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Atti-Tune Archiv
52 Episoden
41 Minuten
Was würde das beschauliche Städtchen Rheinberg am Niederrhein machen, wenn Manu und Renan nicht hier wohnen würden? Wenn sie sich für einen anderen Wohnort entschieden hätten? Oder wenn sie sich vielleicht gar nicht kennengelernt hätten? Dann wäre das kulturelle Leben dort längst ausgestorben. OK, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber mit ihrem Festival KPiP im Rheinberger Stadtpark haben die beiden in den Corona-Jahren ein Event erfunden, welches es immer noch gibt und welches inzwischen genauso zu Rheinberg gehört, wie der Kräuterschnaps Underberg. Wenige Tage vor dem diesjährigen Festival hatten sie Zeit für ein Podcast-Gespräch. Danke, liebe Manu! Danke, lieber Renan! Für alle, die mehr wissen wollen übers KPiP 2025: Hört rein – hier erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst, unter anderem über die Bands und über die einzigartige und jugendfreie Türsteherin und über andere Dinge, die seit dem letzten Podcast mit den beiden vor anderthalb Jahren die Welt verändert haben.
1 Stunde 1 Minute
Kultur auf dem Land ist nicht tot! Das beweist ein Festival, das einmal jährlich im niederrheinischen Städtchen Rheinberg stattfindet, das ein generationenübergreifenden Publikum anzieht, keinen Eintritt kostet und lokalen Künstlerinnen und Künstlern, wie auch Menschen mit weiterer Anreise im dortigen Stadtpark für ein Wochenende eine Bühne bietet und Kultur genießen lässt. Manu und Renan haben es ins Leben gerufen, organisieren es und müssen sich inzwischen keine Sorgen machen, um ihr Line-up voll zu kriegen. KPiP – so die offizielle Bezeichnung fürs Festival – steht allerdings nicht nur für Kultur-Projekt im Park, sondern hat auch eine andere Bedeutung. Davon – wie auch von ihrer Tätigkeit in der Lokalpolitik und auch von ihrem spannenden Leben als Künstler:innen – erzählen sie in dieser Podcast-Ausgabe. Und wer sich selbst vom KPiP überzeugen lassen will, kann es tun und am Wochenende 7. bis 9. Juni 2024 nach Rheinberg kommen und das Zelt mitnehmen. Doch Vorsicht: Nicht überall ist es offiziell erlaubt, es auch zu nutzen.
58 Minuten
Stellt euch mal vor, ihr wohnt alle in dem selben Wohngebiet, der Vermieter stellt euch einen Proberaum, eine Location, in der ihr auftreten könnt – und für eure Kinder ist auch immer gesorgt, wenn ihr gerade musiziert. Ja, sowas gibt es. Und dann auch noch im teuren München. In Nordschwabing hat eine Wohngenossenschaft diese Möglichkeiten den Familien, die dort wohnen, ermöglicht. Und bald nach dem Einzug haben sich auch vier Frauen gefunden, um davon zu profitieren: Maggie, Margret, Gretchen und Gretel haben ihre Band gegründet mit dem Namen "Gretes Töchter", benannt nach der Architekturpionierin Grete Lihotzky. Wer sie war und was die vier Frauen zukünftig planen, hört ihr in meinem neuen Atti-Tune-Podcast.
29 Minuten
Ferocious Dog ist eine Folk-Punk Band aus Großbritannien, die eigentlich schon sehr lange existieren, in den letzten Jahren aber immer bekannter wurden. Ihr letztes Album "The Hope" landete auf Platz 11 in den UK Charts und auf Platz 1 in den Folk-Charts. Ich hatte vor rund 2 Jahren den Geiger Dan Booth interviewt, ohne ihn zu treffen, über Skype. Der Gründe: 1. Corona, 2. Die Schwierigkeit in München Venues zu finden, wo sie spielen konnten. Jetzt aber hat die Band in München im Backstage gespielt. Allerdings ohne Dan. Warum erklärt Ken im Podcast – und auch zum Thema Politik in Großbritannien hat der bekennende Sozialist einiges zu sagen.
49 Minuten
Achim Waseem Seger ist als Rapper aktiv, aber nicht nur das: Er hat bei vielen tollen Projekten mitgewirkt, bei denen angehende Künstlerinnen und Künstler unterstützt wurden, einige dieser Projekte durfte ich zum Teil auch bereits in diesem Podcast Atti-Tune vorstellen. Er hat öfters am Münchner Kultur- und Migrationszentrum Bellevue di Monaco Workshops geleitet, bei der Refugio Kunstwerkstatt, wirkt mit beim AusARTen-Festival, ist beim Poetry-Slam aktiv, hat einen eigentlich rechten YouTube-Kanal ge"hijacked", wie er sagt, und mit seinen anti-rassistischen Inhalten gefüllt – und er ist politisch aktiv, er hat zweimal bei den Wahlen kandidiert für die Hip-Hop-Partei Die Urbane. Waseem ist eben ein Musiker und Aktivist mit Haltung.
