Mit Herz und Haltung Archiv
363 Episoden
39 Minuten
Sprache lebt vom Wechselspiel zwischen Sprechenden und hat das Verstehen zum Ziel. Sie erzeugt dabei bewusst Emotionen, um das Gegenüber zu verrücken. Aber: Was ist (heute) erlaubt? Ab wann wird Sprache verletzend? Und wobei braucht es eine besondere Sensibilität? Begriffe begrenzen Phänomene, denn irgendwann hört das Hinterfragen auf, womit der Wirklichkeit gewissermaßen Gewalt angetan wird. Weiter gefragt: Wie machen wir das Unsagbare sagbar und ist das überhaupt notwendig? Ist nur das wirklich, was sich sprachlich ausdrücken lässt? Lässt sich etwas denken, was nicht existiert? Was bedeutet es, wenn Sachverhalte nicht ausgesprochen werden dürfen? Wie kommt das Individuum damit zurecht, wenn bestimmte Worte oder Sachverhalte nicht ausgesprochen werden können oder dürfen?
51 Minuten
Sprache lebt vom Wechselspiel zwischen Sprechenden und hat das Verstehen zum Ziel. Sie erzeugt dabei bewusst Emotionen, um das Gegenüber zu verrücken. Aber: Was ist (heute) erlaubt? Ab wann wird Sprache verletzend? Und wobei braucht es eine besondere Sensibilität? Begriffe begrenzen Phänomene, denn irgendwann hört das Hinterfragen auf, womit der Wirklichkeit gewissermaßen Gewalt angetan wird. Weiter gefragt: Wie machen wir das Unsagbare sagbar und ist das überhaupt notwendig? Ist nur das wirklich, was sich sprachlich ausdrücken lässt? Lässt sich etwas denken, was nicht existiert? Kann man das Göttliche beschreiben? Ist es erlaubt, den „Schleier“ zu lüften? Darf man Gott beim Namen nennen? Gibt es signifikante Unterschiede zwischen den Religionen?
27 Minuten
Endlich verständlich: Fundamentale Fragen des christlichen Glaubens brauchen Menschen, die Antwortoptionen bieten. Mit Herz und Haltung – und mit Vernunft. Deswegen gibt der Salzburger Theologe, Assoz.-Prof. Dr. Martin Dürnberger, der auch als Obmann die 'smarte Sommerfrische' der Salzburger Hochschulwochen verantwortet, eine lebendige Anleitung zum Nachdenken über den Glauben. Ab jetzt heißt es bis zum Sommer jeden letzten Donnerstag im Monat: "BASICS – Theologie endlich verständlich". Unsere neue Serie bietet theologische Hintergründe zum Glaubensbekenntnis der Kirche, dem Credo. Wer Wissen will, bekommt's bei uns – mit Charakter!
31 Minuten
Sechs Parteien, eine Wahl – am 26. September kämpfen zahlreiche Parteien um ihren Einzug in den Bundestag, sechs davon sind schon jetzt als Fraktionen dort vertreten. Sie wollen mit Kandidat*innen und Wahlprogrammen überzeugen. Im Auftrag der Katholischen Erwachsenenbildung hat die Katholisch-Sozialwissenschaftliche Zentralstelle Mönchengladbach die Positionen der Parteien auf den Felder Wirtschafts- und Sozialpolitik, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie sowie in der Entwicklungs-, Migrations-, Umwelt-, Bildungs- und Familienpolitik aus Perspektive der katholischen Sozialverkündigung untersucht. Die Ergebnisse fasst jetzt Prof. Dr. Schallenberg exklusiv vor Erscheinen der Studie im Interview mit KNA-Redakteurin Dr. Karin Wollschläger zusammen.
38 Minuten
Vor ziemlich genau einem Jahr, am 24. Juli 2020, verstarb in München der Jesuitenpater Bernd Knüfer. Seit den frühen Neunzigern wirkte der gebürtige Oberpfälzer in Leipzig – erst als Studentenpfarrer, bald als einer, der sich ganz aktiv den 85 Prozent Religionslosen der Stadt zuwenden wollte – als Mitgründer der "Orientierung", der Kontaktstelle der katholischen Kirche in der Leipziger Innenstadt. Predigten in der Nikolaikirche machten ihn ebenso bekannt wie die Tatsache, dass er im "Raum der Stille" der "Kontaktstelle Orientierung" regelmäßig auch Yoga und Zen-Meditation unterrichtete. Im Jahr 2019, der Umzug des inzwischen über 80-jährigen von Leipzig nach München war beschlossene Sache, gelang es der in Leipzig lebenden Schriftstellerin und Autorin Diana Feuerbach, Knüfer zur Produktion eines Hörbuches über sein Leben zu überreden. Nach anfänglichem Zögern ließ sich der Jesuit auf das Projekt ein, Anfang 2021 ist das Werk nun erschienen. Hier im Podcast spricht Daniel Heinze heute mit Diana Feuerbach darüber, wie sie selbst Pater Knüfer kennengelernt hat und welche Rolle er in ihrem Leben spielte. Außerdem gibt es spannende Einblicke in den Entstehungsprozess des Hörbuches, oder, wie Knüfer es lieber bezeichnete, Hör-Bildes.
50 Minuten
Sprache lebt vom Wechselspiel zwischen Sprechenden und hat das Verstehen zum Ziel. Sie erzeugt dabei bewusst Emotionen, um das Gegenüber zu verrücken. Aber: Was ist (heute) erlaubt? Ab wann wird Sprache verletzend? Und wobei braucht es eine besondere Sensibilität? Begriffe begrenzen Phänomene, denn irgendwann hört das Hinterfragen auf, womit der Wirklichkeit gewissermaßen Gewalt angetan wird. Weiter gefragt: Wie machen wir das Unsagbare sagbar und ist das überhaupt notwendig? Ist nur das wirklich, was sich sprachlich ausdrücken lässt? Lässt sich etwas denken, was nicht existiert? „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ Ludwig Wittgenstein (1889–1951) Wie sprechen wir über das Unsagbare? Welche Rolle spielt das Unsagbare in unserer Lebenswelt und welche Funktion hat es in Kultur und Religion?
29 Minuten
Follow-Up: Sind wir alle schon post-rassisch? – Eine Reaktion von Marita Wagner auf Prof. em. Dr. Christoph Türcke (01.07.2021) Ist Rassismus, also rassistische Diskriminierung und Benachteiligung, die dunkle Seite der Moderne? Bestehen – trotz des formal-politischen Endes des Kolonialismus – immer noch koloniale Überreste in unserem heutigen Denken und unserer Sprache? Oder sind rassistische Ausbrüche gar nicht systemisch und systematisch, sondern vielmehr individueller Natur? Im heutigen Follow-Up zur Folge vom 1. Juli 2021 (Prof. em. Dr. Christoph Türcke) geht Marita Wagner, Theologin und Referentin für weltkirchliche Pastoral beim Internationalen Katholischen Hilfswerk "missio" in Aachen der Frage nach, ob wir alle schon post-rassisch sind oder es einer tiefgreifenden De-kolonisierung unseres Denkens bedarf? Sie verweist dabei auch auf die Wirkungs- und Bedeutungsgeschichte von Worten. Wagner plädiert für ein Bewusstmachen der Gewordenheiten und globalen Verflechtungsgeschichten sowie der Anerkennung existenzieller Realitäten von Unterdrückung, Leid, Herrschaft und Ausgrenzung. Ihr geht es um einen Versöhnungsprozess, der sich durch das Heilen und Versöhnen gestörter oder gar zerbrochener Beziehungen auszeichnet. Auch geht Wagner darauf ein, dass dieses sich Hineinversetzen und Einfühlen in die Lebenswirklichkeiten anderer Mitmenschen emotional anstrengend und durchaus schmerzhaft sein kann.
