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Emergent Deutschland Podcast Archiv

93 Episoden
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Am zweiten Abend des Emergent Forums 2009 in Erlangen gab es eine Lesung, besser gesagt einige Lesungen. Gelesen wurde aus „Beziehungsweise Leben“ und aus „Zeitgeist 2“, beide in der Edition Emergent des Francke-Verlags erschienen, und aus „Tanz auf der Fontäne“, C & P Verlag. Gelesen haben Daniel Hufeisen, Michaela Paul, Walter Faerber, Harald Sommerfeld und Jens Stangenberg, moderiert hat das ganze Daniel Ehniß.
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Auf dem Emergent-Forum 2009 in Erlangen haben Dominik Sikinger und Tobias Künkler am ersten Abend Einblicke in ihre persönliche Reise und in die Entstehung des Netzwerks „Emergent Deutschland“ gegeben. Wenn dich also interessiert, was uns so antreibt und wie wir als Netzwerk entstanden sind, dann ist dieser Podcast genau das Richtige für dich.
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Jens Stangenberg schließt mit seinem Vortrag zum Thema „Gottes Reich als ein Inmitten und Dazwischen“ das dritte EmergentCamp der Initiative EmergentNord ab.  Der Titel klingt schlicht, der Inhalt ist es beileibe nicht. Sehr spannend, was Jens da rund um Lukas 17, 20-21 so zusammenbringt: „Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten kann. Man wird auch nicht sagen: ‚Siehe, hier ist es‘. Oder ‚Da ist es‘. Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ Was heißt das? Und was meint Jesus, wenn er sagt, dass das Reich Gottes nahe herbeigekommen ist? Sehr spannende Gedanken werden da gedacht, und es lohnt sich, sie mit- und weiterzudenken.
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Nach dem ersten Vortrag vom EmergentCamp der Initiative EmergentNord zum Thema „Gott als einladende Gemeinschaft“ folgt hier der zweite. Tobias Ennulat spricht über das immer und überall wiederkehrende Muster von „Orientierung – Desorientierung – Reorientierung“ nach Walter Brueggemann. Dieses Muster findet sich in der gesamten Bibel, aber auch in gesellschaftlichen Entwicklungen, in der Geschichte insgesamt und auch in einzelnen Lebensbiographien wieder. Bei  Richard Rohr taucht eine ähnliche Idee unter dem Dreierschritt von „Ordnung – Kritik – Integration“ auf. Er sieht dieses Muster als normales Muster unserer spirituellen Reise.  Hörenswerte Gedanken!

PS: Hier gibt es nicht nur die Präsentation zu dem Vortrag, sondern auch das komplette Manuskript.
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Die Initiative EmergentNord veranstaltete am 24. Oktober in den Räumen der Christusgemeinde Bremen-Blumenthal ihr drittes EmergentCamp. Wie gewohnt gab es kurze Impulsreferate mit anschließenden Gesprächsrunden. Drei der Referate werden wir in den nächsten Tagen hier online stellen.

Den Anfang macht Walter Faerber mit einer Betrachtung einer Ikone vom russischen Maler und Mönch Andrej Rubljov. „Gott als einladende Gemeinschaft“ ist sein Thema, es geht um die Darstellung des zentralen Themas der Dreieinigkeit in dieser Ikone und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Beziehungen, in denen wir stehen. Nicht nur für Fans von „Die Drei von der Tankstelle“ hörenswert!
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Die Teilnehmer der Fishbowl-Runde auf dem zweiten „Forum emergenter Kommunitäten“ wurden bereits vorgestellt, die erste Diskussionsrunde ist vorbei, jetzt geht es abschließend noch um das Thema „Kinder und Familienleben im kommunitären Kontext – Sinn und Grenze von Versprechen voreinander“.
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Nach der Vorstellung der Gesprächsteilnehmer der Fishbowl-Runde auf dem zweiten „Forum emergenter Kommunitäten“ geht es jetzt an das Thema „Gesellschaftliche Herausforderung verbindlicher Gemeinschaft und warum wir trotzdem kommunitär leben wollen“.
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Außer den beiden Impulsreferaten auf dem zweiten „Forum emergenter Kommunitäten“ gab es dort noch eine Fishbowl-Gesprächsrunde. In einem ersten Teil werden die Diskussionsteilnehmer vorgestellt.  Das klingt langweiliger als es ist.
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Zu guter Letzt kommt nach dem ersten Teil des Seminars von Dr. Volker Brecht noch der zweite. Das war der nach dem Mittagessen. Thema: „Umbau oder (doch besser) Neubau? Wie eine Gemeinde gesellschaftsrelevant wird. Überlegungen aus den Sendschreiben der Offenbarung (und darüber hinaus)“. Damit endet die kleine Reihe zum 2. Marburger Studientag Gesellschaftstransformation. Wir haben noch fünf weitere Aufnahmen (einer anderen Veranstaltung, ebenfalls lange her…) in der Pipeline, die gibt es dann in den nächsten Tagen.
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Neben den Aufnahmen des ersten und zweiten Hauptvortrags des 2. Marburger Studientag Gesellschaftstransformation existiert von allen Seminaren leider nur von einem eine Aufnahme, und zwar von dem von Dr. Volker Brecht zum Thema „Umbau oder (doch besser) Neubau? Wie eine Gemeinde gesellschaftsrelevant wird. Überlegungen aus den Sendschreiben der Offenbarung (und darüber hinaus)“. Hier gibt es Teil 1 zu hören.
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Dem ersten Hauptvortrag des 2. Marburger Studientag Gesellschaftstransformation schieben wir gleich den zweiten hinterher. Prof. Johannes Reimer spricht zum Thema „Das Land heilen. Ganzheitlich als Gemeinde leben. Theologische und praktische Perspektiven aus missionswissenschaftlicher Sicht.“
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Der 2. Marburger Studientag Gesellschaftstransformation fand bereits im März statt, die Aufnahmen dazu wurden an anderer Stelle bereits publiziert, aber all das hindert uns nicht daran, das hier der Vollständigkeit halber nochmal zu tun. Und vielleicht hast du die Sachen auch noch nicht gehört oder es dir vorgenommen und nicht getan. Hier ist deine Chance.

Los geht es mit dem ersten Hauptvortrag des Studientages. Dr. Beate Jakob spricht zum Thema „Die Gemeinde als Ort heilsamer Erfahrungen – Die heilende Dimension des Glaubens in der Gemeinde entdecken und leben“
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Das ist der letzte Vortrag des zweiten EmergentCamps, jedenfalls der letzte existierende… Der Vortrag von Tobias Ennulat über altorientalischer Psalmenbilder ist leider verloren gegangen.

Zum Abschluss des EmergentCamps führte also erneut Walter Faerber den Rest der Gruppe in das Denken des ungarischen Exerzitienmeisters Franz Jalics ein. Ausgehend von der Erkenntnis, dass jede Zeit neu ihre Formen (er-)finden müsse, in der Jesus Christus erfahrbar wird, stellte er Jalics als einen auch für Laien und Gruppen gangbaren Weg dar, sich für eine Begegnung mit Gott zu öffnen. Grundgedanke bei ihm ist die Betonung des Wahrnehmens, das gegenüber dem Nachdenken und Handeln in der Neuzeit völlig unterbelichtet sei. Walter Faerber betonte, dass er sich gemeinsam mit seiner Gemeinschaft noch im Versuchsstadium befinde. Ziel sei die Entwicklung eines Weges, der vor Ort, außerhalb des geschützten Bereichs eines Einkehrhauses o.ä., gangbar sei.
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Es folgt der nächste Vortrag des zweiten EmergentCamps. Yotin Tiewtrakul fragte nach der Mittagspause nach einer „Spiritualität der Exilanten versus einer monastischen Spiritualität“. Mit dem emergenten Dialog sei auch ein interesse für monastische Spiritualität entstanden. Was aber komme nach dieser Phase des Spielens und Nachspielens, so fragte er? Ausgehend von einem lyrischen Text von Madeleine Delbrêl benannte er vier Gegensatzpaare, die er den im Titel genannten Formen von Spiritualität zuordnete: Ungleichgewicht vs Rhythmus; Geschwindigkeit vs Verlangsamung; Risiko vs Sicherheit; Banalität vs Liturgie. Abschließend ermutigte er zu einer Spiritualität „ex tempore“, d.h. „aus dem Stegreif heraus“.
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Weiter geht’s mit den Vorträgen des zweiten EmergentCamps. Im Anschluss an die Vorträge von Simon de Vries ging Walter Faerber auf die Gemeinde Jesu im Zeichen der Weltwirtschaftskrise ein. In einem Moment, in dem sich alle sogenannten Experten kräftig blamiert hätten, sei Raum für eine eigenständige biblische politische Ökonomie frei geworden. Der Ausgangspunkt einer solchen christlichen Ökonomie müsse der Segen sein. Sein Fluss dürfe durch Wirtschaftstätigkeit nicht ausgetrocknet oder vergiftet werden. Christliche Gemeinschaften sind heute herausgefordert, ihren Mitgliedern und anderen die Sicherheit zu geben, dass sie in der Krise nicht allein dastehen. Der entscheidende Dienst von Gemeinden als Orte alternativer Segensökonomie sei aber nicht die Einrichtung von Sozialeinrichtungen (obwohl auch das sinnvoll ist), sondern die gelebte Umsetzung von Prinzipien, die auch für die ganze Gesellschaft heilsam sein können.