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Sightviews Archiv

391 Episoden
13 Minuten
In Teil 3 des Interviews mit Hansjörg Lienert sprechen wir über die eigenen Software-Produkte von DL. Mit Quicknotes kann man Informationen und Wissen zielgerichtet verwalten und der DL Kalender versteht sich nun nicht nur mit Outlook Exchange, sondern auch mit anderen Kalenderformaten. Außerdem erfahren wir, dass DL bei Bedarf eine eigene lokale künstliche Intelligenz bereitstellen kann, völlig datenschutzkonform und sicher.
9 Minuten
Seit Jahren begleitet der feelSpace naviGürtel blinde und sehbehinderte Menschen sicher durch den Alltag. Auf der Sightcity 2026 hat Markus Böttner von FeelSpace verraten, was sich an der neuen Version alles verändert hat: vom Gewicht über die Bedienung bis hin zum Status als zertifiziertes Medizinprodukt. außerdem sprechen wir über eine Funktion, die viele Nutzerinnen und Nutzer unterschätzen, die im Alltag etwa beim Überqueren eines Parkplatzes oder Finden einer Verkehrsinsel aber eine echte Hilfe sein kann. Und: Warum der Hinderniswarner InnoMake Clip nicht mehr im Sortiment ist und welche Pläne es für die Zukunft gibt.
10 Minuten
Rango ist ein kleines Gerät am Langstock, das per 3D-Ton vor Hindernissen warnt. Dabei wird gefiltert, was wirklich auf dem Weg liegt und nicht vor allem gewarnt, was sich gerade in der Nähe bewegt. Im Gespräch erfahrt ihr, wie Rango zwischen wichtigen und unwichtigen Hindernissen unterscheidet, warum das Unternehmen bei der Sensorik bewusst auf Ultraschall statt auf Kamera setzt und welche Rolle Datenschutz dabei spielt. Außerdem ein Ausblick auf einen Sprachassistenten, der künftig im Rango-Menü Fragen beantworten und bei Bedarf die Umgebung beschreiben soll. Auch für Deutschland gibt es Neuigkeiten: Mit TFA aus Osnabrück steht inzwischen ein Vertrieb zur Verfügung. Wer sich für die Frage interessiert, wie unterschiedliche Hersteller das Problem der Hinderniserkennung angehen und was das für den Alltag bedeutet, bekommt hier einen Einblick aus erster Hand.
7 Minuten
Bildschirmlesegeräte sind für viele Menschen mit Sehbehinderung unverzichtbar und doch ändert sich an ihnen selten etwas. Reinecker Vision hat bei der diesjährigen Sightcity ihr neues Modell VEO UNO als Weltpremiere präsentiert. Das „Uno" steht für das erste einer ganzen neuen Gerätefamilie. Neu sind unter anderem der überarbeitete Kreuztisch, die neue Bedienlogik mit erweiterten Tasten und das überarbeitete Hauptmenü. Ein Ansatz, der in der Kassenversorgung nicht selbstverständlich ist: Das VEO UNO ist konsequent auf Reparierbarkeit ausgelegt und wird in Deutschland entwickelt und gebaut. Außerdem gibt Herr Degen einen Ausblick auf weitere Modelle, die im Laufe des Jahres 2026 folgen sollen, unter anderem mit Touchscreen-Bedienung und Vorlesefunktion.
7 Minuten
Ein Blindenstock, der weiß, wo man ist, den nächsten Bus ansagt und auf allgemeine Fragen antwortet - klingt nach Zukunft, ist aber schon erhältlich. Tobias Fechner von Reinecker Vision erklärt im Gespräch, was sich beim WeWALK 2 seit dem letzten ausführlichen SightViews-Test getan hat. Konkret geht es um den verbesserten KI-Assistenten, die neue Lautstärkeregelung und die ÖPNV-Funktion, die Echtzeit-Abfahrtsdaten direkt am Stock abrufbar macht. Außerdem erfahrt ihr, was ihr mitbringen müsst, wenn ihr den WeWALK 2 nutzen möchtet und warum das Thema Kostenübernahme keine einfache Antwort hat.
