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Schröder trifft Archiv

109 Episoden
1 Stunde 8 Minuten
Zum ersten Shooting wurde sie per Telegramm eingeladen, denn bei der Familie zu Hause in Dessau gab es damals in den 80ern noch kein Telefon. Die Aufnahmen für das DDR-Modemagazin „Modische Maschen“ wurde ein Riesenerfolg, obwohl ohne Makeup gearbeitet wurde und als einziges Dekorationsstück eine alte Gitarre herhalten musste. Die Belohnung: Anja Kossiwakis, damals noch Droszdoll, erschien dreimal hintereinander auf dem Cover des Blattes. Trotz dieser Erfolge hielt es die junge Frau nach dem Mauerfall nicht zuhause. Sie zog zu einer Tante nach Wiesbaden und fand mit ihrer Ausbildung als Finanzökonomin gleich bei der Nassauischen Sparkasse eine Stelle. Sie erzählt im Podcast „Schröder trifft“, dass ihr Mode und Finanzen längst nicht reichten. Mit den drei Kindern kam das Engagement als Elternbeirätin, für Unicef und die Kindernothilfe. Das Nerotalfest geht nicht nur auf ihre Idee zurück, sondern ist ohne Kossiwakis nicht denkbar. Wie sie es immer wieder schafft, an Bodyguards und Türstehern vorbei zu jeder Promi-Veranstaltung und VIP-Modenschau vorzudringen, erzählt sie ebenfalls im Gespräch mit VRM-Chefredakteur Stefan Schröder.
1 Stunde 2 Minuten
Ja, er kann eine Kuh mit der Hand melken. Nein, das gehört nicht zu seinem Berufsprofil. Denn Günter Berz-List, Inhaber der Schwälbchen-Molkerei in Bad Schwalbach, arbeitet mit Landwirten vom Eder-See bis zum Odenwald zusammen, die ihn mit Milch von ungefähr 20.000 Kühen versorgen. Er selbst nimmt schon mal gerne einen beherzten Schluck aus der Milchtüte, muss aber mit der Zeit gehen und bietet seinem Publikum mittlerweile wesentlich mehr an als die Milch, die müde Männer munter macht. Ayran, Skyr und die grüne Produktserie mit Spundekäs und Grüner Soße an der Spitze stabilisieren den Umsatz. Der leidet dennoch unter der Covid-19-Epidemie, weil das zweite Unternehmen, der Frischdienst mit Sitz in Mainz und Ilsfeld, viele Kantinen, Hotels und Restaurants nicht mehr beliefern konnte. Jetzt laufen die rund 10.000 Artikel, die Berz-List mit seinem Vertrieb liefert, aber wieder gut.
58 Minuten
Dieser Mann ist gelebte Zeitgeschichte. Seit fast einem halben Jahrhundert prägt er als Politiker die Geschicke der Demokratie in Deutschland. Minister in den Kabinetten Kohl und Merkel, Bundestagsabgeordneter seit 1972, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU und Parteivorsitzender. Vor allem aber war Wolfgang Schäuble maßgeblich daran beteiligt, die Deutsche Einheit 1990 zu organisieren. Wie schon vor 1989 der Deal Geld gegen Freizügigkeit mit der DDR ausgehandelt wurde, wie ihn, den kühlen Realpolitiker, die Gefühle einmal überwältigt haben und warum er die Einheit im Grundsatz als vollendet ansieht, das erzählt er im Podcast Schröder trifft SPEZIAL
1 Stunde 5 Minuten
Er kennt sie alle: Präsident George Bush junior, Wladimir Putin, Michail Gorbatschow, etliche Bundespräsidenten und gekrönte Häupter, allen voran Queen Elisabeth II. und die frühere Königin der Niederlande, Beatrix. Doch trotz aller Prominenz und Wichtigkeit will Dieter Beine diese Funktionsträger wie Menschen behandeln. Darin sieht er seine Aufgabe als Chef des Protokolls der hessischen Landesregierung. Was er in fast 20 Jahren alles erlebt hat, erzählt Beine (56) im Podcast „Schröder trifft“. Fettnäpfchen und Anekdoten garantiert. Auch ein klarer Sympathiefavorit ist unter seinen Gästen: Seine Heiligkeit, der Dalai Lama. Beine sehnt jedes Mal die halbe Stunde herbei, in der er seinem Lieblingsgast vor dem Abflug in der VIP-Lounge des Flughafens lauschen darf. Besonders hart haben ihn die Trauerfeiern der letzten zwölf Monate mitgenommen, als er zum Beispiel in Walter Lübcke und Thomas Schäfer auch zwei alte Freunde zu Grabe tragen musste.
1 Stunde 6 Minuten
Zehn Millionen verkaufte Bücher allein in Deutschland, Übersetzungen in 32 Sprachen – Nele Neuhaus hat es längst geschafft, sie ist hauptberuflich Schriftstellerin. Wer kann schon von sich behaupten, dass seine Leidenschaft zum Beruf wurde. Die Taunus-Krimis, die Jugendbücher um die Pferdeheldinnen Charlotte und Elena und die Roman-Trilogie um die junge Amerikanerin Sheridan Grant enthalten oft persönliche Erfahrungen der Autorin. Und sie nimmt gerne Anleihen bei der Wirklichkeit; vor allem muss die Arbeit der Polizei realitätsnah sein. Gewissenhaft forscht Nele Neuhaus, wenn sie sich einen neuen Fall vornimmt: über Windkraft, Computerhacker oder Organspenden. Sie bedauert im Podcast Schröder trifft, dass Leser leider Äußerungen ihrer Romanfiguren mit der Autorin gleichsetzen. Weil das im Internet für Wirbel sorgt, hält sie sich bei Social Media inzwischen zurück. Viel Energie steckt Neuhaus in ihre Stiftung, die sich der Förderung von Schreiben und Lesen bei Kindern und Jugendlichen widmet.
58 Minuten
Nirgendwo in Deutschland prallen die Kontraste zwischen Arm und Reich so brutal aufeinander wie im Frankfurter Bahnhofsviertel. Ulrich Mattner kennt beide Welten. Als Journalist hat er schon Geschäftsberichte für Banken geschrieben und war Ghostwriter für Große der Wirtschaft, u.a. Bill Gates. Doch seit zwei Jahrzehnten lebt und arbeitet er unter den Drogenkranken, Prostituierten, Wirten und Sozialarbeitern. Immer noch ist Mattner Journalist, aber jetzt sieht er sich als Mittler zwischen der bürgerlichen Außenwelt und dem Leben im Viertel zwischen Taunusanlage und Hauptbahnhof. Seine Führungen durch die Bordelle und Drückerecken sind legendär – und außerhalb von Corona-Zeiten ausverkauft. Für seinen Podcast ist Stefan Schröder mit seinem ehemaligen F.A.Z.-Kollegen ins My Way gegangen, ein Animierlokal, das unterhalb eines Bordells in der Taunusstraße liegt.
1 Stunde 11 Minuten
Was macht ein Kabarettist, wenn das Publikum im Auto sitzen bleibt und der Beifall sich auf Hupen und Lichtsignale reduziert? Und wie hält er Kontakt zu seinen Fans, wenn Covid-19 Schranken setzt? Lars Reichow, der Kabarettist mit Lehrerexamen aus Mainz, hat sich schockdigitalsiert. Für den SWR funkte er in der Hoch-Coronazeit eine tägliche Radiokolumne, später kamen Einspiel-Videos hinzu. Derzeit brütet er bei Tropentemperaturen über seinem nächsten Programm mit dem Titel „Ich“. Für den Podcast von VRM-Chefredakteur Stefan Schröder unterbrach Reichow seinen kreativen Prozess und diskutierte mit seinem Gast in seinem Garten die Wahlchancen von Donald Trump, seine Ansichten über Lisa Eckhardt, sein Vorbild Hanns Dieter Hüsch und seineBegeisterung für die Musik.
59 Minuten
Ist eine Einladung zur Currywurst schon ein Verstoß gegen die Ethikregeln meines Unternehmens? Cordula Meckenstock weiß Rat. Sie ist Compliance-Expertin und berät Firmen darin, wie man sich mit vor Gesetzesverstößen schützt. Eigentlich ist es ja ganz einfach, man muss sich nur fair und anständig verhalten, doch die Anwältin und Lehrbeauftragte an der Uni Leipzig verrät im Podcast „Schröder trifft“, warum gerade das nicht so einfach ist. Und deshalb braucht es gute Gesetze und ein innerbetriebliches Warnsystem. Übrigens plädiert sie energisch dafür, auch Whistleblowern einen Rahmen zu geben, in dem sie gefahrlos Missstände im Unternehmen preisgeben können.
