das Radio wird der sowjetische Mensch erschaffen. In den USA entwickelt sich das neue Medium zur kommerziellen Unternehmung, die verarmte Bürger mitten in der großen Depression am American Dream teilhaben lässt. Radio ist Zauber, Verheißung, Verführung. Autor: Jerzy Sobotta (BR 2022)
39 Minuten
Am 29. Oktober 1923 ging die allererste Sendung des "Unterhaltungsrundfunks" in den Äther. Seither ist die Erfolgsgeschichte nicht mehr aufzuhalten. Das Radio hat das 20. Jahrhundert geprägt, abgebildet und auch mitgestaltet. Heute, nach 100 Jahren und in Zeiten von Podcasts und Streaming-Plattformen, ist das Radio immer noch nicht aus dem Alltag wegzudenken. Von Michael Zametzer und Christian Schaaf
23 Minuten
Napoleon hatte Europa mit seinen Feldzügen und Grenzverschiebungen buchstäblich umgepflügt. Im Frühjahr 1814 war der Franzosenkaiser fürs erste bezwungen und ins Exil auf Elba verbannt worden. Nun trafen sich die Siegerstaaten in Wien, um Europa neu zu ordnen. "Nie wieder Revolution, nie wieder Chaos!" war das Motto der Regenten auf dem Wiener Kongress. Autor: Thomas Grasberger (BR 2015)
21 Minuten
Kann man dem Mörder seines Kindes verzeihen? Die südafrikanische Wahrheitskommission wollte die Gesellschaft nach Ende des Apartheid-Staatsterrors versöhnen. Eine unvorstellbare Aufgabe angesichts der Verbrechen, die während der Aparheid verübt wurden - mehr als 20.000 haben Menschen von den dunkelsten Abgründe der Apartheid erzählt: über systematische Einschüchterungen, Folter, Verstümmelungen, Mord... Bis heute ist umstritten, ob der Wahrheits- und Versöhnungskommission die Versöhnung gelungen ist. Autorin: Cathrin Hennicke (BR 2017)
22 Minuten
30 Jahre tobt der Dreißigjährige Krieg auf deutschem Boden, 30 Jahre erbitterten Kampfs der europäischen Mächte. Tod und Elend sind allgegenwärtig, die Bevölkerung im Reich ist um ein Drittel geschrumpft. Wie nur soll man in diese verfahrene Lage wieder Ruhe und Frieden bringen? 1643 startet ein Friedenskongress, wie es ihn in Europas Geschichte noch nicht gegeben hat. Über 100 verschiedene, oft tief verfeindete Gesandtschaften nehmen daran teil. 1648 kommt es zum "Westfälischen Frieden". Ob er Vorbild für die Konflikte unserer Tage sein kann? Autor: Hans Hinterberger (BR 2023)
24 Minuten
Über Jahrhunderte sind die Deutschen keine geschlossene Nation gewesen, sondern eine äußerst zerrissene Großgruppe in der Mitte Europas. Doch ob Kulturnation, ob Reich oder geteilte und wiedervereinigte Republik - die deutsche Geschichte legt nahe: Nation ist nichts Naturwüchsiges, sie ist historisch gewachsen und kann sich immer wieder verändern.Von Brigitte Kohn (BR 2015)
22 Minuten
Deutschland ist das einzige europäische Land, in dem sich die Bevölkerung nach der Sprache betitelt hat und nicht nach dem Land. Dabei war es lange Zeit gar nicht ausgemacht, dass wir heute ein einheitliches Hochdeutsch haben, das im ganzen Land verstanden wird. Tatsächlich hätte es auch gut und gern Latein, Französisch oder sogar Sächsisch sein können. Von Markus Mähner (BR 2021)
23 Minuten
Der Ort Paestum - südlich von Pompeji gelegen - begann als griechische Kolonie. Ausgerechnet dort, in Italien, entdeckte die junge Klassische Archäologie das alte Griechenland wieder. Die Wiederentdeckung sollte Paestum zum Traumort der griechischen Antike machen. Nirgendwo sonst waren für die bildungshungrigen Kulturbegeisterten Europas Größe und Formen griechischer Tempel so nah. Autor: Johannes Marchl (BR 2019)
23 Minuten
Es war eine Explosion des Siedlungsraums: Um die Mitte des 8. Jahrhunderts v.Chr. begannen die Griechen, in den Mittelmeer- und Schwarzmeerraum zu expandieren. Nach 200 Jahren hatte sich ein dichter Kranz griechischer Pflanzstädte um die beiden Meere gelegt. Was waren die Beweggründe für diese ungeheuer weiträumige Expansion - und was waren ihre Folgen? Wie lief das Ganze technisch ab? Autor: Ulrich Zwack (BR 2019)
24 Minuten
Mythen sind flexibel. Wenn sich die Umwelt ändert, ändert sich auch die Götterwelt. So konnten aus reinen Kraftprotzen der frühen Erzählungen echte Geistesarbeiter werden, als die griechischen Gemeinwesen wirkliche politische Gebilde wurden. Auserzählt sind Mythen eigentlich bis heute nicht. Die Zeiten, als Zeus die Welt in Atem hielt, stecken uns immer noch in den Knochen. Autor: Thomas Morawetz (BR 2009)
20 Minuten
Wer sie hat, denkt meist nicht groß darüber nach. Die Staatsangehörigkeit. Wer sie dagegen verliert oder nie hatte, kommt immer wieder in Schwierigkeiten. Millionen Menschen weltweit sind staatenlos - das ist oft das Ergebnis historischer Zufälle oder Unfälle. Doch der internationale Wille, die Situation der Betroffenen zu verbessern, fehlt meist. Autor: Linus Lüring
22 Minuten
Keine Reise ohne das richtige Dokument. Das galt schon für Martin Luther, als er 1521 mit einem Geleitbrief des Kaisers nach Worms reiste. Aus einem individuellen Schreiben wurde über die Jahrhunderte ein maschinenlesbares Dokument, das weltweit einheitlichen Standards folgt. Doch sein Zweck ist geblieben: Der Reisepass bestätigt die Identität des Reisenden und gibt die Erlaubnis, unterwegs sein zu dürfen. Dahinter steht das Bedürfnis von Machthabenden und Staaten, die Bewegung der Menschen zu kontrollieren. Autorin: Isabel Röder
22 Minuten
"Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung." Das gilt bei den Vereinten Nationen als gesetzt. Aber wo steht eigentlich, was ein Volk überhaupt sein soll? Seit Jahrhunderten ist das schwer umstritten und sogar Anlass für Konflikte und Kriege. (BR 2012) Autorin: Sabine Strasser
34 Minuten
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Radiopreis 2023 in der Kategorie "Bestes Informationsformat": Bald nach dem Attentat ermittelt die Polizei einen der Drahtzieher und stößt dabei auf eine weitere Spur: Offenbar hatte der Terrorist eine Helferin, die mit ihm im Vorfeld das Olympische Dorf ausgekundschaftet hat. Zufällig wird genau diese Frau an der deutsch-französischen Grenze aufgehalten. Aber nicht etwa wegen ihrer Kontakte zum Attentäter, sondern wegen eines abgelaufenen Reisepasses. (BR 2022) Autorinnen: Eva Deinert und Yvonne Maier