17 Minuten
Mathematik gilt für viele blinde Schülerinnen und Schüler als besonders schwierig. Dies nicht, weil die Inhalte zu kompliziert wären, sondern weil die Werkzeuge fehlen, um eigenständig zu messen, zu zeichnen und zu rechnen. Die Firma Inventivio aus Nürnberg zeigte auf der SightCity, wie sich das ändern lässt. Mit den Magic Math Tools, einem magnetischen Lineal, Winkelmesser und Zirkel mit QR-Code-Erkennung, lassen sich Längen und Winkel auf den Millimeter genau messen, ganz ohne fremde Hilfe. Ergänzt wird das System durch ein Set ertastbarer Zahlen und Buchstaben, mit dem sich Rechenaufgaben selbstständig legen und sofort überprüfen lassen. Im Gespräch erfahrt ihr, wie aus reiner Theorie spielerisches, motivierendes Lernen wird und warum das für viele mehr bedeutet als nur eine technische Spielerei. Außerdem gibt es ein Update zum großen Tactonom-Pro-Display, das seit Jahren in der Entwicklung ist.
7 Minuten
Die SightCity überrascht jedes Jahr mit Produkten abseits der großen Hightech-Lösungen. Bei 3Tek aus Dänemark war es ein mechanischer Geschirrspüler-Statusanzeiger, der im Geschirrkorb hängt und automatisch anzeigt, ob das Geschirr sauber oder schmutzig ist. Ganz ohne Strom, App oder Abo. Die Idee entstand aus einer ganz persönlichen Alltagserfahrung des Erfinders. Ob das Produkt vor allem für blinde Menschen relevant ist, darüber lässt sich streiten. Interessant wird es jedenfalls überall dort, wo sich mehrere Menschen eine Küche teilen. Das Produkt richtet sich ausdrücklich an alle. Für knapp 27 Euro ist es direkt beim Hersteller bestellbar.
9 Minuten
Welches iPhone ist das richtige für blinde und sehbehinderte Menschen? Jürgen Pfleger, bekannt als Apfelfleger, gibt eine klare Antwort. Die reicht vom günstigen iPhone 17 E für Einsteiger bis zum Pro mit LiDAR-Scanner für alle, die etwa Voice Vista in vollem Umfang nutzen wollen. Das iPhone 17 Air kommt dabei nicht gut weg. Ein zweites Thema: Zehn-Finger-Schreiben. Jürgen erklärt, warum er das für eine Grundkompetenz hält, die kein Diktat ersetzen kann, und was er deshalb in seinen Schulungen anbietet. Außerdem gibt es eine klare Empfehlung, wenn es um Bluetooth-Tastaturen für unterwegs geht.
11 Minuten
Kann der kostenlose Screenreader NVDA auch eine Alternative zu JAWS im Bereich von beruflichen Arbeitsplätzen sein? Wer sollte eventuell von JAWS auf NVDA umsteigen? Und warum bieten eigentlich so wenig Hilfsmittelfirmen Dienstleistungen rund um NVDA an? Das und mehr in Teil 2 des Interviews mit Draeger Lienert.
6 Minuten
Kurze Braille-Beschriftungen fehlen oft dort, wo sie gebraucht werden: Auf Lebensmitteln, temporären Hinweisschildern oder am Hotelzimmer. Wer Braille nicht beherrscht, steht vor einem Problem. Dot Inc. aus Südkorea, bekannt durch Produkte wie die Dotwatch-Uhr und das Dotpad-Grafikdisplay, zeigt auf der SightCity 2026 einen neuen Ansatz: den Nemonic Dot, einen kompakten Braille-Etikettendrucker. Das Gerät lässt sich per App steuern. Text wird gesprochen oder getippt, der Drucker prägt ihn auf ein Klebeband. Braillekenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Besonders interessant ist die geplante Schnittstelle zu bestehenden Softwaresystemen. In Apotheken oder Hotels könnte der Nemonic Dot direkt an vorhandene Software angebunden werden und automatisch Braille-Beschriftungen erzeugen. Im Gespräch ist Dave Williams, der aus England stammt und der Braillists Foundation vorsteht. Seine Stimme dürfte manchem Hörer internationaler Podcasts bekannt sein.
14 Minuten
Tobias Stuntebeck von whitecane war auf der SightCity 2026 und hat eine ungewöhnliche Idee mitgebracht: Was, wenn Langstockläuferinnen und -läufer im Notfall auf dieselben Strukturen zurückgreifen könnten, die Autofahrer schon lange kennen? Konkret: eine Pannenhilfe, die zwar nicht repariert, aber Situationen klärt. Wer ist gestürzt? Gibt es Personenschaden? Brauche ich Hilfe, die ich selbst nicht organisieren kann? Daneben gibt es Neuigkeiten aus dem Unternehmen: Der IO ist jetzt im Hilfsmittelverzeichnis gelistet, und zur SightCity wurde eine limitierte Edition vorgestellt, entstanden in enger Zusammenarbeit mit einer Langstockläuferin.
