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WDR 5 Erlebte Geschichten Archiv

619 Episoden
24 Minuten
Er hat die Deutschlandtouren der Rolling Stones betreut, Udo Lindenberg begleitet, Placido Domingo, Marius Müller-Westernhagen. Angefangen hat alles mit einem Tournee-Job für Howard Carpendale. Und egal, ob er für die Stars einen Arzttermin organisieren oder eifersüchtige Freundinnen noch schnell im Hotel unterbringen muss, für Detlev Schilling zählt vor allem eins: Jeden Künstler pünktlich um acht auf die Bühne zu bringen. Von Martina Meißner.
23 Minuten
Eberhard Schnake aus Münster fehlten zum Durchstarten im Kunstbetrieb Erfahrung, Kenntnis, vor allem aber das nötige Startkapital. Als eine Bildhauerin ihm Geld lieh, eröffnete er seine erste Galerie. Dann lernte er Heinz Berggruen kennen, den berühmten Pariser Galeristen und Kunsthändler, der ihn förderte. Jahre später entdeckte Schnake seine Begeisterung für Skulpturen aus Zimbabwe – und für die Künstler des südafrikanischen Landes. Von Andrea Lieblang.
23 Minuten
"Immer wieder sonntags" war in den 1970er Jahren einer der vielen Hits des Schlager-Duos "Cindy & Bert". Von den Medien verklärt als "Traumpaar, auf der Bühne und im Leben". Einen Sohn haben Cindy und Bert gemeinsam, nach 21 Jahren Ehe lassen sie sich scheiden und gehen auch beruflich getrennte Wege. Jutta Berger ("Cindy") startet eine Solokarriere. Nach dem Tod ihrer Mutter 2016 fällt Jutta Berger in ein tiefes Loch. Eine neue Beschäftigung gibt ihr die Kraft, ihr Leben wieder zu genießen. Von Melahat Simsek.
22 Minuten
Ende November 1987 wurde bekannt, dass die traditionsreiche Friedrich-Alfred-Hütte in Duisburg-Rheinhausen geschlossen werden sollte. Der Streik der Belegschaft wurde von vielen Protestaktionen begleitet, an denen sich viele Menschen aus unterschiedlichen Arbeits- und Lebensbereichen beteiligten. Daran erinnert sich Ingrid Lenders noch gut: mit der Nachricht von der geplanten Hüttenschließung änderte sich auch ihr Mann war Kruppianer und sie engagierte sich in der Fraueninitiative Rheinhausen. Von Martina Meißner.
23 Minuten
Sein Urgroßvater hatte 1850 die bayrische Braukunst nach Preußen gebracht, erst als Braumeister des Grafen von der Recke Volmarstein, später als Gründer der Bochumer Schlegelbrauerei. Klaus Joachim Schlegel hat nicht nur die Übernahme der Schlegelbrauerei miterlebt, sondern auch die Schließung vieler anderer Betriebe im Revier. Im Ruhestand widmete er sich als Vorsitzender der "Stiftergesellschaft zur Förderung des Brauereimuseums Dortmund" ganz der Geschichte des Gerstensafts im Ruhrgebiet. Von Almut Horstmann.
21 Minuten
Für ihr Engagement zur Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen wurde sie - gemeinsam mit ihrem Mann Serge - vielfach ausgezeichnet: Die Journalistin Beate Klarsfeld. Spektakulärer Höhepunkt einer ihrer Kampagnen war 1968 die Ohrfeige für den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger: Damit machte sie öffentlichkeitswirksam darauf aufmerksam, dass Regierungschef Kiesinger im Nationalsozialismus ein hoher Funktionär gewesen war. Von Sabine Jaeger.
23 Minuten
Elfriede Gazis, geboren 1940 in einem Dorf bei Regensburg, zählt zu den bekanntesten Märchenerzählerinnen Deutschlands. Sie sammelte in Griechenland selbst jahrelang mündlich überlieferte Märchen und zählte zu den treibenden Kräften der "Europäischen Märchengesellschaft", die sich für die Pflege und Wiederbelebung der alten Kunst engagiert. Schon in der Jugend war das Erzählen ihre große Leidenschaft. Von Thomas Daun.
24 Minuten
Als Prinzessin mit einer Kutsche vorfahren, einen Wal in Island besuchen oder Ferien auf dem Ponyhof. Das sind einige der Wünsche von schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen. Wera Röttgering aus Münster versucht gemeinsam mit Gleichgesinnten, diese Wünsche zu erfüllen. 1992 gründete sie den Verein "Herzenswünsche" um diesen Kindern wieder Lebensmut und Hoffnung zu schenken. Von Martina Meißner.
23 Minuten
Bernd Melchert gehörte zu den ersten Bodyguards der Bundesrepublik Deutschland. Mit 19 Jahren bewachte er Bundeskanzler Konrad Adenauer. "Ich hätte mein Leben für diesen großartigen Mann gegeben", sagt Bernd Melchert. Autorin: Heike Braun Von Heike Braun.
24 Minuten
Zwischen duftenden Parfümflacons, bunten Seidentüchern und edlen Handtaschen ist sie aufgewachsen. Das Geschäft ihrer Eltern war für Monika Gottlieb ein Mädchentraum. Es befand sich auf der Königsallee in Düsseldorf. Dort erlebte sie mit, wie die Stadt nach dem Krieg zur internationalen Metropole und die Kö zur Luxusmeile aufstieg. Aus ihrer kindlichen Liebe zu schönen Dingen, entwickelte sich ihre Leidenschaft für Accessoires und Haute Couture. Von Aysegül Acevit.
24 Minuten
Saunabräuche gibt es überall auf der nördlichen Erdhalbkugel. In Japan und Russland genauso wie in Finnland und bei den Nordamerikanischen Ureinwohnern. Rolf-Andreas Pieper kennt sie alle. Viele Jahre lang war er Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bundes und reiste von einer Schwitzhütte des Globus zur nächsten. Er zählt zu denjenigen, die das Saunieren in Deutschland populär machten. Dabei kam er aus einer Gegend, in der Saunabaden zu seiner Kinderzeit völlig unbekannt war. Von Heiner Wember.
24 Minuten
Der Schauspieler Günter Lamprecht erhielt in den 1950er Jahren am Schauspielhaus Bochum sein erstes Engagement. An diese ersten Bochumer Jahre erinnert er sich nicht gern zurück, aber das Ruhrgebiet, so sagte er, sei dennoch seine zweite Heimat geworden. Nun ist er mit 92 Jahren gestorben. Aus Anlass seines Todes wiederholen wir ein Gespräch aus dem Jahr 2005. Von Martina Espeter.
24 Minuten
Sie ist so etwas wie die deutsche Astrid Lindgren - auch wenn sie sich in ihrer Bescheidenheit selbst nie so nennen würde. Kirsten Boie hat über 100 Kinderbücher geschrieben, darunter erfolgreiche Reihen wie den Ritter Trenk oder die Kinder vom Möwenweg. Dass Kirsten Boie überhaupt hauptberufliche Schriftstellerin geworden ist, hat die deutsche Kinderliteratur einem Zufall zu verdanken, oder besser gesagt: der Rückständigkeit deutscher Behörden... Autor: Heiner Wember Von Heiner Wember.
19 Minuten
Pfarrer Rainer Eppelmann hat die DDR als verlogene und grausame Diktatur erlebt: Als Kriegsdienstverweigerer landete er im Gefängnis, als Vorsitzender des Demokratischen Aufbruchs arbeitete er später im Verteidigungsministerium der DDR. In den Jahrzehnten dazwischen organisierte der Pfarrer "staatszersetzende" Blues-Messen für langhaarige Jugendliche, setzte sich für Abrüstung ein - Bespitzelung und staatlicher Druck waren die Folge. Autor: Martin Herzog Von Martin Herzog.
20 Minuten
Die "Aktuelle Kamera" war die Nachrichtensendung der DDR - und Klaus Feldmann war Gesicht und Stimme der Sendung. Von 1961 bis 1989 verlas er Nachrichten aus aller Welt und - vor allem: von der Staatsführung gewünschte Erfolgsmeldungen aus der DDR. In der Wendezeit beendete Feldmann seine Arbeit - er fand es unglaubwürdig, plötzlich über Gerichtsverfahren gegen Erich Honecker sprechen, über den er zuvor immer nur "herausragend Positives" zu vermelden hatte. Autor: Thomas Klug Von Thomas Klug.