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Emergent Deutschland Podcast Archiv

93 Episoden
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Den ersten Teil des Vortrags von Simon de Vries haben wir bereits veröffentlicht, hier kommt der zweite. Simon beschäftigte sich zunächst mit den Auswirkungen der Medien auf unseren Glauben. Darunter fasste er solche Entwicklungen wie die Erfindung des Alphabets, des Buchdruck, des Radios bis hin zur gegenwärtigen technologischen Revolution. Die These, die dem zweiteiligen Vortrag zugrunde lag, war, dass Medien keine neutralen Informationsträger sind, sondern unsere Welt-, Menschen- und Gottesbilder immer schon unabhängig von ihrem Inhalt mitprägen.
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In den kommenden Tagen werden wir wie versprochen die Vorträge des zweiten EmergentCamps Nord veröffentlichen, das am 2. Mai in Bremen stattfand. Leider hat die Aufnahme nicht immer problemlos funktioniert, ein Vortrag fehlt ganz, bei anderen fehlt hier und da mal ein Halbsatz. Trotzdem lohnt sich das Hören ;o)

Los ging es mit einem Vortrag von Simon de Vries. Er beschäftigte sich zunächst mit den Auswirkungen der Medien auf unseren Glauben. Darunter fasste er solche Entwicklungen wie die Erfindung des Alphabets, des Buchdruck, des Radios bis hin zur gegenwärtigen technologischen Revolution. Die These, die dem zweiteiligen Vortrag zugrunde lag, war, dass Medien keine neutralen Informationsträger sind, sondern unsere Welt-, Menschen- und Gottesbilder immer schon unabhängig von ihrem Inhalt mitprägen.

Hier hörst du den ersten Teil des Vortrags.
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Der Inhalt der Workshops des Emergent Forums lässt sich relativ schlecht so aufbereiten, dass man ihn – ohne dabei gewesen zu sein – gut nachvollziehen kann. Allerdings hat Johannes Reimer einen Workshop mit einem relativ ausgedehnten Input gehalten, von dem sogar eine Aufnahme existiert, weil der Techniker der Elia-Gemeinde einfach auf Zack war. Thema das Workshops war „Das Reich Gottes. Theologischer Schlüsselbegriff in der aktuellen emergent-Debatte. Eine kritische Auseinandersetzung.“
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Das erste Impulsreferat vom Emergent Forum 2009 haben wir ja schon online gestellt, jetzt folgt das zweite. Referent war Johannes Reimer, und wer unseren Podcast bisher aufmerksam verfolgt hat konnte bereits hier und da anregende Sachen von ihm hören. „Chancen und Grenzen einer gesellschaftsrelevanten Gemeindearbeit“ war diesmal sein Thema. Zum vertieften Hörerlebnis gehören auch wieder die Aufzeichnungen aus dem Liveblog.
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Einige konnten es gar nicht erwarten, bis der nächste Mitschnitt online geht. Sehnsüchtiges Warten ist eben ein Charakteristikum der Adventszeit…

Stini Müller sprach im ersten Impulsreferat zum Thema „Sexismus in der Gemeinde? Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung.“ Wenn du gleichzeitig den Liveblog aufrufst, das mp3 laufen lässt und noch ein bisschen in ihrem Handout blätterst kannst du fast behaupten, dabei gewesen zu sein.

Edit: Das Handout kann auch hier als pdf heruntergeladen werden.
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Ich werde keine großen Worte verlieren, hier kommt einfach der erste Impuls vom Emergent Forum in Erlangen. Peter Aschoff hat zum Auftakt einen kleinen Einblick in das Buch „The Great Emergence“ von Phyllis Tickle gegeben, Details liest man am besten im Liveblog nach. Auf seinem Blog hat er auch schon einiges dazu geschrieben. Am bequemsten ist es aber sicherlich, einfach mal zuzuhören.
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Nach dem ersten kommt hier der zweite Podcast vom ersten Forum emergenter Kommunitäten. Es ist die Aufzeichnung eines Podiumsgesprächs zum Thema „gemeinsamer geistlicher Rhythmus“ und zum kommunitären Leben ganz allgemein.

Das Gespräch gab die Möglichkeit „gestandenere“ Gemeinschaften und deren Rhythmus kennen zu lernen. Außerdem wurden z.B. folgende Fragen gestellt:

In welchem Verhältnis stehen geistlicher Rhythmus und gegenseitiges Versprechen bzw. Verbindlichkeit zueinander? Wie kommt man in Gründungssituationen zu einem gemeinsamen Rhythmus? Welches Licht geht von den „gestandeneren“ Gemeinschaften in die Gesellschaft aus und welche Wege gehen sie?
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Bereits im September veranstaltete die Initiative ›emergente Kommunitäten‹ in Ramsdorf das erste Forum emergenter Kommunitäten. Stephanie Wolf berichtet:

„Im September trafen sich in Ramsdorf bei der Gemeinschaft ›convers‹ erstmalig etwa 50 Menschen, um sich mit dem Thema Lebensgemeinschaft und der Frage nach einem gemeinsamen geistlichen Rhythmus zu beschäftigen. Menschen, die schon (lange) in verbindlicher, zum Teil klösterlicher Gemeinschaft leben oder die so leben wollen, Menschen aus verschiedensten christlichen Hintergründen und jeden Alters.

Ziel der Zeit dort war es, durch inhaltliche Impulse, Lebensgeschichten von erfahrenen ›Gemeinschaftlern‹ und die Teilnahme an den Gebetszeiten der Ramsdorfer ins Gespräch zu kommen, (geistliche) Gemeinschaft zu erleben und über Vernetzung nachzudenken. Es war überwältigend zu sehen, wie sehr die Jahrtausende alte Sehnsucht nach im Alltag gelebter geistlicher Verbundenheit in unserer Zeit lebendig ist und Menschen auf den Weg schickt, Gott mit neuer Hingabe zu suchen und so auch den Mit-Menschen zu dienen.

Das Wochenende bot reichlich Gelegenheit und Zeit, den damit verbundenen Fragen nachzugehen: Wie findet sich eine Gemeinschaft? Wie werden Ziele formuliert und wie umgesetzt? Wie können aus dem Raum, den Gemeinschaft schafft, Plätze für Menschen werden? Wie lässt sich aus dem eigenen Unvermögen und dem der Anderen ein Lebensstil zu Gottes Ehre machen? Wie lässt sich geistlicher Rhythmus finden und für eine ganze Gruppe gestalten?

Die Spannungen, die kommunitäres Leben mit sich bringt scheinen alt vertraut und täglich neu zu sein: Form und Inhalt, Anspruch und Wirklichkeit, Freiheit und Selbstaufgabe, Sehnsucht und Unmachbarkeit, Unterschiedlichkeit und Einheit uvm. Viele gute und alltagserprobte Vorbilder haben wir als Kommunitäten und dennoch lässt sich wirkliche Gemeinschaft nur aus der eigenen Beziehung zu Gott und der täglichen Neubekehrung zu Ihm und seiner Liebe leben.

Die Fragen sind nicht bis ins Letzte beantwortet und die Spannungen nicht aufgehoben worden. Doch das ganze Wochenende war für mich mehr als ein Forum, es war ein Stück gemeinschaftlicher geistlicher Weg.“

Bilder von der Veranstaltung findest du auf dem Blog der Emergenten Kommunitäten. Und hier gibt es jetzt den ersten von zwei Podcasts von dem Treffen. Markus stellt darin die Frage, ob wir Gott zu unserem Leben und zu unserem Rhythmus dazu addieren, oder ob Gott einen anderen Rhythmus von uns verlangen darf. Nicht selten bedeute geistlicher Rhythmus für uns, unser normales Leben zu leben, den Abstand zu Gott und zum Anderen zu wahren und ein wenig Früh- und Abendgebet hinzufügen. Markus nennt das christliche Folklore. So drängt er darauf, nach der tieferen Grundlage eines geistlichen Rhythmus zu suchen.
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Der letzte der Impulse vom EmergingCamp der Initiative Nord in Bremen geht nochmal ans Eingemachte:

„Abschließend versuchte sich dann noch einmal Walter Faerber an einem ‚einfachen Evangelium in drei Sätzen‘. In Abgrenzung zu einem Modell, dass lediglich auf individuelle Schuld, Vergebung und Wiederherstellung der Beziehung zu Gott zugespitzt sei, erläuterte er seine Alternative:

Gott erneuert die Welt.

Er hat schon damit angefangen.

Und du kannst/sollst/darfst dabei sein.“
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Das ist schon der vorletzte der Impulse vom EmergingCamp der Initiative Nord in Bremen:

„Nach dem Ausflug nach Palästina wandte sich dann Sandra Bils der Schweiz zu, wo sie vor kurzem zwei Wochen bei der X-Stream-Bewegung zu Gast war. Ihre frischen Eindrücke über die Hauskirchen mit ihren verschiedenen Profilen und Entsendungsgebieten und den Sunday-Plaza, einen Gottesdienst, der kein Gottesdienst sein will, sondern eher wie eine Art Marktplatz mit verschiedensten Angeboten fungiert, waren der erste Schritt eines Reflexionsprozesses, der in einer Examensarbeit zum Thema münden soll, die auch die Anschlussfähigkeit an landeskirchliche Verhältnisse bedenkt und Verbindungslinien zum EKD-Papier ‚Kirche der Freiheit‘ sieht.“
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Es geht Schlag auf Schlag mit Impulsen vom EmergingCamp der Initiative Nord in Bremen:

„Einen Ausflug in eine lange vergangene Zeit unternahm dann Jens Stangenberg und legte überzeugend dar, wie die Zeit des zweiten Tempelbaus nach dem Exil des jüdischen Volkes zum Bild für unsere postmoderne Situation werden könne. In Abgrenzung zu Gemeindeaufbau-Erfolgsmodellen, die sich an der Urgemeinde oder am spektakulären ersten Tempel orientierten, empfahl er gerade den Gemeinden, die durch eine Phase der Desillusionierung und Dekonstruktion analog dem babylonischem Exil gegangen sind, den zweiten von heidnischen Völkern inspirierten Tempel als Ort der Schlichtheit und der Dezentralisierung.“
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Hier kommt der dritte von insgesamt sechs Impulsen vom EmergingCamp der Initiative Nord in Bremen:

„Walter Faerber wandte sich dann der Frage zu, wie wir in unseren Gemeinschaften ein Veränderungs-Gen platzieren können, das die jeweiligen Gruppen bereit dazu macht, sich immer wieder neu zu erfinden. U.a. nannte er hier ein Umschalten vom Bildungs- zum Abenteuer-Modus, ein Team als Innovationsmotor, regelmäßige Reflexionstreffen und einen Schutzabstand zum Standardgemeindemodell.“
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Weiter geht es mit den Impulsen vom EmergingCamp der Initiative Nord in Bremen:

„Tobias Künkler beschrieb dann im Anschluss an Gianni Vattimo unsere Zeit als ‚Zeitalter der Interpretation‘, wobei die Interpretation wie ein Virus alles infiziere, womit es in Berührung komme. Eindrücklich sein Bericht über ein Erlebnis im Hyde Park, wo verschiedene Marktschreier jeweils ihre Weltanschauung überzeugend verkaufen wollten und wo sich aus der Distanz der Eindruck ergab, dass sich die jeweiligen Überzeugungen gegenseitig neutralisierten. Dies könne nicht der Modus sein, in dem wir in der Zukunft sprechen, so Tobias.“
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Das EmergingCamp der Initiative Nord in Bremen liegt nun auch schon einige Wochen zurück, und es ist nicht nur höchste Zeit umzudenken, sondern auch höchste Zeit, die Aufnahmen und Präsentationen endlich online zu stellen. Wir werden also in den nächsten Tagen das Zeug hier sukzessive veröffentlichen.

Der erste kurze Input war mit „Eine spannende Epoche der Kirchengeschichte“ tituliert. Dazu zitiere ich: „Walter Faerber stellte zunächst in einem Kurzabriss der Kirchengeschichte das konstantinische Christentum als Problemfall dar, das zu einem Standardmodell von Gemeinde geführt habe, dass lediglich auf die Versorgung der Mitglieder aus sei und zu einer Marginalisierung radikaler Christlichkeit führe. Nötig sei ein Ausbruch aus diesem Paradigma und eine Art Neugeburt des Christentums.“
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Im April fand der 1. Marburger Studientag Gesellschaftstransformation statt (Gesellschaftstransformation?). Neben einer Reihe von Seminaren gab es zwei Hauptvorträge von Prof. Johannes Reimer, die wir hier im Emergent Deutschland-Podcast präsentieren wollen. „Die Wiederentdeckung des gesellschaftlichen Auftrags für die Gemeinde“ war der Titel des ersten Vortrags. Was ist der Auftrag der Gemeinde? Mission? Evangelisation? Und was heißt das eigentlich? Was ist die „missio dei“? Hat die Gemeinde wirklich einen gesellschaftlichen Auftrag? Und wenn ja, hat sie ihn aus den Augen verloren? Und wenn nochmals ja, wie kann sie ihn wiederentdecken?