48 Minuten
Sprache lebt vom Wechselspiel zwischen Sprechenden und hat das Verstehen zum Ziel. Sie erzeugt dabei bewusst Emotionen, um das Gegenüber zu verrücken. Aber: Was ist (heute) erlaubt? Ab wann wird Sprache verletzend? Und wobei braucht es eine besondere Sensibilität? Begriffe begrenzen Phänomene, denn irgendwann hört das Hinterfragen auf, womit der Wirklichkeit gewissermaßen Gewalt angetan wird. Wie machen wir das Unsagbare sagbar und ist das überhaupt notwendig? Ist nur das wirklich, was sich sprachlich ausdrücken lässt? Lässt sich etwas denken, was nicht existiert?
33 Minuten
Basics (IV): Kein Selfie mit dem Heiligen Geist? Endlich verständlich: Fundamentale Fragen des christlichen Glaubens brauchen Menschen, die Antwortoptionen bieten. Mit Herz und Haltung – und mit Vernunft. Deswegen gibt der Salzburger Theologe, Assoz.-Prof. Dr. Martin Dürnberger, der auch als Obmann die 'smarte Sommerfrische' der Salzburger Hochschulwochen verantwortet, eine lebendige Anleitung zum Nachdenken über den Glauben. Ab jetzt heißt es bis zum Sommer jeden letzten Donnerstag im Monat: "BASICS – Theologie endlich verständlich". Unsere neue Serie bietet theologische Hintergründe zum Glaubensbekenntnis der Kirche, dem Credo. Wer Wissen will, bekommt's bei uns – mit Charakter!
39 Minuten
Wasser spielt in nahezu allen Schriften der Bibel eine große, wenngleich ambivalente Rolle. Dies wird schon in den beiden Schöpfungserzählungen im Buch Genesis deutlich. Wasser ermöglicht Leben, ist aber zugleich als Wasser der Ur- oder Sintflut auch eine Chaosmacht, die Leben auslöscht. Mit Blick auf den christlichen Glauben symbolisiert das Wasser in der Bibel (etwa bei der Taufe) einen Übergang hin zu einem neuen Leben in Christus. Im Neuen Testament (in Joh 4) entfaltet sich – erzählerisch im Modus eines Missverständnisses – ein Dialog zwischen Jesus und einer Frau über lebendiges und lebenspendendes Wasser. Was lässt sich aus diesem vielsagenden Gespräch ableiten und was lässt sich anhand der vielseitigen Metaphorik des Wassers in der Bibel lernen?
30 Minuten
Als "Erdbeben in der katholischen Kirche Deutschlands" haben es die einen bezeichnet. Andere sprechen von "politisch kalkulierter Demut". Wieder andere sagen: Da gehe der Falsche. Wir sprechen hinsichtlich des angebotenen Amtsverzichts bzw. Rücktrittsgesuchs von Reinhard Kardinal Marx, dem Erzbischof von München und Freising, mit Pater Bernd Hagenkord SJ. Was hat der Schritt von Reinhard Kardinal Marx für Konsequenzen? Wie sind die Reaktionen einzuordnen – jetzt, ein paar Tage nach der großen Eilmeldung? Wie wird Marx’ Schritt den Reform-Dialog "Synodaler Weg" in Deutschland verändern? Und: Welche Auswirkungen wird er auf die katholische Weltkirche haben?
1 Stunde 14 Minuten
Der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 markiert eine Zäsur in der europäischen Geschichte – hat er doch den Boden für die beiden Weltkriege und das Völkerschlachten des 20. Jahrhunderts bereitet. Ein Krieg, der die Saat legte für eine Erbfeindschaft, die für drei Generationen das Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen vergiftet hat. 150 Jahre ist dieser Krieg inzwischen her. Diese Podcast-Folge schaut zurück und deutet das Geschehene aus dem Heute heraus. Es ist die Fortsetzung unserer Folge vom 13. Mai, in der der Geschichtsdidaktiker Prof. Dr. Tobias Arand in das Thema eingeführt hat. Diese Podcast-Folge gibt eine Diskussion mit den Autoren des Buches „Von Erbfeinden zu guten Nachbarn: Ein deutsch-französischer Dialog“ (Reclam) wieder: zum einen mit der Historikerin Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix (Paris) und zum anderen mit Prof. Dr. Andreas Wirsching (München). Das Gespräch leitet Prof. Dr. Jörn Leonhard (Freiburg). Das per Videokonferenz geführte Gespräch fand am 6. Mai 2021 im Rahmen einer Veranstaltung der Katholischen Akademie Freiburg statt. Wir präsentieren hier eine leicht gekürzte Hör-Fassung und danken den Kolleginnen und Kollegen der Katholischen Akademie in Freiburg sehr herzlich, die uns diese Diskussion für unseren Podcast zur Verfügung gestellt haben.
33 Minuten
Basics (III): „Lauf davon!“ (Danger Dan) – Jesus am Ölberg Endlich verständlich: Fundamentale Fragen des christlichen Glaubens brauchen Menschen, die Antwortoptionen bieten. Mit Herz und Haltung – und mit Vernunft. Deswegen gibt der Salzburger Theologe, Assoz.-Prof. Dr. Martin Dürnberger, der auch als Obmann die 'smarte Sommerfrische' der Salzburger Hochschulwochen verantwortet, eine lebendige Anleitung zum Nachdenken über den Glauben. Ab jetzt heißt es bis zum Sommer jeden letzten Donnerstag im Monat: "BASICS – Theologie endlich verständlich". Unsere neue Serie bietet theologische Hintergründe zum Glaubensbekenntnis der Kirche, dem Credo. Wer Wissen will, bekommt's bei uns – mit Charakter!
32 Minuten
„Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war …, kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen … und es erschienen … Zungen wie von Feuer, die sich verteilten … und alle wurden vom heiligen Geist erfüllt“ – soweit die bekannte Schilderung aus der Apostelgeschichte. Seit vielen Jahrhunderten fragen sich Menschen, wie sich dieser heilige Geist im Konkreten be-greifen lässt: der Geist Gottes, der über der Urflut schwebte, der bei der Taufe auf Jesus herabkam und der die Apostel an Pfingsten in fremden Sprachen predigen ließ. Uns als Podcast-Team erreichten häufiger Rückfragen von Hörer*innen, die darum baten, etwas mehr Klarheit und Verständlichkeit in die allzu oft als gestelzt wahrgenommenen theologischen Aussagen zu bringen. Wie also lässt sich der heilige Geist zeitgerecht denken? Die diesjährigen Pfingsttage bieten eine wunderbare Gelegenheit, darüber nachzudenken. Und mit Prof. Dr. Jörg Lauster hilft uns ein wahrer Kenner, diese rätselhafte Macht – ausgehend von der Schöpfungsgeschichte, über frühchristliche und mittelalterliche Geistvorstellungen, bis in die entzauberte Moderne hinein – greifbarer zu bekommen.
19 Minuten
Längst sind wir eine Republik im Herzen Europas und zentraler Bestandteil der Europäischen Union. Doch gibt es eine Historie der Feindschaft. Der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 markiert dabei einen Einschnitt der europäischen Geschichte. Er bereitete den Boden für die beiden Weltkriege und das Völkerschlachten des 20. Jahrhunderts. Dieser Krieg legte die Saat für eine Erbfeindschaft, die für drei Generationen das Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen vergiftet. Was machte die zwei Nationen zu Feinden? Worin liegen die Wurzeln und was bedeutet das für das 'gemeinsame Haus Europa' im 21. Jahrhundert? 150 Jahre danach wagen wir den Perspektivwechsel: Während wir mit der Reihe "Als aus Sachsen Deutsche wurden" in Dresden den Blick aus dem Osten wagen, hat die Katholische Akademie in Freiburg zusammen mit anderen Institutionen auf dieses Ereignis zurückgeblickt. Jetzt präsentieren wir euch diese Perspektive aus dem Südwesten als Podcast-Episode zum Nachdenken.