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WDR 5 Erlebte Geschichten Archiv

619 Episoden
23 Minuten
Elfriede Gazis, geboren 1940 in einem Dorf bei Regensburg, zählt zu den bekanntesten Märchenerzählerinnen Deutschlands. Sie sammelte in Griechenland selbst jahrelang mündlich überlieferte Märchen und zählte zu den treibenden Kräften der "Europäischen Märchengesellschaft", die sich für die Pflege und Wiederbelebung der alten Kunst engagiert. Schon in der Jugend war das Erzählen ihre große Leidenschaft. Von Thomas Daun.
24 Minuten
Mit Friedrich Christian Delius ist einer der bedeutendsten Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur gestorben. WDR 5 würdigt den Schriftsteller mit einer "Erlebten Geschichte": Aufgezeichnet im Jahr 2012 berichtet Delius von der Gruppe 47, dem gesellschaftlichen Aufbruch der 1960er Jahre und von einem seiner Bücher, das ihm eine Klage des mächtigen Siemens-Konzerns eingebracht hat. Autorin: Marianne Bäumler Von Marianne Bäumler.
21 Minuten
Der Autor und Historiker Ernst Piper bezeichnet sich selbst als "Spät-68er". Erinnerung an den Nationalsozialismus und Analyse seiner Entstehungsbedingungen waren, sind und bleiben wichtige Themen für ihn. Am so genannten "Historikerstreit" beteiligte er sich mit eigenen Disskussionbeiträgen. Dabei ging es ihm darum zu untersuchen, wie die deutsche Bevölkerung nach 1945 mit ihrer Schuld umgegangen ist. Von Melahat Simsek.
24 Minuten
Er ist der Gründer vielleicht nicht der bekanntesten, aber einer der einflussreichsten deutschen Bands: CAN. Irmin Schmidt wird in diesen Tagen 85 Jahre alt - und er ist nach eigenen Angaben seit 85 Jahren Musiker. Von Franz Altrogge.
24 Minuten
Warum hat der Dialekt so einen schlechten Ruf? Welche Sprachvielfalt geht uns dadurch verloren? Und warum kann man in deutschen Dialekten - anders als in der Schweiz - im Jahr 2022 wirklich nicht mehr alles ausdrücken? Der Sprachforscher Dr. Georg Cornelissen beschäftigt sich mit solchen Fragen seit Jahrzehnten. Von Irene Geuer.
22 Minuten
Wenn Gisa Pauly Sport treibt, kommen ihr die besten Ideen für ihre Romane: Berühmt wurde die Münsteranerin, die im Februar 2022 ihren 75. Geburtstag feierte, durch ihre Sylt-Krimis. Im Mittelpunkt steht die neugierige italienische Mamma Carlotta, die sich gern einmischt, wenn Insel-Verbrechen aufgeklärt werden. Bevor sie als Schriftstellerin erfolgreich wurde, hat Gisa Pauly als Berufsschullehrerin gearbeitet. Von Andrea Lieblang.
22 Minuten
Wie gestalten sich in Deutschland die Arbeitsbedingungen? Können Menschen sich vom Lohn ihrer Erwerbsarbeit ein gutes Leben finanzieren? Wer wird auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt? Und wie ließe sich das ändern? All diese Fragen hat Prof. Gerhard Bosch viele Jahre lang mit seinem Team vom "Institut Arbeit und Qualifikation" an der Universität Duisburg-Essen untersucht. Dass 2015 in Deutschland ein Mindestlohn eingeführt wurde, geht wesentlich auf seine Forschungsarbeit zurück. Von Ingo Zander.
23 Minuten
Markus von Hagen, 1956 als letztes von sechs Kindern in Erlangen geboren, verschlingt schon im Vorschulalter die Comics seiner älteren Geschwister. Nach einem geisteswissenschaftlichen Studium zieht er von Süddeutschland nach Münster. Dort entwickelt er eigene Bühnenprogramme, tritt als Rezitator und Kabarettist auf. Seit einigen Jahren hat er einen weiteren Beruf: Comic-Übersetzer Von Andrea Lieblang.
