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37 Episoden
36 Minuten
Marion Dominiak Keller ist eine Diplom Psychologin und Psychoanalytikerin im “Unruhestand”, die eines Tages beschloss, den herumliegenden Müll nicht mehr zu ignorieren, sondern ihn aufzuheben. März 2023 haben wir mit ihr über Müllpat*in werden, warum Leute Müll aus dem Auto schmeißen und natürlich ihren Wandelpunkt gesprochen.

“Dass ich das hier machen würde, hätte ich früher nie gedacht.”

“Während des Lockdowns konnte ich nicht mehr in mein geliebtes Schwimmbad gehen und in meinem Alter muss man ja etwas für die Gesundheit tun. Also habe ich mich entschlossen zu laufen.

Ich bin jeden Tag gelaufen und ein Jahr lang habe ich mich über den den Müll aufgeregt, der am Straßenrand lag und hab versucht ihn zu ignorieren. Als Psychologin versucht man dann natürlich immer zu sagen, „Das ist nicht meine Baustelle, das interessiert mich nicht, guck einfach nicht hin…“ aber das hat nicht funktioniert. Es hat mich einfach ständig geärgert. Der Hintergrund ist nämlich, wenn ich durch die Natur laufe möchte ich keinen Müll sehen. Das ist eine Störung der Schönheit und des Blickes.”

“Es ist so, dass die Leute ja nicht nur kleine Sachen wegwerfen sondern auch richtig Sperrmüll abladen und dann hat mir eines Tages jemand gesagt, dass man das melden kann.

Bei meinen Nachforschungen habe ich dann erfahren, dass man bei der städtischen Müllentsorgung auch Müllpat*in werden kann. Dafür habe ich mich dann interessiert!

Kurze Zeit später wurde ich von einem Herrn sehr freundlich in die Arbeit eingewiesen, bekam eine Müllgabel und große Plastiksäcke und dann habe ich einfach angefangen während des Laufens links in rechts Müll zu sammeln.”

Links:

Mänglemelder: https://www.mängelmelder.de

Alternative Seite bei Frankfurt fragt mich: https://www.ffm.de/frankfurt/de/flawRep/43535

FES - Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH: https://www.fes-frankfurt.de/

Zwischenspielmusik: ⁠"Transcendental meditation in seven movements"⁠ bei ⁠Pseudosound⁠

Wandelpunkt Podcast

Interviews mit Leuten, wie du und ich, die Nachhaltigkeit vorantreiben.

⁠https://wandelpunkt-podcast.de⁠ kontakt@wandelpunkt-podcast.de

Falls ihr uns von eurem persönlichen Wandelpunkt erzählen möchtet und was daraus entstanden ist, oder wenn ihr jemanden kennt, den wir interviewen sollen, einfach kontaktieren oder eine E-Mail an kontakt@wandelpunkt-podcast.de schicken.

Wir freuen uns, von euch zu hören.
29 Minuten
Vor kurzem haben Josh und ich festgestellt, dass wir wieder mehr Müll produzieren, als vor der Pandemie.

Wir haben überlegt, woran das liegen könnte?

Wir denken, durch die ganzen Krisen die sich momentan übereinanderstapeln, sind wir wohl etwas müde geworden. Wir vergessen öfters die leere Dose zur Käsetheke zu bringen oder sind zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, als unsere eigene Hafermilch zu machen… und manchmal ja manchmal muss es halt … die Tiefkühlpizza sein.

Diesen Monat wiederholen wir eine Folge aus dem Jahr 2020. Es ist unser Interview mit Pia Krechel, mit dem Thema - Zero Waste - Müllvermeidung.

Es wurde genau im Februar vor drei Jahren aufgenommen, am Anfang der Pandemie.

Wir haben bisher sechs Interviews über Wege der Müllvermeidung aufgenommen, denn es ist ein wichtiges Thema.

Wir wollen uns nun selber damit einen Ruck geben, um mit unserem Müllverbrauch wieder etwas achtsamer zu werden.

Viel Spaß mit der Folge:

Julia

"Zero Waste Frankfurt" ist ein Projekt und Blog von Pia Krechel, einer Mutter & Bloggerin aus Frankfurt am Main. Seit 2016 versucht sie möglichst wenig Müll zu produzieren. Durch selber basteln, wiederverwenden und unverpackt einkaufen, haben Pia und ihre Familie, im Laufe der Zeit, ihre Müll-Produktion drastisch reduziert.

Im Februar 2020 saßen wir zusammen und haben uns über ihren persönlichen Wandelpunkt und das daraus entstandene Projekt unterhalten.

E-Mail: pia@zerowastefrankfurt.de

Webseite: https://www.zerowastefrankfurt.de

Zero Waste Karte: https://www.zerowastefrankfurt.de/karte/

Instagram: https://www.instagram.com/zerowastefrankfurt

Facebook: https://www.facebook.com/Zero-Waste-Frankfurt-339280850014461

Pintrest: https://www.pinterest.de/zerowastefrankfurt/

Unverpackt einkaufen in Frankfurt:

Gramm.genau (Bockenheim): https://www.grammgenau.de

Ulf (Altstadt beim Dom): https://www.unverpackt-laden-frankfurt.de

Die Auffüllerei-unverpackt einkaufen (Bornheim): https://dieauffuellerei.de/

Das Buch, das Pia inspiriert hat: Zero Waste: Weniger Müll ist das neue Grün

Alle Musik im Podcast ist vom Pseudosound. https://www.reverbnation.com/pseudosound

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47 Minuten
Klimaschutz-Initiative Riedberg (KIR) ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel die Nachbarschaft im frankfurter Stadtteil Riedberg bis 2030 klimaneutral zu gestalten.

Franziska Nauck, selbständige Trainerin für schriftliche Kommunikation & Heike Maucher, Softwareentwicklerin bei einer Frankfurter Großbank haben 2021 gemeinsam mit Nachbarn die Klimaschutz-Initiative Riedberg gegründet.

Im Januar 2023 haben wir mit den beiden darüber geredet, wie man Veränderung im Stadtteil erreicht, mit Behörden und Nachbarn kommuniziert und natürlich von ihren Wandelpunkten erfahren.

"Wir von der KIR sind eine wachsende Gruppe Riedbergerinnen und Riedberger, die sich dafür einsetzen, den Riedberg bis 2030 klimaneutral zu machen. So könnte Riedberg ein Klimaschutz-Leuchtturm für Frankfurt werden."

"In verschiedenen Arbeitsgruppen beschäftigen wir uns mit den wichtigsten Themen rund um den Klimaschutz: CO2-Reduktion, Solar auf die Dächer, Naturnahes Gärtnern, Mobilität, Müllvermeidung, Kommunikation"

Links:

http://www.klimaschutz-initiative-riedberg.de

kontakt@klimaschutz-initiative-riedberg.de

https://www.facebook.com/KlimaschutzInitiativeRiedbergKIR

Zwischenspielmusik: "Where do we go from here?" bei Pseudosound

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39 Minuten
Australier Hugh Alderson ist gelernter Koch und hat 2021 das KüfA Kollektiv "Food That's Left" gegründet.

Im November 2022 haben wir mit ihm über Lebensmittelverschwendung, veganes Kochen und natürlich seinem Wandelpunkt gesprochen.

"Ich liebe meinen Beruf, hatte aber immer Probleme damit, dass wir in der Gastronomie in großen Teilen sowohl moralisch, als auch hinsichtlich der Rücksicht auf die Umwelt in die falsche Richtung laufen. Viele Lebensmittel wandern in den Müll, eine reine vegane Küche gab es früher sehr selten und ist auch heute noch nicht Mainstream. Mehrwegsysteme etablieren sich nur sehr langsam und die Küche ist sehr hierarchisch aufgebaut."

"Außerdem können sich viele Menschen das Essen in einem Restaurant schlichtweg nicht leisten. Der Wandel zu Food That's Left hat sich über mehrere Jahre und in einigen Schritten vollzogen. Das Kochen in einer KüfA habe ich 2019 in Berlin so richtig für mich entdeckt. Ich habe gesehen wie harmonisch wir tagein, tagaus ohne Hierarchien, vegan, mit viel Liebe für viele Menschen kostengünstig und gemeinschaftlich kochen konnten."

"Das war ein Augenöffner für mich und ich habe im Nachgang überlegt, wie sich diese Form des Kochens dauerhaft für mich und andere umsetzen lässt. Die Pandemie hat vieles zum Stillstand gebracht, für mich aber die Möglichkeit eröffnet mich mit vielen Themen intensiver zu beschäftigen, die mich schlussendlich dem späteren Food That's Left näher brachten u.a. habe ich die unterschiedlichsten Quellen für die Lebensmittelrettung entdeckt. Für mich war schnell klar, dass das Kochen mit geretteten Lebensmitteln die Basis für das KüfA Kollektiv sein soll. Gerettete Lebensmittel erlauben uns aktiv Klimaschutz zu betreiben, in dem wir große Mengen an Lebensmitteln verkochen, die sonst im Müll landen würden. Dabei kochen wir ausschließlich vegan. Als Aktionsküche für die Klimabewegung unterstützen wir Menschen, die sich für unsere Zukunft einsetzen. Dabei kochen wir für fast umsonst und für viele Menschen. Ein kleiner Nebeneffekt dieser Art zu kochen ist, dass Menschen, die sich normalerweise keinen Restaurantbesuch leisten können von uns bekocht werden."

"Food That's Left ist eine politische und soziale Aktions KüfA (Küche für Alle). Wir sind keine klassische KüfA, die nur an einem Ort aufgebaut ist, sondern wir gehen dorthin, wo wir gebraucht werden, kochen in der Regel gemeinsam mit den Aktivist*innen und geben das Essen an Ort und Stelle aus."

