Podcast Jüdische Geschichte Archiv
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In dieser Folge präsentieren wir einen Vortrag, den Michael Brenner im Rahmen der jährlich stattfindenden Weiße Rose-Gedächtnisvorlesung im Januar 2020 hielt. Der Vortrag geht der Frage nach, wie die deutschen Juden auf die veränderte Situation nach 1918 und vor allem nach 1933 reagierten. Dabei lautet die Prämisse, dass Geschichte nicht prädestiniert ist und sich auch andere historische Konstellationen hätten ergeben können. Der zweite Teil seines Vortrags beleuchtete die heutige Situation und lotete vor dem Hintergrund der Zunahme antisemitischer Vorfälle die möglichen Handlungsspielräume der deutsch-jüdischen Gemeinschaft aus. Wir danken den Organisatoren der Weiße Rose-Gedächtnisvorlesung für den Audiomitschnitt. Frühere Vorträge in dieser Reihe können außerdem gehört werden unter: https://www.uni-muenchen.de/aktuelles/weisse_rose/index.html
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Diese Folge präsentiert einen Vortrag, den Professor Eva Haverkamp-Rott im Rahmen einer Ringvorlesung zu "Stadt und Kultur in Mittelalter und Früher Neuzeit (600–1600)" im Dezember 2019 an der LMU gehalten hat. Prof. Haverkamp-Rott setzt sich darin mit dem Platz der Juden in der mittelalterlichen Stadt auseinander und hinterfragt damit eine Forschungstradition, die diese am Rande der mittelalterlichen Stadtgesellschaft verortet. Im Gegensatz zu solchen Narrativen betonte sie in ihrem Vortrag die starke Verflechtung jüdisch-christlichen Lebens im europäischen Mittelalter und die Vielfalt der Perspektiven, die sich aus dieser Geschichte ergeben.
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Der Dekan der juristischen Fakultät des Zefat Academic College, Mohammed Wattad, der im Dezember 2019 die Gastprofessor für arabisch-israelische Koexistenz am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur inne hatte, befasst sich in diesem Vortrag mit Israels als dem Nationalstaat des jüdischen Volkes aus der Perspektive eines Juristen und arabischen Bürgers des Landes.
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In dieser Folge führt Daniel Mahla ein Interview mit Philipp Lenhard zu dessen neuer Biographie von Friedrich Pollock, einem der Gründer und führenden Köpfe des Frankurter Instituts für Sozialforschung.
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Augsburg und sein Umland waren bis zu den Zerstörungen im Nationalsozialismus über viele Jahrhunderte ein wichtiger Raum jüdischen Lebens in Deutschland. Nach dem Ende des urbanen mittelalterlichen Judentums in der Reichsstadt in Folge des Ausweisungsbeschlusses des Rates im Juli 1438 konnten sich hier mehrere Gemeinden bereits im 16. Jahrhundert wieder etablieren – allerdings nicht mehr innerhalb der Stadtmauern, sehr wohl aber im unmittelbaren Umfeld. Der Vortrag beschreibt die jüdischen Erwerbsweisen und Sozialstrukturen in diesen Dörfern und geht dabei insbesondere auf die wechselhafte Politik des reichsstädtischen Rates ein: Weder konnte man den jüdischen Handel gänzlich unterbinden, noch wäre das wirklich erstrebenswert gewesen, denn die Händler aus den Vorstadtgemeinden erfüllten über ihren Kleinkredit- und Pfandhandel sowie ihren Warenhandel wichtige Funktionen im Wirtschaftsleben der Stadt. Darüber hinaus werden die sozialen Folgen dieser vielschichtigen ökonomischen Kontakte zwischen den jüdischen Händlern und der nichtjüdischen Stadtbevölkerung diskutiert.
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Einmal im Jahr wird an der LMU München ein Vortrag im Andenken an den verstorbenen jüdischen Historiker Yosef Hayim Yerushalmi gehalten. Im November 2019 sprach der weithin bekannte Historiker und Public Intellectual Philipp Blom aus Wien. Eingeführt und vorgestellt wurde er von Prof. Michael Brenner. Die Yerushalmi-Lecture 2019 fand in Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde sowie dem Carl Hanser Verlag statt.
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Im Mai 2019 erschien die von Professor Itamar Rabinovich geschriebene Biographie des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin auf Deutsch im Wallsteinverlag. Rabinovich, der selbst langjähriger Weggefährte von Rabin war und für dessen Administration mit den Syrern um Frieden verhandelte, stellte sein Buch in der Literaturhandlung in München vor. 24 Jahre nach der Ermordung Rabins ist diese Biographie immer noch hoch aktuell.
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Eine weitere der studentischen Podcastfolgen, die im Rahmen eines von Dr. Daniel Mahla und Philipp Grammes (Bayerischer Rundfunk) geleiteten Kurs zur israelischen Geschichte und Kultur an der LMU im Wintersemester 2018-2019 entstanden sind. Dieses Mal geht es um Frauen in der israelischen Armee und um die Frage, welche Rolle der Geschlechtergleichberechtigung in dieser Institution zukommt.
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In dieser Folge spricht Dr. Daniel Mahla mit dem Direktor des jüdischen Museums München, Bernhard Purin, über die vielfältigen Beziehungen der jüdischen Gemeinde zum Oktoberfest in München.
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Im November 2018 hielt Professor Michael Miller von der Central European University in Budapest seine Antrittsvorlesung als Gastprofessor an der LMU zum Wiederaufleben jüdischer Kultur in Ostmitteleuropa seit dem Fall der Sowjetunion.
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Äthiopische Juden in Israel kämpfen bis heute um Anerkennung und Integration. Sandra Bandemer, Tanja Huber und Clara Multerer erläutern die Hintergründe der äthiopischen Einwanderung und sprechen mit dem Rabbiner, Wissenschaftler und Aktivisten, Sharon Shalom, über dessen persönliche Geschichte und Arbeit.
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Dies ist die erste von mehreren studentischen Podcastfolgen, die im Rahmen eines von Dr. Daniel Mahla und Philipp Grammes (Bayerischer Rundfunk) geleiteten Kurs zur israelischen Geschichte und Kultur an der LMU im Wintersemester 2018-2019 entstanden sind. Veronika Gerzer und Julia Schweisthal beschäftigen sich darin mit der Entstehungsgeschichte und den Diskussionen um die israelische Nationalhymne, befragen Israelis zu ihren Einstellungen gegenüber Hatikwa und sprechen mit Experten zum Thema.
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Dr. Evita Wiecki stellt uns in dieser Folge ihre bei Vandenhoeck & Ruprecht 2018 erschiene Kulturgeschichte zu Jiddisch-Lehrbüchern in Polen im 20. Jahrhundert vor.
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In dieser Folge spricht Dr. Dominik Peters über seine im Wallstein-Verlag erschienene Studie zur israelischen Besatzung und Besiedlung des Sinai zwischen 1967 und 1982. Unter dem Titel "Sehnsuchtsort Sinai. Eine israelische Kulturgeschichte der ägyptischen Halbinsel" zeichnet Peters ein faszinierendes Bild dieser Periode israelischer Siedlungstätgkeit, die sich in vielerleich Hinsicht drastisch von der Besiedlung von Westjordanland und Gazastreifen unterschied.
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Diese Folge bietet ein Interview mit Prof. Michael Brenner zu seinem im April 2019 erschienen Buch "Der lange Schatten der Revolution - Juden und Antisemiten in Hitlers München 1918 bis 1923".