8 Minuten
Wer ein Hotelzimmer sucht, am Strand sein Handtuch wiederfinden will oder auf dem Weg zur Arbeit beweglichen Hindernissen ausweichen möchte, kennt das Problem. Akustische Orientierung muss funktionieren, ohne Apps, Bluetooth-Pairing oder Ladezyklen. Vistac hat dafür ein Produkt aus der Schweiz ins Sortiment aufgenommen. Bones AG, bekannt durch die Milestone-Produktfamilie, hat mit Ping Pong ein Sender-Empfänger-System entwickelt. Der Handsender Ping löst das Gerät Pong aus, das dann einen Ton abgibt. Kein Pairing, keine App. Die Reichweite liegt bei 80 bis 100 Metern. Pong enthält rund 30 verschiedene Klangbilder, darunter auch Hintergrundgeräusche wie Straßenlärm für den Einsatz beim Orientierungs- und Mobilitätstraining. In dieser Folge spricht Christian Stahlberg mit Stephan Knecht, dem Geschäftsführer von Bones AG, über drei konkrete Einsatzszenarien, das Kanalkonzept für den Betrieb mehrerer Geräte und die Frage, warum das Produkt seinen Ursprung in Schweden hat. Außerdem gibt es einen kurzen Ausblick auf die Weiterentwicklung des Milestone.
5 Minuten
Auf der SightCity 2026 haben wir Cellico besucht, ein Startup aus Südkorea. Das Unternehmen entwickelt die EyeCane, eine AR-Brille für Menschen mit Sehbehinderung – zum Beispiel durch altersbedingte Makuladegeneration oder Glaukom. Wichtig: Das Gerät setzt vorhandenes Restsehvermögen voraus und ist nicht für blinde Menschen gedacht. Eine eingebaute Kamera nimmt das Bild vor dem Nutzer auf und blendet es dort ins Sichtfeld ein, wo die Netzhaut noch funktioniert. Dazu kommen Vergrößerung, Texterkennung mit Vorlesen und Kontrastmodi. Die Brille wird komplett in Korea entwickelt und gefertigt und ist dort bereits mit staatlicher Förderung erhältlich. Auf der SightCity suchte Cellico nach Vertriebspartnern für den europäischen Markt.
9 Minuten
Haushaltsgeräte barrierefrei bedienen klingt selbstverständlich, ist es aber oft nicht. Wer blind oder sehbehindert ist und ein neues Gerät kauft, riskiert einen Fehlkauf. Im Gespräch mit Robert Rupprecht von Feelware geht es um aktuelle Geräte, die Erstattungslage bei Krankenkassen für die Audio-Umrüstung und die Vorstellung eines Händlernetzes. Außerdem: Eine Mikrowelle, die live im Interview demonstriert wird.
6 Minuten
Wir sprechen mit Antonio Quesada, Gründer und Geschäftsführer des spanischen Unternehmens Eyesynth. Sein Produkt NIIRA, kurz für "Non-Invasive Image Resynthesis into Audio", wandelt Tiefeninformationen aus der Umgebung in ein weiches, meeresähnliches Geräusch um. Das System besteht aus einer Brille mit integrierter Kamera und einer externen Recheneinheit in etwa Smartphone-Größe. Drei Technologien arbeiten dabei zusammen: ein Lasersystem, ein Tiefensensor und eine Farbkamera. Im Gespräch erklärt Antonio Quesada, was sich in der aktuellen Version verändert hat: Das Gestell ist leichter geworden, die Recheneinheit kompakter. Die Software spricht nun auch Deutsch und Japanisch. Neu ist außerdem ein dritter Betriebsmodus, der den erfassten Sichtkegel individuell einengen lässt, was praktisch in belebten Umgebungen ist. NIIRA ist über die Website eyesynth.com erhältlich, laut Hersteller für etwa 2.300 Euro. Gespräche mit deutschen Vertriebspartnern laufen.
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Sightviews - der Podcast rund um Technik für blinde und sehbehinderte Menschen