55 Minuten
Wenn es knallt, muss sie nicht dabei sein. Deshalb, so sagt Theresa Breuer, sei sie keine Kriegsreporterin, aber eine Krisenreporterin. Die Wiesbadenerin, die jetzt in Berlin lebt, bereist den Nahen und den Mittleren Osten seit rund eineinhalb Jahrzehnten. Und man hat den Eindruck, sie lässt nichts aus: Afghanistan, Syrien, Libanon, Ägypten, Irak, Palästina und Israel. Das alles begann mit einem Praktikum bei der Allgemeinen Zeitung in Mainz, erzählt Theresa Breuer im Podcast „Schröder trifft“. Irgendwann hatte sie den Eindruck, ihre nähere Umgebung verstanden zu haben. Da brach sie auf. Das Besondere in scheinbar einfacher Umgebung reizt ihre Neugier: palästinensische Bierbrauer, irakische Rennfahrerinnen, afghanische Bergsteigerinnen. Bei letzteren verließ die überzeuge Feministin ihre beobachtende Position und half bei diesem Filmprojekt tatkräftig mit, dass es der ersten afghanischen Frau gelang, den Gipfel des höchsten Berges Afghanistans, des Noshaq, zu erklimmen.
59 Minuten
Der große Blonde steht selten in der ersten Reihe, aber was er dahinter aufgebaut hat, steht für Qualität und Kontinuität im deutschen Fußball. Bernhard Peters macht von sich nicht viel Aufhebens. Obwohl er als Hockeytrainer mehr als 20 Medaillen in internationalen Wettbewerben mit seinen Teams errungen hat. Das blieb auch Jürgen Klinsmann nicht verborgen, der Peters schon 2004 bat, ihn beim Aufbau der Nationalmannschaft – im Fußball – zu unterstützen. Videoanalyse, Psychologische Betreuung, spezielles Athletiktraining – im Hockey damals schon selbstverständlich, vor 16 Jahren im deutschen Fußball ein Novum. Nach eineinhalb Jahrzehnten im Bundesliga-Fußball bei Hoffenheim und beim HSV kennt Peters viele Protagonisten aus der Nähe. Im Podcast „Schröder trifft“ erzählt er von seinen Begegnungen mit Jürgen Klopp, von seiner Begeisterung für Ralf Rangnick und von Uwe Seeler, der seine Jugend- und Aufbauarbeit in Hamburg immer unterstützt habe.
56 Minuten
Sein bürgerlicher Beruf ist Controller, doch man kennt ihn als Ratekönig mit dem Spitznamen Quizgott. Sebastian Jacoby spielt seit seinem fünften Lebensjahr Quiz. Damit hat er es zum mehrmaligen Deutschen Meister gebracht. Meister wurde er auch in der Sportart Curling. Kaum noch eine Ratesendung im deutschen Fernsehen kann auf seine Dienste verzichten. Nicht nur Ruhm errang Jacoby, als er sich 2012 zum Superchampion im ZDF kürte. Das brachte ihm 500.000 Euro ein und die Bekanntschaft mit VRM-Chefredakteur Stefan Schröder, der in dieser Sendung als Kandidat gegen den Koch Tim Mälzer ausschied. Im Podcast „Schröder trifft“ verrät Jacoby Tipps, wie man sich für ein Quiz vorbereitet und auf wen er sich beim Marathon-Quiz zu „Gefragt – gejagt“ mit 16 Prominenten besonders gefreut hat. Die Sendung wird am Samstag, 18. Juli, ausgestrahlt.
1 Stunde 7 Minuten
Vor fast vier Jahrzehnten kam der junge Stefan Müller aus dem beschaulichen 4000-Seelen-Örtchen Rheinbrohl am Mittelrhein erst in die Polizeiausbildung und anschließend direkt nach Frankfurt – in die Mordkommission. Wie er den Anblick der ersten Leiche verkraftet hat, warum er immer wieder dabei war, wenn es um spektakuläre Kriminalfälle im Rhein-Main-Gebiet ging und was er an seiner Polizei immer noch schätzt, das erzählt Wiesbadens Polizeipräsident Stefan Müller im Podcast „Schröder trifft“ dem VRM-Chefredakteur Stefan Schröder. Dort erfahren die Zuhörer auch, in welcher Sportart Müller Deutschen Meister war und warum er strukturellen Rassismus in der deutschen Polizei für ausgeschlossen hält.
1 Stunde 16 Minuten
Helmut Ortner im Gespräch direkt nach Meinolf Ellers – zwei Journalisten aus völlig verschiedenen Denkrichtungen. Ist Ellers der Prophet einer digitalen Zukunft, so wirkt Ortner wie ein Prediger der optischen Opulenz. Aber beiden ist gemein, dass sie in periodischen Medien eine hohe Verantwortung sehen. Helmut Ortner, so wird im Podcast „Schröder trifft“ klar, ist ein Tausendsassa. Seit 45 Jahren schreibt er höchst erfolgreich Zeitungs- und Magazinbeiträge, vor allem aber Sachbücher, mit denen er provoziert und informiert: über Nationalsozialisten, Widerstandskämpfer, Arbeiterführer, über die Todesstrafe, den Zorn oder die Trennung von Staat und Kirche. Seit mehr als 20 Jahren gilt der patriotische Frankfurter (und Eintracht-Fan) mit Wohnsitz Darmstadt als einer der meist gefragten Blattmacher oder Relauncher. Von Cicero bis Focus, von der Jüdischen Allgemeinen bis zu Das Parlament oder der Weinwelt hat er Publikationen umgekrempelt und neu aufgestellt. Unterwegs ist der Post-68er gerne mit einem seiner zwei Porsche. Beide lässt er für sein Rennrad sofort stehen. Warum der ehemalige Hessenmeister im Straßenrennen dem Philosophen Peter Sloterdijk empfohlen hat, sich die Beine zu rasieren, das erfährt man erst ganz am Ende des Gesprächs.
1 Stunde 3 Minuten
Meinolf Ellers hat analog und bodenständig als Journalist begonnen: bei der legendären Heimatzeitung „Die Glocke“ im westfälischen Oelde. Das ist fast 40 Jahre her. Heute kümmert er sich um die digitale Zukunft der Medien im Auftrag seines Arbeitgebers dpa. Diese drei Buchstaben stehen seit 71 Jahren für Deutsche Presse-Agentur. Kaum ein wichtiges Medienunternehmen kommt in Deutschland daran vorbei, den Service der Nachrichtendienstleister mit Sitz in Hamburg und Berlin zu abonnieren. Ellers erzählt im Podcast „Schröder trifft“, was aus seiner Sicht die Substanz deutscher Medien ausmacht und auch noch ausmachen muss, wenn die gedruckte Zeitung nicht mehr täglich im Briefkasten liegt. Den Menschen Ellers hat ein Korrespondentenposten in Japan stark beeindruckt. Um zu sehen, wie die digitale Zukunft der Medien aussieht, fährt er aber lieber nach Skandinavien – und nimmt zahlreiche deutsche Kollegen mit, die unter der Moderation der dpa über neue Modelle diskutieren.
1 Stunde 1 Minute
Wiltrud Heine hat seit 20 Jahren keinen längeren Urlaub gemacht. Das hat etwas mit ihren ca. 30 Mitbewohnern in der Eulenmühle zu tun - Enten, Frösche, Hunde, Katzen nicht mitgezählt. Die Rede ist von Eseln, Ponys und Pferden. Manche haben ein biblisches Alter, anderen fehlt ein Auge, Dritte haben Macken im Fell oder einen krummen Rücken. Das hängt oft mit der beruflichen Tätigkeit zusammen, die die Vierbeiner vor ihrer Pensionierung ausgeübt haben: Zirkuspferd, Deckhengst, Mietreitpferd, Kutschenzieher. Bei Wiltrud Heine und Ehemann Norbert verleben die Senioren ihren Ruhestand. Wie das im Alltag aussieht, warum sie Urlaub nicht braucht und wie sie den Unterhalt des Pferde-Altersheims finanziert, erzählt die examinierte Krankengymnastin und studierte Journalistin im Podcast Schröder trifft Nr. 20.
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