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2489 Episoden
13 Minuten
Es liest Uwe Kullnick.

In Anspielung an Goethes letzten Wunsch Mehr Licht verspricht dieser Gedichtband Meer Licht. Meer und Licht sind dabei nicht nur leitende Motive dieser Gedichte, sondern stehen stellvertretend für Natur und Geist und erklären sich wechselseitig. Dem Meer vergleichbare kraftvolle Bewegungen kennzeichnen die Verse; sinnliche Qualität von Klang, Rhythmus und Bildern verbindet sich mit lichtvoller Klarheit der Aussage. Immer wieder vermittelt der Zauber sprachlicher Schönheit zugleich die Erkenntnis der Hintergründigkeit des Seins.

Bodo Heimann studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte, Staatsexamen und Promotion zum Dr. phil. mit einer Dissertation über Gottfried Benn. Lehrtätigkeit an Gymnasien und Universitäten, Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Kiel. Literarische und literaturwissenschaftliche Veröffentlichungen, Gedichte, Kurzprosa, Essays, viele Beiträge in Literatur- und Fachzeitschriften, Handbüchern und Lexika. Auszeichnungen: Eichendorff-Literaturpreis, Fedor-Malchow-Lyrikpreis, Grand Prix Méditerranée, Litauen-Reisestipendium des VS und Auswärtigen Amtes.
1 Stunde 1 Minute
Livestream-Lesung und Buchpremiere von Christof Weigold “DIE LETZTE GELIEBTE – HOLLYWOOD 1923 – Hardy Engels dritter Fall” (BAND 3 der Hardy-Engel-Reihe bei Kiepenheuer & Witsch -historischer Kriminalroman)

Lesung und Buchvorstellung von Christof Weigold zu seinem neuen Buch “Die letzte Geliebte”, live aus seinem Büro in München – eine Mischung aus spannenden Lesestellen und Hintergründen zu den authentischen Skandalen und Kriminalfällen, zur Recherche und Entstehung, zu aktuellen Bezügen des historischen Falles von 1923, in dem es u.a. um den ersten Skandalpräsidenten der USA, um den Ku-Klux-Klan und um Rassismus geht.

Buch-Release ist am Tag der Livestream-Lesung, Vorbestellungen überall online und im Buchhandel ab sofort. Die Bände der Roman-Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.

Zum Inhalt von “Die letzte Geliebte”: Hollywood in den Roaring Twenties, der Aufstieg des Ku-Klux-Klan und eine Verschwörung, die in die höchsten politischen Kreise reicht … Das Jahr 1923 ist angebrochen. Das Land wird regiert von einem Präsidenten, der es nicht so genau nimmt mit Anstand und Moral. Skandale erschüttern die politische Elite – aber an der Westküste hat man andere Probleme. Vor allem Privatermittler Hardy Engel, dessen neuester Auftrag ihn mitten hineinführt in den dunklen Sumpf von Hollywood. Und diesmal stinkt die Sache wirklich zum Himmel. »Finden Sie heraus, was Will Hays für Dreck am Stecken hat. Ich will diesen Heuchler zu Fall bringen!« – Mit diesem Satz beginnt für Hardy Engel sein bislang schwierigster Fall. Will Hays: oberster Boss von Hollywood, der Saubermann des Filmgeschäfts. Aber Engel weiß nur zu gut: gerade die mit den weißesten Westen haben am meisten zu verbergen. Und tatsächlich: Ex-Minister Hays pflegt nicht nur regen Kontakt zum Ku-Klux-Klan, der gerade rasantenZulauf erlebt und immer brutaler agiert. Es gibt auch eine junge,geheimnisvolle Frau, über die er seine Hand hält. Ist sie Hays’ Geliebte? Oder deckt er einen anderen, noch mächtigeren Mann, dessen Verhältnis mit ihr nicht auffliegen darf? Als Engel und seine Gefährtin Polly anfangen, tiefer zu graben, wird klar: Hier geht es um eine Affäre, die höchste politische Kreise betrifft. Wer ist der mächtige Mann im Schatten? Gibt es nur die eine mysteriöse Geliebte? Engels Gegenspieler schrecken jedenfalls vor nichts zurück. Und die erste Leiche lässt nicht lange auf sich warten …