Hier ein paar Links zu seinen Projekten:
Seite Seite
Work is a human right
Die Urbane
Atti-Tune-Episoden über Projekte, an denen er beteiligt war:
Prince White
Musical Storytelling
Hier ein paar Links zu seinen Projekten:
Seite Seite
Work is a human right
Die Urbane
Atti-Tune-Episoden über Projekte, an denen er beteiligt war:
Prince White
Musical Storytelling
30 Minuten
Die Bridge City Sinners sind eine Folk-Punk-Band aus den USA, aus Portland, Oregon. Sie spielen nur mit akustischen Instrumenten wie Kontrabass, Akustikgitarren, Banjo und Banjolele - und selbstverständlich Geige! Deren Musik lebt zum einen vom Songwriting – mal düster, mal mit einer Portion Klezmer – und vor allem auch von der Stimme der Leadsängerin Libby Lux: Brilliant, wie sie damit spielt und in die absurdensten Klangdimensionen immer wieder abdriftet, inhaltlich spielt sie bei ihren Lyrics immer wieder mit dem Satanismus. Nach dem Motto: Wir lassen uns nichts verbieten! Verständlich in einem Land, in dem der christliche Glaube immer wieder von der Politik geklaut wird. Ich durfte mich mit ihr unterhalten, als ich – aus einem anderen Anlass – bei ihrem Konzert dabei war.
Hier die Seite von Manda Micro, mit einer Kritik am ersten Album.
Und hier der Link zu Spotify.
Hier findet ihr die Links zu meiner Band THE SCARECROW CONSPIRACY oder The March.
Und hier könnt ihr Stefans Verein folgen: M.U.F.T
Zur Episode über Ferocious Dog
Hier die Seite von Manda Micro, mit einer Kritik am ersten Album.
Und hier der Link zu Spotify.
Hier findet ihr die Links zu meiner Band THE SCARECROW CONSPIRACY oder The March.
Und hier könnt ihr Stefans Verein folgen: M.U.F.T
Zur Episode über Ferocious Dog
41 Minuten
Kultur Shock ist eine Band, die in den 90ern gegründet wurde, in den USA, in Seattle. Mit dabei: Srđan Jevđević alias Gino, in seiner damals noch jugoslawischen Heimat war er bekannt mit seiner damaligen Band Gino Banana. Mit ihm hat Chaspa gesprochen, für die Talk-Reihe vom BalkaNET e.V. Ming(R)a-Talks. Hier könnt ihr - mit freundlicher Genehmigung vom BalkaNET - das Gespräch in voller Länge hören, in dem Gino über den Sinn und Unsinn von kommerziellem Erfolg in der Musikbranche spricht und über Aktivismus als Musiker.
27 Minuten
Pussy Riot - eine Band, ein Künstler-Kollektiv, das in den letzten Jahren in Russland Haltung bewiesen hat und dafür in Kauf genommen hat, dass einzelne Mitglieder des Kollektivs immer wieder ins Gefängnis mussten, vor allem wegen der Aktion in der orthodoxen Kirche vor zehn Jahren, wo sie gegen Putin und die russische Kirche ansangen.
Mitte Mai '22 waren sie zu Gast in den Münchner Kammerspielen - und was sie dort boten, war mehr als ein Konzert. Es war ein Konzert kombiniert mit eine starken Videopräsentation, die bei jedem Stück im Hintergrund zeigte, was die Lead-Sängerin und Aktivistin Maria Aljochina in ihrer Zeit im Gefangenenlager erleben, erdulden musste. Ich war dort und hab mich mit Band-Kollegin Olga Borisowa kurz unterhalten und deren spannende Podiumsdiskussion verfolgt. Und darin fordert sie vor allem eins: Einen Boykott von russischem Öl- und Gas.
Mitte Mai '22 waren sie zu Gast in den Münchner Kammerspielen - und was sie dort boten, war mehr als ein Konzert. Es war ein Konzert kombiniert mit eine starken Videopräsentation, die bei jedem Stück im Hintergrund zeigte, was die Lead-Sängerin und Aktivistin Maria Aljochina in ihrer Zeit im Gefangenenlager erleben, erdulden musste. Ich war dort und hab mich mit Band-Kollegin Olga Borisowa kurz unterhalten und deren spannende Podiumsdiskussion verfolgt. Und darin fordert sie vor allem eins: Einen Boykott von russischem Öl- und Gas.
48 Minuten
Andrei Vinnik ist ein toller Pianist und Sänger, den ich im Import-Export in München kennengelernt habe. Bei der Singer-Songwriter-Session spielte er drei Lieder, die Musik stammte von ihm, die Texte allerdings nicht. Er nimmt lyrische Texte, Gedichte von bekannten LyrikerInnen wie Bertold Brecht oder Hannah Arendt und denkt sich eine Melodie dazu aus und singt sie mit Klavierbegleitung. Darüber hab ich mich mit ihm unterhalten und auch über seine russischen Wurzeln und darüber, wie er seit Kriegsbeginn zu seinem Land steht.
Ihr wollt auch mal zur Singer-Songwriter-Session kommen? Hier der Link: https://www.facebook.com/openstagesession
Ihr wollt auch mal zur Singer-Songwriter-Session kommen? Hier der Link: https://www.facebook.com/openstagesession
17 Minuten
Leider kam ich in dem letzten Monat nicht dazu, ein Gespräch zu führen mit einer Künstlerin oder einem Künstler - warum? Das erfahrt Ihr, wenn Ihr in diese Folge reinhört. Denn: Ich hab für ein wenig Ersatz gesorgt.
58 Minuten
Titus Waldenfels ist ein Multiinstrumentalist, in seinem Wohnzimmer türmen sich die Gitarren, Geigen, Streichinstrumente liegen in den Ecken – und Titus ist ein Musiker, der alle diese Instrumente spielen kann. Und sogar sehr gut spielen kann! So gut, dass er ständig gebucht wird: Bevor wir uns trafen, war er auf Reisen in Übersee, spielte dort jeden Abend in irgendwelchen kleinen Clubs. Zurück daheim steht er auch wieder auf der Bühne. Fünf Gigs pro Woche sind keine Seltenheit bei ihm. Titus lebt anscheinend auf Bühnen, auf den Kleinkunstbühnen dieser Welt. In dieser Episode erzählt er, wie er das schafft und – was er in den letzten zwei Jahren getan hat, als das nicht immer ging.
1 Stunde
Die Truppe "Beatprotest" spielt nicht in irgendwelchen Clubs oder Konzerthallen - und sie spielt immer wieder mal vor begeistertem Publikum. Denn die Band "Beatprostest" spielt ausschließlich bei Demonstrationen – für Klimaschutz, gegen Krieg, gegen Rassismus. Welche Songs muss man dafür üben? Welche wünscht sich das Demo-Publikum? Und: Sind sie sich immer einig, für wen oder was sie mit ihren Instrumenten demonstrieren wollen? Das und noch mehr erzählen Katharina, Marc und Felix in dieser Folge Atti-Tune.
23 Minuten
Ellis Prince White gehört zu den Musikerinnen und Musikern, die eine gemeinsame Band gegründet hatten und die über das Münchner Migrations- und Kulturzentrum Bellevue di Monaco zueinander fanden. Der Name der Band: Vue Belle. Die Mitglieder: Geflüchtete wie auch MünchnerInnen. In diesem Podcast Ellis Prince White über die Arbeit in dieser Band und auch über seine musikalische Arbeit an seinem Soloprojekt – in der er auch seine eigene Geschichte nicht verschweigt.
39 Minuten
The Borghild Ghost – das ist das Solo-Projekt des Gitarristen und Sängers Andy Kühn. Andy war in den 90er Jahren mit seiner Band Shiny Loons am Niederrhein sehr gefragt, die Band veröffentlichte einige Alben. Deren Musik ging in die Richtung der US-amerikanischen Band Weezers: 60er-Gitarren-Sound auf modern gemacht. Heute spielt Andy zum einen in meiner Band The March, zum anderen hat er die letzten Corona-Monate in seinem Keller verbracht, seinem kleinen Studio, in dem er an seinem Solo-Projekt arbeitete. Herausgekommen ist ein Album in einem anderen Stil, die eher in Richtung Psychedelic-Indie geht, der Name: „Industrial Cuteness“. Andy hätte live gespielt am 27.11.2021 bei unserem Benefiz-Abend fürs Münchner Migrations- und Kulturzentrum Bellevue di Monaco. Das konnte Corona-bedingt dort nicht stattfinden. Stattdessen haben wir es verlegt in mein Wohnzimmer. Hier könnt Ihr ausnahmsweise keinen Laber-Podcast hören, sondern Musik: Der erste Live-Auftritt von Andy mit The Borghild Ghost.
46 Minuten
Justin Sullivan ist einer der Gründer und der wichtigsten Songschreiber der britischen New Model Army. Im letzten Jahr wollten sie eine Tour machen, anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens. Für November war auch ein Auftritt im Münchner Backstage geplant. Doch da wurde nichts draus. Die Tour wurde verschoben. Corona. Was hat die Band dann gemacht? Sie hat ein Online-Jubiläums-Konzert für ein weltweites Publikum durchgeführt. Deutlich länger als normale Konzerte, mit Chatroom für die Zuschauenden. Und sie haben – zur Freude vieler Fans, die selbst auch Musik machen – von einem Song auf ihrem letzten Studioalbum die einzelnen Spuren online zur Verfügung gestellt, so dass jeder sie sich downloaden und selbst Instrumente oder Gesang dazu spielen konnte. Zuletzt hat dann Justin auch noch sein Soloalbum veröffentlicht. Damit war er dann auch auf Tour, er ganz allein, auch im Münchner Backstage, wo ich ihn getroffen habe.