Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

FUSSBALL MML Archiv

520 Episoden
1 Stunde 15 Minuten
Heute, lecklecker, war es mal wieder das ganz große Fressen der ganz großen Fressen. Weil wir, die Lippen dick, den Mund zu voll, gleich mit Zeige- und Mittelfinger ins Buffet dieses Wochenendes gegriffen haben. Drei Storyteller, die nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Mit Gucci-Beeren in Aspik und Mantelmus am verwegen hoch geschlagenen Kragen, der uns am Ende natürlich auch noch geplatzt ist. So haben wir die Dinge also durchgekaut, weder Vorkosten noch Mühen gescheut. Fussball MML also einmal mit alles. Mit dem Finale von Porto. Mit Tuchel gegen Pep und Pep gegen sich selbst, mit Havertz als Ricken und Werner als Werner. Und mit Löw, der den Pragmatismus wieder entdeckt, den Geist von Rio aus der Schublade geholt hat. Jogi Bonito. Mit Spielern, ganz nach seinem Geschmack. Und wir, die Bäuche längst prall, nehmen ihm das tatsächlich ab und fallen ein in den schon wieder satten Jubel, nehmen noch einen Schluck Euphorie, als Absacker. Siegestrunken, das Glas natürlich halb voll. Als hätten wir, Taktiktrottel und Tikitaka-Idioten, noch einmal den Salzstreuer ausgepackt, um dem deutschen Fußball Zucker in der Arsch zu blasen. Jetzt, da auch Hoffnung wieder süßlich schmeckt, wir auf Jahre nicht zu besiegen sein werden. Also bis Mittwoch, wenn die Dänen kommen und mit Dynamit den Rasen sprengen. Dann, Fastfood Fußball, könnte es schon wieder unappetitlich werden. Bis dahin aber hoffen wir auf Müller und auf Ecken mit was drin. Und wünschen euch guten Hunger und viel Spaß mit dieser durchaus fettigen Folge.

- - Werbepartner - - - KoRo. Dein Onlineshop für naturbelassene und haltbare Lebensmittel mit der besten Qualität zum fairen Preis. Mit dem Code tim erhältst du 5% bei deiner nächsten Bestellung auf korodrogerie.de - - - Allvest – Powered by Allianz. Wenn Du eine moderne und transparente Altersvorsorge suchst, bist Du bei Allvest genau richtig. Alle Infos auf allvest.de/fussballmml - - - Freue Dich jetzt auf ein Probeabo und 25% Rabatt auf das erste Jahr bei Blinkist. Kernaussagen wichtiger Podcasts und Sachbüchern in 15 Minuten: blinkist.com/mml
1 Stunde 1 Minute
Lissabon, Kreta, Bad Homburg. Wir melden uns auch diesmal wieder aus den Herzen Europas, um über die Tränen des Wochenendes zu sprechen. Über die Freude und die Trauer. Sekt und Selters. In Bremen, in München und in Berlin. Weil sich die Bundesliga mal wieder von ihrer gefühligsten, vor Kitsch nur so triefenden Seite gezeigt hat. Als Rosamunde-Pilcher-Schmonzette, in der jede noch so krude Wendung möglich wurde. Ein FilmFilm, dessen Drehbuch selbst die Degeto mit Prügel bestraft hätte. Die Höhepunkte alle in der letzten Sekunde. Pfosten, Abstauber, Elfmeter. Ausgerechnet ist die Vokabel dazu. Und dann noch die Abschiede in Pastell, wieder Andrea Bocelli, dieses Winken mit sehr feuchten Taschentüchern. Darüber mussten wir natürlich sprechen. Und dabei auch die Kollegen und das Radio loben. Für die immer wieder tollen Texte, für die immer wieder wahnsinnig spannende Schlusskonferenz. Drama, Baby! Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf. Also sagen wir am Ende dieser Saison auch noch mal Danke. Und Bidde! dazu. Weil es lustig war und emotional, schön blöd und unfassbar spannend. Unten zumindest. Und weil uns genau deshalb die Themen nie ausgehen. Weiter, immer weiter! Danke, Fußball! Du schillernde Diva im zu engen Trikot. Wir lieben dich. Und wünschen euch, liebe Hörer, deshalb wie immer viel Spaß mit dieser neuen Folge!

Partner: http://blinkist.de/mml
1 Stunde 13 Minuten
Während Micky und Maik weiterhin in der erzwungenen Isolation ihrer Quarantäne darben und sich dort allenfalls noch von Bananenscheiben und Goji-Beeren ernähren können, ist Lucas nach Griechenland gereist, um sich auf Rehhagels Spuren zu begeben. So meldet er sich quasi live vom Olymp, aus einem Land, blau und weiß die Flagge, in dem die Menschen noch an die Fußballgötter glauben und Otto sagen, wenn sie Trainer meinen. Kein schlechter Ort, so kurz vor der nächsten Europameisterschaft. Auch, weil man aus der Ferne einen guten Blick auf das Wochenende und die dazu gehörige Nachrichtenlage hat. Und, beim Zeus, da war was los. Historisch und hysterisch gesehen. Mit einem Rekord für die Ewigkeit und einem Jubel für den Moment. Mit Rettern und Geretteten. Und am Ende auch mit einem eigentlich überfälligen Abschied, die Raute auf gebrochenen Herzen. Das alles, auch die Tränen und den Jubel, haben wir nun also in Worte gegossen, die uns mal wieder verwundbar machen. Achilles-Verse. Aber egal. Denn es gilt auch hier, für uns und alle Bremer, der große Satz eines Ost-Berliner Boxtrainers, der in jeden Ring aber noch besser in diese Zeiten passt. Denk nicht am Schmerz, denk, watt weeß Icke, am Strand. Und damit, liebe Freunde, entlassen wir euch in den Tag und in diese Folge. Viel Spaß!

- - Werbepartner - - - KoRo. Dein Onlineshop für naturbelassene und haltbare Lebensmittel mit der besten Qualität zum fairen Preis. Mit dem Code MML erhältst du 5% bei deiner nächsten Bestellung unter www.korodrogerie.de - - -
1 Stunde 6 Minuten
DFB-Pokal-Finale! Und was darf natürlich nicht fehlen? Richtig! Die Volkswagen Tailgate Tour live - Mixed Zone! Dieses Mal als Warm Up vor dem großen Spiel – und in ganz besonderer Konstellation. Jochen Stutzky begrüßt MML-Podcaster Lucas Vogelsang und Slam-Poet Nils Straatmann.

Während Lucas die BVB-Seite einnimmt, platziert sich Nils auf der Leipziger Bank. Das kann nur spannend werden! Neben Gesprächen mit Fans, teilen auch Terrence Boyd und Oliver Kirch ihre Expertise. Also: Einschalten, Anhören und Genießen!
1 Stunde 13 Minuten
Leute, wir machen weiter, immer weiter! Trotz Corona, trotz Stubenarrest, trotz fiesem Fieber und hörbarem Husten. Ganz egal, ob in der Nachbarwohnung Lemon Tree am Klavier geübt oder der Körper vom eigenen Geist abgrätscht wird. Wir bleiben am Ball. Als Inzidenzer auf dem schmalen Grat zwischen Unruhe und Unglaube. Zwischen Spiel und Politik. Schüttelfrost vs. Nixon. Weil es unsere Pflicht ist, auch jetzt wieder für euch vorm Mikrofon zu sitzen, um all das einzuordnen, was nicht mehr einzufangen ist. In einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Bevölkert von Männern, die sich im Angesicht der Deutungshoheit zum Narren machen und Pressefreiheit zu oft mit Hofberichterstattung verwechseln. Weil sie gern große Köpfe wären, am Ende aber nur Kleintiere züchten. Und gern Hase hießen, um von all dem nichts wissen zu müssen. Gremien-Gremlins, mit allen Wassern gewaschen. Und da dahinter dann stehen noch mal ganz andere Typen. Wortbrüchige, die auf ihrer eigenen Insel leben. Einem eierlosen Eiland, in dem noch immer 1970 ist, das Vokabular und auch der Humor von damals überdauert haben, weshalb mittwoch Früh gleich wieder Herrentag ist. Dann sitzen sie am Stammtisch, in ihrem eigenen Stuhl. Dann fahren sie mit dem Bollerwagen hinein in den Sturm und wundern sich, dass sie hinterher allein im Regen stehen. Ohne Job oder Rückhalt. Hö Hö Hö, euer Jens. Ein schlechtes Beispiel von vielen. Natürlich mussten wir genau darüber sprechen. Rasselnd gegen Rassismus. Auch wenn es anstrengend war. Aber wir haben den Lungen das gegönnt. Und wünschen euch deshalb viel Spaß mit dieser neuen Folge!
1 Stunde 11 Minuten
Lucas Vogelsang & Wolfram Eilenberger

Zur Premiere der ZEITLUPEN hat Lucas Vogelsang seinen Freund, den Philosophen Wolfram Eilenberger getroffen. Auf'm Bero, ihrem gemeinsamen Zuhause, um über das Buch und den Fußball zu reden. Oder, um es mit Eilenberger zu sagen, über Tradition, Transzendenz, Transgression und Trauma. Der Rest war ein Reigen, mit Kneipe und Knalleffekt. Von Ost-Berlin hinaus in die Welt. Denn der Fußball schreibt die besten Geschichten. Viel Spaß!
1 Stunde 10 Minuten
Leute, könnt ihr euch noch an jene Zeit erinnern, als wir alle gemeinsam zitternd in der Mauer standen, die Hand schützend vor dem noch nicht rasierten Gemächt, in Erwartung eines Freistoßes, der nicht geschossen, sondern, da gab es Gefühl und Geräusch gleich gratis dazu, tatsächlich geschrummt wurde, als also Männer am Sechzehner standen, die Eisenkarl hießen und Eisenfüße hatten, die jede Finte aber keine Gnade kannten, die also mit Hass in den Augen und Gewalt im Gelenk nicht nur auf den Kasten sondern direkt in unsere Seele zielten, mit wenig Anlauf und viel Überzeugung, könnt ihr euch daran noch erinnern? An damals? An jene Zeit also, als DFB-Präsidenten noch ehrlich unehrlich waren, Strauchdiebe im dornigen Dickicht der Korruption, Schmierenkomödianten mit Mercedesstern auf der Haube, Versicherungsvertreter mit Traumschiff-Toupet oder Ex-Journalisten mit sehr dünnen Handgelenken aber sehr dicken Uhren? Wisst ihr das noch? Ja? Dann versteht ihr uns sicher, unsere Wut, unsere Trauer, unsere Zweifel. Dieses Wundern von Fern. Über eine Gegenwart als Sketchparade, als gespielter Witz. Mit Männern, die sich hinter Mauern legen, als menschliches Schild. Jeder Klub nur noch Schützenverein. Als hätte die Angst nicht die Seele, sondern zuerst den Verstand aufgefressen. Das wirklich merkwürdige Abwehrverhalten geschäftsreifer Großverdiener zur Anstoßzeit. Und dahinter dann lauern Doktoren und Präsidenten, die nach hinten schauen, wenn sie nach vorne wollen, um mit braunen Begriffen schließlich dreckige Wäsche zu waschen. Mit Vergleichen, die hinken, als hätten sie selbst noch einen Klumpfuß in der Tür. Richter und Henker, als würde der moralische Kompass wieder nach unten zeigen. Ein vor allem teuflisches Pack, weshalb das hier beileibe nicht Goethe ist. Der Faust nur im Ohr, die schon geballte Faust bereits in der Tasche. So stehen wir dort, am Rande des Ganzen, und warten, bis der Vorgang fällt. Sind Souffleure und Publikum gleichermaßen, lachen und weinen stellvertretend, damit ihr es nicht müsst. Nur den Applaus, den Beifall am Ende, klatschnass oder staubtrocken, überlassen wir euch. Und wünschen deshalb wie immer viel Spaß auf den billigen Plätzen!

+ + +

KoRo Drogerie www.korodrogerie.de 5% Gutscheincode: MML

und

CLARK Sichere Dir einen 30-Euro Amazon Gutschein: Anmeldung mit dem Code FUSSBALL30 unter www.clark.de (Deutschland), www.goclark.at (Österreich) oder direkt in der App.

+ + +
1 Stunde 22 Minuten
Leute, erstmal mussten wir singen. Für Maik, zum Siebzigsten. Und dann die Kerzen ausblasen, um uns was wünschen zu können. Eine Liga ohne Leiden, zum Beispiel. Oder Interviews ohne Idiotien. Also Wahrheiten, die wir nicht erst vom Bildschirm abfilmen müssen. Und Zustände, die noch an Ort und Stelle hinterfragt werden. Mit Regeln, die nicht im Korsett ersticken, zu enge Krawatten um zu dicke Hälse, sondern beweglich bleiben wie das Spiel selbst. Neue Entscheidungen auch. Wir würden sie tragen, wie lässige Fliegen. Das wäre doch was. Das wäre dann unsere ganz eigene, gar nicht so kleine Utopie. Aber natürlich kennen auch wir die Zwänge der Realität. Viel Mauern, wenig Bande. Hin und wieder stoßen wir uns daran. Dann wissen wir nicht weiter. Weshalb wir auch heute mal wieder ganz vorne anfangen mussten. In München zum Beispiel, wo sie mit neuem Personal bald wieder die alten Geschichten erzählen wollen, weil der Mantel dann zur Trainingsjacke passen und selbst die erhobene Augenbraue sauber gezupft werden soll. Ein Alptraum in rosarot. Die Spannung jedenfalls, sie liegt mal wieder dahinter. In Frankfurt. Oder in Wolfsburg, diesmal wirklich Erlebnisstadt. Ab und an, so geht ja die Mär, hält der ICE dort nicht an. Am Samstag allerdings kam Dortmund mit der Lokomotive, mit dem vereinseigenen Polarexpress, der ohne Notbremse schlichtweg nicht aufzuhalten war. So riecht es am Phoenixsee, längst Ascheplatz im eigentlichen Sinne, wieder nach Champions League. Und außerdem, Randnotiz und eher ein Gag fürs Ohr, war nach über 20 Jahren, mal wieder ein Ridle an einem Dortmunder Treffer beteiligt. Der Baku, sie werden ihn Air nennen, weil er sich danach am liebsten in Luft aufgelöst hätte. Auf Schalke, also nicht weit weg von Dortmund, aber doch sehr weit weg von der Champions League, wird derweil weiter an der schlimmsten Saison der Vereinsgeschichte gearbeitet. Mit Jagdszenen aus dem Hooligan-Lehrbuch und einer Personalpolitik, die entweder von kompletter Ignoranz oder einem bitterbösen, historisch begründeten Zynismus getrieben wird. Denn die Schalker, so viel kann man verraten, sind gerade darum bemüht, auch noch den schlechtesten Rückpass aufzunehmen, während in Hamburg, zum Unmut vieler Hamburger übrigens, immer noch gespielt wird. Das ist natürlich die große Tristesse, weshalb wir hintenraus jetzt zwingend noch ein paar schöne Worte verlieren müssen. Über einen Verein, der endlich wieder singen und lachen darf, weil er in den vergangenen drei Monaten doch wirklich zu sich selbst zurückgefunden hat. Mit einem, Obacht jetzt, ganz neuen Mainz-Set. Darauf einen Tusch. Die Mainzer sind, Bo Svensson sei Dank, jetzt wieder der aufregende Konfettiverein, der selbst Karneval feiert, während er dem Meister die Party versaut. Und damit, Boyband und Bütten, macht dann auch die Liga wieder Spaß. Hoffen wir, dass es so bleibt. Denn, ihr wisst ja, nach dem Lob ist vor dem Fluch. Bis dahin aber wünschen wir euch viel Spaß mit der neuen Folge!

Werbepartner dieser Folge ist die KoRo Drogerie. Schaue unter www.korodrogerie.de vorbei und sichere Dir mit dem Gutscheincode MML 5% auf Deine Bestellung!

Den Trailer zum Film-Tipp 66/67 - Fairplay war gestern, findet ihr hier: https://youtu.be/snFn_goxnsQ
37 Minuten
Leute,

Wir konnten nicht anders. Wir mussten noch mal. Wegen der Scheiße mit der Super League und wegen Schalke in der Zweiten Liga. Deshalb gibt es jetzt noch eine Folge. Als Brennpunkt, mit mächtig Feuer unterm Hintern. Aus Wut, aus Erleichterung, aus Versehen. Ein Zwischenruf, dem jedes Triumphgeheul fehlt. Eine Reaktion, leise fast. Beklommen im Grunde. Zaghaftbefehl. So haben wir unser Stethoskop noch einmal an die Fanseele gehalten. Mit wirklich freundlichen Grüßen aber ohne Häme für alle Schalker. Ein Abstieg ist immer schmerzhaft, das wissen wir. Zu den Jagdszenen an der Arena allerdings ist auch uns erstmal nicht viel eingefallen. Ganz so, als hätten uns dort, im Angesicht des Irrsinns, die richtigen Worte gefehlt. Aber ihr kennt uns, wir machen das noch. Und sicher auch wett. Mit dem nötigen Abstand. Alsbald schon, den nach der Folge ist ja bekanntlich vor der Folge. Also viel Spaß und bis gleich!
1 Stunde 22 Minuten
Leute,

Auch wir haben gestern gegründet. Allerdings eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und keine Liga mit beschissener Haltung. Und weil dem so ist, gehen wir heute natürlich mit Rückenwind ins Gegenpressing, um uns auf der Insel einer vermeintlich moralischen Überlegenheit mal richtig einen von der Palme zu wedeln. Denn so stehen wir dort. Drei Wichserse, die von Romantik reden, während der Sand unter ihren Füßen asphaltiert wird. Drei Affen am Ufer, die sich am Kopf kratzen, während im seichten Wasser Immobilienhaie treiben, der Dschungel hinter ihnen bereits gerodet wird. Drei Haudegen, die mit dem Säbel rasseln, obwohl ihre Klingen längst stumpf sind. Narren im Nichts, allein und weitestgehend ratlos, die vom Fußball zurück gelassen wurden. Schiffbrüchige, die am Scheißberg zerschellt sind, weil die Könige der Welt keinen Pfifferling geben, während sie ihr Geld auch ohne uns scheffeln. So sind wir längst Teil eines Spiels, in dem es auf den Rängen nichts mehr zu gewinnen gibt. Was uns aber nicht davon abgehalten hat, genau darüber viele Worte zu verlieren. Denn Schweigen, das können wir nicht. Schweigen kann nur Brazzo. Der Grüßgott Fella aus Bayern, der bosnische Buster Keaton. Und mit dem haben wir bis auf die Klamotten nun wirklich nichts gemein. So gilt dann auch weiterhin: In Westen nichts neues. Und wenn der Hansi mag, kann er auch bei uns anfangen. Inne Firma, als Kollege. Wir hamm ja jetzt eine. Also viel Spaß damit!
4 Minuten
Spotify

Podigee
1 Stunde 17 Minuten
Leute,

wir sind jetzt also vier Jahre alt, Kindergeburtstag. Und das haben wir natürlich angemessen gefeiert. Mit wirklich schlechten Wortspielen, mit nicht nur kühnen, sondern auch vollkommen haltlosen Thesen. Mit obszönen Gesten zudem und abgetakelten Gags noch dazu. Eben genau so, wie ihr uns kennt. Überpünktlich und unterirdisch, oder genau andersherum. Drei Männer jedenfalls, die ihre anale Phase noch immer für die Crunchtime halten. Drei Marionettenspieler, die mit den Puppen tanzen, bis sie den Faden verlieren. Drei Podcastpimps, die gar nicht merken, dass man ihnen jede Woche wieder Strapse anzieht, um sie für Hartgeld auf die Brache hinter den Hauptbahnhof zu stellen. Drei Schlafschafe also, die sich ständig in die Wolle kriegen und trotzdem ungeschoren davon kommen. Weil sie um keine Antwort verlegen sind, selbst wenn sie die Fragen nicht kennen. Weil sie alle Meinungen haben und alle Lachers noch oben drauf. Und weil sie sich mittlerweile verlassen können, auf die Technik im Studio. Und auf die Leute da draußen. Den Elefantenpimmel dicht an den Lippen, die Fans lautstark im Hinterkopf. So wird es jedes Mal, was ist. Mein, unser, euer MML. Und weil das so ist und weil man die Feste gerade jetzt und mehr denn je feiern sollte, wie sie fallen, gab es mittendrin noch eine Überraschung, die so klingt, als hätten wir am Ende auch das Rad noch erfunden. Mit Kerzen in der Torte und einer Träne im Knopfloch. Ach ja, um Fußball ging es natürlich auch. Ein bisschen, am Rande. Also alles wie immer. Danke für vier Jahre Fussball MML und viel Spaß mit der neuen Folge!
2 Stunden 31 Minuten
Fußball MML ist zurück bei SPORT1! Das Nachspiel des Pokal-Viertelfinale steht an – und somit sind Maik Nöcker, Micky Beisenherz und Lucas Vogelsang wieder in der Volkswagen Tailgate Tour Live anzutreffen! Neben der Diskussion über das Pokalspiel zwischen Bremen und Regensburg, sieht man die MML-Podcaster in besonderer Konstellation. Gemeinsam mit Hartwig Thöne, Jana Wosnitza, Thomas Helmer und Ewald Lienen diskutieren die drei im SPORT1 Fantalk über das Champions League Spiel zwischen PSG und Bayern. Außerdem: Maik Nöcker bekommt Komplimente über sein Outfit, Abschweifen ist wie immer Konzept – und Poetry Slammer Nils fasst das Pokal-Viertelfinale wieder in lyrischer Form zusammen! Da hat sich das Warten auf jeden Fall gelohnt!
1 Stunde 10 Minuten
Leute, das Ding ist durch, die Meisterschaft entschieden. Und wir sitzen wie begossene Pudel am Katzentisch der Ernüchterung, wo wir verbissen auf den letzten Brotkrumen kauen, die man uns hingeworfen hat. Damals, am Anfang dieser Saison, die so anders sein sollte und dabei doch wieder ist wie alle anderen seit 2013. Der Meister kommt aus München, während die Rechtfertigungen und Ausreden, die Kapitulation und die Erschöpfung in Dortmund zuhause sind. Dort war am Wochenende mal wieder Finale daheim. Nur hatten das die meisten Spieler ganz offensichtlich nicht mitbekommen. So bewarb sich Emre Can mit seinem nahezu körperlosen Auftritt erst für einen Platz in der Conference League, um später dann durchaus zweikampfstark aber ebenso uneinsichtig vor die Mikrofone zu treten. Auch er, das ist sicher, hat die Champions League Hymne als Klingelton. Aber immerhin, das wissen wir seit vergangener Woche, wird zumindest ein Dortmunder im kommenden Jahr wieder bei den Großen mitspielen. Barcelona, Madrid, Hauptsache Raiola. Wäre Haaland Rapper, der dicke Italiener wäre sein überaus behaarter Rücken. Was uns ohne Überleitung aber mit einer gewissen Übelkeit gleich nach Berlin bringt, wo sich Anstand und Moral ebenfalls einen Brückentag genommen haben. Denn dort nun ist Pal Dardai vor Schreck der 150 Euro Rotwein aus der Nase gelaufen, nachdem sein Torwarttrainer Zsolt Petry der regierungsnahen Zeitung Magyar Nemzet ein stramm rechtes Interview gegeben hat, in dem er nicht nur seinen Leipziger Landsmann Peter Gulacsi wegen dessen Einsatz für die Rechte Homosexueller kritisierte, sondern auch gleich noch die kontinentale Flüchtlingspolitik. Zsolt und Vorurteil. Schlimmer wäre es für die Hertha wohl nur gewesen, wenn Salomon Kalou das Interview auch noch für Facebook Live mitgeschnitten hätte. So bleiben aber, mit Blick auf Gulacsi und Petry, zumindest zwei Erkenntnisse hängen. Erstens, es macht sehr wohl einen Unterschied, hinter welchem Orban man steht. Und, zweitens, der gute Petry trägt seinen Nachnamen durchaus zurecht. Frauke jedenfalls gefällt das. In diesen Sinne: Petry Heil. Und viel Spaß mit der Folge.

Visual Vest: www.visualvest.de/mml

Gutscheincode: MML

Wechselpilot: https://www.wechselpilot.com/mml/

Gutscheincode: 15MML
1 Stunde 17 Minuten
Leute, heute ging es endlich mal wieder um jene Dinge, die uns besonders am Herzen liegen. Das Fernsehen und die alte BRD. Zwei alte Bekannte, die noch immer beste Unterhaltung bieten, sobald sie aufeinandertreffen. Auf Jagdschlössern. Oder in der bunten Kulisse der Sportschau. Weshalb wir uns am Wochenende, so hieß das früher, viereckige Augen geholt haben, weil wir, schlicht und ergriffen, nicht wegschauen konnten. Denn dort im Fernsehen saß plötzlich Jochen Breyer mit Uli an einem breiten Holztisch, um über Dietmar Hopp zu sprechen. Über das Hurensohn-Spiel, die Geste des Jahres in Sinsheim, die Eskalation im Konflikt mit den Ultras. Und Hoeneß schaute ihn an, den jungen Kollegen, in den kleinen Augen schon wieder die Hitze vergangener Duelle, in der Stimme das überhebliche Schnarren des Welterklärers, die ganze Abteilung Attacke in jeder Geste, und sprach dann einen der vielleicht schönsten Sätze über den Journalismus, den je ein Bayern-Manager gesprochen über Journalismus hatte. Seine ganz eigene, fast hintersinnige Definition eines ganzen Berufsstandes. Ihr macht euch das zu einfach, sagte er also, ihr versucht immer, beide Seiten zu verstehen. Und sah dabei aus wie ein übermüdeter aber dennoch zu allem entschlossener Pate, der nach dem Interview gleich auf den Hof von Thomas Müller gefahren ist, um sich einen Pferdekopf zu besorgen, den er Breyer bei nächster Gelegenheit unter das Kopfkissen legen wird. Dann folgte ein harter Schnitt. Dann nahmen wir die Fernbedienung in die Hand und wechselten den Kanal. Denn in der ARD schauten sie noch einmal noch weiter zurück. Auf 50 Jahre Tor des Monats. Mit allen erdenklichen Schnipseln und Zwischentönen. Mit fragwürdigem Liedgut und einem Nierentisch-Machismo, den man fast schon vergessen hatte. Absolutes Highlight dabei der Besuch bei Jürgen Wegmann, der immer noch die Kobra ist, und im Gym eines befreundeten Physiotherapeuten von seinen Übungen mit Bruce Lee erzählte, wobei er tatsächlich aussah wie die ungesunde Mischung aus William Zabka als Johnny Lawrence und Wotan Wilke Möhring als Method Actor in Lammbock. Schmal wie ein Gelenk und schnell wie ein Schatten. Vorher aber hatten die Archivare bereits einige Perlen der Peinlichkeit aus der Klamottenkiste geholt, die noch einmal zeigen sollten, wie Männer in bunten Sakkos früher noch Frauen in bunten Trikots begegnet sind. Fast 50 Jahre her. So wurde die damalige Starspielerin Beverly Ranger, auf Jamaika geboren und in London aufgewachsen, damals im Studio nicht nur von Ernst Huberty, sondern auch mit einem 50er-Jahre Gassenhauer empfangen, dessen Text man mindestens einmal gehört haben muss, um ihn zu glauben. Schön und kaffeebraun. Sind alle Frau’n In Kingston Town. Und weil das allein noch nicht reicht, gibt es hier zum Abschluss noch die Laudatio eines anderen Sportschau-Moderators zum ersten weiblichen Tor des Monats überhaupt, geschossen von Bärbel Wohlleben, 1974. Im Wortlaut jetzt, für euch also von den Lippen des Fernsehens abgepaust: Da habe ich gesehen, Sie hamm ja wirklich schon, das klingt so ein bisschen naiv, wenn ich das so sage, aber man ist ja erstaunt als Mann, richtige fußballerische Bewegungen. Das sieht alles sehr nett aus. In diesem Sinne: Viel Spaß mit der neuen Folge!

+ + + Sichere Dir jetzt mit dem Code MML einen 50 Euro Gutschein für einen Online Shop Deiner Wahl. Alle weiteren Infos zu Chancen und Risiken der Geldanlage unter www.visualvest.de/mml !

+ + +
FUSSBALL MML

FUSSBALL MML