TUCscicast – Der Wissenschafts-Podcast der TU Chemnitz Archiv
71 Episoden
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Einen Betrieb oder ein Haus in der Familie zu vererben, das sollte in Deutschland nicht verboten sein. Doch gleichzeitig passiert es, dass Erbschaften als ungerecht empfunden werden. Woran liegt es, dass Vermögen widersprüchliche Reaktionen hervorruft? Und wie genau ermittelt man eigentlich das Vermögen einer Nation? Und was passiert, wenn die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander geht? Die Antworten auf diese und weitere Fragen, gibt es in dieser Episode des „TUCscicast“. Darin spricht Moderator Wieland Mikolajczyk mit Sebastian Gechert, Professor für Volkswirtschaftslehre und Makroökonomie an der Technischen Universität Chemnitz, und Christian Neuhäuser, Professor für politische Philosophie an der Technischen Universität Dortmund.
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Wissenschaftsfeindlichkeit ist ein Phänomen, das sich im Zuge der Corona-Pandemie in besonders drastischer Weise gezeigt und seitdem zugenommen hat. Dabei geht es nicht nur um zum Teil unsachlich ausgedrückte Meinungen in den sozialen Medien, sondern auch um verbale und physische Angriffe auf Forscherinnen und Forscher bzw. Wissenschaftskommunikatorinnen und -kommunikatoren. So zeigte sich 2021 bei einer Befragung der Fachzeitschrift Nature (Vol. 598, P. 250–253) unter 321 vor allem in Großbritannien, Deutschland und den USA arbeitenden Forscherinnen und Forschern, die sich öffentlich zu Covid-19 geäußert hatten: 15 Prozent gaben an, Todesdrohungen erhalten zu haben und 22 Prozent berichteten von physischen oder sexuellen Bedrohungen. Im August 2023 berichtete ebenfalls Nature (Vol. 620, P. 482–484) über den Rückzug von Forscherinnen und Forschern aus dem sozialen Netzwerk X aufgrund des toxischen Diskussionsklimas. Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und zugleich Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, war selbst schon mehrfach Ziel von Angriffen. In der aktuellen Folge des TUCscicast spricht er mit Julia Wandt und Kristin Küter vom „Scicomm-Support“ über Strategien des Umgangs mit Hate Speech. Der „Scicomm-Support“ ist im Juli 2023 mit Beteiligung der Technischen Universität Chemnitz an den Start gegangen und bietet Forscherinnen und Forschern sowie Wissenschaftskommunikatorinnen und -kommunikatoren eine Anlaufstelle, wenn sie Hass und Angriffen ausgesetzt sind.
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Am 7. Oktober 2023 startete die Hamas vom Gaza-Streifen einen Angriff auf Israel, bei dem nach Medienberichten auf der Basis offizieller Angaben über 1.400 Menschen getötet und rund 3.000 verletzt wurden. Zudem wurden mehrere hundert Geiseln genommen. Israel hat darauf mit einer Gegenoffensive geantwortet. Aus aktuellem Anlass blicken wir in dieser Episode des „TUCscicast“ sowohl auf die historische Dimension als auch auf aktuelle Entwicklungen des Nahost-Konflikts. Zu Gast in dieser Sendung ist zum einen Dr. Jan Busse, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung der Universität der Bundeswehr in München. Ebenfalls zu Gast ist Dr. Antje Nötzold. Sie ist Privatdozentin und vertritt am Institut für Politikwissenschaft der TU Chemnitz derzeit die Professur Europäische Regierungssysteme im Vergleich.
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In dieser Episode des „TUCscicast“ taucht Moderator Wieland Mikolajczyk ins Thema Wahlforschung ein. Dabei geht es zum einen um die sogenannte „Sonntagsfrage“ und deren Stichhaltigkeit. Darüber hinaus bietet die aktuelle Folge Einordnungen und Analysen zu den Ergebnissen der Landtagswahl in Bayern vom 8. Oktober 2023. Die passende Expertise bieten der Wahl- und Meinungsforscher Jun.-Prof. Dr. Arndt Leininger von der TU Chemnitz und Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung.
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Wie verändert sich die europäische Sicherheitsarchitektur? Der russische Angriffskrieg in der Ukraine, die Jahre der Trump-Präsidentschaft und das chinesische Großmachtstreben stellen die europäische Sicherheitspolitik vor Fragen und Herausforderungen – denn die USA richten ihren Blick zunehmend nach Ostasien und damit weg von Europa. In der neuen Episode des Wissenschaftspodcast „TUCscicast“ geht es darum, die bisherigen Strukturen und Institutionen zu beleuchten, die die Säulen der europäischen Sicherheitsarchitektur bilden. Darüber hinaus spricht Moderator Wieland Mikolajczyk mit seinen Gästen darüber, wie tragfähig diese Säulen vor dem Hintergrund der beschriebenen Herausforderungen sind. „Frieden ist ein Generationenprojekt", sagt Prof. Dr. Ursula Schröder im Podcast. Die Wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg diskutiert im „TUCscicast“ mit Prof. Dr. Kai Oppermann, Inhaber der Professur für internationale Politik an der TUC, u. a. darüber, welche Antworten Europa auf die Bedrohung aus Russland, die Abhängigkeit von den USA und das militärische Aufrüsten Chinas hat oder noch braucht.
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Die Industrialisierung veränderte das gesellschaftliche Leben in den Städten grundlegend. Das Erbe dieser prägenden Epoche lässt sich vielerorts noch heute sehen – etwa anhand von einprägsamen Bauten wie dem markanten Industriemuseum oder der Alten Aktienspinnerei in Chemnitz. Ehemalige Produktionsstandorte wie diese sind inzwischen zu Museen, Galerien, Supermärkten, Universitätsbibliotheken oder Wohnraum geworden. Ein Zeichen dafür, dass Städte sich wandeln. Doch woher kommt Transformation in urbanen Räumen? Was treibt sie an? Und wohin könnte es in Zukunft in der Stadtentwicklung gehen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich diese Folge des TUCscicast. Moderator Wieland Mikolajzcyk spricht dafür mit Daniela Zupan, Juniorprofessorin für European Cities und Urban Heritage an der Bauhaus-Universität Weimar und Direktorin des Instituts für Europäische Urbanistik, und mit Professorin Dr. Cecile Sandten, Inhaberin der Professur Anglistische Literaturwissenschaft an der TU Chemnitz. Sandten setzt sich in ihrer Forschung mit städtischen Transformationsprozessen auseinander und leitete in diesem Jahr gemeinsam mit ihrem Kollegen Prof. Dr. Stefan Garsztecki, Inhaber der Professur Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas, die internationale Konferenz zum Thema „Making the City: Transformative Processes in (Post)Industrial Urban Spaces“ in Chemnitz.
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Wie kann der Verkehr für möglichst viele Menschen und diverse Fortbewegungsmittel optimal gestaltet werden – zum Beispiel so, dass Radwege sicher, Gehwege barrierefrei und Parkplätze nicht zu knapp sind? Diese Frage beschäftigt die Menschen und die Stadtplanerinnen sowie -planer insbesondere in urbanen Ballungszentren. Das Projekt „Neues urbanes Mobilitätsbewusstsein in Chemnitz“ (NUMIC) ist ein gutes Beispiel, das zeigt, wie möglichst viele verschiedene Menschen zusammengebracht werden können, um sich zu diesen Fragen zu verständigen. Im Rahmen von NUMIC entwickeln Anwohnerinnen, Anwohner sowie Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Vertreterinnen sowie Vertreter der Stadt gemeinsam Ideen für die Mobilität von morgen. Wie es gelingen kann, die verschiedenen Akteurinnen und Akteure sowie deren Ansprüche und Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen, darum geht es in der aktuellen Folge des „TUCscicast“ der TU Chemnitz. Zu Gast bei Moderator Wieland Mikolajczyk sind Bjarne Lotze, NUMIC-Projektkoordinator bei der Stadt Chemnitz, und Maria Kreußlein, Wissenschaftlerin in der Forschungsgruppe Allgemeine und Arbeitspsychologie der TUC.
