unbehagen – Zwischen Identität und Ideologie Archiv
61 Episoden
1 Stunde 10 Minuten
Der Januar war wild. Erst legen Bauern legen mit ihren Treckern halb Deutschland lahm, um die Ampel zu stürzen - dann drängen sich Zehntausende Demonstranten durch die Innenstädte, um die AfD zu verbieten. Es brodelt offensichtlich in der Gesellschaft und die Spaltung war nie deutlicher. Wie die Sorgen der Menschen zusammenhängen, welche Rolle Rechtsextreme dabei spielen und was Antisemitismus damit zu tun hat, darum geht es in Folge 31 von Rechtsgerichtet. Außerdem: Gerrit ist trotz des ganzen Schlamassel vorsichtig optimistisch und Sven ist der bayerischste Hamburger Deutschlands.
1 Stunde 5 Minuten
Rund 15 Prozent der Deutschen glauben, Juden hätten in Deutschland zu viel Einfluss. 22 Prozent - und damit fast ein Viertel der Bevölkerung - sind sogar zumindest teilweise davon überzeugt, dass Juden „mehr als andere Menschen mit üblen Tricks arbeiten, um das zu erreichen, was sie wollen“. Der Antisemitismus ist in Deutschland war also nie ganz weg und ist fest in der Gesellschaft verankert. Insbesondere die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie empfänglich weite Teile der deutsche Bevölkerung für antisemitische Verschwörungstheorien sind. Gleichzeitig entfacht die aktuelle Eskalation des Nahostkonflikts und der damit verbundene offene Judenhass auf deutschen Straßen vor allem in migrantisch geprägten Stadtvierteln wie Neukölln eine neue Debatte über importierten Antisemitismus. In Folge 30 von Rechtsgerichtet zeigen wir, dass Antisemitismus ein deutsches Problem ist und gleichzeitig importiert sein kann, weil Judenhass schon immer auch ein globales Problem war. Außerdem: Ja, wir sind endlich zurück aus unserer Weihnachtspause. Ab jetzt gibt es wieder alle zwei Wochen eine neue Folge Rechtsgerichtet und wenn euch der Podcast gefällt, dann gebt uns doch gerne mal eine gute Bewertung auf den einschlägigen Streaming-Plattformen und folgt uns bei Instagram
1 Stunde 6 Minuten
Darf man die Hamas mit den Nazis vergleichen? Als der umstrittene britische Autor Douglas Murray in einem Interview behauptete, die Nationalsozialisten hätten sich im Gegensatz zur Hamas wenigstens für ihre Taten geschämt, war der Aufschrei groß. Auch israelsolidarischen deutschen Linken ging das zu weit und plötzlich war sie wieder aktuell, die erinnerungspolitische Debatte in Deutschland. Wie präzedenzlos bzw. singulär ist der Holocaust, womit darf man ihn vergleichen und vor allem wer instrumentalisiert das Erinnern am Ende für die eigenen Zwecke. Die Postkoloniale Linke versucht dabei schon lange, den Holocaust zu normalisieren und in eine Reihe mit anderen historischen Ereignissen zu stellen - am Ende auch, um Israels Sonderrolle endlich in Frage stellen zu dürfen. Wir haben uns in Folge 29 von Rechtsgerichtet noch einmal den sogenannten Historikerstreit 2.0 angeschaut, denn seit dem 7. Oktober ist die Debatte aktueller denn je. Außerdem: Gerrit feiert Henrik M. Broder und Sven macht eine Ankündigung.
1 Stunde 8 Minuten
Wir haben die Charta der Hamas gelesen, damit ihr es nicht müsst. Ihre Ideologie steht deutlich in der Tradition des historischen Nationalsozialismus, bedient sich dabei aber auch postkolonialen, linken Narrativen. Islamistische Terroristen inszenieren sich so bewusst als Befreiungskämpfer für die vom Westen unterdrückten Völker. Auch deshalb hegen viele internationalistische Linke eine gewisse Sympathie für diesen vermeintlichen "Befreiungskampf". Damit relativieren linke Akteure plötzlich Ideen, die fast Deckungsgleich schon von den Nazis verbreitet wurden. Warum das klassische Rechts-Links-Schema dabei an seine Grenzen stößt und welche entscheidende Rolle Antisemitismus spielt, darum geht es in Folge 28 von Rechtsgerichtet.
1 Stunde 8 Minuten
"Kindermörder Israel" - Wer nicht offen antisemitisch sein möchte, kann einen bequemen Umweg gehen: Er nennt seinen Antisemitismus einfach "Israelkritik". Weil vor allem Linke meistens nicht offen antisemitisch sein wollen, sind sie besonders anfällig für israelbezogenen Antisemitismus. Statt den Juden ist Israel an allem Schuld, die antisemitischen Narrative sind trotzdem die gleichen. Doch was soll "Israelkritik" eigentlich sein und warum gibt es dann nicht auch "Frankreichkritik"? In Folge 27 von Rechtsgerichtet sind wir noch einmal auch linksgerichtet und zeigen, wie man israelbezogenen Antisemitismus von legitimer Kritik an der israelischen Regierung unterscheiden kann. Spoiler: Letzteres ist wirklich eine Ausnahme im aktuellen Diskurs. Außerdem sagt Sven ungefähr tausendmal "woke" und Gerrit ist fassungslos von einem antisemitischen Statement eines linken Cafés in Neukölln.
51 Minuten
Bayern und Hessen haben gewählt und die Ergebnisse sind deutlich: In beiden Bundesländern gewinnt die AfD stark dazu - in Hessen wird sie sogar zweitstärkste Kraft. Mit den Freien Wählern zusammengerechnet kommt der rechtspopulistische Block in Bayern sogar auf über 30 Prozent. Es ist also amtlich: Die Gesellschaft ist nach rechts gerückt. Woran das liegt und wie bedenklich das eigentlich ist, darum geht es in Folge 25 von Rechtsgerichtet. Außerdem konnten wir in diesen Tagen natürlich keine Folge machen, ohne über die schrecklichen Ereignisse in Israel zu sprechen. Antifa heißt Israelsolidarität! AM ISRAEL CHAI!
58 Minuten
Am 8. Oktober wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt. In den Umfragen sind Hubert Aiwanger und seine Freien Wähler stark wie nie. Die Affäre rund um ein antisemitisches Flugblatt scheint dem bayerischen Vizeministerpräsident nicht geschadet zu haben - ganz im Gegenteil: Seit dem Skandal steigen Aiwangers Umfragewerte sogar an. Warum sich rechte Politiker mittlerweile scheinbar alles erlauben können, es aber auch bei vielen Linken in Sachen Antisemitismus eine Doppelmoral gibt, erfahrt ihr in Folge 24 von Rechtsgerichtet. Außerdem hat Gerrit wieder einen voll geilen Cliffhanger und Sven erklärt uns die bayerische Volksseele.
1 Stunde 10 Minuten
Die Corona-Pandemie war ein Erweckungserlebnis für eine neue rechte Massenbewegung. Mit Verschwörungsglauben und Elitenfeindlichkeit konnte die AfD zusammen mit anderen neurechten Akteuren ein ganz neues Wählerpotenzial für sich gewinnen. In Folge 23 von Rechtsgerichtet zeigen wir, dass der aktuelle Erfolg rechtsextremer Akteure seinen Ursprung in der Corona-Pandemie hatte. Strategien, die Proteste für eigene Ziele zu instrumentalisieren, sind erschreckend gut aufgegangen und waren von langer Hand geplant. Außerdem befragt Sven Gerrit über einen Film von 1942 und will doch eigentlich nur unbezahlte Werbung für ein hundert Jahre altes Buch machen. Und Gerrit appelliert tatsächlich an die persönliche Ehre von AfD-Wählern und Maßnahmen-Kritikern. Weiterführende Links: https://www.fes.de/referat-demokratie-gesellschaft-und-innovation/gegen-rechtsextremismus/covid19-und-rechtspopulismus https://www.boeckler.de/de/auf-einen-blick-17945-auf-einen-blick-rechtspopulismus-in-deutschland-37867.htm https://www.uni-hohenheim.de/fileadmin/uni_hohenheim/Aktuelles/Uni-News/Pressemitteilungen/2023-08_Populismus_und_Demokratie.pdf
1 Stunde 4 Minuten
Die rechtsextreme Mobilisierung läuft wieder auf Hochtouren. Im ersten Halbjahr 2023 gab es so viele Neonazi-Aufmärsche wie zuletzt 2015. Neue Akteure nutzen gezielt die Unzufriedenheit in der Bevölkerung, um ihre Positionen bis tief in die Zivilgesellschaft zu tragen. Während der Corona-Pandemie haben sie Strukturen geschaffen, von denen sie immer noch profitieren. Vor allem in Ostdeutschland gelingt es Rechten immer wieder, neue Themen zu identifizieren, mit denen sie Menschen erfolgreich mobilisieren. Welche das sind und warum manche nicht funktioniert haben, erfahrt ihr in Folge 22 von Rechtsgerichtet. Außerdem will Sven sich kürzer fassen und hört trotzdem nicht auf, zu reden und Gerrit ist besessen von den freien Sachsen.
1 Stunde 16 Minuten
Flüchtlingskrise, Corona-Pandemie oder Ukraine-Krieg: Sind sich ein Großteil der Medien einig, besetzten Rechte und Rechtsextreme die Gegenpostition und inszenieren sich als Anwälte der Ungehörten. Wie sollen Medien also über die AfD und ihre Themen berichten? Warnungen verpuffen, Faktenchecks werden ignoriert. Angriffe und Einordnungen vermag die AfD scheinbar kinderleicht umzudeuten und für sich zu nutzen. Eine Partei, die sich gegen das System inszeniert, profitiert davon, wenn das System sie ablehnt. Folge 21 von Rechtsgerichtet ist ein Plädoyer für einen Neustart im medialen Umgang mit der AfD und ihren Lieblingsthemen. Dafür müssen wir alle ein bisschen was aushalten, auch wenn es schwer fällt. Außerdem: Sven outet sich als Claus-Kleber-Fan und Gerrit ist genervt von funk, dem jungen Angebot des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
1 Stunde 11 Minuten
Mit Sturmhauben stürmen Neonazis in Sachsen ein Flüchtlingsheim. In Brandenburg verlassen zwei Lehrer nach rechtsextremen Anfeindungen eine Schule. Die Stimmung in Deutschland kippt - rechte Gewalt ist wieder an der Tagesordnung. Was der aktuelle AfD-Erfolg und die Strategien der Neuen Rechten damit zu tun haben, erfahrt ihr in Folge 20 von Rechtsgerichtet. Außerdem: Sven ist in Wahrheit gar kein Punk, sondern Graf Zahl und bei Gerrit geht die Welt unter.
1 Stunde 19 Minuten
Ein russischer Neonazi, der in Deutschland aufgewachsen ist, kämpft im Ukraine-Krieg gegen Putin. Angeblich ist er sogar Jude. Ein anderer russischer Neonazi ritzt im Auftrag des Kremls gefallenen Ukrainern Hakenkreuze ins Gesicht. Auf beiden Seiten des Krieges kämpfen Rechtsextreme. Und auch die deutsche rechtsradikale Szene streitet, wen sie unterstützen soll. Wie das sein kann und warum genau deshalb Putins Propaganda Schwachsinn ist, darum geht es in Folge 19 von Rechtsgerichtet. Außerdem haben wir festgestellt, dass Friedrich Merz Rechtsgerichtet hört.
1 Stunde 10 Minuten
Landrat, Bürgermeister, Bundeskanzler? Die AfD ist scheinbar nicht mehr aufzuhalten. Doch woher kommt der plötzliche Erfolg und wer ist Schuld? Die Rechten sagen, das Heizungsgesetz und Gendersprache, die Linken Friedrich Merz und rechte Hetze. Warum beide völlig falsch liegen, am Ende aber recht haben – darum geht es in der neuen Folge Rechtsgerichtet nach unserer kleinen kreativen Pause.
1 Stunde 6 Minuten
Verschwörungstheorien haben in Zeiten von Corona Hochkonjunktur. Doch den Glauben an sie gab es auch schon weit vor der Krise. Wo sie herkommen, wer an sie glaubt und welche Rolle die Medien spielen, beantworten wir in Folge 17 von Rechtsgerichtet. Außerdem gibt es ein paar Tipps, wenn der Onkel am Familientisch behauptet, Bill Gates will uns allen Mikrochips einpflanzen.
58 Minuten
Am 5. Februar 2020 wurde im bayerischen Landkreis Cham ein 22-Jähriger verhaftet. Er soll eine führende Rolle in der deutschen Zelle der sogenannten „Feuerkrieg Division“ gespielt haben. Im Internet organisieren sich Rechtsterroristen immer öfter in sogenannten "Divisionen". Dort hat sich ein ideologische Nährboden auch für vermeintliche "Einzeltäter" entwickelt. Das und mehr, erfahrt ihr in Folge 16 von Rechtsgerichtet.