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Gute Nacht, Sonnenschein. Der Märchen Podcast. Archiv

247 Episoden
21 Minuten
Vor Zeiten war einmal ein Edelmann, der sich zum zweiten Male verheiratete, und zwar mit der stolzesten und hochmütigsten Frau von der Welt. Sie brachte zwei Töchter in die Ehe mit, die ganz ihrer würdig und ihr in allen Dingen ähnlich waren, denn der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm. Der Edelmann seinerseits hatte ebenfalls eine Tochter, das sanfteste, gutmütigste Geschöpf, das man sich vorstellen kann, das rechte Ebenbild der seligen Mutter, die die Güte selbst gewesen. Charles Perrault | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
28 Minuten
Im Norden von Deutschland gibt es zwar keine eigentlichen Gebirge, wohl aber stattliche Hügelzüge, die im Verein mit großen blauen Seenflächen, weiten Wiesentälern und alten mächtigen Waldungen diesen Gegenden ihre eigentümliche Schönheit verleihen. Heinrich Seidel | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
7 Minuten
Es war einmal eine Frau, die erwartete Besuch und hatte deshalb drei Pasteten gebacken und in den Keller gestellt. Sie hatte aber drei Söhne, die besaßen gar feine Nasen und rochen die Fleischkuchen im Keller, und stiegen hinein und aßen sie ganz heimlich miteinander auf. Brüder Grimm | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
13 Minuten
Es war einmal eine Frau, die erwartete Besuch und hatte deshalb drei Pasteten gebacken und in den Keller gestellt. Sie hatte aber drei Söhne, die besaßen gar feine Nasen und rochen die Fleischkuchen im Keller, und stiegen hinein und aßen sie ganz heimlich miteinander auf. Ernst Meier | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
11 Minuten
Einem Mann war seine Frau gestorben, da war er unschlüssig, ob er sich wieder eine nehmen sollte oder nicht. Endlich zog er seinen Stiefel aus, der hatte in der Sohle ein Loch, und sprach zu seiner Tochter, seinem einzigen Kind: »nimm diesem Stiefel, trag ihn auf den Boden, da ist ein großer Nagel, daran häng ihn auf, dann hole Wasser und gieß es hinein; hält er das Wasser, so will ich wieder eine Frau nehmen, läuft’s aber durch, so lasse ich’s bleiben.« Brüder Grimm | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
28 Minuten
Vor uralten Zeiten lebte im Morgenlande ein König; der hatte drei Söhne. Die zwei ältesten waren schon in ihrer Kindheit gar ausgelassen und mutwillig, aber klug. Der jüngere hingegen war folgsam und gut, aber nicht so klug wie seine Brüder. Albert Ludwig Grimm | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
18 Minuten
In einem Land, in einem Reich, lebten einmal ein Zar und eine Zarin, die hatten drei Söhne, alle jung, ledig und dabei so kühne Helden, dass es im Märchen nicht zu erzählen, mit der Feder nicht zu beschreiben ist. Der Jüngste hieß Iwan Zarewitsch. A. N. Afanassjew | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
26 Minuten
Der Vater war gestorben und hatte seinem Jungen nichts hinterlassen als ein Schwert; damit zog er fort und wollte dienen gehen. Auf einmal begegnete ihm ein alter Mann, der war auf einem Auge blind und sah auch mit dem andern nicht recht, der fragte ihn: »Wo gehst du hin, Junge?« –- »Dienen!« sprach der Junge. Josef Haltrich | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
33 Minuten
Nussknackerlein klatschte abermals in die kleinen Händchen, da fing der Rosensee an stärker zu rauschen, die Wellen plätscherten höher auf, und Marie nahm wahr, wie aus der Ferne ein aus lauter bunten, sonnenhell funkelnden Edelsteinen geformter Muschelwagen, von zwei goldschuppigen Delfinen gezogen, sich nahte. E.T.A. Hoffmann | Märchen | Weihnachtsmärchen | Gute-Nacht-Geschichten
40 Minuten
Hat jemand von meinen hochverehrtesten Lesern oder Zuhörern jemals den Zufall erlebt, sich mit Glas zu schneiden, so wird er selbst wissen, wie weh es tut, und welch schlimmes Ding es überhaupt ist, da es so langsam heilt. Hatte doch Marie beinahe eine ganze Woche im Bett zubringen müssen, weil es ihr immer ganz schwindlicht zumute wurde, sobald sie aufstand. E.T.A. Hoffmann | Märchen | Weihnachtsmärchen | Gute-Nacht-Geschichten
49 Minuten
»Pirlipats Mutter war die Frau eines Königs, mithin eine Königin, und Pirlipat selbst in demselben Augenblick, als sie geboren wurde, eine geborne Prinzessin. Der König war außer sich vor Freude über das schöne Töchterchen, das in der Wiege lag, er jubelte laut auf, er tanzte und schwenkte sich auf einem Beine, und schrie ein Mal über das andere: &›Heisa! – hat man was Schöneres jemals gesehen, als mein Pirlipatchen?‹ E.T.A. Hoffmann | Märchen | Weihnachtsmärchen | Gute-Nacht-Geschichten
44 Minuten
Bei Medizinalrats in der Wohnstube, wenn man zur Türe hineintritt, gleich links an der breiten Wand steht ein hoher Glasschrank, in welchem die Kinder all die schönen Sachen, die ihnen jedes Jahr einbeschert worden, aufbewahren. Die Luise war noch ganz klein, als der Vater den Schrank von einem sehr geschickten Tischler machen ließ, der so himmelhelle Scheiben einsetzte, und überhaupt das Ganze so geschickt einzurichten wusste, dass alles drinnen sich beinahe blanker und hübscher ausnahm, als wenn man es in Händen hatte. E.T.A. Hoffmann | Märchen | Weihnachtsmärchen | Gute-Nacht-Geschichten
30 Minuten
Am vierundzwanzigsten Dezember durften die Kinder des Medizinalrats Stahlbaum den ganzen Tag über durchaus nicht in die Mittelstube hinein, viel weniger in das daran stoßende Prunkzimmer. In einem Winkel des Hinterstübchens zusammengekauert, saßen Fritz und Marie, die tiefe Abenddämmerung war eingebrochen und es wurde ihnen recht schaurig zumute, als man, wie es gewöhnlich an dem Tage geschah, kein Licht hereinbrachte. E.T.A. Hoffmann | Märchen | Weihnachtsmärchen | Gute-Nacht-Geschichten
12 Minuten
Eine Frau hatte zwei Töchter; die ältere war ihre eigene Tochter und war sehr hässlich, die jüngere ihre Stieftochter und war sehr schön. Das ärgerte die böse Mutter, und sie gab dieser immer nur zerlumpte Kleider und ließ sie daheim in der Asche sitzen; ihrer Tochter aber kaufte sie schöne Kleider und nahm sie überall mit. Josef Haltrich | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten
13 Minuten
Ein Unteroffizier, ein Tambour und ein gemeiner Soldat wurden darüber einig, dass es besser sei, gut essen und trinken und sein eigener Herr sein als sich im Kriege zum Krüppel schießen lassen. Darum zogen sie bei Nacht und Nebel aus, um zu suchen, wo sie gut Essen und Trinken fänden und ihre eigenen Herren wären. Emil Sommer | Märchen | Gute-Nacht-Geschichten