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In Film und Fernsehen gibt es diverse Beispiele, wie Kommunikation mit Maschinen gelingt – oder auch nicht. Häufig geht es dabei um Sprachkommandos, die den Maschinen gegeben werden. Mindestens genauso wichtig ist die nonverbale Ebene. Denn Gesten und Blickbewegungen sind intuitiver – und essentieller Bestandteil unserer Kommunikation. Aus diesem Grund spielen sie auch in der Interaktion zwischen Menschen und autonomen Maschinen eine bedeutende Rolle. Im Sonderforschungsbereich „Hybrid Societies“ der TU Chemnitz erforschen Prof. Dr. Wolfgang Einhäuser-Treyer, Inhaber der Professur für Physik kognitiver Prozesse an der TUC, und Dr. Jana Bressem, Leiterin der Arbeitsstelle „Gestenforschung und Sprechwissenschaft“, aus je unterschiedlichen fachlichen Perspektiven gemeinsam an der Frage, wie uns autonome Maschinen besser verstehen können.
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Im Frühjahr 2023 hat die Bundesregierung ein überarbeitetes Eckpunktepapier zur Legalisierung von Cannabis vorgelegt. Der Vorschlag basiert auf einem Zwei-Säulen-Modell, bei dem der Erwerb über Cannabis-Vereinigungen, den sogenannten „Cannabis-Social-Clubs“, oder nach Abschluss einer Testphase auch in lizenzierten Fachgeschäften möglich werden soll. Inwiefern der Vorschlag offene Fragen im Zusammenhang mit dem Drogenerwerb und -konsum adressiert und wie der Stand der Diskussion ist, darum geht es in der aktuellen Folge vom „TUCscicast“. Moderator Wieland Mikolajczyk spricht mit Prof. Dr. Stephan Mühlig, Inhaber der Professur Klinische Psychologie und Psychotherapie sowie Leiter der Hochschulambulanz und psychosozialen Beratungsstelle in Chemnitz, und Dr. Ingo Ilja Michels vom Institut für Suchtforschung der Frankfurt University of Applied Sciences sowie langjähriger Leiter des Arbeitsstabs der Drogenbeauftragten der Bundesregierung.
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In der vergangenen Episode haben wir zwar bereits ausführlich über ChatGPT gesprochen. Trotzdem blicken wir heute nochmal auf das Thema Künstliche Intelligenz – allerdings aus einer anderen Perspektive. Ende März 2023 hat der deutsche Ethikrat eine Stellungnahme mit dem Titel „Mensch und Maschine – Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz“ veröffentlicht und darin u. a. klare Regeln für den Umgang mit KI-Technologien gefordert. Wir werden heute herausfinden, ob man das Papier als ersten Schritt hin zu einem aufgeklärten Umgang mit KIs betrachten kann und ob sich daraus Implikationen für die Forschung ergeben. Darüber diskutieren Prof. Dr. Marco Ragni, Wissenschaftlicher Direktor des Zentrums für Mensch und Technik an der TU Chemnitz, und Prof. Dr. Judith Simon, die die Professur für Ethik in der Informationstechnologie an der Universität Hamburg inne hat und Mitglied des deutschen Ethikrats ist.
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Am Körper getragene Sensornetzwerke kennen die meisten von uns in Form von (smarten) Uhren oder Armbändern. Dazu gehören Fitnesstracker, die unsere Bewegungen aufzeichnen, das tägliche Erklimmen von Treppenstufen, den Feierabendlauf und den Schlaf registrieren – oder eben deren Ausbleiben. Prof. Dr. Olfa Kanoun, Inhaberin der Professur Mess- und Sensortechnik an der Technischen Universität Chemnitz (TUC), und Prof. Dr. Stephan Odenwald, Inhaber der Professur Sportgerätetechnik der TUC, geben in der aktuellen Folge des Podcast-Specials „Mensch-Maschine-Miteinander“ einen Einblick in ihre langjährige Forschungskooperation. Dabei wird deutlich: Fortschrittliche Sensoren entstehen bestenfalls interdisziplinär. Denn die Entwicklung beginnt bei Materialien, die angenehm zu tragen und unauffällig sind, und erstreckt sich über die entsprechende Softwareentwicklung bis hin zu Studiendesigns zum Test neuartiger Sensoren.