"Wir sehen unsere KüfA Arbeit als eine politische Aktion innerhalb der Klima und sozialen Gerechtigkeitsbewegung. Wir verarbeiten hauptsächlich gerettete Lebensmittel aus unterschiedlichen Quellen (Food That's Left) und passen uns täglich an das an, was wir selbst retten bzw. was für uns gerettet wird bzw. an uns gespendet wird. Das heißt wir sind extrem flexibel was unser Essensangebot anbetrifft. Damit leben wir Klimaschutz und positionieren uns vehement gegen die Lebensmittelverschwendung, die beträchtlich zum Klimawandel beiträgt, indem sie die Ausbeutung von Natur, Tieren und Menschen zugleich bewirkt."

Links:

https://www.instagram.com/food_thats_left/

https://www.facebook.com/foodthatsleft

Zwischenspielmusik “I exist” vom Pseudosound

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Interviews mit Leuten, wie du und ich, die Nachhaltigkeit vorantreiben.

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37 Minuten
Franziska Geese ist gelernte Kunstpädagogin und hat 2017 die erste Unverpackt-Einkaufsmöglichkeit "gramm.genau" in Frankfurt am Main gestartet. Franziska hat das Ziel, Leuten das unverpackte Einkaufen, die Plastikvermeidung & den Zero-Waste Lifestyle näher zu bringen. 

Juni 2022 haben wir mit ihr über die Reduzierung von Plastikmüll, gemeinschaftliches Miteinander und natürlich ihren Wandelpunkt gesprochen.

"Mein Müllberg, nach einem vermeintlichen "gesunden" Kochen, hat mich aufgeweckt. So wollte ich einfach nicht mehr Kochen. Wenn man sich dann mit Regionalität und biologischen Lebensmitteln auseinandersetzt, ist der Weg zu unverpackt nicht mehr weit, denn es ist die logische Konsequenz."

"Damals gab es noch keine Unverpackt-Läden, wohl aber Anfänge in Kiel. Ich beobachtete die Eröffnung dort und hoffte, dass es jemand in Frankfurt gleich tun würde - bis ich es mit meinem Team 2019 selbst in die Hand nahm und einen Laden in Bockenheim eröffnete."

gramm.genau ist eine Mischung aus Lebensmittelgeschäft und Zero-Waste Café in dem man unverpackt einkaufen kann. Sie bieten nicht nur lose Lebensmittel und ein Café ohne Einweg-Plastik an, sondern auch einen Lastenfahrrad-Lieferservice für Bürosnacks. Sie veranstalten auch Teamevents und Workshops wie z.B. ein vegan/vegetarisches Frühstück mit selbstgemachten Gerichten. 

Das Ziel ist unverpacktes Einkaufen und den Zero-Waste Lifestyle zu fördern, indem sie so alltagstauglich und entspannt wie möglich gestaltet werden.

Links:

https://www.grammgenau.de

https://www.shop.grammgenau.de

Zwischenspielmusik "Riding off into the sunset (Abspannmusik)” vom Pseudosound   

Wandelpunkt Podcast Interviews mit Leuten, wie du und ich, die Nachhaltigkeit vorantreiben.

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50 Minuten
Tim Noller, beim Deutschen Fußballbund beschäftigt, ist in Schwäbisch Hall aufgewachsen und arbeitet seit 2019 daran, die Regionalwährung Maingold in Frankfurt am Main einzuführen. Anfang Mai 2022 haben wir uns zusammengesetzt und uns über Finanzkrisen, alternative Bezahlmöglichkeiten und seinen Wandelpunkt unterhalten.

"Meinen Wandelpunkt erlebte ich in der Finanzkrise 2008! Ich habe als damals 18-Jähriger nicht verstanden, wie ein hochverschuldeter Staat (Deutschland), plötzlich Unmengen an Geld bereitstellen konnte, um die Banken zu retten, von denen er selbst Kredite benötigt. Diese Logik leuchtete mir nicht ein. Daher habe ich mich ab diesem Zeitpunkt intensiv mit den Zusammenhängen unseres Geldsystems beschäftigt und tue es bis heute. Mir ist es wichtig, die Botschaft in die Welt zu tragen: Geld ist eine Vereinbarung zwischen Menschen. Wir können Geld gestalten und es neu denken. Ich bin sogar überzeugt, dass wir es angesichts der sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit neu denken müssen. Mit der Regionalwährung "Maingold" möchte ich dazu einen kreativen Anstoß geben, der auch noch Spaß macht!"

"Die Maingold-App ist die erste digitale Regionalwährung, die auf der energiesparenden Proof-of-Stake-Blockchain basiert. Sie verbindet die Stärken von Regionalwährungen, die bereits seit Jahrzehnten, teilweise seit fast 100 Jahren erfolgreich funktionieren. Mit dem Maingold bauen wir auf diesen Erfolgen auf und führen eine Regionalwährung ein, die zum 21. Jahrhundert passt!"

Links:

Maingold: https://www.maingold.org

Zwischenspielmusik “Nachdenklich” vom Pseudosound

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59 Minuten
Lauritz Heinsch ist Permakultur-Designer und Musiker aus Fulda und 2015 hat das Büro für sozialen Humusaufbau gegründet und veröffentlicht nonprofit Permakulturprojekte bundisweit. Wir haben einen sonnigen Nachmittag im März, 2022 zusammen mit ihm verbracht und haben uns über Permakultur, den eigenen Lebensweg finden und natürlich über seinen Wandelpunkt unterhalten.

“Anstatt Abi zu machen, zog ich von meinem Geburtsort Fulda nach Hamburg, um dort beim Film zu arbeiten. Ich absolvierte solange Praktika als Set-Runner bis ich letztendlich zur Assistenz der Set-Aufnahmeleitung für ARD- und ZDF-Produktionen wie den “Tatort” oder “die Pfefferkörner” aufstieg und mit einer kleinen Crew selbst Kurzfilme drehte. Mit 21 reisten meine damalige Freundin und ich ein Jahr lang, mit Einsatz von nur sehr wenig Geld, teils trampend durch Schottland und Portugal. 2012 wurde ich Vater meines wundervollen Sohns Fjalle. Mit diesem Ereignis änderte sich mein Leben schlagartig, oder besser gesagt, ich änderte es schlagartig.”

“Von Ohnmachtsgefühlen, ob der zahllosen Missstände auf der Welt, überwältigt, suchte ich nach Strohhalmen, Hoffnungsschimmern und Lösungsstrategien. Diese Suche führte mich recht schnell, 2013, zum Permakultur-Design-Kurs auf dem Häuslemaierhof bei Freiburg. Dieser Kurs inspirierte und bekräftige mich dermaßen, dass ich sofort und unmittelbar das Studium an der PKAkademie begann und innerhalb dessen an 14 Vertiefungskurse, 2 PDKFs und zahlreiche Netzwerktreffen teilnahm. Mit einem Schmunzeln kann ich heute sagen, dass ich viele dieser Kurse wegen ihrer wohltunenden Atmosphäre und kräftigender Wirkung auf mich besuchte.”

“Völlig überwältigt von den neuen Perspektiven Zukunft zu denken und gestalten zu können, begann ich noch im selben Jahr eine Schreinerlehre, die Wildnispädagogik-Ausbildung an der Wildnisschule Wildniswissen und wurde Foodsharing-Botschafter meiner Stadt. 2016 beendete ich meine Schreinerlehre mit einer indoor-Komposttoilette als Gesellenstück. 2017 akkreditierte ich zum Dipl. Permakultur-Designer auf einem meiner Studienprojekte, dem Humus-Festival und beendete die 3-jährige Wildnispädagogik-Ausbildung.”

Links:

Büro für sozialen Humusaufbau: www.sozialhumus.de

Humus-Festivals: www.humus-festival.de

FLAKE: www.flake.world

Pfade zur Wildgestaltung: www.wildgestaltung.de

Wie:Du:Kind-Filmwerkstatt: www.wiedukindfilm.de

Hebel e.V.: www.hebeln.org

Instagram: sozialer_humusaufbau

Facebook: https://www.facebook.com/wildgestaltung

FLAKE: www.flake.world

Zwischenspielmusik “October” vom Pseudosound

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48 Minuten
Auch diesen Monat müsst ihr euch noch ein wenig mit einer neuen Folge gedulden…

dieses Jahr wird es sehr wahrscheinlich, wegen des anstehenden Bahnausbaus und dem damit verbundenen Wegebau, die letzte Gartenführungs-Saison im Hortus Nucis geben.

Aus diesem Anlass wiederholen wir die Folge, die entstand, kurz bevor wir über den Wegebau erfuhren:

Julia Auer aus Frankfurt am Main ist nicht nur Mitgründerin des Wandelpunkt Podcasts, sie ist auch Wildnislotsin, ausgebildete Permakultur-Designerin und betreibt den privaten Natur-Garten namens Hortus Nucis. In diesem Garten liegt der Fokus darauf, Lebensraum für regionaltypische Pflanzen und Tiere zurückzugewinnen.

Im Juni 2021 saßen wir zusammen und haben uns über Gärten, die wilde Natur und wie Menschen sie umgestalten und natürlich über ihren Wandelpunkt unterhalten.

“Wandelpunkte hatte ich schon einige im Leben, aber ich möchte über meinen letzten großen Wandelpunkt erzählen.

2017 war ein ganzes Wandeljahr für mich persönlich. In dem Jahr zog unsere jüngere Tochter aus dem Haus, unsere ältere Tochter machte uns zu Großeltern und meine Mutter verstarb.

In diesem Jahr machte ich mich auf den Weg, mich auch beruflich zu verändern und endlich dem Ruf meines Herzens zu folgen, mich wieder vertieft mit der Natur zu beschäftigen. Ich entschied mich, Permakultur-Design mit dem südamerikanischen Ausbildungstrupp Ná Lu‘um zu studieren.

Nicht lange später entdeckte ich das Hortusnetzwerk und machte kurzentschlossen zwei mehrwöchige Praktika bei Markus Gastl in seinen beiden Gärten Hortus Insectorum und Hortus Felix.

Der Nussgarten bekam dadurch endlich seine Bestimmung und wandelte sich mit mir, und mit meiner Hilfe, in den Hortus Nucis um.

Mit Fotoapparat, Lupe und Bestimmungsapp bewaffnet entdeckte ich, neugierig wie ein kleines Kind, mir unbekannte Blumen und Insekten um mich herum. Ich begann zu sehen und immer mehr zu verstehen, wie sehr wir Menschen die Natur um uns herum beeinflussen. Es gab eine spannende Welt zu entdecken, eine Welt die es gilt für unsere Enkel zu schützen.

Es ist wunderbar erfüllend, regelmäßig Besucher zu empfangen und Ihnen die Schönheit der regionalen Natur zu zeigen, Ihnen nicht nur die Augen sondern auch die Herzen dafür zu öffnen.”

Der Hortus Nucis ist ein privates Naturparadies im Norden der Stadt Frankfurt, nahe des städtischen Grüngürtels.

Regelmäßig werden Führungen durch den Garten veranstaltet, bei der man sich den Zauber der regionalen Natur erklären lassen kann und auch erfährt, wie man diese auf Fensterbank, Balkon oder im eigenen Garten unterstützen kann.

https://hortus-nucis.de

https://www.instagram.com/hortusnucis

https://www.facebook.com/nussgarten

Musik vom Pseudosound

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55 Minuten
Wir machen eine kleine Pause und haben auch bald wieder super interessante neue Folgen für euch zu hören.

Nowato ist ein Unternehmen gegründet von den französischen Schwestern Elisabeth und Severine Felt. In 2011 haben sie ihre Berufe in der IT Branche an den Nagel gehängt und sich auf einen neuen Weg gemacht. Seitdem bieten sie wasserlose Toiletten-Systeme, also no water toilets, zum kaufen und mieten an.

Im Mai 2020 haben wir die beiden interviewt und sie haben uns über ihren gemeinsamen Wandelpunkt erzählt und wie sie dazu gekommen sind, Trocken-Toiletten zu entwerfen & bauen.

Elisabeth hat im Umfeld Innovationsbereich gearbeitet und trotz spannender Projekte fehlte ihr der Sinn darin.  Sie wollte etwas tun, wobei sie mit vollem Geist dahinter stehen konnte.

Sie hatte immer im Hinterkopf gehabt selbständig zu werden und ihr eigenes Ding zu machen, etwas, was ihre Seele erfüllt.

Als Softwareentwicklerin gefiel Severine die spielerische Seite der Problemlösung sehr, aber nichts desto trotz konnte sie sich nicht vorstellen, noch 40 weitere Jahre vor dem Bildschirm zu hocken. Dann kam die Finanzkrise 2008 und sie wurde entlassen...

Sie holte sich ein Masters in Wirtschaft und als sie damit fertig war, war Elisabeth gerade in Elternzeit.

Motiviert durch das Tante & Muttersein und die ständigen schlechten Nachrichten über die Klimakatastrophe, entschlossen sich die beiden, zusammen etwas neues und nachhaltiges auf die Beine zu stellen...

Die Entsorgung von menschlichen Abfällen ist ein sehr wichtiges Thema heutzutage. Dazu gehören nicht nur Hygiene-Aspekte, sondern auch die Verschwendung und Verschmutzung unseres wertvollen Trinkwassers, der Verlust von Biomasse und die damit verbundene niedrige Kohlenstoffspeicherungskapazität unserer Böden. Um das Problem zu lösen, müssen wir aufhören, den Kohlenstoffzyklus zu stören. Wir müssen unsere Agrar-Industrie umgestalten und Biomasse und Mikroorganismen in der Erde wieder aufbauen.

Dafür braucht man Kompost und Humus.

Mit Nowato tragen Severine und Elisabeth zu dieser Lösung bei. Trocken-Toiletten sind eine nachhaltige Alternative zu den Chemie-Klos. Sie sind viel angenehmer als ein Plumpsklo und sind geeignet für Gärten, Parks, Autobahnraststätten, Festivals und sogar für zu Hause!

Die Nowato-Toiletten sind in der Region gebaut und unterstützen kleine Holzwerkstätten.

Mehr Information über die Toiletten, die verschiedenen Modelle für Innen & Außenbereich und wie man sie mieten und kaufen kann, findet ihr auf ihrer Webseite: https://www.nowato.com

Weitere Kontaktmöglichkeiten:

Facebook: https://www.facebook.com/nowato/

Instagram: https://www.instagram.com/nowato.frankfurt/

Twitter: https://twitter.com/nowato_GmbH

Musik vom Pseudosound

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33 Minuten
Der Teufelsbruch und der Fechenheimer Wald befinden sich im Osten der Stadt Frankfurt am Main und sie sind ein letztes Stück des regional typischen Auenwaldes des Mains. Ein alter Feuchtwald der Flussaue.

Ein Stück des Waldes soll nun für einen Autobahntunnel gerodet werden und wird momentan von den Aktivisten von “Teufelsbruch bleibt” geschützt.

Im November haben wir uns mit zwei der Aktivisty, die anonym bleiben möchten, über die Gründe der Waldbesetzung, hierarchiefreie Gesellschaften und natürlich über deren Wandelpunkte unterhalten.

Es ist ein kalter Novembermorgen, als wir an die Tür des Bauwagens der Mahnwache klopfen und zwei vermummte Gestalten uns die Tür öffnen.

“Ach, ihr seid nicht die Polizei” kommt es uns erleichtert entgegen. Wir werden herzlich empfangen und zu den Baumhäusern begleitet.

Freundlich blitzen die Augen der jungen Aktivisten und sie bieten uns Tee, Kaffee und gerettete Kekse an.

Kurze Zeit später sitzen wir mit zwei von ihnen zusammen unter den Bäumen und unterhalten uns über ihr Leben draußen im Wald. Beide hatten einschneidende persönliche Erfahrungen, also ihre Wandelpunkte, die sie dazu führten, die Struktur unserer Gesellschaft zu hinterfragen. Sie entschieden sich ihr Leben radikal zu ändern und stattdessen ihre Utopie zu leben. Sie sind froh darüber wie wenig sie benötigen, um glücklich zu sein.

Aber glücklich sind sie nicht, sonst würden sie nicht im Winter im Wald leben. Sie nehmen diese Sache sehr ernst, denn sie haben eine Vision von einer freien, hierarchielosen und friedlichen Welt, wo alle Lebewesen auf diesem Planeten mit Respekt behandelt werden, also auch Tiere und Pflanzen. Sie leben diese Vision.

Die Aktivisty informieren in einem Blog über ihr Leben und ihre Gedanken im Fechenheimer Wald. Dort kann man auch lesen, wie man sie unterstützen kann.

https://teufelsbruch.blackblogs.org/

Andere Links dazu:

https://www.hessenschau.de/gesellschaft/a66-ausbau-aktivisten-besetzen-in-frankfurt-weitere-baeume,waldbetzung-riederwaldtunnel-frankfurt-100.html

https://greenpeace-frankfurt.de

https://www.fr.de/frankfurt/protest-gegen-autobahnausbau-im-riederwald-baeume-faellen-geht-gar-nicht-91005322.html

Zwischenspielmusik “Interlude in C Major” vom Pseudosound

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37 Minuten
Johanna Roos ist gelernte Kultur-und Sozialanthropologin aus Frankfurt am Main und ist seit 2016 Mitarbeiterin in der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Seit 2020 leitet sie das Programm Nachhaltigkeitspraktiker, das Menschen dabei unterstützt, persönliche Ziele für eine nachhaltigere Lebensgestaltung umzusetzen und dann ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen.

Judith Busse studiert Philosophie an der Goethe Universität in Frankfurt und hat 2021 an dem Programm teilgenommen.

In Oktober 2021 haben wir uns mit den beiden über die Herausforderung den ersten Schritt zu tun nachhaltiger zu leben, wie es gemeinsam einfacher geht und selbstverständlich über ihre Wandelpunkte unterhalten.

Während regelmäßiger, von der Stiftung begleiteter Treffen mit Gleichgesinnten unterstützen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Programms gegenseitig dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele – sei es im Konsumverhalten, im Bereich Haushalt oder beim Thema Ernährung – zu erreichen. Ein begleitendes Workshop- und Vortragsangebot bietet zusätzliche Impulse. Welche Herausforderungen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihrem Weg zu mehr gelebter Nachhaltigkeit begegnen und welche Erfahrungen sie machen, teilen sie anschließend mit ihrem Umfeld. Ein Projektteam begleitet die Gruppe in der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsvorhaben und unterstützt sie dabei, anderen ein Vorbild zu sein.

Anhand ihres eigenen Beispiels zeigen die Nachhaltigkeitspraktikerinnen und -Praktiker auf, wie es gelingen kann, an einer nachhaltigeren Stadtgesellschaft für Frankfurt mitzuwirken.

Jetzt ist auch schon klar, dass es im nächsten Frühjahr eine neue Runde Nachhaltigkeitspraktiker geben wird: Ab Ende Januar 2022 können sich Interessierte ab 18 Jahren (ohne Altersbeschränkung nach „oben“) wieder über die Website des Projekts bewerben. Los geht es dann Mitte März. Alle weiteren Infos gibt es Anfang nächsten Jahres auf der Website oder auch gerne bei einem persönlichen Gespräch.

Links:

Nachhaltigkeitspraktiker der Stiftung Polytechnische Gesellschaft:

Webseite: https://www.nachhaltigkeitspraktiker.de

Instagram: https://www.instagram.com/sptgffm

Judiths Kurzgeschichte:

https://wandelpunkt-podcast.de/kurzgeschichte-plastik-von-judith-busse

Goethe‘s Green Initiative:

Website: http://goethesgreenoffice.org

E-Mail: kontakt@goethesgreenoffice.de

Umsonstladen „Drehscheibe“:

Website: http://goethesgreenoffice.org/umsonstladen-drehscheibe

Facebook: https://www.facebook.com/umsonstladenGGO

E-Mail: drehscheibe@goethesgreenoffice.de

Alle Fotos: Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Philip Eichler

Zwischenspielmusik “Turkey Groove” vom Pseudosound

https://www.reverbnation.com/pseudosound

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40 Minuten
Beate Siegler ist Rentnerin aus Frankfurt und hatte 2020 die Idee mit anderen die Food-Coop Klaa Karott zu gründen. Das Ziel ist Lebensmittel regional, in Bioqualität und möglichst direkt vom Erzeuger zu kaufen. Im September 2021 haben wir sie eingeladen, um mit ihr über ihre verpackungsfreie Kindheit, wie man eine Lebensmittelkooperative gründet und natürlich über ihren Wandelpunkt zu sprechen. Beate hatte als Kind in den 1950er Jahren schon ein paar Erlebnisse, die einen Wandelpunkt auslösten. Eins davon war, dass ihre Eltern einmal den teuren Kaffee wegwerfen mussten, nachdem dieser den Geschmack des Plastikbehälters, in dem er aufbewahrt wurde, angenommen hatte. Das zweite war, als sie zum ersten Mal eine Bluse aus synthetischem Stoff trug und das Gefühl hatte, eine Plastiktüte zu tragen. Jahre später beschloss sie Plastikfasten auszuprobieren. Sie empfand es als sehr befreiend und entschied sich das Thema weiter zu entwickeln. Der Verein kauft Lebensmittel in Großpackungen/Großgebinden ein und die Mitglieder holen es einmal die Woche in ihren eigenen Gefäßen ab. Klaa Karott macht keine Gewinne und achtet darauf, dass die Produzenten eine faire Bezahlung bekommen. Links: https://klaakarott.jimdofree.com Wandelpunkt Podcast Interviews mit Leuten, wie du und ich, die Nachhaltigkeit vorantreiben. https://wandelpunkt-podcast.de kontakt@wandelpunkt-podcast.de
35 Minuten
Wir melden uns zurück aus unserer Sommerpause und haben auch bald wieder superinteressante neue Folgen für euch zu hören.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von Transition Town Frankfurt haben wir uns entschlossen, diesen Monat unser Interview vom Januar 2020 mit dem Gründer Matthias Emde zu wiederholen.

Matthias Emde ist Diplom-Geologe, Infografiker und Buchautor aus Frankfurt. 2011 hat er, gemeinsam mit Gleichgesinnten, die lokale Transition Town Gruppe gegründet.

Im Januar 2020 saßen wir mit ihm zusammen und haben uns über seinen Wandelpunkt und die damit verbundene Geburt von Transition Town Frankfurt unterhalten.

Transition Town (Stadt im Wandel) ist eine weltweite soziale Bewegung aus Großbritannien, die 2006 von Rob Hopkins gegründet wurde. Das Ziel von Transition Town ist, gemeinsam eine nachhaltige Gesellschaft zu aufzubauen. Build a better world.

Auf die Webseite (https://frankfurt-im-wandel.de) findet ihr Informationen und Links zu den verschiedenen Projekten zum Beispiel Baumstimme (Wandelpunkt Folge #1).

Dieses erste Oktoberwochenende 2021 feiert Transition Town Frankfurt mit den Wandeltagen ein Fest der Nachhaltigkeit über die ganze Stadt verteilt. Über 40 Initiativen wie Reparatur-Cafés, Unverpackt-Läden und Urban Gardening Projekte zeigen was sie können. Wer alles dabei ist erfahrt unter www.wandeltag.de

Mehr Informationen über die Projekte von Transition Town Frankfurt und wie man mit machen oder spenden kann, findet ihr auf die Webseite https://frankfurt-im-wandel.de

Oder eine E-Mail an kontakt@transition-town-frankfurt.de schicken.

Bei Facebook unter: https://www.facebook.com/transitiontownfrankfurt

Um mehr über Matthias Emde und seine Arbeit zu erfahren, geht auf https://www.emde-grafik.de

Der ist ein talentierter Illustrator und hat sogar unser Wandelpunkt Logo entworfen.

Das Zwischenspiel ist aus dem Lied “Turkey Groove” vom Pseudosound.

https://www.reverbnation.com/pseudosound

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1 Stunde 2 Minuten
Sebastian Everding ist gelernter Informationstechnikermeister aus Dortmund und auch der Erfinder des Bienenautomats.

Er restauriert in Handarbeit alte Kaugummiautomaten aus der 1950er-1990er Jahren aus denen man kleine Kapseln mit regional typischen Wildblumensaatgut & und Blumenzwiebeln für wenig Geld erwerben kann.

Christina Gruber-Eifert kommt aus dem Rhein-Main-Gebiet und ist Pädagogin, tätig in der pädagogischen Erwachsenenbildung und engagiert sich leidenschaftlich für das Thema BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung).

Sie hat ihren Automaten zum “Be(e) the Change – TINAUTOMAT” weiterentwickelt, indem sie in einer der Hälften Zitate und Reflektionsfragen anbietet und auf nachhaltige Projekte, regional und in der ganzen Welt, aufmerksam macht.

In Juli 2021 haben wir uns mit den beiden über Kaugummiautomaten, Upcycling, Artenvielfalt und selbstverständlich über ihre Wandelpunkte unterhalten.

Links:

https://www.bienenautomat.de

https://www.facebook.com/bienenautomaten

https://www.instagram.com/betterworldmachines

kontakt@bienenautomat.de

https://www.instagram.com/tinautomat

https://www.instagram.com/christinagrubereifert

https://www.christina-grubereifert.com

Zwischenspielmusik "Wasp” vom Pseudosound

https://www.reverbnation.com/pseudosound

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48 Minuten
Julia Auer aus Frankfurt am Main ist nicht nur Mitgründerin des Wandelpunkt Podcasts, sie ist auch Wildnislotsin, ausgebildete Permakultur-Designerin und betreibt den privaten Natur-Garten namens Hortus Nucis. In diesem Garten liegt der Fokus darauf, Lebensraum für regionaltypische Pflanzen und Tiere zurückzugewinnen.

Im Juni 2021 saßen wir zusammen und haben uns über Gärten, die wilde Natur und wie Menschen sie umgestalten und natürlich über ihren Wandelpunkt unterhalten.

“Wandelpunkte hatte ich schon einige im Leben, aber ich möchte über meinen letzten großen Wandelpunkt erzählen.

2017 war ein ganzes Wandeljahr für mich persönlich. In dem Jahr zog unsere jüngere Tochter aus dem Haus, unsere ältere Tochter machte uns zu Großeltern und meine Mutter verstarb.

In diesem Jahr machte ich mich auf den Weg, mich auch beruflich zu verändern und endlich dem Ruf meines Herzens zu folgen, mich wieder vertieft mit der Natur zu beschäftigen. Ich entschied mich, Permakultur-Design mit dem südamerikanischen Ausbildungstrupp Ná Lu‘um zu studieren.

Nicht lange später entdeckte ich das Hortusnetzwerk und machte kurzentschlossen zwei mehrwöchige Praktika bei Markus Gastl in seinen beiden Gärten Hortus Insectorum und Hortus Felix.

Der Nussgarten bekam dadurch endlich seine Bestimmung und wandelte sich mit mir, und mit meiner Hilfe, in den Hortus Nucis um.

Mit Fotoapparat, Lupe und Bestimmungsapp bewaffnet entdeckte ich, neugierig wie ein kleines Kind, mir unbekannte Blumen und Insekten um mich herum. Ich begann zu sehen und immer mehr zu verstehen, wie sehr wir Menschen die Natur um uns herum beeinflussen. Es gab eine spannende Welt zu entdecken, eine Welt die es gilt für unsere Enkel zu schützen.

Es ist wunderbar erfüllend, regelmäßig Besucher zu empfangen und Ihnen die Schönheit der regionalen Natur zu zeigen, Ihnen nicht nur die Augen sondern auch die Herzen dafür zu öffnen.”

Der Hortus Nucis ist ein privates Naturparadies im Norden der Stadt Frankfurt, nahe des städtischen Grüngürtels.

Regelmäßig werden Führungen durch den Garten veranstaltet, bei der man sich den Zauber der regionalen Natur erklären lassen kann und auch erfährt, wie man diese

auf Fensterbank, Balkon oder im eigenen Garten unterstützen kann.

“Ich bin in Frankfurt geboren und aufgewachsen. Schon als Kind war ich sehr naturverbunden und habe über die Blumen in der Vase Tränen vergossen und verirrte Insekten aus der Wohnung nach draußen getragen.

Mit 21 habe ich aus Perspektivlosigkeit mein Studium der Geologie abgebrochen, bin in die USA ausgewandert und schließlich 11 Jahre geblieben.

Dort war ich immer gerne auf der Suche nach der wilden, unberührten Natur und man kann sie dort noch in einigen Nationalparks erleben.

2002 bin ich mit der Familie wieder nach Deutschland gezogen und habe dann als Sprachlehrerin und Mediatorin gearbeitet und nebenher natürlich stets immer gegärtnert.

Seit 2017 beschäftige ich mich nun hauptsächlich mit Permakultur und nachhaltigen Projekten, um den Wandel, den unsere Gesellschaft so dringend braucht voranzutreiben.”

Links:

https://hortus-nucis.de

https://www.instagram.com/hortusnucis

https://www.facebook.com/nussgarten

YouTube Channel von Hortus Nucis

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