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Literatur und Politik Archiv

60 Episoden
1 Stunde 6 Minuten
Im Gespräch mit Moderator Werner Schlierike, gibt der Indologe und Autor Oliver Schulz einen detaillierten Einblick in die zahlreichen Facetten der indischen Gesellschaft und Kultur. Dabei deckt er die Gegensätze zwischen Slums und dynamischen Wirtschaftszentren sowie modernsten Technologien und festverankerten Traditionen auf.

Historisch nimmt Schulz die Unabhängigkeit Indiens in den Blick, beleuchtet die anhaltenden Konflikte zwischen Muslimen und Hindu-Nationalisten, insbesondere unter der Regierung von Premierminister Narendra Modi, sowie die wachsende Wirtschaftsmacht des Staates und sein Anspruch auf eine Führungsrolle in der Weltgemeinschaft. Zudem geht Schulz auf zahlreiche Herausforderungen ein, wie etwa die begrenzten Bildungschancen, die Indien künftig überwinden muss.

Die Folge ist eine Aufzeichnung der Veranstaltung vom 21. November 2024.
1 Stunde 12 Minuten
Im Gespräch mit Klimajournalist Philipp Lemmerich beleuchtet Entwicklungsforscher und Autor Benjamin Schraven, wie sich die Dimensionen des Klimawandels auf Flucht und Migration global auswirken. Jedoch hinterfragt Schraven kritisch den Begriff „Klimamigration“ und argumentiert, dass seiner Ansicht nach die Befürchtungen der gigantischen Klimaflüchtlingswellen eher einer verzerrten Wahrnehmung als der Realität entsprechen.

Die Folge bietet einen aufschlussreichen und differenzierten Blick auf ein sehr zentrales Thema der globalen Klimadebatte, das Politik, Gesellschaft und Medien vor große Herausforderungen stellt.

Die Folge ist eine Aufzeichnung der Veranstaltung vom 10. Oktober 2024.
1 Stunde 7 Minuten
Im Gespräch mit hr-Moderatorin Doris Renck, analysiert der Historiker Jens Schöne, der selbst in der ehemaligen DDR geboren und aufgewachsen ist, die historischen Entwicklungen des „Arbeiter und Bauernstaates“ sowie dessen ideologische Grundlagen. Auch untersucht er die komplexe Beziehung zwischen Staat und Gesellschaft unter der SED. Zugleich gibt er Einblicke in die Lebensrealitäten der Menschen in diesem System. Diese Episode bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Rolle der DDR in der deutschen Geschichte und regt zur Reflexion über politische und gesellschaftliche Strukturen an, die bis in die Gegenwart nachzuwirken scheinen.

Die Folge ist eine Aufzeichnung der Veranstaltung vom 19. September 2024.
32 Minuten
Der Mord an Walter Lübcke und der Anschlag in Hanau haben weit über Hessen hinaus Entsetzen und Betroffenheit ausgelöst. Immer wieder kamen die Fragen auf, wo die Anfänge rechter Gewalt in der Bundesrepublik liegen und wie sich vermeintliche Einzeltäter und Netzwerke entwickeln konnten. Im Gespräch mit Moderator Stefan Schröder zeichnen die Autorin Yvonne Weyrauch und der Autor Sascha Schmidt die Entwicklungen der rechtsextremen Szene in Hessen nach, untersuchen Strukturen und klären über Irrtümer auf.
1 Stunde 17 Minuten
Demokratie als Einheit in Vielheit begreifen, dafür plädiert der Autor und Historiker Till van Rahden. Im Gespräch mit Moderatorin Dors Renck blickt er zurück auf historische Definition von Demokratie und fragt, welche Lehren wir daraus für unsere Gegenwart ziehen können. Bedeutet Demokratie mehr als Wahlen und wodurch wird eine demokratische Gesellschaft bedroht? Diese und weitere Fragen erläutert Till van Rahden in seinen Ausführungen.