Christof Weigold

Geboren 1966, schrieb Theaterstücke und war von 1996 bis 1999 fester Autor bei der »Harald-Schmidt-Show« in Köln, für die er auch vor der Kamera stand. Seit 2000 arbeitet er als freier Drehbuchautor für Film und Fernsehen. 2018 erschien der erste Band der Reihe um den deutschen Privatermittler Hardy Engel, »Der Mann, der nicht mitspielt«. Er wurde für den Glauser-Preis nominiert und mit dem Preis des Mordharz-Festivals ausgezeichnet. 2019 folgte der zweite Band »Der blutrote Teppich«. Christof Weigold lebt in München.
17 Minuten
DigiLABS, der „Digitale Literaturatlas von Bayerisch-Schwaben”, ist online. Das bundesweit einmalige Digitalisierungsprojekt kartiert die Literaturlandschaft Bayerisch-Schwabens. Auf einer digitalen Karte verzeichnet finden sich die Wirkungsorte von Autorinnen und Autoren aus dem bayerisch-schwäbischen Raum, ebenso wie literarische Gedenkstätten.
5 Minuten
Eröffnung der Sonderausstellung im Rahmen des TeLiTo-Projektes am 21. August. Dauer der Ausstellung bis 8. November 2020. Wir berichten von der Eröffnung.

Endlich ist es soweit und wir können Sie/Euch zur Sonderausstellung ins Museum Tegernseer Tal einladen!? Tegernseer Literatur Touren? heißt das Projekt, das im Museum gemeinsam mit dem Literaturschloß Edelstetten nun bereits seit einiger Zeit bearbeitet wird. Wie berichtet, wurde mit Mitteln des Bundes, welche das Projekt finanzieren, die Beleuchtung des Museums modernisiert, sodass das Heimatmuseum nun einen weiteren Schritt zur Visualisierung seiner kulturhistorischen Sammlung machen konnte. Der Tegernsee als Hotspot der Literaturgeschichte zieht sich über viele Jahrhunderte. Vom bedeutenden Schaffen der Tegernseer Mönche bis zu den Heimatkrimis der Gegenwart verbindet er vielerlei Genres. Im Kloster Tegernsee entstanden neben den mannigfaltigen geistlichen Werken gebildeter Theologen profane Texte, die die deutschsprachige Literatur entscheidend geprägt haben. Mit den Landesbeschreibungen des 19. Jahrhunderts und dem ersten ?Fremdenführer, Joseph von Hefners Beschreibung Tegernsees und seiner Umgegend von 1838, änderte sich das Augenmerk auf Landschaft und Kultur. Dem allgemeinen Zustrom an hochgestellten Persönlichkeiten folgend, entdeckten zunehmend auch Künstler und Literaten die Schönheit des Tegernseer Tales und seine schaffenskräftige Inspiration.

Große Namen der deutschen Literaturgeschichte sind darunter, 2020/21 gedenkt man besonders der Todestage von Ludwig Ganghofer und Ludwig Thoma. In den Reihen finden sich ebenso Franz von Kobell, Karl Stieler, Max Mohr und teils schon weniger bekannte Namen wie Wilhelm Diess, Georg Stöger-Ostin und anderen. Thematisiert wird zudem das Schaffen schreibender Frauen, wie Hedwig Courths-Mahler, ihrer Tochter Friede Birkner, Grete Weil und Carry Brachvogel. Mancher literarische Text ist einfach nur in der Sommerfrische hier entstanden. Andere wiederum greifen die Gegebenheiten der Region als zentrales Element ihrer Handlung auf. Ein weiter Bogen durch die Jahrhunderte spannt sich über die detailreiche Sonderausstellung im Museum Tegernseer Tal, die ab 22. August geöffnet ist.

Ausstellungsöffnung: 22. August  – 8. November 2020, jeweils Freitag und Samstag von 10-13 Uhr und Sonntag von 13-16 Uhr

Begleitend zur Sonderausstellung sind im Herbst Vorträge zu diesen Themen geplant.

Am Freitag, 21. August kann die Ausstellung ab 17.30 Uhr besucht werden.

Um 19.30 Uhr hält Prof. Dr. Klaus Wolf den Auftaktvortrag

“Tegernsee als literarischer Thinktank des Spätmittelalters.”

Dieser findet im Alten Schalthaus Tegernsee, in der Hochfeldstraße, statt.

Derzeit sind leider aufgrund der geltenden Abstandgebote noch keine Führungen möglich. Museum Tegernseer Tal, Seestraße 17 (Ecke Bahnhofstraße), 83684 Tegernsee

Eintritt für Erwachsene: 5,- EUR, mit der TegernseeCard ermäßigten Eintritt! Mitglieder des Altertums-Gauverein haben jederzeit kostenlosen Eintritt ins MuseumFür den Vortrag werden freiwillige Spenden erbeten

Altertums-Gauverein Tegernsee e.V.Träger des Museums Tegernseer Tal, Seestraße 17, 83684 Tegernsee. Tel: 08022/4978 od. 4862 – mobil: 0174/991 99 98

Ort:

Museum Tegernseer Tal 
11 Minuten
Es liest Uwe Kullnick.

In Anspielung an Goethes letzten Wunsch Mehr Licht verspricht dieser Gedichtband Meer Licht . Meer und Licht sind dabei nicht nur leitende Motive dieser Gedichte, sondern stehen stellvertretend für Natur und Geist und erklären sich wechselseitig. Dem Meer vergleichbare kraftvolle Bewegungen kennzeichnen die Verse; sinnliche Qualität von Klang, Rhythmus und Bildern verbindet sich mit lichtvoller Klarheit der Aussage. Immer wieder vermittelt der Zauber sprachlicher Schönheit zugleich die Erkenntnis der Hintergründigkeit des Seins.

Bodo Heimann studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte, Staatsexamen und Promotion zum Dr. phil. mit einer Dissertation über Gottfried Benn. Lehrtätigkeit an Gymnasien und Universitäten, Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Kiel. Literarische und literaturwissenschaftliche Veröffentlichungen, Gedichte, Kurzprosa, Essays, viele Beiträge in Literatur- und Fachzeitschriften, Handbüchern und Lexika. Auszeichnungen: Eichendorff-Literaturpreis, Fedor-Malchow-Lyrikpreis, Grand Prix Méditerranée, Litauen-Reisestipendium des VS und Auswärtigen Amtes.
19 Minuten
Die Tagung gehört zum Projekt TELITO und musste leider wegen Corona ausfallen. Sie wird nun in Form eines Tagungsbandes realisiert. Prof. Wolf erzählt über die Tagung und über das gewandelte Bild von Ludwig Ganghofer.

TELITO: Tegernseer LiteraTouren – Literaturpfade in die Gegenwart.

Der heute weitgehend vergessene bayerische Schriftsteller Ludwig Ganghofer verstarb am 24. Juli 1920 in Tegernsee. In dieser Zeit waren er und sein Kollege und Freund Ludwig Thoma die bekanntesten und erfolgreichsten „volkstümlichen“ Schriftsteller in Bayern. Ganghofer war eine vielseitige Persönlichkeit. Als professioneller Autor schrieb er Alpenromane, die ihn berühmt machten, und pflegte sein Image als Heimatschriftsteller und Jäger. Daneben war er in der Kunst- undLiteraturszene Münchens aktiv und bestens vernetzt, wo er junge Autoren wie Rainer Maria Rilke und Hugo von Hofmannsthal unterstützte. Ganghofer beschäftigte sich intensiv mit dem neuen Medium Film und wurde der erste verfilmte Autor in Deutschland. Die Tagung nimmt den 100. Todestag zum Anlass, sich mit dem Negativimage auseinanderzusetzen, das Ludwig Ganghofer heute anhaftet. Sie beschäftigt sich mit Themen seines Werkes und Aspekten seiner Persönlichkeit, die ihn mit unserer Gegenwart verbinden. Programm:

Prof. Dr. Klaus Wolf, Universität Augsburg – Das Bairische bei Ludwig Ganghofer,

Dr. Ulrich Hohoff, Universitätsbibliothek Augsburg – Der meistgelesene Schriftsteller Deutschlands. Ursachen für Ludwig Ganghofers Erfolg,

Dr. Peter Czoik, bayerische Staatsbibliothek – Ludwig Ganghofer und die Juden (Arbeitstitel),

Prof. Dr. Waldemar Fromm, LMU München – Ganghofer, Bahr, Hofmannsthal und die Heimatkunst der Moderne

Dr. Michael Stephan, Stadtarchiv München – Georg Queri (1879-1919) – ein Journalist, Schriftsteller und Volkskundler im Schatten von Ludwig Ganghofer

Dr. Elisabeth Tworek, Leiterin der Kulturabteilung des Bezirks Oberbayern – Ludwig Ganghofer – Typograph der oberbayerischen Landschaft

Dr. Kay Wolfinger, LMU – Große und subtile Jagd. Ludwig Ganghofer gegen den Strich

Tanja Sandner (Universität Augsburg) – Die touristische Präsentation Ludwig Ganghofers an seinem Kindheitsort Welden

Prof. Dr. Gertrud Maria Rösch (Universität Heidelberg) – Ludwig Ganghofer und Ludwig Thoma

Die Publikation der Beiträge wird als Sonderheft der Zeitschrift „Literatur in Bayern“, von Gerd Holzheimer, Ulrich Hohoff und Klaus Wolf herausgegeben. Die Beiträge des Tagungsbandes werden hier im Radio zu hören sein.

Prof. Dr. Klaus Wolf ist Universitätsprofessor für Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit dem Schwerpunkt Bayern. Der ausgewiesene Fachmann für bayerische Literatur lehrt und forscht an der Universität Augsburg. Er betreut den Masterstudiengang Germanistik, leitet Archiv und Forschungsstelle für Literatur aus Schwaben (ALS), ist ordentliches Mitglied der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Ordentliches Mitglied des Instituts für Europäische Kulturgeschichte, Erster Vorsitzender des Vereins “Literaturschloss Edelstetten”, u.v.a.
13 Minuten
Gelesen von Marlisa Thumm (aus Projekt Gutenberg)

Manfred Kyber

Geboren am 01.03.1880 in Riga, gestorben am 10.03.1933 in Löwenstein/Württemberg.

Kyber studierte von 1900 – 1902 Philosophie, Psychologie und Deutsche Literaturgeschichte in Leipzig. Er arbeitete als Verlagsangestellter und war Leiter der “Deutschen Volksbühne” in Riga. Kyber war ein Anhänger Rudolf Steiners, seine anthroposophischen Tiergeschichten zeigen diesen Einfluß. Kyber setzte sich vehement für den Tierschutz ein.
43 Minuten
Mit den Lustgärten der Fürstenpaläste und Königsschlösser assoziiert man in erster Linie künstlerische Meisterleistungen der Gartengestaltung. Die dazu nötigen technischen Anlagen jedoch liegen im Verborgenen, dem Auge des Besuchers bewusst entzogen. So werden z. B. die großen Fontänen vor dem Nymphenburger Schloss in München von Pumpen in die Höhe getrieben, die in einem eigenen »Dörfchen« und in einem Flügel des Schlosses gut versteckt sind. Dieses Buch spürt den verborgenen genialen Leistungen der Ingenieure und Physiker im Nymphenburger Schlosspark nach, ohne die das Konzept der barocken Gartenanlage undenkbar wäre. Zum Vergleich dienen die grandiosen Vorbilder in Versailles und Sanssouci. Die wissenschafts- und technikhistorische Exkursion führt von der frühen Neuzeit durch das Zeitalter des Barock und die industrielle Revolution bis heute; dabei sind Phänomene zu entdecken, die selbst aus dem Blickwinkel der modernen Physik rätselhaft sind. Unglaublich erscheinen die oftmals unkonventionellen Lösungen, die sich Ingenieure einfallen lassen mussten, um die technischen Herausforderungen zu meistern.

Spaziergang: Michael Eckert, der Autor von Physik im Schlosspark” lud Uwe Kullnick ein, mit ihm zu den Fontänen im Garten des Schlosses Nymphenburg zu gehen. Bei diesem Spaziergang erklärte Eckert, wie die Fontänen gesteuert werden und wurden. Er erläuterte welche Maßnahmen von Seiten der Erbauer getroffen wurden, um schöne, hohe und nachhaltig nutzbare Fontänen zu erschaffen. Welche Rolle die Landschaft spielt und wie diese, eigentlich nur dem Schönen dienenden Einrichtungen auch Techniktreiber im positiven Sinne waren. Erfolge und Irrtümer wechselten sich ab. Auch nach Jahrhunderten ist die Technik beeindruckend. Michael Eckert ist ein guter Führer durch die Technik und die Wissenschaft der Fontänen, nicht nur in Nymphenburg, sondern auch in Versailles und Sansouci.

Michael Eckert promovierte an der Technischen Universität München und der Universität Bayreuth in theoretischer Physik. Anschließend war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Museum, bevor er einige Jahre als Lektor für Mathematik / Physik / Informatik beim Bayerischen Schulbuchverlag in München arbeitete. Danach wechselte er erneut zum Deutschen Museum. Mittlerweile ist er Senior Researcher am dortigen Forschungsinstitut. Sein Thema »Physik im Schlosspark« ist Teil der Vortragsreihe »Wissenschaft für Jedermann«.
1 Stunde 35 Minuten
Uwe Kullnick und Katharina Glück sprechen mit Bettina Deiniger, Franz Schiermeier, Susanna Rieder, Martin Arz und Thomas Endl über diesen außergewöhnlichen Zusammenschluss. Das Gespräch fand in Buchladen der Münchner Buchmacher im Rathaus München statt.

“Die Buchmacher sind sieben unabhängige Verlage, die sich zu einer Kooperation entschlossen haben, um den kollegialen Austausch zu fördern und gemeinsame Aktionen durchzuführen. Sie stehen für den persönlichen Kontakt zu ihren AutorInnen und dem Buchhandel, liebevoll gestaltete Bücher, Engagement und besondere Titel abseits des Mainstreams.

Austernbank Verlag (www.austernbank-verlag.de)

edition tingeltangel (www.edition-tingeltangel.de)

Franz Schiermeier Verlag (www.stadtatlas-muenchen.de)

Hirschkäfer Verlag (www.hirschkaefer-verlag.de)

Morisken Verlag (www.morisken-verlag.de)

Schillo Verlag (www.schillo-verlag.de)

Susanna Rieder Verlag (www.riederbuch.de)
40 Minuten
*Leider war die Mikrophonanlage ungeeignet um auch die Musikanteile der Lesung aufzuzeichnen. Daher haben wir die Musik von Juli Linden (Geige) und Anna Rehker (Cello) nicht mitschneiden können. Deshalb ist nur die Lesung von Quint Buchholz zu hören. Wir bitten um Ihr Verständnis. Außerdem musste die Veranstaltung wegen des einsetzenden Regens abgebrochen werden und ist daher verkürzt.

Das Buch” “Vom Glück der Langsamkeit” von Quint Buchholz öffnet Räume des Zur-Ruhe-Kommens, der Verlangsamung, des Innehaltens und erinnert an die fast in Vergessenheit geratene Kunst der Muße. Quint Buchholz liest aus seinem Buch Geschichten und Gedichte von vielen bekannten Autoren.

Quint Buchholz, geboren 1957, studierte Kunstgeschichte, Malerei und Grafik. Er arbeitet als Maler und Illustrator für deutsche und internationale Verlage und hat über 40 Bücher illustriert. Seine Bücher sind inzwischen in mehr als dreißig Ländern erschienen und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.
15 Minuten
„Arisch ist der Zopf – jüdisch ist der Bubikopf“, wenn nicht gar „Deutsche Mädchen tragen Zöpfe, deutsche Schweine Bubiköpfe“, reimte und hetzte die nationalsozialistische Propaganda vor und nach der Machtergreifung. Damit wurde der Antisemitismus mit dem Antifeminismus verbunden, denn der Bubikopf war ein Merkmal moderner, emanzipierter Frauen. …

Eine Rezension von Rolf Löchel

Den Text der Rezension finden Sie hier.

Es sprach Marlisa Thumm
7 Minuten
Dr. Pia-Elisabeth Leuschner,geb. 1966 in München, studierte Italianistik, Komparatistik und Anglistik in München, Köln, Canterbury und Venedig und wurde 1999 mit einer komparatistischen Arbeit zu Musik in Texten der englischen und deutschen Romantik promoviert. Sie arbeitet als Pressereferentin der Stiftung Lyrik Kabinett München und betreut dort u.a. das pädagogische Modellprojekt Lust auf Lyrik, zudem freiberuflich als Moderatorin, Jurorin, als wissenschaftliche Publizistin, gelegentlich auch als Übersetzerin, Sprecherin und Lektorin.

Armin Steigenberger, geboren 1965 in Nürnberg, lebt in München. Studium der Architektur mit Abschluss zum Architekten, seit 2001 freier Schriftsteller. Vorwiegend Lyrik; Prosa, Essay, Dramatik. Von 1998 bis 2000 1. Vorsitzender des Münchner Literaturbüros, seit 2000 Leitung von Lite­ratur­seminaren und Schreib­werkstätten. Mit­heraus­geber der Literatur­zeitschrift außer.dem. Mitglied der Mün­chener Lyrik­gruppe reimfrei. Teilnehmer der Darm­städter Text­werkstatt bei Kurt Drawert seit 2008.

Preise und Auszeichnungen 1. Preis beim 11. Irseer Pegasus, 2009; In der letzten Auswahl­runde zum 3. Dramen-Wett­bewerb der Alexander S. Onassis Public Benefit Foundation mit dem Theaterstück Planspiel, 2006; 3. Preis bei dO!PEN-Award, 2006

Website: Armin Steigenberger
1 Stunde 14 Minuten
Gefördert durch Bayerische Einigung, TELITO (Tegernseer LiteraTouren) und den Nederlands Letterenfonds// Dutch Foundation for Literature

Klein-Texas in Oberbayern: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bohrt der niederländische Bergbauingenieur und Pionier der Erdölindustrie Adrian Stoop an den Ufern des Tegernsees nach Öl – und wird fündig. Die Erste Bayerische Petroleum Gesellschaft fördert fast fünf Jahre lang das Schwarze Gold, auch wenn die ausgestoßenen Mengen vergleichsweise überschaubar bleiben. Am 27. Mai 1909 dann der Rückschlag: In Bohrloch III wird in 676 m Tiefe Wasser statt Öl angebohrt. Es stinkt auch noch nach faulen Eiern – was nun?

Ein Jahr später sorgt die Untersuchung der Quelle durch den Wiesseer Arzt Erwin von Dessauer für eine Sensation: Stoop hat quasi aus Versehen die deutschlandweit stärkste Jod-Schwefel-Heilquelle gefunden. Der Niederländer erkennt das Potenzial des Thermalwassers und beginnt sofort mit dem Bau der ersten Bäder. Das vom Architekten Alois Degano entworfene moderne Kurhaus öffnet 1912 und Bad Wiessee steigt rasant zum ebenso bekannten wie beliebten Kurort auf. In den 1930er Jahren zieht es auch die Nationalsozialisten an den Tegernsee; SA-Leiter Ernst Röhm wird 1934 in der Nacht der langen Messer aus dem Bett einer örtlichen Pension geholt, nach München gebracht und ermordet.

In seinem Buch begibt sich der Niederländer Reinjan Mulders, der seit seiner Jugend mit Bad Wiessee eng verbunden ist, auf eine Zeitreise, spürt der Idylle des einzigartigen niederländisch-bayerischen Kurorts nach, stellt aber mit Blick auf den Zweiten Weltkrieg auch die Frage nach dem Sinn und Unsinn einer „schuldigen Landschaft“.
27 Minuten
Die 1980er Jahre in den USA waren geprägt vom wirtschaftlichen Aufschwung und einer aufstrebenden Konsumkultur, die Künstlerinnen aus der ganzen Welt inspirierte. Andy Warhol wurde zum Gesicht einer popkulturellen Bewegung, die den Konsum ebenso feierte wie sie ihn kritisierte. Mittelpunkt der Party war Warhols Studio „The Factory“ in New York City, wo sich die berühmtesten Künstlerinnen, Musikerinnen und Schauspielerinnen dieser Zeit fast zufällig begegneten. Mittendrin: der Fotograf Christopher Makos, ein enger Vertrauter Warhols. 25 seiner teils dokumentarischen, teils inszenierten Aufnahmen von Andy Warhol und dessen berühmter Entourage sind in der Ausstellung From a New Yorker’s Perspective – Photography by Christopher Makos im Amerikahaus München zu sehen.

Im Inneren von Warhols „The Factory“

Makos‘ Fotografien öffnen den Ausstellungsbesucherinnen die Türen zur 860 Broadway Factory. Dem Ort, an dem Schauspielerin Liza Minnelli mit Ex-Beatle John Lennon über sein neues Album sprach. An dem der Künstler Jean-Michel Basquiat seine ersten Erfolge feierte und Mick Jagger von den Rolling Stones ein und

ausging. Makos porträtierte die Ikone Warhol ebenso wie dessen Freundinnen und fing in Schnappschüssen den „American Way of Life“ in den 1980er Jahren ein.

Wenn er Andy Warhol mit einer Frauenperücke zeigt oder Elizabeth Taylor inmitten eines Biker-Treffens fotografiert, paart sich Banalität mit Glamour und Realität mit Fiktion.

Ikone unter Ikonen

In der Fotografenszene war Makos kein Unbekannter. Anfang der 1970er Jahre zog Makos nach Paris, um Architektur zu studieren und absolvierte eine Ausbildung bei dem berühmten Fotografen Man Ray, kehrte aber anschließend nach New York zurück. Sein 1977 erschienenes Buch White Trash, das die Punkszene New Yorks dokumentierte, katapultierte ihn mitten hinein in New Yorks Fotografenszene, die seinen grafischen, teils provokativen fotorealistischen Stil feierte. Andy Warhol wurde auf Makos aufmerksam und bot ihm einen Job in seiner „Factory“ an. So Andy Warhol 1982 in Madrid, fotografiert von Christopher Makos.