Mutismus-Podcast Archiv
175 Episoden
19 Minuten
Als sie im Mutismus-Talk gefragt wurde, warum Mutisten nicht erklären können, warum sie nicht sprechen, war Christine Winter erst mal um eine gute Antwort verlegen. Sie hatte sich diese Frage selbst bis dahin nie gestellt.
In dieser Folge denkt die Mutismusberaterin und ehemals Betroffene laut darüber nach:
Psychische Erkrankungen enthalten für die davon betroffenen Menschen eigentlich immer Aspekte, die ihnen unerklärlich sind.
Für Menschen mit Selektivem Mutismus kommt hinzu, dass sie meist keine Erinnerung an eine Zeit ohne Mutismus haben.
Wenn die Fragestellung zu investigativ ist, verhindert höchstwahrscheinlich eine mutistische Blockade die Antwort.
In dieser Folge denkt die Mutismusberaterin und ehemals Betroffene laut darüber nach:
Psychische Erkrankungen enthalten für die davon betroffenen Menschen eigentlich immer Aspekte, die ihnen unerklärlich sind.
Für Menschen mit Selektivem Mutismus kommt hinzu, dass sie meist keine Erinnerung an eine Zeit ohne Mutismus haben.
Wenn die Fragestellung zu investigativ ist, verhindert höchstwahrscheinlich eine mutistische Blockade die Antwort.
30 Minuten
In dieser Folge teilt Christine Winter ihre Gedanken zu drei Ebenen von Kontakt, die sie "das Du", "das Wir" und "das Ich" nennt. Wenn alle drei in einer Begegnung spürbar sind, wird Kommunikation spontan, authentisch und unkompliziert.
Für Mutismus-Betroffene geht das nicht automatisch, und eine neue Ebene kann sich zuerst sogar falsch anfühlen.
Für Mutismus-Betroffene geht das nicht automatisch, und eine neue Ebene kann sich zuerst sogar falsch anfühlen.
23 Minuten
Dein Kind spricht seit Monaten in der Therapie, aber in der Schulklasse ändert sich nichts. Dann kommt der Schulwechsel, und plötzlich redet es mit Lehrern und Klassenkameraden. Ein Wunder? Nein.
In dieser Folge erklärt Christine Winter, warum Mutismus-Betroffene in vertrauten Gruppen oft kein verändertes Verhalten zeigen können, selbst wenn Therapie und Förderung längst wirken. Der Grund liegt in der Gruppendynamik: Sobald sich eine Gruppe auf feste Regeln eingespielt hat, lässt sie keine plötzlichen Abweichungen zu. Erst wenn sich der Rahmen ändert, etwa durch eine neue Klasse oder eine neue Gruppe, wird sichtbar, was längst entwickelt wurde.
In dieser Folge erklärt Christine Winter, warum Mutismus-Betroffene in vertrauten Gruppen oft kein verändertes Verhalten zeigen können, selbst wenn Therapie und Förderung längst wirken. Der Grund liegt in der Gruppendynamik: Sobald sich eine Gruppe auf feste Regeln eingespielt hat, lässt sie keine plötzlichen Abweichungen zu. Erst wenn sich der Rahmen ändert, etwa durch eine neue Klasse oder eine neue Gruppe, wird sichtbar, was längst entwickelt wurde.
21 Minuten
Wer "Mutismus" hört, versucht unwillkürlich, sich etwas darunter vorzustellen.
Das Problem dabei ist: Wir können uns unsere Vorstellung nur auf der Basis von Erfahrungen herleiten - aber die allermeisten Menschen haben nie etwas vergleichbares erlebt. Und so entstehen Missverständnisse - beispielsweise, dass Selektiver Mutismus ein schwerer Fall von Schüchternheit sei.
Das Problem dabei ist: Wir können uns unsere Vorstellung nur auf der Basis von Erfahrungen herleiten - aber die allermeisten Menschen haben nie etwas vergleichbares erlebt. Und so entstehen Missverständnisse - beispielsweise, dass Selektiver Mutismus ein schwerer Fall von Schüchternheit sei.
20 Minuten
In dieser Folge erzählt Christine Winter drei kleine Geschichten von sich. Du erfährst die Gemeinsamkeit von Smalltalk auf Englisch, Arbeiten an einem Auskunftsschalter und Klavierspielen an Weihnachten.
Kleiner Spoiler: Es geht unter anderem um Erfolgserlebnisse und leicht schaffbare kleine Schritte.
Kleiner Spoiler: Es geht unter anderem um Erfolgserlebnisse und leicht schaffbare kleine Schritte.
22 Minuten
Künstliche Intelligenz verändert aktuell, wie Prüfungen an Hochschulen geplant werden. Das wird bald auch auf weiterführende Schulen ausstrahlen und dazu führen, dass Fachgespräche, praktische Prüfungen und persönliche Stellungnahmen noch mehr Gewicht bekommen. Dafür wird wohl die Abfrage von reinem Faktenwissen weniger relevant für die Noten.
Das betrifft dann Mutisten besonders, denn genau die Situationen, die verstärkt beurteilt werden, sind für sie am schwersten zu bewältigen.
Christine Winter teilt sieben Gedanken, die dabei eine Rolle spielen und leitet daraus ab, warum es immer wichtiger wird, beim Nachteilsausgleich den Nachteil, der ausgeglichen werden soll, wirklich zu verstehen.
Das betrifft dann Mutisten besonders, denn genau die Situationen, die verstärkt beurteilt werden, sind für sie am schwersten zu bewältigen.
Christine Winter teilt sieben Gedanken, die dabei eine Rolle spielen und leitet daraus ab, warum es immer wichtiger wird, beim Nachteilsausgleich den Nachteil, der ausgeglichen werden soll, wirklich zu verstehen.
15 Minuten
Hitze macht müde, dünnhäutig und ungeduldig, das kennt jeder. Doch was passiert, wenn das Nervensystem schon im Alltag am Limit läuft?
Christine Winter erklärt in dieser Folge des Mutismus-Podcasts, warum Hitzestress mutistische Blockaden wahrscheinlicher macht und weshalb Selbstfürsorge gerade dann unverzichtbar ist. Aus eigener Erfahrung mit Selektivem Mutismus zeigt sie, warum "Durchpowern um jeden Preis" die falsche Strategie ist. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie körperliche Stressoren und Sprechblockaden zusammenhängen.
Christine Winter erklärt in dieser Folge des Mutismus-Podcasts, warum Hitzestress mutistische Blockaden wahrscheinlicher macht und weshalb Selbstfürsorge gerade dann unverzichtbar ist. Aus eigener Erfahrung mit Selektivem Mutismus zeigt sie, warum "Durchpowern um jeden Preis" die falsche Strategie ist. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie körperliche Stressoren und Sprechblockaden zusammenhängen.
19 Minuten
Leider hat der Begriff “Komfortzone” ein ganz schlechtes Image, weil “Komfort” im Deutschen so klingt wie “faul auf dem Sofa liegend Netflix bis zum Ende kucken”.
Dabei würde mehr Comfort echt helfen. Nicht nur den Mutismus-Betroffenen.
Dabei würde mehr Comfort echt helfen. Nicht nur den Mutismus-Betroffenen.
17 Minuten
Ist es für ein Kind mit Selektivem Mutismus ein Fortschritt, wenn es nicht mehr immer erstarrt, sondern die Situation verlassen kann oder abwehrend den Kopf schüttelt? Die ehrliche Antwort ist: Das kommt drauf an...
31 Minuten
Im Normalfall sind wir im Kontakt - aber nur, wenn die wesentlichen Zutaten vorhanden sind.
29 Minuten
Wenn wir selektiven Mutismus betrachten und dabei Kontakt in den Mittelpunkt stellen (statt wie üblich das Sprechen und Nicht-Sprechen) ergeben sich spannende Beobachtungen.
Zum Beispiel, dass spontane und authentische Kommunikation davon abhängt, ob der Kontakt miteinander sicher und stabil ist.
Zum Beispiel, dass spontane und authentische Kommunikation davon abhängt, ob der Kontakt miteinander sicher und stabil ist.
22 Minuten
Für Menschen mit Selektivem Mutismus ist eines besonders wichtig: stabiler Kontakt. Denn Unsicherheit in einer Begegnung ist DER Auslöser für mutistische Blockaden.
Also liegt die Frage auf der Hand: Was bedeutet in diesem Zusammenhang "stabil"?
Also liegt die Frage auf der Hand: Was bedeutet in diesem Zusammenhang "stabil"?
24 Minuten
Stabiler und als sicher empfundener Kontakt ist entscheidend dafür, ob ein Gespräch klappt. Ganz besonders wenn man Selektiven Mutismus hat.
21 Minuten
Trotz Angst Erfahrungen machen: geht.
Also kann man mit der Angst umgehen und aus Erfahrung die Angst verlieren.
Trotz Blockade Erfahrungen machen: geht nicht.
Aber ohne Blockade geht alles. Einschließlich der Erfahrung, wie sich Blockaden umgehen lassen.
Also kann man mit der Angst umgehen und aus Erfahrung die Angst verlieren.
Trotz Blockade Erfahrungen machen: geht nicht.
Aber ohne Blockade geht alles. Einschließlich der Erfahrung, wie sich Blockaden umgehen lassen.
14 Minuten
Manche Aufforderungen hört man, wenn man Selektiven Mutismus hat, immer wieder.
Sie sind wohlwollend und unterstützend gemeint. Und gerade deswegen erzeugen sie besonders starken psychologischen Druck.
Sie sind wohlwollend und unterstützend gemeint. Und gerade deswegen erzeugen sie besonders starken psychologischen Druck.