Angeregt durch die Impulse aus dem Publikum geht er auf die Bedeutung der individuellen Freiheit und die Möglichkeiten, das demokratische Zusammenleben im Alltag zu stärken, ein.

Die Folge ist eine Aufzeichnung der gleichnamigen Veranstaltung vom 20. Juni 2024.
1 Stunde 29 Minuten
Was macht Hessen aus? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Moderatorin Mechthild Harting und die beiden Autoren Stefan Schröder und Hans Sarkowicz wagen sich aber dennoch an den Versuch und beleuchten in ihrem Gespräch die Vielfalt des Landes von Nord bis Süd, von Ost bis West. Sie blicken zurück in die Geschichte, reisen durch die Regionen und werfen auch einen Blick in die Zukunft. Gemeinsam diskutieren sie mit dem Publikum über Veränderungen und schwelgen in kulinarischen Genüssen.

Die Folge ist eine Aufzeichnung der gleichnamigen Veranstaltung vom 16. Mai 2024.
1 Stunde 11 Minuten
Spione und Geheimagenten erfreuen sich nicht erst seit James Bond einer großen Beliebtheit. Frauen kamen in den Geschichten und Filmen eher als Statistinnen am Rande vor. Das kann doch nicht sein, haben sich die Autorin Ann-Katrin Müller und Autor Maik Baumgärtner gesagt und sich auf Recherche begeben. Vom Kaiserreich bis in die Gegenwart haben sie Spuren von Geheimagentinnen aufgenommen und sind dem Weg der wagemutigen Frauen, die sich nicht an die Konventionen ihrer Zeit gehalten haben, nachgegangen. Ihre Ergebnisse ihrer Forschung stellen sie im Gespräch mit Moderator Robert Wolff vor.

Die Folge ist eine Aufzeichnung der gleichnamigen Veranstaltung vom 25. April 2024.
1 Stunde 24 Minuten
Literatur und Politik LIVE: Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde – die einen verteufeln sie, die anderen loben ihre Potenziale. Autorin Manuela Lenzen und Moderator Stephan Hübner diskutieren in dieser Folge Möglichkeiten und Grenzen der Künstlichen Intelligenz und blicken zurück auf die Anfänge der KI-Forschung. Sie fragen nach ihren wichtigsten Einsatzmöglichkeiten und erläutern bereits eingetretene oder anstehende Folgen. Wie genau ist Intelligenz eigentlich definiert und können Maschinen Emotionen empfinden? Manuela Lenzen erklärt Grundbegriffe und beantwortet Fragen aus dem Publikum.

Die Folge ist eine Aufzeichnung der gleichnamigen Veranstaltung vom 21. März 2024.
45 Minuten
Literatur und Politik LIVE: Wie entsteht eigentlich ein Buch? Am Beispiel von „Hessen im 20. Jahrhundert. Eine politische Geschichte“ gehen Verleger Lothar Wekel und Moderator Stefan Schröder den Weg von der Idee bis zum gedruckten Werk nach und erläutern die einzelnen Schritte sowie die Veränderungen, die durch dem Angriff Russlands auf die Ukraine entstanden sind. Was macht eine Lektorin, ein Lektor und welchen Einfluss hat künstliche Intelligent auf den Buchmarkt? Diese und weitere Fragen diskutiert Lothar Wekel mit Stefan Schröder und beiden stellen sich den Fragen des Publikums.

