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Sightviews Archiv

391 Episoden
7 Minuten
Braillezeilen verändern sich langsam aber immer wieder. Am Stand von Optelec informiert uns René Ludwig, was die neue Focus 640 kann und ausmacht. Andere Tastenbelegung, ein leistungsfähigerer Chip, fest eingebauter Speicher statt Micro-SD, NFC-Kopplung, neue Bluetooth-Version mit Low Energy und HID-Unterstützung sind nur einige der Merkmale. René erklärt, was das in der Praxis bedeutet und wie es mit der 14er und 80er Version weitergehen könnte.
19 Minuten
Unser zweiter Blick in das Landeshilfsmittelzentrum gilt einem Rucksack mit integriertem Display, weiteren Produkten zur Kennzeichnung im Straßenverkehr und einer Schlüsseldrehhilfe. Außerdem unterhalten wir uns über das Thema Telefone im Bereich Festnetz und Handy, die man als blinde oder sehbehinderte Person gut bedienen kann.
17 Minuten
Mit Katja Köhn streifen wir wie jedes Jahr einmal quer durch die neuen Produkte der letzten Monate des Landeshilfsmittelzentrums in Dresden. Im Teil 1 des Interviews erfahren wir etwas über die hier schon näher vorgestellten Haushaltsgräte von Unwired Things (Ikonn), wir besprechen kleine Hilfsmittel für die Küche und befassen uns mit taktilen Spielen und einer mobilen Lautsprecherbox, die sogar Alexa-Sprachsteuerung mit an Bord hat.
7 Minuten
Die Fledermaus von Synphon schützt den Oberkörper vor Hindernissen. Aber was ist mit dem Kopf? Diese Lücke hat Geschäftsführer Lyder Tideman erkannt. Auf der SightCity präsentierte er einen Prototypen, der per Ultraschall Hindernisse im Kopfbereich erkennen soll. Wie beim bewährten Vorgänger gibt es akustische Warnsignale und Vibration. Damit ist das Gerät auch für Taubblinde interessant. Die Bedienung soll mit zwei Tasten einfach bleiben, die Reichweite flexibel einstellbar. Noch ist vieles offen: ob es eine Brille, eine Mütze oder ein Stirnband wird, welche Vibrationsmuster sich bewähren und wie weit das Gerät warnen soll. Genau das soll eine Testphase ab Sommer 2026 klären. Tester sind gesucht.
5 Minuten
2024 waren wir schon einmal am Stand von xTactor IT aus Schweden, jetzt gab es auf der SightCity 2026 ein Update. Im Mittelpunkt steht das xBand, ein vibrierendes Armband für blinde, sehbehinderte und taubblinde Menschen, das Smartphone-Benachrichtigungen, Uhrzeit und Alarme lautlos ans Handgelenk bringt. Was neu hinzukommt, ist spannend: xTactor arbeitet an einer Navigationsfunktion, bei der man zwei xBänder trägt, eines pro Arm. Das rechte vibriert bei Rechtsabbiegung, das linke bei Linksabbiegung. Dafür kooperiert das Unternehmen mit dem amerikanischen Anbieter Step Navigation, dessen App Kamera und KI kombiniert, um den Standort im Innenbereich auf wenige Dezimeter genau zu bestimmen. Wann die Navigationsfunktion erscheint, steht noch nicht fest. Das xBand in seiner aktuellen Form ist in Deutschland über ProTak erhältlich.
7 Minuten
Was wäre, wenn die Braillezeile auf dem Schreibtisch gleichzeitig das Smartphone in der Tasche ersetzen könnte? Gaudio-Braille aus Marburg zeigt auf der SightCity 2026 einen Prototyp, der das anstrebt: einen kompakten Braille-Notetaker auf Android-Basis, der nicht nur als vollwertiger Notetaker funktioniert, sondern auch telefonieren, WhatsApp lesen und Apps aus dem Play Store installieren kann. Im Gespräch erfahren wir, was dieses Gerät von anderen Android-basierten Notetakern unterscheidet, warum die Schnellstarttaste für Notizen ein wichtiges Alltagsdetail ist, und was hinter dem Wunsch des Unternehmens steckt, die Punktschrift als Kulturtechnik zu erhalten. Das Gerät soll in drei Zellenvarianten (16, 24 und 40 Zeichen) erscheinen und ist für Herbst 2026 geplant. Name und Preis stehen noch nicht fest; eine Kassenerstattung wird angestrebt.
6 Minuten
Gutes Licht ist für viele Menschen mit Sehbehinderung kein Komfort, sondern eine Voraussetzung, um den Alltag zu bewältigen. The Daylight Company aus London entwickelt seit den späten 1980er Jahren Spezialleuchten, die natürliches Tageslicht so genau wie möglich nachbilden. Im Gespräch auf der SightCity erfahren wir, worauf es dabei ankommt: Farbwiedergabe, Farbtemperatur und Bedienbarkeit ohne Sichtkontakt. Außerdem geht es darum, wie das Unternehmen seine Produkte für Menschen mit Sehbehinderung zugänglich macht und warum der deutsche Markt noch Aufholbedarf hat.
12 Minuten
Wer als blinder oder sehbehinderter Mensch Windows nutzt, kommt ohne Screenreader nicht weit. Diese Software liest Bildschirminhalte aus und gibt sie als Sprache oder Braille-Ausgabe weiter. NVDA, die Open-Source-Alternative aus Australien, hat gegenüber JAWS in den letzten Jahren erheblich aufgeholt und ist kostenlos, portabel und auf älterer Hardware lauffähig. Was teils noch fehlt ist eine breitere Verankerung in Deutschland, bessere Braille-Unterstützung und mehr Know-how bei Anwenderinnen und Anwendern. Genau hier setzt das Projekt "NVDA nachhaltig" an. Rainer Brell vom Berufsförderungswerk Würzburg erklärt, wie das dreijährige Projekt NVDA gezielt weiterentwickeln und in der Fläche stärken will. Im Gespräch geht es u. a. um neue Add-ons wie das Blackout-Tool zur Demonstration für Sehende, geplante Braille-Zeilentreiber für ältere Geräte, eine Excel-Erweiterung sowie das neue Format HAWAII, in dem erfahrene Anwender ihr Wissen weitergeben. In weiteren Interviews mit NV Access und Vispero werfen wir unter anderem auch einen Blick auf die künftige Rolle von KI bei Screenreadern und kommende neue Funktionen in JAWS und NVDA.
8 Minuten
Klassische Vorlesegeräte und Künstliche Intelligenz -- das klingt nach einem Widerspruch. Wer auf einen einfach bedienbaren Scanner angewiesen ist, hat mit Cloud-Diensten und Internetverbindungen oft wenig am Hut. Der EasyReader AI von Koba Vision aus Belgien geht einen anderen Weg: Die KI läuft vollständig lokal auf dem Gerät und damit ohne WLAN und ohne Internet. Was das in der Praxis bedeutet und was die Offline-KI konkret kann, zeigt dieses Interview vom Koba-Vision-Stand. Außerdem punktet das Gerät mit einer verbesserten Sprachausgabe. Wir hören den Unterschied zwischen der neuen KI-Stimme und einer älteren Acapela-Sprachausgabe direkt im Vergleich.
8 Minuten
Draeger Lienert ist ein auf Arbeitsplatzausstattung spezialisiertes Unternehmen aus Marburg. In Teil 1 des Interviews mit Geschäftsführer Hansjörg Lienert befassen wir uns mit Software für Sehbehinderte. Wir sprechen über die Vorteile der niederländischen Großschriftlösung USA (Ultimate Screen Access) und die bekannteren Produkte ZoomText aus den USA und Supernova aus England.
6 Minuten
Wer täglich mit dem Langstock unterwegs ist, kennt das Gefühl: Der Stock bleibt an einer Bodenfuge hängen, der Aufprall geht in Handgelenk und Schulter … und das wiederholt sich hunderte Male am Tag. Dass sich daran etwas ändern lässt, haben vier Studenten aus Amsterdam bewiesen. Rollar ist ein niederländisches Start-up, das eine neue Stockspitze entwickelt hat: den Rollarbal. Er rollt nicht nur seitwärts, sondern in alle Richtungen - auch geradeaus. Damit entfällt die Reibung, die bei klassischen Rollspitzen entsteht, wenn man vorwärts geht. Mit 79 Gramm ist er kaum schwerer als eine herkömmliche Spitze. In diesem Kurzinterview von der SightCity erklärt einer der Rollar-Mitarbeiter, wie die Spitze technisch funktioniert, was sie vom bekannten Ambutech-Pahtfinder aus Kanada unterscheidet und welche Neuerungen gerade in Vorbereitung sind, darunter eine leisere Variante und eine Schraubverbindung für Kombistöcke. Außerdem gibt es Informationen zur Kompatibilität mit gängigen Stockmodellen und zum Preis.
13 Minuten
Was wäre, wenn ein Gerät auf dem Kopf das leisten könnte, wofür ein Blindenführhund jahrelang ausgebildet werden muss? Das rumänische Startup dotLumen arbeitet genau daran und war mit seinem Ansatz eines der meistdiskutierten Ausstellerstücke der SightCity 2026. Das Prinzip: Sechs Kameras erfassen die Umgebung, eine KI berechnet den sicheren Weg und der Nutzer spürt das Ergebnis als Vibration an der Stirn. Ohne Smartphone, ohne Internetverbindung, ohne Kamera-Daten in der Cloud, vergleichbar der Technik in einem selbst fahrenden Auto. In dieser Episode erklärt Gründer Cornel Amariei, wie die Technologie funktioniert, warum er das Unternehmen gegründet hat und wohin die Reise geht. Außerdem zu hören: ein kurzer Selbstversuch mit dem Gerät direkt am Messestand, inklusive Einführungs-Tutorial.
10 Minuten
Viele kennen das: Man braucht schnell Hilfe, aber niemand ist in der Nähe. Tower Fernassistenz will genau diese Lücke schließen. Ein Team aus ausgebildeten Assistentinnen und Assistenten ist per App erreichbar und hilft kompetent blinden und sehbehinderten Menschen aber auch älteren Menschen oder Personen mit Lernbehinderung in Echtzeit, egal ob bei der Orientierung, beim Fernzugriff auf den PC oder beim Entziffern eines Formulars. Auf der SightCity 2026 spricht Christian mit Kai Bißbort von Tower über die Entwicklung des Dienstes: mehr Verfügbarkeit, neun Assistenten im Team und ein Preismodell, das ab Juli starten soll. Was kostet das? Wie funktioniert ein Anruf technisch? Und kann so ein Dienst wirtschaftlich überleben, wenn die Zielgruppe vergleichsweise klein ist? Außerdem: Wie positioniert sich Tower gegenüber KI-Tools wie Gemini oder Be My Eyes, und warum setzen die Kasseler trotzdem auf menschliche Assistenz? Ein Dienst, der zeigt, dass Teilhabe keine Frage des Zufalls sein muss.
8 Minuten
Der Deutsche Hilfsmittelvertrieb (DHV) gehört auf der Sightcity zu den meistbesuchten Ständen. Wer praktische Alltagshelfer sucht und sie direkt mitnehmen möchte, ist hier genau richtig. Im Gespräch mit Michael Kostros, frisch zertifizierter Blickpunkt-Auge-Berater, geht es um das, was Kunden häufig brauchen: Markierungspunkte, Füllstandsanzeiger, Würfel in allen Varianten. Produkte, die selten im Mittelpunkt stehen, aber den Alltag blinder und sehbehinderter Menschen häufig erleichtern. Beim Thema Uhren zeigt sich ein klarer Trend: Taktile Modelle verlieren an Boden, sprechende Uhren laufen stabil. Dazu kommen Neuigkeiten aus dem Ikonn-Sortiment: Ein Blutdruckmessgerät und ein weiteres Maßband stehen kurz vor der Verfügbarkeit. Der neue Farbsensor ist bereits erhältlich und lässt sich auf Stoff- und Kunststoffoberflächen einstellen. Außerdem ist ein Hinweis auf Infotape enthalten. Sechs mal im Jahr gibt es Testberichte rund um neue Produkte und Grundlagen aus dem Bereich der Audiotechnik.
13 Minuten
Das indische Unternehmen Thinkerbell Labs hat auf der SightCity 2026 zwei Geräte gezeigt. Annie ist ein Lerngerät für blinde Kinder. Es bringt ihnen Braille bei, ohne dass eine Lehrkraft danebensitzen muss. Was das Gerät kann, wie es aufgebaut ist und warum es bereits in mehreren Ländern im Einsatz ist, erklärt der erste Teil dieser Episode. Im zweiten Teil geht es um Tactera: Thinkerbell Labs entwickelt eine 32-Zellen-Braillezeile mit Notizfunktion, eigens entwickelten Braille-Zellen und KI-Integration. Der geplante Preis liegt bei günstigen 1.250 Euro. Das Gerät ist noch nicht auf dem Markt, aber auf der SightCity gab es bereits viele Details zu sehen und zu hören.
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Sightviews - der Podcast rund um Technik für blinde und sehbehinderte Menschen