Podcast Jüdische Geschichte Archiv
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In dieser Folge spricht der Rechtswissenschaftler, Journalist und Autor Dr. Ronen Steinke über sein kürzlich erschienenes Buch „Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt. Eine Anklage“. Prof. Michael Brenner stellt ihn vor und diskutiert mit ihm über seine Beschreibung von jüdischem Leben im Belagerungszustand sowie Möglichkeiten, diese alarmierende Situation zu ändern. Wir hoffen, sein eindringlicher Appell hilft Veränderungsprozesse in Deutschland anzustoßen. Weitere Informationen zum Buch: https://www.piper.de/buecher/terror-gegen-juden-isbn-978-3-8270-1425-2 Kritik und Anregungen zum Podcast an: daniel.mahla@lmu.de
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Dies ist eine weitere Gastfolge des Podcast Historicum - mehr als Geschichte! Dr. Philipp Lenhard vom Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur stellt das Buch “Geschichte des niederen jüdischen Volkes in Deutschland” von Rudolf Glanz vor. Dieses ist 1968 in New York erschienen. Dr. Lehnhard zeigt sehr anschaulich, warum dieses Werk auch heute noch, über 50 Jahre nach seiner Veröffentlichung, so lesenswert ist.
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In dieser Folge spricht Professor Johannes Heil über die schwierige Rekonstruktion jüdischen Lebens im europäischen Frühmittelalter. Aus dieser Zeit sind uns nur wenige Quellen überliefert und so diskutieren Mediävisten lebhaft darüber, was wir daraus tatsächlich über die Anfänge jüdischen Lebens in Europa lernen können. Professor Heil, der ehemalige Rektor der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, hielt seinen Vortrag im Januar 2020 an der LMU auf Einladung von Professor Eva Haverkamp-Rott.
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In dieser Folge präsentieren wir Ihnen eine Literaturlesung, die in München in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften am 16.1.2020 stattfand. Im Rahmen einer Konferenz zu Juden und Muslimen in Deutschland sollten der israelisch-österreichische Schriftsteller Doron Rabinovici aus Wien sowie sein deutsch-iranischer Kollege SAID aus München aus ihren Werken lesen. Leider musste Rabinovici aus gesundheitlichen Gründen absagen. Sein Werk wurde aber von Prof. Michael Brenner vorgestellt. Moderiert wurde die Lesung von Olga Mannheimer. Nach der Lesung der beiden Kurzgeschichten kam es zu einem spannenden Austausch darüber, inwiefern Literatur zur Annäherung verschiedener Religionen und Kulturen beitragen kann. Die Konferenz wurde von der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur an der LMU zusammen mit dem Leo Baeck Institut, der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie dem Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin organisiert. Finanziell unterstützt wurde diese von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung. Neben einigen Audiomittschnitten hier im Podcast werden ausgewählte Beiträge der Konferenz zu „Juden und Muslime in Deutschland vom frühen 19. Jahrhundert bis heute“ nun auch im neuesten Band der Münchner Beiträge für Jüdische Geschichte und Kultur veröffentlicht: https://www.jgk.geschichte.uni-muenchen.de/muenchner-beitraege/index.html (Band 2020/2 - vorraussichtliche Veröffentlichung im Oktober 2020).
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In dieser Folge geht Daniel Mahla Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest nach und spricht mit mit dem Journalisten und Autoren Jan Feddersen, der bereits seit 1992 den Wettbewerb professionell begleitet und regelmäßig dazu sowohl journalistisch als auch wissenschaftlich publiziert. Der jüdische Staat nimmt bereits seit 1973 an dem Spektakel teil und kann mit vier Siegen und etlichen weiteren guten Platzierungen enorme Erfolge vorweisen. Da der Wettbewerb den teilnehmenden Staaten nich zuletzt als Bühne für eine günstige Selbstdarstellung dient und die jeweilige Platzierung der KünstlerInnen als nationale Erfolge oder Niederlage ausgelegt werden, bieten die öffentlichen Debatten darum viel Stoff für eine Untersuchung der europäisch-israelischen Beziehungen. Die Musik wurde von Christoph Mahla eingespielt, die Zitate wurden von Dr. Philipp Lenhard und Dr. Rachel Furst eingelesen. Anregungen und Kritik gerne an: Daniel.Mahla@lmu.de
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Diese Folge ist ein Gastbeitrag des "Podcasts Historicum - mehr als Geschichte!" Veronika Gerzer stellt darin die Europäische Sommeruniversität für Jüdische Studien in Hohenems vor. Diese findet jährlich statt und steht allen Interessenten offen. Sie wird von der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU und dem Jüdischen Museum Hohenems organisiert, in Kooperation mit verschiedenen Universitäten aus Bayern, Österreich und der Schweiz. 2019 waren das die Universitäten Bamberg, Basel, Salzburg, Wien und Zürich. Interviewt werden darin Prof. Michael Brenner der berichtet, wie die Sommeruniversität entstanden ist, Dr. Evita Wiecki, die maßgeblich an deren Organisation beteiligt ist, sowie Julia Schweisthal, die als Studentin mehrfach an der Sommeruniversität teilgenommen hat.
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In der heutigen Folge spricht Daniel Mahla mit Rabbiner Steven Langnas über den interreligiösen Dialog und dessen Münchner Lehrhaus der Religionen, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Austausch zwischen Juden, Christen und Muslimen zu fördern. Aktuelle Informationen zum Münchner Lehrhaus der Religionen sind unter https://muenchner-lehrhaus.de zu finden. Verbesserung: Rabbiner Langnas dankt im Gespräch dem Lehrstuhl für Religionswissenschaften, gemeint ist aber der Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur.
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Im Juni 2018 hielt Professor Anna Shternshis von der University of Toronto einen Vortrag an der LMU. Sie sprach über jiddische Musik, die während des Zweiten Weltkriegs in der Sowjetunion entstanden ist, und lange Zeit verschollen war. Jedes Jahr im Sommersemester - um den 13. Mai, den Todestag von Scholem Alejchem (Pseud. von Sholem Rabinovitch, 1859-1916), dem bekanntesten jiddischen Schriftsteller und Humoristen - findet an der LMU München ein wissenschaftlicher Vortrag in jiddischer Sprache statt. Diese in Deutschland einmalige Veranstaltung soll dem Publikum die einstige Bedeutung des Jiddischen – auch als Sprache der Wissenschaft – ins Bewusstsein rufen. In Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern sowie dank großzügiger Unterstützung durch private Sponsoren ist es der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur am Historischen Seminar der LMU möglich, Jahr für Jahr international bekannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern einzuladen. Die Reihe wird organisiert von der Jiddisch-Lektorin der Abteilung, Dr. Evita Wiecki.
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In dieser Folge präsentieren wir Ihnen den 9. Scholem-Alejchem-Vortrag auf Jiddisch, der im Sommersemester 2019 an der LMU gehalten wurde. Prof. Kalman Weiser von der York University in Toronto geht der Frage nach „Wo befindet sich die Hauptstadt des Jiddischlandes?“ und beschäftigt sich mit der historischen Bedeutung der Städte Wilna und Warschau für das osteuropäische Judentum. Mit viel Witz und Einfühlsamkeit beschreibt er die einstigen Rivalitäten zwischen den beiden Städten, die vor dem Zweiten Weltkrieg Metropolen jüdischen Lebens und jiddischer Kultur waren. Jedes Jahr im Sommersemester - um den 13. Mai, den Todestag von Scholem Alejchem (Pseud. von Sholem Rabinovitch, 1859-1916), dem bekanntesten jiddischen Schriftsteller und Humoristen - findet an der LMU München ein wissenschaftlicher Vortrag in jiddischer Sprache statt. Diese in Deutschland einmalige Veranstaltung soll dem Publikum die einstige Bedeutung des Jiddischen – auch als Sprache der Wissenschaft – ins Bewusstsein rufen. In Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern sowie dank großzügiger Unterstützung durch private Sponsoren ist es der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur am Historischen Seminar der LMU möglich, Jahr für Jahr international bekannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern einzuladen. Die Reihe wird organisiert von der Jiddisch-Lektorin der Abteilung, Dr. Evita Wiecki. Gestiftet zum Gedenken an Aisig & Basia Lehrer sel. A. sowie Josef & Esther Stopnitzer sel. A.
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Im Zuge der aktuellen Gesundheitskrise haben Verschwörungstheoretiker und ihre nicht selten höchst kruden Thesen wieder an Auftrieb gewonnen. Viele dieser Mythen und Versuche, eine immer komplizierter werdende Welt mit einfachen Mustern zu erklären, greifen auf klassische antisemitische Stereotype zurück. In dieser Folge geht Dr. Philipp Lenhard diesen Stereotypen nach und beleuchtet deren historische Hintergründe und aktuelle Funktion. Sein Interviewpartner ist Felix Balandat, Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern). Die Zitate von Heinrich Graetz werden gelesen von Fabian Weber.
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In dieser Folge hören Sie einen Vortrag von Prof. Martin Jay von der University of California, Berkeley, den er 2018 im Rahmen eines von Dr. Philipp Lenhard organisierten Workshops zu jüdischen Lesarten der Gegenaufklärung gehalten hat. In diesem geht Jay der Frage nach, wie es kam, dass die Frankfurter Schule um Theodor Adorno im Denken rechter und rechtsradikaler Ideologen zu einem Grundübel des Werteverfalls in den USA erklärt wurde. Er macht auf die Zentralität dieser antisemitischen Denkfigur aufmerksam, die sich nicht nur bei ausgesprochenen Rassisten in der Altright findet, sondern heute tatsächlich bis in die obersten Ebenen der amerikanischen Administration vorgedrungen ist. Damit beleuchtet er einen wichtigen Aspekt zum Verständnis aktueller US-amerikanischer Debatten und dem Erstarken des Rechtspopulismus weltweit. Informationen zum Workshop „Dunkle Denker: Jewish Readings of the Counter-Enlightenment”: https://www.jgk.geschichte.uni-muenchen.de/jgk_neuzeit/vortraege-tagungen1/tagung1/index.html
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Im Sommersemester 2019 war die israelische Schriftstellerin Dorit Rabinyan als Amos Oz Poetik-Gastprofessorin für Hebräische Literatur am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur. Ihr Roman „Gader Haya“, der auf Deutsch unter dem Titel „Wir sehen uns am Meer“ erschienen ist, hatte einige Jahre vorher einen Skandal in Israel ausgelöst. In dem Roman geht es um die Liebesbeziehung zwischen einer Israelin und einem Palästinenser. Eine Expertenkommission empfahl das Werk für die Lektüre in der israelischen Oberstufe. Doch das Erziehungsministerium unter dem nationalreligiösen Naftali Bennet widersetzte sich. Das Ministerium ließ verlauten, es wolle Jugendliche vor der „Gefahr der Assimilation“ schützen und die „getrennten Identitäten zwischen Juden und Nicht-Juden“ bewahren. Trotz eines öffentlichen Aufschreis wich das Ministerium nicht von seiner Position ab. In dem Vortrag, den Rabinyan im Sommer 2019 hielt, reflektiert sie über diese Ereignisse und die dahinter stehende Frage der politischen Bedeutung von Literatur. Der Roman auf Deutsch: https://www.kiwi-verlag.de/buch/dorit-rabinyan-wir-sehen-uns-am-meer-9783462048612
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Vom 15.-17. Januar fand in München eine wissenschaftliche Konferenz unter dem Titel „Juden und Muslime in Deutschland. Vom frühen 19. Jahrhundert bis heute“ statt, veranstaltet vom Leo Baeck Institut, der Bayerischen Akademie der Wissenschaft, des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin und dem Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU. Während sich die Konferenz dem Thema hauptsächlich aus wissenschaftlicher Perspektive näherte, brachte die Abschlussdiskussion Sprecher gesellschaftlicher Initiativen zum jüdisch-muslimischen Dialog zusammen. Es diskutierten: Ilja Sichrovsky von der „Muslim-Jewish-Conference Wien“, Erkan Inan vom „Münchner Forum für Islam“, Deborah Schnabel vom „Anne-Frank-Zentrum Frankfurt/Main“ und Dervis Hizarci, Antidiskrimminierungsbeauftragter der Stadt Berlin und Mitglied der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus. Die Moderation leitete Alex Rühle von der Süddeutschen Zeitung.
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Diese Folge bietet ein Interview mit Dr. Martina Niedhammer über das Buch "Zwischen Prag und Nikolsburg. Jüdisches Leben in den böhmischen Ländern". Niedhammer ist eine der Autorinnen des Buches und hat dessen deutsche Ausgabe redaktionell betreut. In dem Interview gibt sie interessante Einblicke in das Buch selbst und berichtet uns über dessen Entstehungsgeschichte. Der Link zum Buch: https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/geschichte/juedische-geschichte/55077/zwischen-prag-und-nikolsburg
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Dieses Mal präsentieren wir einen weiteren studentischen Beitrag. Paula Groß und Jonas Mages haben sich mit dem Islam in Israel befasst. Muslime sind mit ca. 15% der Bevölkerung die größte Minderheit in Israel. Wie sieht die Realität der gläubigen Muslime im jüdischen Staat aus und wie ist der Islam institutionalisiert? Diesen und anderen Fragen gehen die beiden nach. Wie auch die vorherigen studentischen Beiträge ist dieser in einem Seminar an der LMU entstanden, das in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk stattfand. An dieser Stelle sei noch einmal herzlich Philipp Grammes gedankt, dem Digitalchef des Bayerischen Rundfunks. Ohne dessen Engagement und Unterstützung wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.