TUCscicast – Der Wissenschafts-Podcast der TU Chemnitz Archiv
71 Episoden
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Wir leben in einem demokratischen System, das permanent Spannungen und Widersprüche produziert und wieder auflösen muss. Ein aktuelles Beispiel sind populistische Demonstrationen, auf denen mangelnde Meinungsfreiheit beklagt wird obwohl die öffentliche Zurschaustellung das Gegenteil demonstriert. Das Leben in der sogenannten „Risiko-Demokratie“ ist die Hauptthese der Soziologin und Soziologen um Prof. Dr. Henning Laux, Inhaber der Professur für Soziologische Theorien und Dr. Ulf Bohmann von der TU Chemnitz sowie Dr. Jenni Brichzin von der Universität der Bundeswehr in München. Sie haben in ihrer neuen Publikation anlässlich der rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz Ende August 2018 die Stadt ethnographisch vermessen und sprechen im Podcast darüber, was sich anhand dieser Ereignisse für das Leben in der Risiko-Demokratie generell lernen lässt.
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Wenn es um die Folgen von Kriminalität geht, spielt auch die gefühlte Bedrohung eine wichtige Rolle. Wir fragen uns: Warum hat diese Person ein Verbrechen begangen? Und: Könnte das wieder passieren? Allerdings gibt es zu diesen und weiteren Formen von wahrgenommener Kriminalität noch kaum Daten. Mit dem Zentrum für Kriminologische Forschung Sachsen e. V. (ZKFS), einem An-Institut der TU Chemnitz, soll sich das ändern. Das Team erforscht, wie es zu Straftaten kommt und wie diese sowie die Straftäter und -täterinnen von der Bevölkerung wahrgenommen werden. Damit ist das ZKFS einzigartig in Ostdeutschland und leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Denn zum einen entstehen empirischen Grundlagen für politisches Handeln und zum anderen wissenschaftliche Erkenntnisse für die Öffentlichkeit. Im Podcast sprechen Moderator Pascal Anselmi und Prof. Dr. Frank Asbrock, der Direktor des ZKFS, über Hintergründe und Ziele der kriminologischen Forschung.
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Virtual Reality kennen die meisten sicher von Bildern, auf denen Personen die bekannten und etwas klobigen Brillen tragen – in der Fachsprache „Head-mounted Display“ genannt. Jüngst wurde das Thema durch Mark Zuckerberg und dessen meta-Konzern befeuert, die eine Zukunft der sozialen Netzwerke in virtuellen Umgebungen – dem Metaverse – heraufbeschwören. Es ist eine Art Matrix, in der die Regeln des sozialen Zusammenlebens neu ausgehandelt werden könnten. Mit Prof. Dr. Guido Brunnett, Inhaber der Professur Graphische Datenverarbeitung und Visualisierung der TU Chemnitz und Dr. Daniel Pietschmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienforschung an der TU, begegnet Moderator Johannes Schmidt zwei Forschern, die sich aus ganz verschiedenen Perspektiven mit der Integration von VR- und AR-Lösungen beschäftigen.
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Die Pandemie-Erfahrung hat nicht nur den Alltag und die Arbeit nachhaltig verändert, sondern auch insbesondere die Bedeutung guter Wissenschaftskommunikation so sichtbar wie vielleicht noch nie zuvor gemacht. Das hat auch zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit Themen wie Qualität, Verantwortung oder Rollenverständnis innerhalb der Wissenschaftskommunikation geführt – und die Debatte hält an. Aus diesem Grund spricht Pascal Anselmi, Moderator des Wissenschaftspodcasts „TUCscicast“ über das Kommunizieren von Wissenschaft, zum Beispiel auch im Rahmen dieses Podcasts. Sein Gäste sind stellvertretend für den Bereich der überinstitutionellen Wissenschaftskommunikation Rebecca Winkels, Bereichsleitung Kommunikation und Strategie bei Wissenschaft im Dialog sowie Projektleiterin für das Portal Wissenschaftskommunikation.de, stellvertretend für die forschungsseitige Wissenschaftskommunikation Dr. Nicolas Wöhrl, Physiker an der Universität Duisburg-Essen und mit dem Podcast „Methodisch Inkorrekt!“ einer der erfolgreichsten deutschen Wissenschaftskommunikatoren, und für den Bereich der institutionellen Kommunikation Matthias Fejes, Mitarbeiter in der Pressestelle und Crossmedia-Redaktion der TU Chemnitz sowie assoziiertes Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Hochschulkommunikation e. V. Genannte Quelle: Beatrice Lugger: Ein Hoch auf die Mutigen. In: Süddeutsche Zeitung (3. Mai 2022). https://www.sueddeutsche.de/wissen/wissenschaft-kommunikation-twitter-1.5577416?reduced=true BMBF (Hg.): #FactoryWisskomm. Handlungsperspektiven für die Wissenschaftskommunikation. https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/downloads/files/factorywisskommpublikation.pdf?__blob=publicationFile&v=2 Methodisch inkorrekt | der methodisch inkorrekte Podcast: https://minkorrekt.de/ Wissenschaftsrat (Hg.): Wissenschaftskommunikation. Positionspapier: https://www.wissenschaftsrat.de/download/2021/9367-21.pdf?__blob=publicationFile&v=10 Wissenschaftskommunikation.de. Das Informations- und Diskussionsportal für die Wissenschaftskommunikation: https://www.wissenschaftskommunikation.de/
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Deep Learning, Quanten-Computing, Human Brain Project: Mehrere technologische Projekte und Durchbrüche der jüngeren Zeit eröffnen Möglichkeiten für den Einsatz von Robotern und künstlicher Intelligenz, die man höchstens aus visionärer Science Fiction kannte. Die Frage ist: Wo stehen wir aktuell und was wird künftig möglich? Darüber spricht Prof. Dr. Florian Gunter Röhrbein, Inhaber der Professur Neurorobotik an der TU Chemnitz, in der neuen Folge des TUCscicast. Röhrbein ist Experte für künstliche neuronale Netze und Forscher im Human Brain Project.
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Mit dem Siegeszug der Globalisierung schienen die Grenzen auf dem Rückzug zu sein, 2020 feierte etwa der Schengen-Raum sein 25-jähriges Bestehen. Wer in dieser Zeit geboren und aufgewachsen ist, kennt Grenzen eher aus dem Geschichtsbuch oder vom bangen Gefühl bei der Einreisekontrolle am Flughafen. In den vergangenen Jahren scheint es allerdings wieder gegenläufige Tendenzen in Sachen Grenzöffnung zu geben. Die EU schottete sich im Zuge der Flüchtlingsbewegung nach außen ab, mit dem Brexit gibt es wieder Zollgrenzen und auch die Corona-Pandemie hat vielerorts Grenzen wieder spürbar werden lassen. Erlebt die Grenze in Europa eine Renaissance? Darüber sprechen Prof. Dr. Birgit Glorius, Inhaberin der Professur Humangeographie mit dem Schwerpunkt Europäische Migrationsforschung der Technischen Universität Chemnitz und Prof. Dr. Steffen Mau. Mau ist Professor sowie Leiter des Lehrbereichs Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sein Sachbuch „Sortiermaschinen – Die Neuerfindung der Grenze im 21. Jahrhundert“ ist aktuell für den Deutschen Sachbuchpreis 2022 nominiert.
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Durch die Corona-Pandemie sind Online-Plattformen, auf denen man sich zum Beispiel in Form von Avataren – also digitalen Abbildern seiner selbst – begegnen kann, alltäglich geworden. Mit einem solchen Avatars wird es möglich, sich „körperlich“ in Online-Räumen zu treffen, während man eigentlich woanders auf der Welt an einem Computer sitzt. Welche Bedeutung hat das Aussehen des eigenen Avatars und nach welchen Kriterien gehen Nutzerinnen und Nutzer bei der Gestaltung des digitalen Konterfeis vor? Unter anderem darüber sprechen die beiden Forscherinnen Sabrina Bräuer und Sarah Mandl in der neuen Folge des TUCscicast-Specials zum Sonderforschungsbereich (SFB) „Hybrid Societies“.
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Um die Kulturschaffenden steht es nicht gut in der Pandemie. Soviel ist klar. Aber wie schlecht genau und was sind die Gründe? Das haben Diana Heinbucher und Anja Herrmann-Fankhänel von der Professur Innovationsforschung und Technologiemanagement der TU Chemnitz anhand der Chemnitzer Kulturszene untersucht. Ihre Ergebnisse sind in der Studie „WERTSTOFF Kultur“ erschienen. Im „TUCscicast“ ordnen die beiden Forscherinnen die Ergebnisse im Gespräch mit Moderator Pascal Anselmi ein.
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Aufzeichnung des Online-Podiums zum Krieg in der Ukraine vom 9. März 2022. In der Diskussion geht es um historische Gründe hinter diesem Krieg, den Einfluss des Krieges auf die internationale Politik sowie soziale und gesellschaftliche Aufgaben, die dieser Krieg Europa aufträgt. Auf dem Podium diskutierten: Prof. Dr. Birgit Glorius, Inhaberin der Professur Humangeographie mit dem Schwerpunkt Europäische Migrationsforschung an der TU Chemnitz und Expertin für das Themenfeld „Flucht und Migration“; Prof. Dr. Stefan Garsztecki, Inhaber der Professur Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas der TU Chemnitz und Experte für die Region Ostmitteleuropa; Prof. Dr. Kai Oppermann, Inhaber der Professur Internationale Politik an der TU Chemnitz und Experte für internationale Politik und Prof. Dr. Vladimir Shikhman, Inhaber der Professur Wirtschaftsmathematik an der TU Chemnitz.
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Das Thema „Künstliche Intelligenz“ in seinen verschiedenen Facetten ist ein Dauerbrenner in der Science Fiction und in den Medien. Bekannte Beispiele aus Literatur und Film sind „2001: A Space Odyssey“, „AI“ oder „Ex Machina“. Aber welche Bedeutung wird KI in unserer künftigen Gesellschaft tatsächlich haben und wie weit ist die Forschung aktuell bei der KI-Entwicklung? Darüber sprechen Prof. Dr. Fred Hamker und Christiane Attig vom Sonderforschungsbereich "Hybrid Societies" der TU Chemnitz.
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Matrix, Star Trek und Co. verbindet nicht nur das Science-Fiction-Genre – die Filme entwerfen auch Zukunftsvisionen, in denen das Verhältnis von Mensch und Technik eine ganz wesentliche Rolle spielt. In der 2. Staffel des TUCscicast Specials „Mensch-Maschine-Miteinander“ wollen wir die vielen Themen, die wir in der 1. Staffel in diesem Kontext angerissen haben, vertiefen und vor allem vorausschauen – wie geht es weiter im Sonderforschungsbereich „Hybrid Societies“? Eine kleinen Einblick gibt der Teaser.
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Ein Jahr ist US-Präsident Joe Biden im Amt. Im TUCscicast haben wir die Ereignisse rund um die US-Wahl 2020 intensiv begleitet und analysiert. Deswegen schauen wir jetzt auf das erste Präsidentschaftsjahr zurück und gleichzeitig nach vorn auf aktuelle Herausforderungen wie die Ukraine-Krise. Außerdem geht es um die Frage, was die Biden-Administration von der neuen Ampelregierung erwartet. Und natürlich auch, welchen Kurs die Regierung unter Bundeskanzler Scholz im transatlantischen Verhältnis fährt. Über diese Themen spricht Moderator Pascal Anselmi mit Prof. Dr. Kai Oppermann, Inhaber der Professur Internationale Politik der TU Chemnitz.
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Es vergeht kaum eine Woche, in der keine Menschen auf die Straße gehen, um gegen Corona-bedingte Einschränkungen und Maßnahmen zur Eindämmung von Bund und Ländern zu demonstrieren. Dabei kommt es insbesondere in Sachsen immer wieder auch zu Aus- und Grenzüberschreitungen – zum Beispiel wenn Regierungsmitglieder von einer aufgebrachten Menge beleidigt und sogar zu Hause bedrängt werden, oder Protestteilnehmerinnen und -teilnehmer gewalttätig gegen Beobachterinnen und Beobachter, Medien sowie Polizei und Gegenproteste vorgehen. Wie sind diese Demonstrationen einzuordnen, die sich irgendwo zwischen legitimem Protest und radikaler Demokratie-Gefahr bewegen? Im Podcast sprechen darüber Dr. Piotr Kocyba Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas der TU Chemnitz und Dr. Alexander Leistner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig.
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In ihrem Koalitionsvertrag hat sich die neue Bundesregierung dazu entschlossen, Cannabis zu legalisieren und kontrolliert abgeben zu wollen. Offen sind dabei noch Fragen wie zum Beispiel, was kontrollierte Abgabe genau bedeutet und welchen Einfluss die Legalisierung auf das Konsum- und Suchtverhalten haben könnte. Ins Detail dazu geht Pascal Anselmi, Moderator des Wissenschaftspodcast „TUCscicast“ der Technischen Universität Chemnitz, in der ersten Folge der vierten Staffel mit Prof. Dr. Stephan Mühlig. Er ist Inhaber der Professur Klinische Psychologie und Psychotherapie der TU Chemnitz, Leiter der Raucherambulanz Chemnitz sowie der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz (PHA-TUC GmbH) und Psychosozialen Beratungsstelle in Chemnitz und gehört bundesweit zu den renommiertesten Wissenschaftlern im Bereich der Suchtforschung und Suchtmitteltherapie. Außerdem geht es im Podcast um die Fragen, welches Suchtpotential Cannabis hat, was Sucht überhaupt ist und wie moderne Suchtmittelforschung sowie Suchtmitteltherapie funktioniert.
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Willkommen in der inzwischen schon vierten Staffel von TUCscicast! Anders als die letzten Male starten wir diesmal nicht mit einem kurzen Recap, denn den haben wir euch schon in einer Extra-Folge geliefert. Wir starten diesmal mit unserem neuen Moderator Pascal Anselmi sowie Andreas Bischof und Matthias Fejes direkt in die Ideen und Themen zur neuen Staffel. Wir sprechen darüber, was wir vorhaben und neu machen wollen und warum das Thema Wissenschaftskommunikation diesmal auch als eigenes Thema eine größere Rolle spielen wird.