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F.A.Z. Essay Archiv

111 Episoden
20 Minuten
Der italienische Innenminister Matteo Salvini machte unlängst mit einem Mussolini-Zitat von sich reden: „Tanti nemici, tanto onore“ weist aber nicht nur auf den italienischen Diktator zurück. Der Führer der Lega bemühte auch die bis heute verschwiegene Kolonialgeschichte Italiens. Eine Spurensuche von Markus Wurzer.
23 Minuten
Mit dem Zusammenbruch des Kaiserreiches vor hundert Jahren ging die letzte Phase des (evangelischen) Staatskirchentums in Deutschland zu Ende. Die religionsverfassungsrechtlichen Kompromisse, die aus der Revolution des Jahres 1918 hervorgingen, haben bis heute Bestand. Ein Essay von Professor Dr. Christian Waldhoff.
25 Minuten
Eine Schönheit war das Ruhrgebiet noch nie, aber war seine Wahrnehmung jemals so unterschiedlich wie heute? Das Selbstbild einer Vorzeige-Region für gelungenen, technologiebasierten Strukturwandel steht in starkem Kontrast zur Wahrnehmung als abgehängter Industrielandschaft ohne Zukunft. Das Jahr 2018 besiegelt den Wandel des Ruhrgebiets endgültig – Zeit für eine historische Bilanz. Ein Essay von Dr. Karl-Peter Ellerbrock.
25 Minuten
Im Süden Europas ist der Populismus tendenziell links, im Norden Europas tendenziell rechts – eine Folge der unterschiedlichen Verletzbarkeit der jeweiligen Politischen Ökonomien durch die Globalisierung. Ein Essay von Professor Dr. Philip Manow
24 Minuten
1994 wurde Helmut Kohl zum fünften Mal in Folge als Bundeskanzler vereidigt. Danach gab es in Bonn nur ein Thema: Wann endet die Ära Kohl? Erinnerungen von Günter Bannas, dem früheren Leiter der Parlamentsredaktion der F.A.Z
23 Minuten
Mit den Waffenstillständen vom November 1918 endete die Gewalt nicht – im Gegenteil: Im vom Krieg verwüsteten Ostmitteleuropa ging sie erst richtig los. In Kämpfen aller gegen alle um die Grenzen der neu entstehenden Nationalstaaten wurde nicht mehr zwischen Zivilisten und Kombattanten unterschieden. Ein Essay von Dr. Jochen Böhler.
23 Minuten
Nicht erst im November 1918 wurden psychiatrische Diagnosen der angeblichen Geisteskrankheit des Kaisers zu Waffen im politischen Kampf – es ging um nichts weniger als um die Kriegsschuld der Deutschen. Mit scheinbar wissenschaftlicher Autorität ließ sich damals Ordnung in eine ungeordnete Zeit bringen. Ein Essay von Dr. David Freis, M.A.
24 Minuten
Mit dem 9. November 1918 begann der historisch-politische Deutungskampf über die Revolution. Bis heute will er nicht enden – ein Essay von Professor Dr. Alexander Gallus
23 Minuten
Die deutsche Revolution von 1918/19 ist nicht als eine der großen demokratischen Revolutionen des Westens in die Geschichte eingegangen. Dennoch steht die Berliner Republik in einer Tradition, aus der der 9. November 1918 nicht wegzudenken ist – ein Essay von Professor Dr. Heinrich August Winkler.
23 Minuten
Was Orbán, Erdogan und Kaczynski mit demokratischen Mitteln politisch ins Werk setzen, hat im Ergebnis mit Demokratie nichts mehr zu tun. Daher führt auch der historisch ohnehin belastete Begriff „illiberale Demokratie“ in die Irre. Doch wie davon sprechen, wenn Staatsformen mit Absicht manipuliert werden? Ein Essay von Professor Dr. Jan-Werner Müller.
24 Minuten
Einst war es das Ziel linker Parteien, vor allem der Sozialdemokratie, über die Veränderung der sozialen Verhältnisse auch autoritäre Einstellungsmuster einzuhegen. Diese Idee gilt es wiederzubeleben, will man einen weiteren Vormarsch rechtspopulistischer Parteien in Europa verhindern. Ein Essay von Professor Dr. Dirk Jörke und Professor Dr. Oliver Nachtwey.
21 Minuten
Sie entwickelte sich vom Hoffnungsträger in der friedlichen Revolution zum Prügelknaben der Vereinigungskrise: die Treuhandanstalt. Eine „Wahrheitskommission“ soll nun ihre Arbeit untersuchen. Doch die eine Wahrheit gibt es nicht. Ein Essay von Professor Dr. Dierk Hoffmann.
25 Minuten
28 Jahre nach der Einheit fühlen sich viele in den neuen Ländern abermals vom sozialen Abstieg bedroht. Ob diese Ängste berechtigt sind oder nicht, die Politik muss sie ernst nehmen. Ein Essay von Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt.

#09 Respekt!

22 Minuten
Wann wird die so oft beschworene „innere Einheit“ der Deutschen erreicht sein? Wenn die solidarische Unterstützung nicht mehr nach Himmelsrichtung, also von West nach Ost gewährt werden muss. Und wenn in der Beurteilung Ostdeutscher ihre Geschichte in der DDR weniger zählt als ihre Lebensleistung im gemeinsamen Deutschland. Wenn also West- und Ostdeutsche in gleichberechtigtem und selbstverständlich gewordenem Respekt miteinander umgehen. Ein Essay von Bundestagspräsident a.D. Dr. h.c. Wolfgang Thierse, aus einem besonderen Anlass.
17 Minuten
Die Vertrauenskrise wegen des Kindesmissbrauchs in ihren Reihen betrifft die katholische Kirche als soziale Institution. Ihre Unfähigkeit, eigene pathogene Strukturen und die Folgen klerikaler Vertuschungen zu erkennen, beruht auf einer noch immer höfischen Organisation und einem Selbstverständnis, das den Geist des Absolutismus nicht überwunden hat. Ein Essay von Professor Dr. Franz-Xaver Kaufmann aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 26. April 2010.
F.A.Z. Essay

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FAZ Essay (Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ)