WDR 5 Erlebte Geschichten Archiv
619 Episoden
24 Minuten
Inge Deutschkron, 1922 im brandenburgischen Finsterwalde geboren, wuchs in Berlin auf. Während der NS-Zeit überlebte die Jüdin in Deutschland im Untergrund, unter anderem weil nichtjüdische Freunde sie zwei Jahre lang versteckten.Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte und arbeitete Deutschkron abwechselnd in Israel und Deutschland. Später wohnte sie wieder in Berlin. Hier besuchte sie zahlreiche Schulen und ermöglichte Begegnungen zwischen Holocaust-Überlebenden und Schülerinnen und Schülern. Von Ulrich Kothe.
24 Minuten
Klaus und Susanne Hasselmann sind seit über 60 Jahren miteinander verheiratet, haben drei Kinder, neun Enkel und zehn Urenkel. Zeit ihres Lebens haben sie gemeinsam weltweit geforscht und empirische Modelle über den Klimawandel erarbeitet. 2021 erhielt Klaus Hasselmann gemeinsam mit Kollegen den Nobelpreis für Physik. Was ist das Geheimnis ihrer langen Partnerschaft? Von Melahat Simsek.
24 Minuten
Willibert Pauels, 67 Jahre jung, ist eine rheinische Frohnatur: Kabarettist, Büttenredner und katholischer Diakon. Mit dem gleichen Herzen und der gleichen Tiefe redet er in der Bütt und spricht am Altar. Schon nach wenigen Semestern spürte Willibert Pauels, dass er als Priester am Zölibat scheitern könnte. Er wurde Diplom-Theologe und später katholischer Diakon. Und: Er wurde ein bekannter Büttenredner im Kölner Karneval. Von Andrea Lieblang.
23 Minuten
Der liberale Konservative Ruprecht Polenz lag oft quer mit dem Zeitgeist. Als Student in Münster legte er sich mit den K-Gruppen an, machte dann politische Karriere als Lokalpolitiker, Bundestagsabgeordneter und CDU-Bundesgeschäftsführer. Er setzte sich als einer der ersten Unions-Politiker für deutschsprachigen Islam-Unterricht ein. Und er forderte bereits 2012 die Aufnahme syrischer Flüchtlinge in Deutschland. Als Außenpolitiker im Bundestag leitete er lange Zeit den Auswärtigen Ausschuss. Von Heiner Wember.
22 Minuten
Der Unternehmer Horst Klemmer, geboren am 5. Dezember 1936, ist der Grand Seigneur der "Miss Germany Corporation"; seit mehr als 60 Jahren kennt er das Geschäft der Miss-Wahlen. Der gelernte Steuerberater stieg früh in das Showgeschäft ein. Als Conférencier stand er selbst lange Jahre auf der Bühne, als Künstlermanager betreute er viele Stars und organisierte für sie Tourneen. Von Steffi Tenhaven.
22 Minuten
Im Oktober 1959 kommt der damals 17-jährige Sener Sargut mit dem Zug aus Istanbul in Frankfurt am Main an und ist einer der ersten Türken in der Stadt. Der junge Student lernt schnell deutsch, studiert anfangs in Darmstadt Bauingenieurwesen, später in Frankfurt Erziehungswissenschaften. Parallel dazu ist er im türkischen Konsulat als Dolmetscher tätig. In den 60er Jahren wird er zeitweise auch als Chefdolmetscher bei der Vermittlungsstelle der Bundesagentur für Arbeit in Istanbul angestellt. Von Melahat Simsek.
23 Minuten
"Barde des Ruhrgebiets" nennt man ihn liebevoll: Frank Baier, 1943 geboren, sang für den Erhalt von Zechen, trat bei den großen Streik-Kundgebungen der 70er Jahre auf, kämpfte gegen den "Schnellen Brüter" in Kalkar, vertonte Texte von Dichtern aus dem Ruhrgebiet und sammelte Lieder aus der Tradition der Bergarbeiter. Auch als Autor von Kinderliedern trat Frank Baier in Erscheinung. Von Thomas Daun.
24 Minuten
Pavel Taussig hat den Holocaust überlebt. Lange Zeit wollte er darüber nicht sprechen. Seit einigen Jahren tut er es doch: Damit sich Auschwitz nicht wiederholt. Autoren: Regine Hauch und Robert Kuhn Von Regine Hauch.
24 Minuten
Ob Gurke Enderwisch, Scherben-Dieter oder Koslowski – viele der wunderbar schrägen Figuren des Malers Günter Rückert stammen aus seiner Kindheit in der Zechensiedlung. Autorin: Christiane Kopka Von Christiane Kopka.
21 Minuten
International berühmt wurde Inga Rumpf in den 60er und 70er-Jahren mit Bands wie den "City Preachers", "Frumpy" und "Atlantis". Später startete die Sängerin und Komponistin auch eine Solo-Karriere. Tina Turner coverte einen Song von ihr und die Hamburgerin sang schon zusammen mit den Stones, B.B King, Lionel Richie, Ron Wood, im Duett mit Peter Maffay und Udo Lindenberg. Mit Udo wohnte sie sogar eine Zeitlang in einer WG zusammen. Von Melahat Simsek.
24 Minuten
Mechthild Kemper und ihr Lädchen waren eine geschätzte Institution im Dortmunder Kreuzviertel. 45 Jahre lang hat die gelernte Industriekauffrau ihr "Baby", wie sie ihren kleinen Schreibwarenladen nennt, geführt. 50 Quadratmeter, wo sich Jung und Alt trafen. Der Dreh- und Angelpunkt des Viertels - und auch von Mechthild Kempers Leben. Ob Zeitung, Schreibhefte oder Filzstifte, Lollis oder Eis am Stiel - es hieß zurecht: "Geh zu Frau Kemper, da bekommst Du alles!" Von Andrea Kath.
24 Minuten
Die bundesdeutsche Bildungsreform der 1960er- und 70er Jahre führte im Ruhrgebiet zur Gründung neuer Hochschulen. Die Soziologin Sigrid Metz-Göckel war Mitte 30, als sie den Ruf als Professorin an die neugegründete TU Dortmund erhielt. An der Etablierung der Frauen- und Geschlechterforschung als neues Wissenschaftsgebiet in Deutschland war sie maßgeblich beteiligt. Sigrid Metz-Göckel wurde 1940 in Klein Peterwitz in Oberschlesien geboren. Von Tina Hammesfahr.
24 Minuten
Hansi Jochmann, geboren 1953, leidenschaftliche Bühendarstellerin. Einem breiten Publikum bekannt durch die Rolle der "Roßhauptnerin" in der Fernsehserie "Pfarrer Braun". Hansi Jochmanns markante Stimme kennt man aus vielen Fernsehdokumentationen und vor allem aus den deutschen Fassungen von US-Spielfilmen mit Jodie Foster Von Andrea Klasen.
45 Minuten
Als Wilhelm Grün wird er im Januar 1945 geboren. Seinen Ordensnamen wählt er mit Bedacht: Anselm. In Verehrung des großen englischen Theologen und Benediktinermönchs Anselm von Canterbury. Über 300 Bücher hat er verfasst und gehört zu den erfolgreichsten Autoren spiritueller Literatur in Deutschland. - Die Journalistin Gabriele von Arnim betreute ihren Mann zehn Jahre lang zu Hause, nachdem er zwei Schlaganfälle erlitten hatte. Obwohl sie ihn zuvor eigentlich hatte verlassen wollen. Von Andrea Lieblang ;Melahat Simsek.
24 Minuten
Der Name "Bethel" stammt aus dem Hebräischen und bedeutet "Haus Gottes". Es ist der Name einer traditionsreichen Einrichtung der Hilfe für Menschen mit Behinderungen, Epilepsiekranke und psychisch kranke Jugendliche, Frauen und Männer in Bielefeld. Der evangelische Pfarrer Herbert Wohlhüter leitete Bethel 15 Jahre lang und gestaltete den Umbruch von einer "Betreuung", die auf strikte Regeln setzte und Freiheit einschränkte, hin zur "Förderung". Von Irene Dänzer-Vanotti.