24 Minuten
Psychologische Therapie gab es natürlich auch in der DDR, aber Psychoanalyse galt als "bürgerlich-dekadent. Für die Nervenärztin und Psychotherapeutin Irene Misselwitz aus Jena war es daher eine glückliche Fügung, dass sie nach der Wiedervereinigung, mit knapp 50 Jahren, Schülerin am Psychoanalytischen Institut in Kassel werden konnte. Misselwitz, Jahrgang 1945, zum Unterschied in der Therapie zwischen Ost und West vor dem Mauerbau In der DDR fehlte, die Freiheit, alles aussprechen zu können. Von Tina Hammesfahr.
24 Minuten
Ein Leben in Gemeinschaft - für die meisten bleibt das ein unerfüllter Traum. Nicht so für den Kölner Willi Does. Er hat seinen Traum vom einfachen und gemeinschaftlichen Leben mit anderen irgendwann in die Tat umgesetzt. Vor vierzig Jahren ist der gebürtige Dormagener in die Emmaus-Gemeinschaft im Kölner Norden gezogen und ist seither so etwas wie der oberste Lumpensammler von Köln. Von Andrea Kath.
24 Minuten
Keiner hat so maßgeblich die Kultur im Raum Siegen geformt wie der heute 70-jährige Wolfgang Suttner. 28 Jahre lang war er der Kulturreferent des Kreises Siegen-Wittgenstein. Er ist Mitbegründer des Musik- und Theaterfestivals KulturPur, das jedes Jahr zu Pfingsten rund 50 Tausend Besucher ins Siegerland lockt. In einem Zelttheater auf rund 660 Metern Höhe sind seit den 90er Jahren viele der ganz Großen aus Pop, Theater, Klassik und Kleinkunst zu sehen gewesen. Von Heike Braun.
22 Minuten
Ein interkultureller Austausch ist enorm wichtig für den Weltfrieden, sagt Anke Kelle. Die 79-jährige ehemalige Gymnasiallehrerin und vierfache Mutter gondelt seit über 25 Jahren auf großen und kleinen Kreuzfahrtschiffen und bringt den Passagieren vor ihren Landgängen in Vorträgen Natur, Menschen und Kultur der besuchten Länder näher. Zu ihrem Traumjob auf den Weltmeeren ist sie eher zufällig gekommen. Im Krieg geboren, erinnert sich Anke Kelle an ihre Kindheit im Norden Deutschlands. Von Melahat Simsek.
25 Minuten
"Dies sind die düstersten Tage der letzten Jahrzehnte in Europa", ruft Winfried Nachtwei 5000 Menschen auf Münsters Prinzipalmarkt zu. Putins Angriff auf die Ukraine war auch für ihn ein Schock. Dabei hat der langjährigen Außenpolitiker der Grünen in seinem Leben schon einige Dramen und Wendungen scheinbarer politischer Wahrheiten erlebt. Autor: Heiner Wember Von Heiner Wember.
23 Minuten
Der Wald war sein Arbeitsplatz und ist noch immer sein Seelenort. Diethard Altrogge aus Bad Laasphe-Fischelbach im Rothaargebirge ist mit jeder Faser Förster und war vierunddreißig Jahre lang Leiter des Regionalforstamtes Siegen-Wittgenstein in Hilchenbach. Diethard Altrogge hat als Förster und Forstamtsleiter immer versucht, das Wirtschaften mit Holz, den Naturschutz und die Bedürfnisse des Waldes in Einklang zu bringen. Von Andrea Klasen.
23 Minuten
Die bundesdeutsche Bildungsreform der 1960er- und 70er Jahre führte im Ruhrgebiet zur Gründung neuer Hochschulen. Die Soziologin Sigrid Metz-Göckel war Mitte 30, als sie den Ruf als Professorin an die neugegründete TU Dortmund erhielt. An der Etablierung der Frauen- und Geschlechterforschung als neues Wissenschaftsgebiet in Deutschland war sie maßgeblich beteiligt. Sigrid Metz-Göckel wurde 1940 in Klein Peterwitz in Oberschlesien geboren. Von Tina Hammesfahr.