18 Kilometer lang wird er, der Tunnel unter dem Fehmarnbelt - eine feste Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark. Wenn er fertig ist, halbiert sich die Reisezeit zwischen Hamburg und Kopenhagen. Die Bauarbeiten laufen auf beiden Seiten seit einigen Jahren. Auf dänischer Seite sind bereits drei der insgesamt 89 gigantischen Tunnelelemente abgesenkt worden - jedes 217 Meter lang, 42 Meter breit und 73.000 Tonnen schwer. Auf deutscher Seite muss zusätzlich eine komplette Hinterlandanbindung entstehen: 88 Kilometer Bahnstrecke, ein Ersatztunnel unter dem Fehmarnsund und der Ausbau der A1.
Der Hafenkonzert-Podcast hat eine Delegation der Hamburger Wirtschaftsbehörde zu den Baustellen auf Fehmarn und nach Kopenhagen begleitet und mit den zentralen Akteuren gesprochen: mit Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard vor Ort auf der Baustelle, mit Ute Plambeck von der Deutschen Bahn über die Hinterlandanbindung, mit Grit Scholz über die Sanierung der Fehmarnsundbrücke, mit Lars Friis Cornett von der dänischen Bauherrengesellschaft Femern A/S, mit Stefan Wallmann vom Ingenieurbüro Rambøll über Kultur-Unterschiede in beiden Ländern, mit Andreas Wenzel von der Deutsch-Dänischen Handelskammer und mit Michael Otremba von Hamburg Tourismus über die Chancen für die Hansestadt.
Moderation: Dietrich Lehmann
Alle Ausgaben des Hamburger Hafenkonzerts gibt es unter ndr.de/hafenkonzert, in der NDR Hamburg-App und bei ARD Sounds.
Themen dieser Ausgabe (in Sendereihenfolge):
Auf der Baustelle - Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard über die Chancen für Hamburg, das Zusammenwachsen mit Kopenhagen und den Blick auf dänische Planungsgeschwindigkeit
Hinterlandanbindung - Ute Plambeck, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für den Norden, über 88 Kilometer neue und ertüchtigte Strecke, das neue Allianzmodell zur Beschleunigung und die deutschen Planungshürden
Fehmarnsundbrücke - Projektleiterin Grit Scholz auf dem "Kleiderbügel" über die 170-Millionen-Sanierung und warum ein Absenktunnel als Ersatzbauwerk entsteht
Bau auf Fehmarn - Lars Friis Cornett, Deutschlanddirektor von Femern A/S, über den Stand der Bauarbeiten in Puttgarden, verzögerte Absenkpontons und den neuen Zeitplan
Ingenieurperspektive - Stefan Wallmann vom Ingenieurbüro Ramboll über die Entscheidung für den Tunnel statt einer Brücke - und die kulturellen Unterschiede zwischen dänischem und deutschem Bauverständnis
Wirtschaftlicher Blick - Andreas Wenzel von der Deutsch-Dänischen Handelskammer in Kopenhagen: Skandinavien-Exporte übertreffen inzwischen China-Exporte; realistischer Zeitplan 2032 für PKW, Mitte der 2030er für Zug
Tourismus - Michael Otremba, Chef von Hamburg Tourismus, über 144.000 dänische Übernachtungen 2025, Potenzial in Schweden und den erschlossenen Wirtschaftsraum von 4,5 Millionen Menschen
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