Gute Nacht, Sonnenschein. Der Märchen Podcast. Archiv
247 Episoden
26 Minuten
Es war einmal ein König, der hatte einen großen Wald bei seinem Schloss; darin lief Wild aller Art herum. Zu einer Zeit schickte er einen Jäger hinaus, der sollte ein Reh schießen, aber er kam nicht wieder. »Vielleicht ist ihm ein Unglück zugestoßen«, sagte der König und schickte den folgenden Tag zwei andere Jäger hinaus, die sollten ihn aufsuchen; aber die blieben auch weg. Brüder Grimm | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
11 Minuten
Es war einmal ein kleines Mädchen, das weinte vom Morgen bis zum Abend, es wollte die Sterne vom Himmel haben, um damit zu spielen. Kein Spielzeug war ihr recht, sie verlangte immer nur nach den Sternen. Anna Kellner | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
28 Minuten
Es war einmal ein Kaiser. Dieser Kaiser herrschte über eine ganze Welt, und in dieser Welt lebte ein alter Hirte mit seiner alten Hirtin, und die hatten drei Töchter: Anna, Stana und Laptitza. Mite Kremnitz | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
26 Minuten
Es war einmal ein alter König, der war krank und dachte: »Es wird wohl das Totenbett sein, auf dem ich liege.« Da sprach er: »Lasst mir den getreuen Johannes kommen.« Der getreue Johannes war sein liebster Diener und hieß so, weil er ihm sein Leben lang so treu gewesen war. Brüder Grimm | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
7 Minuten
Es war einmal ein Herr, der hörte sehr gerne Märchen. Wenn ihn jemand um ein Nachtlager bat, gab er ihm immer zu essen und zu trinken, aber er forderte, dass ihm der Gast Märchen erzählte. So kam einmal ein Bettler zu ihm und bat um ein Nachtlager. Unbekannt | Märchen aus Litauen | Gute-Nacht-Geschichten
22 Minuten
Es ist nun schon lang her, wohl viel hundert Jahre. Da lebte ein Fischer mit seiner Frau, der hieß Dudeldee. Sie waren aber so arm, dass sie kein richtiges Haus hatten, sie wohnten in einer bretternen Hütte, die hatte keine Fenster daran; sondern bloße Astlöcher. Dudeldee war damit zufrieden; seine Frau aber war zufrieden. Sie wünschte sich bald das, bald jenes, und quälte immer ihren Mann, weil er ihr's nicht geben konnte. Albert Ludwig Grimm | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
25 Minuten
- Kapitel 4 - Indessen Maren noch des Entzückens und Bestaunens kein Ende finden konnte, hörte sie hinter sich ein behagliches Stöhnen wie von einer süßen Frauenstimme. Und wirklich, als sie ihre Augen nach der Vertiefung des Brunnens wandte, sah sie auf dem grünen Moosrande, der dort emporgekeimt war, die ruhende Gestalt einer wunderbar schön blühenden Frau. Sie hatte ihren Kopf auf den nackten glänzenden Arm gestützt, über den das blonde Haar wie in seidenen Wellen herabfiel, und ließ ihre Augen oben zwischen den Säulen an der Decke wandern. Theodor Storm | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
22 Minuten
- Kapitel 3 - Plötzlich blieb Maren stehen und lehnte sich mit geschlossenen Augen an den Stamm einer Weide. »Ich kann nicht weiter«, murmelte sie; »die Luft ist lauter Feuer.« Theodor Storm | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
20 Minuten
- Kapitel 2 - Und nun sprachen Mutter und Sohn noch einmal zusammen und ohne Anstoß: Dunst ist die Welle, Staub ist die Quelle! Stumm sind die Wälder, Feuermann tanzet über die Felder! Nimm dich in acht! Eh du erwacht, Holt dich die Mutter Heim in die Nacht!« Theodor Storm | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
23 Minuten
Einen so heißen Sommer, wie nun vor hundert Jahren, hat es seitdem nicht wiedergegeben. Kein Grün fast war zu sehen; zahmes und wildes Getier lag verschmachtet auf den Feldern. Theodor Storm | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
18 Minuten
Es war eine Witwe und hatte zwei Töchter. Die eine hieß Fränzchen, die andere Tonchen. Die Mutter sprach: »Liebe Töchter, es geht nicht an, dass Ihr länger Zuhause bleibt, die Not ist groß, ihr müsst dienen gehen.« Da sagten die Töchter: »Mutter, wir wollen gehen. Da wir aber noch nirgend in der Fremde waren, so wissen wir nicht, wohin wir uns wenden sollen.« Josef Wenzig | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
25 Minuten
Das Leibross des Kaisers bekam goldene Hufbeschläge, ein goldenes Hufeisen an jeden Fuß. Aber weshalb das? Hans Christian Andersen | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
12 Minuten
Ein junges Mädchen hatte eine Stiefmutter und zwei Stiefschwestern, die es alle miteinander beständig zankten, quälten und neckten, sodass das arme Kind schon früh recht viel zu leiden hatte. Es musste alle Arbeiten im Hause tun, und ihre jüngeren Schwestern durften ihr befehlen, was sie nur wollten; und das taten sie denn auch und gebrauchten sie zu den niedrigsten Arbeiten, als ob sie eine gewöhnliche Dienstmagd wäre. Ernst Meier | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
25 Minuten
Es war einmal eine arme, arme Frau, die hatte einen Knaben und suchte durch Spinnen so viel zu verdienen, dass sie leben konnten; was sie aber zu Hause spann, das trug der Knabe zum Verkauf. Einmal hatte er einen ganzen Groschen eingelöst und kam fröhlich nach Hause; da sah er, wie böse Knaben eine junge Schlange quälten. Josef Haltrich | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
15 Minuten
Vor Zeiten war einmal ein Edelmann, der sich zum zweiten Male verheiratete, und zwar mit der stolzesten und hochmütigsten Frau von der Welt. Sie brachte zwei Töchter in die Ehe mit, die ganz ihrer würdig und ihr in allen Dingen ähnlich waren, denn der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm. Der Edelmann seinerseits hatte ebenfalls eine Tochter, das sanfteste, gutmütigste Geschöpf, das man sich vorstellen kann, das rechte Ebenbild der seligen Mutter, die die Güte selbst gewesen. Charles Perrault | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten