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Gute Nacht, Sonnenschein. Der Märchen Podcast. Archiv

247 Episoden
34 Minuten
Im sandigen Lande, wo nicht viel Grünes wächst, wohnten einige Meilen von der porzellanenen Hauptstadt, wo der Prinz Wetschwuth residierte, ein Töpfer und seine Frau mitten auf ihrem Tonfeld neben ihrem Töpferofen, beide ohne Kinder, einsam und allein. Das Land war ringsum so flach wie ein See, kein Baum und kein Busch war zu sehen, und es war gar betrübt und langweilig. Clemens Brentano | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
26 Minuten
Die Geschichte von dem Mädchen, das auf das Brot trat, um sich die Schuhe nicht zu beschmutzen, und dem es dann gar schlecht erging, ist wohlbekannt, sie ist geschrieben und sogar gedruckt. Hans Christian Andersen | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
32 Minuten
Es war ein König, und er war schon alt, und hatte nur einen einzigen Sohn. Einst berief er den Sohn vor sich und sprach zu ihm: »Mein lieber Sohn, Du weißt wohl, dass reifes Obst abfällt, um anderem Platz zu machen. Mein Haupt reift auch allmählich, und vielleicht wird es die Sonne bald nicht mehr bescheinen; aber eh' ich sterbe, möcht' ich doch noch gern meine künftige Tochter, Deine Gemahlin, schau'n. Nimm Dir ein Weib, mein Sohn!« Josef Wenzig | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
33 Minuten
Der lustige Rick war wirklich sehr arm. Aber das ganze Dorf liebte ihn, denn er hatte ein frohes, goldenes Lachen in der Kehle, und alle wurden heiter und glücklich, wenn der Rick mitten unter ihnen war. Es war, als ob jede Sorge leichter würde, wenn man in seine lachenden Augen sah, und Zank und Streit konnten nicht gedeihen in seiner Nähe. Elisabeth Dauthendey | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
13 Minuten
Es war einmal, in einem fernen Lande, eine kleine Prinzessin namens Kunigunde. Kunigunde war eine gute Prinzessin und wurde von ihren Untertanen von ganzem Herzen geliebt. Doch es gab da ein Problem: Die kleine Kunigunde besaß zwei Persönlichkeiten. Was das bedeutet, das erkläre ich dir. Anne | Jorge Bucay | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
32 Minuten
Jeder Schlüssel hat seine Geschichte, und es gibt viele Schlüssel: Kammerherrnschlüssel, Uhrschlüssel, St.-Peters-Schlüssel; ich könnte von allen diesen Schlüsseln erzählen, doch jetzt erzähle ich nur von dem Haustürschlüssel des Kammerrats. Hans Christian Andersen | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
11 Minuten
Es war einmal ein König, dessen Frau war gestorben und hatte ihm nur eine einzige Tochter hinterlassen, die noch sehr klein war, und von der Amme auf dem Arm getragen wurde. Der König liebte die Kleine über alles, und begleitete sie, wo sie ging und stand; da fuhr er auch einstmals mit ihr und der Amme in einem Boot zur See, Franz Felix Adalbert Kuhn | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
18 Minuten
Es waren einmal ein paar arme Eheleute, die hatten drei Söhne. Wie die beiden Ältesten hießen, weiß ich nicht mehr; aber der Jüngste, der hieß Peter. Als die Eltern gestorben waren, und die Kinder sich die Erbschaft teilen wollten, war nichts da, als ein Grapen (das ist so etwas wie ein Kochtopf), eine Brodplatte und eine Katze. Peter Christen Asbjørnsen | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
20 Minuten
Der kleine Hans hatte einen wichtigen Posten, denn obwohl er nur zwölf Jahre zählte, war er doch schon Kuhhirt. Sieben schöne, bunte Kühe, die seinem Vater, dem Grundbauern, gehörten, hatte er unter seiner Obhut und musste dafür sorgen, dass sie ihr Recht bekamen und ordnungsmäßig auf die Weide geführt wurden. Heinrich Seidel | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
19 Minuten
Ein alter König, der sehr lange und weise über sein Volk geherrscht hatte, war es nun endlich müde, immer weise zu sein und herrschen zu müssen und wollte so gerne die wenigen Jahre seines Lebens, die ihm noch übrig waren, ruhig und still Sommers in seinen schönen Gärten sitzen und sich an dem Blühen und der Fruchtbarkeit der Erde freuen und im Winter die leuchtenden Sternenbilder am Himmel beobachten, wozu ein König, solange er die schwere Krone tragen muss, keine Zeit übrig hat. Elisabeth Dauthendey | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
49 Minuten
In einer schönen Stadt im Morgenland lebte einst eine alte Frau, die hieß Mariana. Die Leute aber nannten sie die Brillenmutter, weil sie eine große Brille trug, mit zwei dicken, runden Gläsern in einer derben Horneinfassung. Die Alte wohnte nicht da, wo die großen, prächtigen Häuser standen, sondern weit draußen in dem Viertel der armen Leute. Dort war ihr Häuschen eines der unscheinbarsten und kleinsten. Es war für die Alte und ihre schöne Enkelin Fatmene, die bei der Großmutter wohnte, gerade groß genug. Ludwig Boerne (Heinrich Seidel)| Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
12 Minuten
In einem großen Palaste am Meere lebte einmal ein reicher alter Edelmann, der hatte weder Frau noch Kinder, nur eine kleine Enkelin, deren Gesicht er noch nie angesehen hatte; denn er hasste sie bitter, weil bei ihrer Geburt seine Lieblingstochter gestorben war. Als die alte Kinderfrau ihm das kleine Mädchen brachte, da schwur er, dass er das Kind niemals ansehen würde. Anna Kellner | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
9 Minuten
Es war einmal ein Kaufmann, der hatte drei Töchter, seine Frau aber war beim lieben Gott. Einst wollte er über das Weltmeer nach einem fremden Lande, um Gold und andere kostbare Sachen zu holen; und er tröstete die weinenden Kinder und sagte: »Ich bringe euch auch was Schönes mit! Was wünschet ihr euch?« Die älteste bat um ein seidenes Kleid; »es muss aber von dreierlei Seide sein.« Die zweite wünschte sich einen Federhut; »er muss aber dreierlei Federn haben.« Die jüngste endlich sagte: »Mir bring eine Rose mit, lieber Vater; sie muss aber frisch und von dreierlei Farbe sein.« Der Kaufmann versprach es, küsste die Töchter und reiste weg. Carl und Theodor Colshorn | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
24 Minuten
Ein Bauersmann hatte einen Sohn, der war so groß wie ein Daumen und wurde gar nicht größer. Er wuchs in etlichen Jahren nicht ein Haarbreit. Eines Tages wollte der Bauer ins Feld gehen und pflügen, da sagte der Kleine: »Vater, ich will mit hinaus.« »Du willst mit hinaus?«, sprach der Vater, »bleib du hier, dort bist du zu nichts nutze: du könntest mir auch verloren gehen.« Da fing der Däumling an zu weinen, und um Ruhe zu haben, steckte ihn der Vater in die Tasche und nahm ihn mit. Brüder Grimm | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
16 Minuten
Es war einmal ein Mann, der hatte drei Söhne: zwei von ihnen waren klug, der dritte war ein Dummling. Einmal rief er die drei Söhne zu sich und sagte: »Ich bin schon alt, darum will ich vor meinem Tode einem von euch den Hof übergeben. Zieht nun hinaus in die Welt. Ich gebe euch ein Jahr Zeit, und wer von euch mir das schönste Tüchlein mit nach Hause bringt, dem gebe ich den Hof.« Unbekannt | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten