Klassik aktuell Archiv
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Carl Zellers "Obersteiger" ist heute so gut wie vergessen. Außer in Aigen-Schlägl, wo in einem aufgelassenem Steinbruch gerade diese Bergwerksoperette aufgeführt wird - von Laien, Studenten, Musiklehrern und vom örtlichen Musikverein. Am 23. Juli war Premiere.
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Der Pianist Igor Levit spielt am 25. Juli bei den Salzburger Festspielen ein Konzert, das an Opfer von Krieg und Faschismus erinnern soll. Levit spielt sowohl die Sonate "27. April 1945" von Karl Amadeus Hartmann als auch das Stück "Guernica" von Paul Dessau. Ein Programm, das durch den Krieg in der Ukraine hochaktuell ist.
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Es ist noch jung - das Festival "Out of the box" im Münchner Werksviertel. Konkret: Drei Jahre jung. Am 23. und 24. Juli geht's wieder über die Bühne für alle, die gerne "out of the box" denken und genießen. Das Thema dieses Jahr: "Digitale Poesie: The Human Touch". Man hört's schon: Das ist mehr als ein Konzert. Moritz Wolff war bei der Probe und hat dort ganz neue Technologien entdeckt.
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Margaryta Grynyvetska ist Dirigentin. Normalerweise leitet sie Konzerte und Opernaufführungen am Theater in Odessa. Der Krieg hat Ihr Leben von heute auf morgen verändert. Am Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine ist sie kurzentschlossen geflohen. Mit Mann und Baby. Jetzt lebt sie im Allgäu und arbeitet mit deutschen Orchestern. Aktuell studiert sie beim Münchner Abbaco Orchester der Ludwig Maximilian Universität ein Konzert mit Beethoven und einem ukrainischen Komponisten ein. Zwischendurch hat Sie uns im BRKL Studio besucht.
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Tausend haben drauf gewartet - jetzt ist es wieder da: das Klassik Open Air im Nürnberger Luitpoldhain. Nach zwei Jahren Covid- Pause steht am Sonntag das erste Open Air 2022 an. Wunderschön, mitten im Grünen. Bis zu 90.000 Besucherinnen und Besucher werden erwartet. Uta Sailer im Gespräch mit BR-KLASSIK-Kollegin Ursula Adamski-Störmer.
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In Sachen Wagner, Verdi und Strauss kann ihr niemand das Wasser reichen: Anja Harteros ist die vielleicht prägendste Sopranistin unserer Zeit. Und das ganz ohne Allüren. Glamour ist nicht ihr Ding. Am 23. Juli feiert die scheue Königin der Oper ihren 50. Geburtstag.
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Die Vorstellungen bei den Bregenzer Festspielen sind ja immer so ein Glücksspiel: Bei wieviel Regen bleibe ich noch auf meinem Platz sitzen? Oder wird die Aufführung wegen Gewitter abgebrochen? Letzteres ist leider bei der Premiere von Puccinis "Madame Butterfly" auf der Seebühne passiert. Bernhard Doppler hat sich vor dem Gewitter in Sicherheit gebracht, sich in den Zug gesetzt und mit BR-KLASSIK-Moderatorin Kathrin Hasselbeck über den Abend gesprochen.
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Über ein Drittel von Johann Sebastian Bachs Kompositionen sind verloren gegangen. Deshalb geben sich Forscher und Musikerinnen viel Mühe, aus den erhaltenen Werken die verschollenen wiederherzustellen. Auf einem neuen Album präsentiert das aus Bern stammende Ensemble "Die Freitagsakademie" rekonstruierte Konzerte Bachs.
4 Minuten
Das erste Konzert der Salzburger Festspiele dirigierte ihr umstrittener Star Teodor Currentzis. Kritisiert wird der Dirigent wegen des Sponsors seiner Ensembles: einer regimenahen russischen Bank, die auf der Sanktionsliste der EU steht. Die Festspielleitung hält indes an ihm fest. Ein fantastisches Konzert, das den politischen Hintergrund jedoch nicht vergessen machte.
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Seit 76 Jahren faszinieren die Bregenzer Festspiele ein breites Publikum mit großer Oper unter freiem Himmel. In diesem Jahr gibt es auf der weltberühmten Seebühne sozusagen eine doppelte Premiere: Puccinis Liebesdrama "Madame Butterfly" wird neu inszeniert und zudem wird diese Oper in Bregenz erstmals zu sehen sein. Einblicke in die Bregenzer Kulissenwelt.
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Als Bayerisches Meer wird der Chiemsee bezeichnet und wunderschön darin die Insel Herrenchiemsee. Kulturhistorisch von großer Bedeutung, von der Christianisierung Bayerns bis zum deutschen Grundgesetz, was dort 1949 ausgearbeitet wurde. Und auch ein Schmuckstück: Schloß Herrenchiemsee mit dem Spiegelsaal nach Versailler Vorbild errichtet. Weil der nicht nur eine grandiose Kulisse bietet, sondern auch akustisch überzeugt, finden jedes Jahr die Herrenchiemsee Festspiele statt. Jetzt geht es wieder los mit dem großen Konzertreigen der Herrenchiemsee Festspiele, diesmal besonders intensiv, denn das 20 jährige Festspieljubiläum wird gefeiert. Dorothea Hußlein berichtet.
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Am 25. Juli beginnen die BFS, seit jeher Garant sowohl für große Kunst als auch für Keilerei in Sachen Wagner: Fast schon traditionell gibt es im Vorfeld mittlere bis starke Beben. Letzte Woche war es wieder soweit: Cornelius Meister, der eigentlich mit dem Tristan sein Hügel-Debüt geben sollte, springt jetzt im Ring ein, Markus Poschner, ebenfalls Bayreuth-Neuling, übernimmt den Tristan. Christian Thielemann, erfahrendster Bayreuth-Veteran, jahrelang enger Vertrauter der Leiterin Katharina Wagner, dirigiert heuer die WA des Lohnegrin. Wenn einer Lage und Laune am Grünen Hügel einordnen kann, dann ja wohl er. JJ hat mit ihm gesprochen.
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Ochsenblutrot ist die Farbe der homepage des Lehars-Festival in Bad Ischl. Es ist ein morbides, dunkles, verwegenes Rot, das anzieht andererseits auch irritiert. Passt es deshalb so gut zum Inhalt des Festivals, nämlich die Welt Operetten, die unterhalten und trotzdem sticheln will, in einer Mischung aus Weltuntergangs-Party mit Paul Linckes "Frau Luna" und freudianische Psychoanalyse mit "Wiener Blut" von Johann Strauss: Im Salzkammergut setzen sie auf einen buchstäblich MordsSpaß der vorletzten Jahrhundertwende - mit viel Elan und großem Publikums-Erfolg, wie Peter Jungblut meint.
5 Minuten
In den beiden Pandemiesommern 2020 und 2021 haben sich die Salzburger Festspiele nicht unterkriegen lassen. Und doch sieht es heuer noch einmal anders aus: Zwar sind fast alle Coronabeschränkungen gefallen, aber Putins Krieg liegt schwer über diesem Salzburger Sommer, der auch von russischem Geld finanziert wird.
5 Minuten
Bei den Münchner Opernfestspielen hatte im Prinzregententheater "Capriccio" Premiere, die letzte Oper von Richard Strauss. Die Starbesetzung mit Diana Damrau und Pavol Breslik zahlt sich aus. Die Inszenierung von David Marton setzt den Schwächen des Stücks jedoch zu wenig entgegen.