Psychiatrie im Alltag

Psychiatrie im Alltag

aktuelle Informationen zur seelischen Gesundheit
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Podcaster

Episoden

Wenn jemand, den du liebst, erkrankt – Angehörige zwischen Sorge, Erschöpfung und Stärke
15.05.2026
1 Minute
Psychische Erkrankungen betreffen nie nur eine Person – sie verändern das Leben aller, die nah dabei sind. In dieser Folge sprechen Werner und Andreas mit Andrea, die als Angehörige hautnah erlebt hat, was es bedeutet, wenn ein geliebter Mensch psychisch erkrankt. Andrea erzählt offen über Sorge, Erschöpfung, Schuldgefühle und die Suche nach Hilfe – aber auch darüber, was Kraft gegeben hat. Eine Folge, die zeigt: Angehörige brauchen nicht nur starke Nerven, sondern auch starke Unterstützung.


Angebote für Angehörige


EX-IN Hamburg: Die von Andrea gemachte Aus-/Fortbildung https://ex-in-hamburg.net/angehoerigenbegleitung


und Angehörigenbegleitung in der Praxis EX-IN Hamburg: https://ex-in-hamburg.net/angehoerigenbegleitung-2


Fragen direkt an Andrea: Andrea.Roosch@web.de


BApK – Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. Der wichtigste Bundesverband für Angehörige – mit Beratung, Selbsthilfe-Vermittlung und der telefonischen Beratungshotline „SeeleFon". https://www.bapk.de  SeeleFon: 0228 71002424


NAKOS – Nationale Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe Bundesweite Vermittlung lokaler Selbsthilfegruppen und -kontaktstellen. https://www.nakos.de


psychenet – Selbsthilfe, Trialog und Hilfe für Angehörige https://psychenet.de/de/hilfe-finden/hilfesystem-im-ueberblick/selbsthilfe-und-trialog.html


Telefonseelsorge (kostenlos, 24/7, anonym) 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222


Hintergrund: MUT-TOUR (über die wir Andrea kennengelernt haben)


https://www.mut-tour.de Unsere frühere Folge zur MUT-TOUR: https://open.spotify.com/episode/41fKbLTGE2tcPaMUj8DSUx


Podcast „Psychiatrie im Alltag" https://andreas-pfeiffer.de/?page_id=1033
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Weniger Bürokratie, mehr Menschlichkeit – Wie KI die psychiatrische Arbeit verändert
17.04.2026
1 Minute
In unserer ersten KI-Folge im Januar 2026 haben wir mit ChatGPT selbst über die Möglichkeiten und Grenzen von Künstlicher Intelligenz in der Psychiatrie gesprochen. Die positive Resonanz und der Wunsch vieler Hörerinnen und Hörer nach mehr Praxisbezug haben uns motiviert, das Thema zu vertiefen.


Diesmal haben wir Theodor Schöwitz zu Gast – Sozialarbeiter, Masterstudent im Bereich „Digitalisierung in der Sozialen Arbeit" und Mitgründer des Start-ups Sozial KI. Gemeinsam mit seinen Kollegen Philipp Engelsberg und Niclas Höhl hat er SoKI entwickelt: ein KI-basiertes Assistenzsystem, das speziell für die Sozialwirtschaft und psychiatrische Einrichtungen konzipiert wurde.


Im Gespräch erfahren wir, was SoKI konkret leisten kann – von der automatisierten Dokumentation über Schreibassistenz bei Sozialberichten bis hin zur Sprachtranskription von Klientengesprächen mit CaseVoice. Theo erklärt, warum ein europäischer Serverstandort allein nicht ausreicht, um Datenschutz wirklich zu gewährleisten, was der US Cloud Act für psychiatrische Einrichtungen bedeutet und wie SoKI mit Open-Source-Technologie und rein europäischen Partnern echte Datensouveränität sicherstellt.


Besonders spannend: die Erfahrungen aus der Praxis – wie Fachkräfte auf KI reagieren, wo die größten Vorbehalte liegen und wo KI tatsächlich mehr Zeit für die direkte Arbeit mit Menschen schafft. Theo macht dabei deutlich, wo die Grenzen liegen und warum KI die menschliche Beziehungsarbeit unterstützen, aber niemals ersetzen kann.


Eine praxisnahe Folge für alle, die wissen möchten, wie KI schon heute sicher und sinnvoll in der psychiatrischen Versorgung eingesetzt werden kann – und was dabei zu beachten ist.


Gast dieser Folge: Theodor Schöwitz – B.A. Soziale Arbeit, Student im M.A. Digitalisierung in der Sozialen Arbeit (DHBW CAS), Mitgründer und technischer Leiter von Sozial KI


Sozial KI – KI für die Soziale Arbeit: https://www.sozial-ki.de/ SoKI – KI-basiertes Assistenzsystem für Schreiben und Dokumentieren in der Sozialwirtschaft, DSGVO- und KI-VO-konform


SoKI CaseVoice – Audiotranskription für das Sozialwesen: https://www.sozial-ki.de/casevoice Sichere Sprach- und Audiotranskription für Klientengespräche, Teamsitzungen und Fallbesprechungen


EU-KI-Verordnung (AI Act) – Überblick: https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/policies/regulatory-framework-ai Informationen der EU-Kommission zum regulatorischen Rahmen für Künstliche Intelligenz


Bundesbeauftragte für den Datenschutz – KI und Datenschutz: https://www.bfdi.bund.de/ Informationen zum Datenschutz beim Einsatz von KI-Systemen in Deutschland


DHBW CAS – Master Digitalisierung in der Sozialen Arbeit: https://www.cas.dhbw.de/sozialwesen/ Informationen zum Masterstudiengang, in dem die Gründer von Sozial KI studieren


Unsere erste KI-Folge: Im Januar 2026, Folge 65, haben wir ChatGPT als Gesprächspartnerin in unseren Podcast eingeladen – ein Experiment, das den Anstoß für die heutige Folge gab.
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Mit MUT auf Tour – sei dabei!
20.03.2026
1 Minute
Charity-Folge im Rahmen des Podcasthon 2026


Stell dir vor, du sitzt auf einem Tandem und fährst mit einem fremden Menschen durch die deutsche Landschaft. Ihr teilt euch nicht nur den Tritt, sondern auch Geschichten – über das Leben, über Krisen, über Mut. Genau das passiert jeden Sommer auf der MUT-TOUR.


In dieser besonderen Folge – unserer Charity-Folge im Rahmen des Podcasthon, dem größten Charity-Event der Podcast-Welt – sprechen wir mit Franziska Radczun aus der Projektleitung der MUT-TOUR. Seit 2012 fahren Menschen mit und ohne Depressionserfahrung gemeinsam auf Tandems quer durch Deutschland. Sie zelten zusammen, kochen zusammen und leisten täglich Öffentlichkeitsarbeit für einen offeneren Umgang mit psychischen Erkrankungen.


Franzi erklärt, wie ein typischer Tour-Tag aussieht, wer mitmachen kann, wie die Teams zusammengestellt werden und warum ausgerechnet Tandemfahren und Zelten Menschen dabei helfen, über Depression ins Gespräch zu kommen. Außerdem erfahren wir, was hinter dem MUT-ATLAS und den MUT-GRUPPEN steckt und warum die MUT-TOUR 2015 den DGPPN-Antistigmapreis gewonnen hat.


Eine Folge, die Lust macht, selbst aktiv zu werden – ob auf dem Tandem, zu Fuß oder einfach, indem man anfängt, offen über psychische Gesundheit zu sprechen.


Gästin dieser Folge:


Franziska Radczun, Projektleitung MUT-TOUR / Mut fördern e.V.


Charity-Event:


Podcasthon 2026 – Das größte Charity-Event der Podcast-Welt: www.podcasthon.org


MUT-TOUR – Mitmachen und Informieren:


MUT-TOUR Hauptseite: www.mut-tour.de Die MUT-TOUR 2026 – Termine und Strecke: www.mut-tour.de/die-mut-tour/die-aktuelle-mut-tour Tandemteam – 7 Tage mitfahren: www.mut-tour.de/7-tage-mitmachen/tandem-team MIT-MACH-Wochenenden 2026 (Voraussetzung für Etappenteilnahme): www.mut-tour.de/7-tage-mitmachen/mit-mach-wochenende Aktionstage & Mitfahr-Aktionen (1 Tag mitmachen): www.mut-tour.de/einfach-dabei-sein Spenden für die MUT-TOUR: www.mut-tour.de/spenden


Mut fördern e.V. – Weitere Angebote:


Mut fördern e.V. (Trägerverein): www.mut-foerdern.de MUT-ATLAS – Psychosozialer Online-Wegweiser: www.mut-atlas.de MUT-GRUPPEN – Selbsthilfegruppen mit Bewegung: www.mut-gruppen.de


Hilfsangebote:


Telefonseelsorge: 0800-1110111 oder 0800-1110222 (24/7, kostenlos, anonym) Krisenlinks der MUT-TOUR: www.mut-tour.de/krisenlinks Deutsche Depressionshilfe: www.deutsche-depressionshilfe.de


Unser Podcast:


Psychiatrie im Alltag: https://andreas-pfeiffer.de/?page_id=1033
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Schrauben, Programmieren, Handeln – Roboterbaukästen in der psychiatrischen Arbeitsrehabilitation
27.02.2026
1 Minute
Von der Antike bis heute gilt Arbeit als eines der wichtigsten Mittel in der Versorgung psychisch kranker Menschen. Aber was genau steckt hinter diesem Ansatz? Und wie sieht das heute, im 21. Jahrhundert, konkret aus?


In dieser Folge sprechen wir mit der Ergotherapeutin und Jobcoach Stefanie Esser über den therapeutischen Einsatz von Arbeit in der Psychiatrie – und Steffi hat etwas Besonderes mitgebracht: einen ihrer programmierbaren Roboterbaukästen. Sie zeigt uns direkt im Podcast, wie sie mit diesen kleinen Robotern arbeitet und warum gerade diese moderne, technische Herangehensweise so wirksam sein kann.


Wir erfahren, wie das Prinzip „Learning by doing" oder „Therapy bei doing“ funktioniert – einen Ansatz, der den Fokus von problembezogenen Inhalten auf konstruktives Handeln lenkt. Ob jemand einen Roboter programmiert, an der Werkbank schraubt oder in der Küche arbeitet: Es geht darum, wieder handlungsfähig zu werden. Und dabei werden ganz nebenbei wichtige Fähigkeiten für Alltag und Beruf trainiert.


Eine Folge über Roboter und psychiatrische Arbeitsrehabilitation, über die Kraft des praktischen Tuns und darüber, warum Programmieren manchmal heilsamer ist...


Weiterführende Informationen:


Fachausschuss Arbeit und Rehabilitation des Deutschen Verbands Ergotherapie e.V. (DVE): https://www.dve.info/verband/fachausschuesse/arbeit-und-rehabiliation


Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR): https://www.bar-frankfurt.de/


Informationen zu Rehabilitation und Teilhabe, einschließlich beruflicher Rehabilitation


Bundesagentur für Arbeit – Reha und Teilhabe: https://www.arbeitsagentur.de/menschen-mit-behinderungen


Informationen zu Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation


Deutsche Rentenversicherung – Berufliche Rehabilitation: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Reha/Berufliche-Reha/berufliche-reha.html


Informationen zu beruflicher Rehabilitation


LVR (Beispiel NRW): https://www.lvr.de/de/navmain/soziales1/menschenmitbehinderung/arbeitundausbildung/arbeitundausbildung.jsp


Informationen zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen


Fachbuch zu Thema: https://www.skvshop.de/ergotherapie/produktivitaet-und-teilhabe-am-arbeitsleben-978-3-8248-1193-9.html


Der in der Folge erwähnte Arbeitsfähigkeitenkreis (auf der Folie14): https://www.apk-ev.de/fileadmin/downloads/Jahrestagung2020/Trosch.pdf
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Therapie in der Forensik – Besuch einer Ergotherapie im Maßregelvollzug
30.01.2026
39 Minuten
In dieser besonderen Folge nehmen wir euch mit an einen Ort, den die meisten von uns nur aus Filmen kennen: in den Maßregelvollzug. Genauer gesagt: in die forensische Psychiatrie der LVR-Klinik Viersen, wo Andrea Weirauch als Ergotherapeutin mit psychisch kranken jugendlichen Straftätern arbeitet.


Jugend-Maßregelvollzug - das bedeutet: Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren, die aufgrund einer psychischen Erkrankung eine Straftat begangen haben und als "nicht schuldfähig" oder "vermindert schuldfähig" gelten, werden hier untergebracht. Nicht zur Bestrafung, sondern zur Behandlung. Das Ziel: Besserung der Erkrankung, Herabsetzung der Gefährlichkeit und Wiedereingliederung in die Gesellschaft.


Andrea Weirauch gibt uns einen ungeschönten Einblick in ihren Arbeitsalltag. Sie erzählt, wie das Leben hinter Gittern, Zäunen und verschlossenen Türen aussieht. Sie erklärt, warum die Verweigerung von Therapie manchmal die einzige Möglichkeit ist, Autonomie auszudrücken. Und sie zeigt, wie sie trotz aller Reglementierungen ein betätigungsorientiertes Konzept entwickelt hat, das auf Eigenverantwortung und selbstbestimmte Entscheidungen setzt.


Wir sprechen über:


Die Unterschiede zwischen Strafvollzug und Maßregelvollzug


Das Leben im hochgesicherten Setting: Regeln, Grenzen, Zeit Ergotherapeutische Angebote: von Holzwerkstatt bis Frustrationstoleranzgruppe Den Spagat zwischen Sicherheit und Selbstbestimmung Erfolgsgeschichten und die Frage: Wie realistisch ist die Wiedereingliederung? Andrea's persönlichen Umgang mit herausforderndem Verhalten


Eine Folge, die nachdenklich macht, Vorurteile hinterfragt und zeigt: Hinter jedem dieser jungen Menschen steckt Potenzial - wenn man nur genau hinschaut.


Weiterführende Links


Andrea Weirauch's Fachartikel: "Mit zeitgemäßen Angeboten eigenverantwortliche Entscheidungen ermöglichen - Ergotherapie im Jugendmaßregelvollzug" Zeitschrift: Ergotherapie und Rehabilitation, 63. Jg., 2024, Nr. 6, S. 24-29 https://doi.org/10.2443/skv-s-2024-51020240603


Pressemitteilung DVE: "Maßregelvollzug: so sieht der Alltag psychisch kranker Straftäter:innen aus https://www.presseportal.de/pm/106910/5566115


LVR - Landschaftsverband Rheinland: Was ist Maßregelvollzug?https://www.lvr.de/de/nav_main/kliniken/maregelvollzug/wasistmaregelvollzug/wasistmaregelvollzug_1.jsp

 Offizielle Informationen des LVR zu den Einrichtungen des Maßregelvollzugs im Rheinland, inklusive der LVR-Klinik Viersen.


BApK - Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen https://www.bapk.de/massregelvollzug.html Zentrale Anlaufstelle für Angehörige mit umfangreichen Informationen, Wegweisern und Unterstützungsangeboten.


forensik.de - Zentrales Informationsportal für den Maßregelvollzug https://www.forensik.de Das umfassendste deutschsprachige Informationsportal zum Maßregelvollzug. Bietet Informationen für Betroffene, Angehörige, Fachkräfte und Interessierte. Mit Gesetzen, Verordnungen, Adressen und Fachinformationen.
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Über diesen Podcast

Psychiatrische Krisen sind alltäglich… über ein Drittel aller EU Bürger sind im Laufe des Lebens von einer behandlungsbedürftigen psychiatrischen Erkrankung betroffen. Andersherum wirken sich seelische Erkrankungen stark auf den Alltag der Menschen aus, die davon betroffenen sind. Andreas Pfeiffer (Ergotherapeut) und Werner Höhl (Psychologe) wollen durch Gespräche mit Experten über die Auswirkungen auf den Alltag, Herausforderungen und Chancen informieren.
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