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Ende 2022 machte die Firma OpenAI ihren Chatbot „ChatGPT“ der Öffentlichkeit zugänglich – seitdem ist die Aufregung groß. Denn diese künstliche Intelligenz erstellt Texte, die kaum unterscheidbar sind von denen, die Menschen produziert haben. Während nun einige jubeln und sich mit technologischen Heilsversprechen überschlagen, sehen andere große Herausforderungen – unter anderem für den Bereich der akademischen Lehre. In der ersten Folge der 5. Staffel „TUCscicast“ spricht Moderator Wieland Mikolajczyk mit Prof. Dr. Florian Röhrbein, Inhaber der Professur Neurorobotik an der TU Chemnitz, Dr. Andreas Bischof, Inhaber der Juniorprofessur Soziologie mit Schwerpunkt Technik an der TU und Prof. Dr. Robert Lepenies, dem Präsidenten der Karlshochschule in Karlsruhe, darüber, was diese KIs wirklich können, welche gesellschaftlichen Risiken sie in sich bergen und was Chatbots für die schulische und universitäre Lehre bedeuten.
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Herzlich willkommen in der fünften Staffel des „TUCscicast“! Wir starten mit einer neuen Stimme in die Staffel, denn mit Wieland Mikolajczyk übernimmt ein neuer, aber nicht minder leidenschaftlicher, Moderator das Zepter von Pascal Anselmi. Mit der neuen Staffel wollen wir den eingeschlagenen Weg konsequent verfolgen. Das heißt: aktuelle Themen, relevante Einordnungen und Expertinnen und Experten aus der TU Chemnitz und darüber hinaus. Denn der Anspruch des „TUCscicast“ als Format der Wissenschaftskommunikation hat sich nicht geändert: Es geht um Hintergründe zu drängenden Themen für eine fundierte Meinungsbildung.
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In der vierten Staffel des TUCscicast haben wir uns mit aktuellen und zum Teil tagesaktuellen Themen befasst. Darunter Einordnungen zum Krieg in der Ukraine und dessen Folgen in Form von Flucht und Migration, Hintergründe einer Cannabis-Legalisierung, die Proteste im Rahmen der sogenannten „Corona-Spaziergänge“, die Situation von Kulturschaffenden nach zwei Jahren Pandemie, aber auch aktuelle Forschungsergebnisse zu den rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz Ende August 2018. Auch auf den Podcast selbst haben wir in einer Folge geblickt, in der es um das Thema „Wissenschaftskommunikation“ ging. Welche Themen und Entwicklungen sind der Redaktion besonders im Gedächtnis geblieben und womit könnte es in der fünften Staffel weitergehen? Im Recap spricht darüber Moderator Pascal Anselmi mit Dr. Andreas Bischof, Inhaber der Juniorprofessur Soziologie mit Schwerpunkt Technik an der TU Chemnitz, und Matthias Fejes von der Pressestelle der TU.
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Seit 2020 wird im Rahmen des Sonderforschungsbereichs (SFB) „Hybrid Societies“ der TU Chemnitz die Interaktion von Menschen und verkörperten digitalen Technologien in öffentlichen Räumen erforscht. Es ist Forschung auf Spitzenniveau zu einem der drängendsten Themen unserer Zeit: die zunehmende Präsenz autonomer Technologien in unserem Alltag. Zum Auftakt der dritten Staffel des Podcast-Specials „Mensch-Maschine-Miteinander“ des SFB „Hybrid Societies“ blicken Prof. Dr. Alexandra Bendixen, Inhaberin der Professur Struktur und Funktion kognitiver Systeme an der TU Chemnitz, Sabrina Tietz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Visuelle Kommunikation und Mediensoziologie (Leitung: Prof. Dr. Michael Rudolf Müller) und Forscherin im Projekt „Displays sozialer Zurechenbarkeit“, Dr. Philipp Klimant, Projektleiter im SFB und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Produktionssysteme und -prozesse (Leitung: Prof. Dr. Martin Dix), und Sebastian Jansen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Psychologie digitaler Lernmedien (Leitung: Prof. Dr. Günter Daniel Rey) auf den Stand ihrer Teilprojekte und auf dieser Grundlage nach vorn auf weitere Entwicklungslinien des SFB.