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  3. CAISzeit – In welcher digitalen Gesellschaft wollen wir leben? Podcast

Episoden

1 minute
"Texte, die irgendwie geschehen. Nicht aus Gedanken, aus Wahrscheinlichkeiten."

Alles andere als generisch: Im Gespräch mit Autor und Medienwissenschaftler Roberto Simanowski und CAIS-Forscherin Jana Baum aus dem Forschungsprogramm Digitale Demokratische Innovationen diskutieren wir, welche Folgen das mathematische Denken der Sprachmaschinen mit sich bringt. In welchem Verhältnis stehen KI-Output und Erkenntnis? Welche Fähigkeiten verlieren wir durch den Einsatz von Large Language Models – und können wir auch etwas gewinnen? Und welche Rolle spielt die Philosophie in der Debatte um KI?
1 minute
Aussehen und Stimme wirken echt, die Erklärung sitzt – aber irgendwas stimmt nicht. Genau in diesem Moment kippt Faszination in Unbehagen: Willkommen im sogenannten Uncanny Valley, dem „Gruselgraben" zwischen menschlich und menschenähnlich.

In der neuen Folge unseres Podcast spricht Jasmin Baake mit Host Matthias Begenat über ihre aktuelle Forschung zu KI-generierten Avataren und deren Wirkung auf uns Menschen. Die zentrale Frage: Wie steht es um das Vertrauen in künstliche Avatare in der Wissenschaftskommunikation?

Jasmin Baake untersucht, wann uns künstliche Avatare helfen und wann sie unser Vertrauen zerstören. Ihre Studie „Balancing Realism and Trust: AI Avatars In Science Communication", die sie gemeinsam mit Josephine B. Schmitt und Julia Metag veröffentlicht hat, liefert wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit generativer KI in der Wissenschaftskommunikation.

Zur Studie: Baake, J., Schmitt, J., & Metag, J. (2025). Balancing Realism and Trust: AI Avatars In Science Communication. Journal of Science Communication, 24(2). https://doi.org/10.22323/2.24020203

Empfehlungen zum Thema:

dieFilmfabrik. (2015, Dezember 6). CGI des Grauens – Das ist das Uncanny Valley [Video]. YouTube. https://www.youtube.com/watch?v=Hxu9OYesTe8

Buolamwini, J. (2024). Unmasking AI: My mission to protect what is human in a world of machines. Random House.

Block, E., & Lovegrove, R. (2021). Discordant storytelling, “honest fakery,” identity peddling: How uncanny CGI characters are jamming public relations and influencer practices. Public Relations Inquiry, 10(3), 265–293. https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/2046147X211026936

Stein, J. P., Breves, P. L., & Anders, N. (2024). Parasocial interactions with real and virtual influencers: The role of perceived similarity and human-likeness. New Media & Society, 26(6), 3433–3453. https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/14614448221102900

Duckwitz, A. (2024, Oktober). „21-year-old robot living in LA“ – Die schöne neue Welt der KI-Influencer. Konrad-Adenauer-Stiftung – Die Politische Meinung. https://www.kas.de/de/web/die-politische-meinung/artikel/detail/-/content/21-year-old-robot-living-in-la
36 Minuten
In dieser Folge der CAISzeit spricht Host Dr. Matthias Begenat mit Samuel T. Simon über Agilität in der Wissenschaft. Gemeinsam diskutieren sie, wie Forschung mit Hilfe agiler Methoden organisiert werden kann, ohne dass Tiefe und wissenschaftliche Gründlichkeit verloren gehen. Außerdem werfen sie einen Blick auf experimentelle Formate und Tools, die gleichzeitig Prozesse strukturieren und Freiräume für interdisziplinäre Forschung schaffen können.

Agilität in der Wissenschaft – ist das möglich? Samuel T. Simon argumentiert, dass agile Methoden nicht nur Buzzwords sind, sondern Vorteile für Forschungsprozesse bringen können. Ob bei CERN, NASA oder in der Nachhaltigkeitsforschung: Agile Ansätze können dabei helfen, Prozesse zu optimieren, Teams effizienter zusammenarbeiten zu lassen und Freiräume für die eigentliche Forschung zu schaffen.

Dabei geht es vor allem um transparente Kommunikation, klare Strukturen und effiziente Prozesse: Scrum, Kanban und andere Tools machen Projektfortschritte und Zuständigkeiten sichtbar, schaffen Übersicht und ermöglichen eine gemeinsame Sprache. So kann Forschung trotz Agilität weiterhin sorgfältig und wissenschaftlich bleiben. Gleichzeitig erfordert agiles Arbeiten Kompetenzen wie Unsicherheitstoleranz, eine positive Fehlerkultur und transparente Kommunikation sowie eine verantwortliche Prozessbegleitung durch eine:n Facilitator.

Empfehlungen zum Thema:

Agile Infrastruktur am CERN zur kompletten Umstrukturierung des Ressourcen- und Konfigurationsmanagements ihrer Computing-Center: https://cds.cern.ch/record/1622187

NASA’s Agile Community of Practice: https://ntrs.nasa.gov/api/citations/20240011407/downloads/NASA%20Agile%20TIM%20-%20IAC%202024%20Presentation.pdf 

Paper "Agile by Accident" (Biely, 2024): https://doi.org/10.1007/s43545-023-00823-3

Crumbles Framework von Iikka Meriläinen & Julia Autio, University of Oulu: https://www.researchgate.net/publication/391395584_Crumbles_A_Framework_and_Ontology_for_Modular_Inter-and_Transdisciplinary_Dissemination

ScrumAdemia, entwickelt von sieben Doktorand*innen am GIGA, ist eine speziell auf die Herausforderungen der Promotionsphase zugeschnittene Adaption des Scrum-Frameworks: https://www.cambridge.org/core/journals/ps-political-science-and-politics/article/introducing-scrumademia-an-agile-guide-for-doctoral-research/6275B823DB54B3FB56011C8A7B182528  

"Zwischen den Welten – Ein Wegweiser für transdisziplinäre Forschung" von Josephine B. Schmitt und Samuel T. Simon: https://www.cais-research.de/forschung/inkubator/forschungsinkubator-wegweiser/

Open Educational Resource-Kurs "Agile Forschung" der Uni Duisburg-Essen (noch nicht veröffentlicht)

Blogbeitrag zu "Agil Arbeiten in der Wissenschaft"
34 Minuten
Wie stehen Bürger:innen eigentlich zu umwelt- und klimafreundlichen Innovationen?  Im "Pop-Up Citizen Lab" des CAIS untersucht ein Forschungsteam in Bochum, wie Menschen auf grüne Innovationen reagieren – und zwar nicht etwa durch klassische Umfragen, sondern durch innovative Bürgerlabore, die direkt vor Ort stattfinden und in denen neuartige Formen der Beteiligung entwickelt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Wärmewende und die Frage: Wie können Bürger:innen besser in Entscheidungen einbezogen werden, die ihren Alltag und ihre Nachbarschaft direkt betreffen?

Über die Herausforderungen der Bürgerbeteiligung, über kreative Forschungsmethoden und darüber, warum es bei Innovationen eben nicht nur um Technik, sondern auch um die soziale Akzeptanz und Einbettung geht, spricht Pauline Heger mit Host Matthias Begenat.
59 Minuten
Hasskommentare, Aufrufe zur Gewalt oder rassistische Äußerungen – täglich werden Milliarden Inhalte in sozialen Medien veröffentlicht, darunter auch problematische Äußerungen. Doch wie werden diese Inhalte erkannt und wie moderiert? Warum bleiben hasserfüllte Postings in vielen Fällen online, während scheinbar harmlose Postings gelöscht werden? Wer entscheidet darüber? Wie funktioniert die Moderation der Inhalte genau? Und welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz dabei?

Gemeinsam mit den Forscher:innen Anna Ricarda Luther (Institut für Informationsmanagement Bremen, Universität Bremen), David Hartmann (Weizenbaum-Institut & TU Berlin) und Prof. Dr. Hendrik Heuer (CAIS, Forschungsprogramm "Design vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz") spricht Host Dr. Matthias Begenat über die Moderation der Inhalte auf Social-Media-Plattformen.

Ein besonderer Fokus liegt auf den sozialen Folgen. Hassrede bleibt nicht nur im digitalen Raum, sondern beeinflusst die Lebensrealität von Aktivist:innen, Lokalpolitiker:innen, Journalist:innen und engagierten Nutzer:innen. Wer regelmäßig angegriffen wird, zieht sich häufig zurück – mit direkten Auswirkungen auf politische Teilhabe und Meinungsvielfalt.

Trotz der Herausforderungen gibt es Entwicklungen, die Anlass zur Hoffnung geben. Die Forscher:innen sprechen über neue gesetzliche Regulierungen wie den Digital Services Act, fordern mehr Transparenz und Kontrolle sowie besseren Zugang zu Plattformdaten. Außerdem diskutieren sie zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich für sichere digitale Räume starkmachen: Wie kann Moderation besser, fairer und wirksamer werden? Welche Verantwortung tragen Plattformen – und welche Rechte sollten Nutzer:innen haben?

Disclaimer: In dieser Folge wird über hasserfüllte Sprache, beleidigende Begriffe und diskriminierende Konzepte gesprochen – u.a. zum Genozid in Myanmar und Tigray und über rassistische Äußerungen. Aus Transparenzgründen haben wir uns entschieden, diese Begriffe im Original wiederzugeben. Wenn Euch das belastet, überspringt gerne die entsprechenden Passagen.

4:28 – 5:06: Genozid an den Rohingya in Myanmar

5:08 – 6:09: Bürgerkrieg in Äthiopien

10:44 – 11:14: Geleakte Dokumente von Meta mit Angabe von beleidigenden Äußerungen

38:30 – 38:50: Hass gegen Menschen mit Behinderung

40:00 – 40:36: Beleidigungen gegen Muslim:innen

Hinweis:

Betroffene von Hassrede können sich an HateAid wenden: https://hateaid.org/

beratung@hateaid.org

Empfehlungen zum Thema:

Initiative Save Social

Beitrag von Hendrik Heuer, Anna Ricarda Luther und David Hartmann auf der re:publica 25

Data Workers Inquiry

"The Cleaners" (2018) – Dokumentarfilm

"Careless People" von Sarah Wynn-Williams

"Code & Vorurteil - Über Künstliche Intelligenz, Rassismus und Antisemitismus"

"Empire of AI" von Karen Hao
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Über diesen Podcast

In welcher digitalen Gesellschaft wollen wir eigentlich leben? Dieser Frage widmet sich die CAISzeit. Im Podcast des Center for Advanced Internet Studies (CAIS) diskutieren wir mit Forscher:innen aus verschiedenen Disziplinen, wie die Digitalisierung unsere Gesellschaft verändert. Welche Gefahren gibt es im digitalen Raum und welche Potentiale eröffnet er? Welche digitalen Innovationen bestimmen die Zukunft? Wie verändern digitale Technologien schon jetzt, wie wir arbeiten, uns informieren und uns unsere Meinung bilden? Vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Forschung blicken Dr. Matthias Begenat und seine Gäste auf Phänomene der digitalen Transformation. Der digitale Wandel ist dabei mehr als eine rein technologische Entwicklung. Vielmehr ist er ein Prozess, der Politik, Wirtschaft, Medien, Kultur und unser gesamtes soziales Zusammenleben prägt.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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