Die Folge ist eine Aufzeichnung der gleichnamigen Veranstaltung vom 22. Februar 2024.
48 Minuten
Von der ersten deutschen Ballonfahrerin Wilhelmine Reichard bis hin zu politischen Aktivistinnen wie der nordamerikanischen Indigenen Zitkala-Ša – viele Frauen sind von der Geschichtsschreibung bisher unentdeckt geblieben. Sie haben aber dennoch ihre Zeit geprägt und mitgestaltet. Im Gespräch setzen sich die Moderatorin Sabine Königs und die Historikerin Barbara Beck mit mutigen, tragischen und inspirierenden Frauen der vergangenen drei Jahrhunderte auseinander und fragen, auf welche Weise es den Frauen gelang, ihren normativ und gesellschaftlich eng geschnürten Käfig auf dem Weg zur Berühmtheit zu durchbrechen.
46 Minuten
Zeit ist bekanntlich Geld. Aber gilt das umgekehrt auch so? In dieser Folge begeben sich Moderatorin Doris Renck und Autor Sebastian Teupe in das Reich des Geldes, und begegnen dem deutschen Trauma der Hyperinflation im Jahr 1923. Wie konnte es erst überhaupt so weit kommen? Sie gehen gemeinsam auf Spurensuche, um die historische Verantwortung von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in der Weichenstellung dieses Jahrhundertereignisses zu beleuchten. Mit ihren Schlussfolgerungen bieten sie Antworten auf Fragen der Zeitgeschichte, bilden aber auch wichtige Bezüge zur von Krieg und Inflation geprägten Gegenwart.
56 Minuten
In der Podcast-Folge setzen Moderatorin Esther Schapira und Autor Prof. Dr. Peter Longerich zum Verständnis des Antisemitismus bei einer historischen Analyse an und verfolgen die Spuren des Judenhasses bis in das Zeitalter der Aufklärung zurück. Wie lassen sich die unterschiedlichen Erscheinungsformen in verschiedenen historischen Epochen erklären? Im Gespräch gehen Schapira und Longerich auch den Fragen nach, welche Funktion Antisemitismus für die nationale Identität haben kann, welche Parallelen es zu heutigen Erscheinungsformen gibt und warum der Blick zurück für das Verständnis von heute so wichtig ist.
41 Minuten
Demokratie lebt vom Mitmachen, aber warum gehört auch Streit dazu? Was machen eigentlich Abgeordnete und welche Rechte haben Kinder und Jugendliche? Moderatorin Mechthild Harting und Autorin Christine Schulz-Reiss widmen sich diesen Fragen und wollen so Appetit machen, sich mit politischen Themen und Strukturen auseinanderzusetzen. Im Gespräch ordnen sie die Bedeutung des Bundestags für die Demokratie in Deutschland ein, erklären die Bedeutung von Menschenrechten und wagen einen Blick in die Zukunft: Welchen Einfluss haben Soziale Medien auf unser demokratisches Miteinander? Und wo kann ich selbst mitgestalten?
32 Minuten
Diese Folge spielt im hohen Norden – genauer gesagt in der Arktis. Findet am Nordpol gerade der letzte große Verteilungskampf statt und wem gehört der Nordpol eigentlich? Moderator Dominik Lessmeister und Autor Dr. Michael Paul analysieren Schritt für Schritt die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die geopolitischen, strategischen und wirtschaftlichen Interessen der europäischen und außereuropäischen Anrainerstaaten und untersuchen die Folgen des Klimawandels. Ebenso gehen sie dem selbstbewussten Auftreten Chinas und der Frage, warum der Nordpol auch für Deutschland sicherheitspolitisch von Bedeutung ist, nach.
52 Minuten
Flucht, Exil, der Verlust von Heimat und sogar des eigenen Lebens – all diese Erfahrungen verbinden die drei Frauen Helena Nathan, Anna Seghers und Hannah Arendt. In der Podcast-Folge zeichnen Moderatorin Bianca Schwarz und Autorin und Zeichnerin Anna Faroqhi die Lebenswege der drei Frauen nach und fragen immer wieder, welche Erfahrungen von Flucht und Ankommen heute in unserer Gesellschaft präsent sind. Dabei geht es auch darum, diese drei Frauen und ihre besonderen Stimmen wieder sicht- und hörbar zu machen, zu erläutern, warum sie Andersdenkerinnen sind und wie sich solche komplexen Geschichten in einer Graphic Novel darstellen lassen.